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Do, 14:46 Uhr
18.06.2020
AfD gedachte des 17. Juni

Kommunistisches Unrecht nicht vergessen

In kleiner Runde fanden sich Vertreter des Nordhäuser Regionalverbandes der AfD zu einer Schweigeminute anlässlich des 67. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR zusammen…

In einer kurzen Ansprache erinnerte Jörg Prophet an lokale Erhebungen gegen die kommunistische Diktatur, die es auch im Landkreis Nordhausen gab. „Überall in der DDR kam es zu Aufständen, da die Menschen den nahtlosen Übergang von einem totalitären Regime ins andere nicht ertrugen“, so Prophet. Auch heute gelte es, wachsam zu sein gegenüber Entwicklungen, die mehr und mehr die bürgerlichen Freiheiten einschränkten.

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Kritik an der Gedenkkultur bezüglich des SED-Regimes übte Andreas Leupold, stellvertretender Vorsitzender des Regionalverbandes. Es könne nicht sein, dass es in Nordhausen keinen Ort gebe, an dem explizit der Opfer des SED-Unrechts und der kommunistischen Diktaturen gedacht werde, so Leupold. Er kündigte eine entsprechende Initiative der AfD-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat an.
Autor: red

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Kommentare
wissender
18.06.2020, 15:17 Uhr
So gedachten auch
Frau Keller ihres Zeichens Ministerin und Frau Mitteldorf Landtagsabgeordnete beide Mitglied der Partei Die LINKE diesen Opfern. Gesehen im MDR und bei Facebook.
Welche ein Hohn wenn eine Frau die lange Jahre in der SED Kreisleitung saß für die SED und eine Frau Mitteldorf die die gleichen Ideale der Nachfolgepartei vertritt, solche Gedenkveranstaltungen abhalten, bzw. ihr Gedenken öffentlich zum Ausdruck bringen.
War es nicht der Geist dieser Partei die diese Opfer hat erst entstehen lassen?
Wie pietätlos!
Sonntagsradler 2
18.06.2020, 15:29 Uhr
Jetzt führt die Nordhäuser AFD
ein Kasperle Theater auf.
Ich würde noch ein Gedenktafel von den 400 Bürgermeistern der Stadt Nordhausen einsetzen oder für einen Feiertag. Schließlich haben sie alle die Stadt vorangetrieben und mehr oder weniger gut geführt. Mann muß wirklich keine ansprechende Argumente oder Inspirationen haben um die Wähler zu halten.
Dan müssen eben die Toten mit herhalten.
Ich würde noch einen Gedenktafel für die Opfer des 1Weltkrieg in Betracht ziehen oder opfer des 30 jährigen Krieg. und weil es noch soviel Spaß macht sich als bürgerliche Gedenkpartei würde ich die Opfer im Römischen Reich gedenken.
Klasse
Ist eben sch….e wen man keine durchschlagende Argumente mehr hat.
Es geht auffährst wir gehen der Zukunft entgegen und gedenken aller Toten.
Nur noch lachhaft.
Vergest den "Dicken Peter" nicht!
geloescht.20250302
18.06.2020, 15:41 Uhr
Also...
...wenn Sie Gedenken als lachhaft bezeichnen, Sonntagsradler2, haben Sie sicher viel zu lachen.

Volkstrauertag, Totensonntag, Allerheiligen, Karfreitag, KZ-Befreiungen, 8. Mai...Lachen ist gesund und Sie sind deshalb sicherlich topfit im Schritt.
Frank Paarmann
18.06.2020, 16:18 Uhr
Sonntagsradler
ich habe hier schon viele Kommentare gelesen, gute wie auch schlechte. Sich aber über das Gedenken an die Opfer des Volksaufstandes vom 17. Juni , in einer solchen Art und Weise zu äußern und herab zu würdigen, ist das allerletzte. Sie sollten sich schämen.
Diesen Leuten gebührt unsere Erinnerung, den Opfern, den Inhaftierten und all den anderen Bürgern, die den Mut aufbrachen, gegen das SED Unrechtssystem auf die Straße zu gehen.

Frank Paarmann AfD Kreistagsfraktion
Leser X
18.06.2020, 17:15 Uhr
Habe ich was verpasst?
Wenn ich das schon wieder lese... Ich habe 30 Jahre in der DDR gelebt und kann diese politisch motivierte AfD-Generalkritik an einem sozial gerechteren Land überhaupt nicht teilen. Aber wer in der rechten Ecke steht, kann wohl nicht anders...

