Di, 08:35 Uhr
12.05.2020
Neues vom Hauptausschuss in Ellrich
Waldbad, Kindergarten und Traktorunfall
In Zeiten der Coronapandemie sind auch Ausschusssitzungen anders: Nicht der Sitzungssaal im Rathaus, sondern die große Südharzhalle war am Montagabend Treffpunkt für den Ellricher Hauptausschuss. Mit ausreichend Abstand sowie Mund- und Nasenschutz bereiteten die Ausschussmitglieder den nächsten Stadtrat vor. Ellrichs Bürgermeister Henry Pasenow berichtete unter anderem zum Traktorunfall in Werna. Auch die Kindertagesstätten waren ein wichtiges Thema…
Der Hauptausschuss traf sich in der Südharzhalle in Ellrich. (Foto: Susanne Schedwill)
Wird die Stadt Ellrich zum 1. Januar 2021 die beiden Kindertagesstätten in Ellrich und Sülzhayn in kommunale Trägerschaft übernehmen? Eine entsprechende Empfehlung haben die Hauptausschussmitglieder mehrheitlich ausgesprochen. Jetzt soll der Stadtrat am 25. Mai darüber abstimmen.
Hintergrund ist, dass die Verwaltung bereits im Oktober 2018, als die Elternbeiträge das letzte Mal angehoben wurden, den Elternvertretern versprochen hatte, mehrere Optionen zu prüfen: einen Trägerwechsel, eine Rekommunalisierung und eine Vertragsüberarbeitung mit dem aktuellen Träger, dem Jugendsozialwerk. Ziel sollte es sein, die Elternbeiträge zu stabilisieren. Einen Trägerwechsel haben wir recht schnell verworfen, erklärte Pasenow. Der aktuelle Träger plädiert nun dafür, den laufenden Vertrag mit der Kommune anzupassen. Laut Pasenow wurde der Träger am 29. April darüber informiert, dass der Stadtrat im Mai darüber entscheiden wolle, ob der Vertrag angepasst oder aber die beiden Kindertagesstätten in Eigenregie betrieben werden.
Am 18. Mai werden der Jugend- und Sozialausschuss und der Finanzausschuss zum Thema debattieren, Elternvertreter sind dazu eingeladen.
Mehr als 20 Fische verendet
Die genauen Hintergründe des Traktorunfalls am Freitagnachmittag in Werna sind weiter unklar. Der Traktor war in einer Kurve umgekippt, die geladene Flüssigkeit kippte daraufhin aus und gelangte zum Teil in die Kanalisation und in die Sülze. Noch laufen die Ermittlungen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, sagt Pasenow und ergänzte: Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. So sind zwischen 20 bis 30 Fische in der Sülze durch das Antipilzmittel, das eigentlich auf Getreidefeldern zum Einsatz kommt, verendet. Weitere tote Fische wurden in den zurückliegenden Tagen aber nicht beobachtet. Wie die Pflanzenwelt auf das Mittel reagiere, werde sich in den kommenden Tagen zeigen.
Der Abwasserzweckverband Südharz hat die Abwasserrohre gespült, eine nennenswerte Menge des Mittels konnte abgepumpt und gebunden werden. Eine Fachfirma hatte die Straße gereinigt. 35 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Einsatz.
Waldbad soll öffnen
Die Stadt Ellrich will ihr Waldbad spätestens am 1. Juni öffnen. Ein Treffen im Landratsamt am Montagvormittag lasse hoffen, dass dieser Termin realistisch sei, so Pasenow am Rande der Sitzung. Noch warte man auf die aktuelle Verordnung. Momentan arbeiten wir an dem Hygieneplan, dann sind alle Voraussetzungen erfüllt, um das Bad unter Auflagen zu öffnen, sagte Pasenow. So sind auch im Bad die Abstandsregeln von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, vor allem auf der Liegewiese, am Sprungturm und am Kiosk. Zudem wird es eine maximale Besucherzahl geben, um die entsprechenden Abstandsregeln im Wasser und auf der Freifläche gewährleisten zu können.
Susanne Schedwill
Autor: ssc
Der Hauptausschuss traf sich in der Südharzhalle in Ellrich. (Foto: Susanne Schedwill)
Wird die Stadt Ellrich zum 1. Januar 2021 die beiden Kindertagesstätten in Ellrich und Sülzhayn in kommunale Trägerschaft übernehmen? Eine entsprechende Empfehlung haben die Hauptausschussmitglieder mehrheitlich ausgesprochen. Jetzt soll der Stadtrat am 25. Mai darüber abstimmen.
Hintergrund ist, dass die Verwaltung bereits im Oktober 2018, als die Elternbeiträge das letzte Mal angehoben wurden, den Elternvertretern versprochen hatte, mehrere Optionen zu prüfen: einen Trägerwechsel, eine Rekommunalisierung und eine Vertragsüberarbeitung mit dem aktuellen Träger, dem Jugendsozialwerk. Ziel sollte es sein, die Elternbeiträge zu stabilisieren. Einen Trägerwechsel haben wir recht schnell verworfen, erklärte Pasenow. Der aktuelle Träger plädiert nun dafür, den laufenden Vertrag mit der Kommune anzupassen. Laut Pasenow wurde der Träger am 29. April darüber informiert, dass der Stadtrat im Mai darüber entscheiden wolle, ob der Vertrag angepasst oder aber die beiden Kindertagesstätten in Eigenregie betrieben werden.
Am 18. Mai werden der Jugend- und Sozialausschuss und der Finanzausschuss zum Thema debattieren, Elternvertreter sind dazu eingeladen.
Mehr als 20 Fische verendet
Die genauen Hintergründe des Traktorunfalls am Freitagnachmittag in Werna sind weiter unklar. Der Traktor war in einer Kurve umgekippt, die geladene Flüssigkeit kippte daraufhin aus und gelangte zum Teil in die Kanalisation und in die Sülze. Noch laufen die Ermittlungen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, sagt Pasenow und ergänzte: Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. So sind zwischen 20 bis 30 Fische in der Sülze durch das Antipilzmittel, das eigentlich auf Getreidefeldern zum Einsatz kommt, verendet. Weitere tote Fische wurden in den zurückliegenden Tagen aber nicht beobachtet. Wie die Pflanzenwelt auf das Mittel reagiere, werde sich in den kommenden Tagen zeigen.
Der Abwasserzweckverband Südharz hat die Abwasserrohre gespült, eine nennenswerte Menge des Mittels konnte abgepumpt und gebunden werden. Eine Fachfirma hatte die Straße gereinigt. 35 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Einsatz.
Waldbad soll öffnen
Die Stadt Ellrich will ihr Waldbad spätestens am 1. Juni öffnen. Ein Treffen im Landratsamt am Montagvormittag lasse hoffen, dass dieser Termin realistisch sei, so Pasenow am Rande der Sitzung. Noch warte man auf die aktuelle Verordnung. Momentan arbeiten wir an dem Hygieneplan, dann sind alle Voraussetzungen erfüllt, um das Bad unter Auflagen zu öffnen, sagte Pasenow. So sind auch im Bad die Abstandsregeln von mindestens 1,50 Meter einzuhalten, vor allem auf der Liegewiese, am Sprungturm und am Kiosk. Zudem wird es eine maximale Besucherzahl geben, um die entsprechenden Abstandsregeln im Wasser und auf der Freifläche gewährleisten zu können.
Susanne Schedwill