Ich habe in der DDR weitaus weniger Ungerechtigkeiten und sonstige Verkommenheiten wahrgenommen als heute.
Sonntagsradler 2
18.06.2020, 17:29 Uhr
@Frank Paarmann |
Gedenkstellen gibt es im den ostdeutschen Länder schon und das ist auch achtenswert.
Ob die DDR ein Unrecht Staat war ist hier im der nnz schon mehr als einmal diekutiert wurden.
Aber hier gibt es im Land und in jeder Partei Leute die sich mit solchen Vorschläge oder Ideen in den Vordergrund strängen wollen.
Machen Sie doch mal den Vorschlag einen Ort des Gedenken zu errichte in Göttingen oder Duisburg oder besser erstellen Sie dort einen Ort. Dann ziehe ich den Hut vor Ihnen.
Ach! Ein habe ich noch. In einen Ort wollte ein Verein eine Tafel über gestorbene Fische aufstellen.
Welche in der Sylze durch ein Pilzvernichtungsmittel veränderten.
Ach nehmt doch Stolpersteine ist jetzt groß in Mode. Aber nicht mit Steuergeldern finanzieren!
henry12
18.06.2020, 18:08 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Kein Chat
henry12
18.06.2020, 18:45 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Wolfi65
18.06.2020, 18:49 Uhr
Ich gehe oft den Weg gedanklich mit der AfD
Aber diesen Unsinn mit der DDR gehe ich nicht mit.
Ich gehöre zu den Bürgern, die immer mehr nach der Wende auf das Abstellgleis geleitet werden.
Wer in diesen sogenannten Rechtstaat nicht mit dem Strom schwimmt, der wird nicht nach Bautzen oder Hohenschönhausen gebracht.
Nein, der wird in der nächsten Klapsmühle entsorgt.
Selbstverständlich mit richterlichen Beschluss, damit alles rechtstaatlich wasserdicht ist.
Hier werden keine Bürger an irgend einer Grenze erschossen, oder latschen auf Minen.
Nein das nicht, lieber Herr Paarmann.
Hier werden Leute systematisch durch Dauerarbeitslosigkeit, Verarmung und Einsamkeit fertig gemacht.
Jetzt kommen diese Quarantänemaßnahmen durch Corona noch dazu.
Das bringt so manchen endgültig an die Grenze des Erträglichen.
Ich habe ja so meine Meinung über die Jetzigen Erlöser der Marktwirtschaft und weiß, dass die auch bald am Ende sind.
Ersparen Sie sich die Gedenktafeln und machen Sie eine bessere und glaubwürdigere Politik als die Jetzigen Staatsversager.
Dann klappt es auch irgendwann mit einem neuen und besseren Deutschland, ohne Suppenküchen und Sozialämtern.
Ohne erfrierende Obdachlose auf winterlichen Straßen und Hauseingängen.
Wo junge Familien nicht nach staatlicher Unterstützung für sich und die Kinder betteln müssen.
Ein Staat, wo wieder alle das Gefühl bekommen, nicht überflüssig und nur Ballast für die Gesellschaft zu sein.
Das wäre doch mal was..
Nicht war?.......Herr Paarmann
Das wäre ein Deutschland, wo man stolz wäre, ein Deutscher zu sein.
Leser X
18.06.2020, 19:42 Uhr
Wolfi65
Und ich möchte noch eine aktuelle Ergänzung hinzufügen zum Thema Unrechtsstaat. Da werden zigtausende billige Arbeitskräfte aus dem Osten Europas in sklavenähnlichen "Jobs" wie Hühner in einer Legebatterie intensiv gehalten. Für ihre winzigen Wohnlöcher müssen sie einen großen Teil ihres ohnehin viel zu niedrigen Lohnes gleich wieder abgeben. Alle verdienen daran, der Fabrikant und der Vermieter. Und der eh oft schon übergewichtige Deutsche, der sich mit billigem Fleisch mästet.

Das nur mal so zum Thema Unrechtsstaat. Die DDR hatte auch Vertragsarbeiter, aber die wurden fair bezahlt wie alle anderen. Und es wurde nicht mit ihrem Leben gespielt wie in den Fabriken des jetzigen Deutschlands.
Ndh09
18.06.2020, 19:54 Uhr
Mein Gott,
die Linke ist doch heute nicht mehr die SED. Menschen ab Baujahr 90 (oder eigentlich noch früher) haben damit doch gar nichts mehr zu tun.
Gedenkmöglichkeiten gibt es in der Stadt genug, für weit schlimmere Verbrechen als die erwähnten. Ihr Ruf nach einem Gedenkort ist mal wieder typisch, erinnere nur an die Selbstinszenierung im April.
Marco Müller-John
18.06.2020, 19:55 Uhr
...selektives Gedenken der AFD
Ein Aufschrei der Entrüstung sobald die AFD als Rechts, Nationalsoziaöistisch Assoziierend oder Rassistisch bezeichnet wird.

Gedacht wird dem Vermächtnis seit 22 Jahren durch die Otto Reckstat Brücke in Nordhausen. Ein zentrales Verkehrsbauwerk von der Innenstadt zum peripheren Industriekomplex.

Dort an dieser Gedenktafel hätte die illustre Runde sich ihrem selektiven Geschichtsverständnis hingeben können.

Denn das Gedenken der Bombenopfer fand ja auch nur am Gedenkstein am alten Friedhof. Für die Opfer der Oberstadt statt.

Bin mal gespannt ob dem Unrecht durch totalitäre deutsche Regime an den Gedenkorten am Hagen (Reichsprogromnacht), Lager Dora (Befreiung durch die Amerikaner) und am Denkmal für alle Bombenopfer am alten Rathaus auch in kleiner Runde gedacht wird.

Otto Reckstat als Anfüherer des Volksaufstandes in Nordhausen war übrigends SPD Mitglied, KZ Insasse und Kriegsgefangener. Schön das die AFD sich seiner erinnert. Finde ich toll.
Paul
18.06.2020, 20:43 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Kein Chat
Bodo Schwarzberg
18.06.2020, 23:48 Uhr
Gedenken: Bitte nicht vom Unrecht in der BRD ablenken
Dass die AfD in Ostdeutschland so stark geworden ist, hat u.a. etwas mit der fehlenden Anerkennung und Würdigung von DDR-Biografien in der Bundesrepublik zu tun.

Die Schwarz-Weiß-Malerei, vor der Wende von DDR und BRD gleichermaßen über den jeweils anderen praktiziert, wurde vom historischen Sieger nahtlos fortgesetzt: DDR, das bedeutet nach bundesdeutscher Lesart ausschließlich Unrecht an 17 Mio Menschen, Mord an vielen Hundert und Freiheitsberaubung.

Damit aber wurde die altbundesdeutsche Gesellschaft den tatsächlichen Lebens- und Erlebniswelten der DDR-Bürger nicht gerecht. Die west- und nun gesamtdeutsche, durchaus freiere Presse als in der DDR hat ihre Freiheit bis heute zu wenig genutzt, um dem tieferen Empfinden vieler DDR-Bürger nachzugehen. Für den westdominierten Bundestag und die Bunderegierung und die Politikexperten sowie Historiker trifft das aus meiner Sicht in fast dem selben Maße zu.

Das aber schlägt sich nun in den ostdeutschen Wahlergebnissen nieder. Selbst verschudet.

Kommunistischem Unrecht in der DDR und seinen Opfern zu gedenken ist richtig und notwendig. Nicht alle DDR-Bürger waren oder fühlten sich aber in der DDR unrecht behandelt. Heute aber umso mehr.

Nicht zuletzt sollte auch das Unrecht hinterfragt werden, dass vom heutigen Deutschland ausgeht. Etwa wenn Flüchtlingsströme und Umweltzerstörung in Entwicklungsländern durch eine eigennützige Wirtschaftspolitik erzeugt werden, oder aber wenn Waffenexporte an fragwürdige Regime zu Mord und Totschlag führen.

Immerhin darf ich das heute schreiben, ohne das die Stasi meine "Karriere" zu kippen droht. Das immerhin ist positiv zu bewerten.
Paulinchen
19.06.2020, 09:39 Uhr
Fehlt noch, dass...
... jeder neue Gedenktag auch ein Feiertag wird.

Bitte denkt an den Tag des Weines und des Bieres. Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass diese beiden Tage sehr gern gefeiert werden würden. ;~}
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