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Mo, 11:08 Uhr
11.05.2020
Verzögerungen bei Steuererklärungen

Das Finanzamt kommt nicht hinterher

Aufgrund der Corona-Pandemie kann es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung der Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2019 kommen. Um unnötigen Bearbeitungsrückstand zu vermeiden, bittet das Finanzamt Sondershausen von telefonischen Anfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen...

„Wir haben alle Maßnahmen ergriffen, um auch während der Corona-Krise eine durchgehende Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen sicher zu stellen“, sagt Finanzamtsvorsteher Josef Wulfing. Er verweist unter anderem auf den Umbau von Mehrfachbüros, die Minimierung von persönlichen Kontakten, Besprechungen per Telefonkonferenz und flexible Arbeitszeiten.

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Dennoch konnte in den vergangenen Wochen auch im Finanzamt Sondershausen nicht mit voller Besetzung gearbeitet werden. Viele Bedienstete haben Kinder, die betreut werden müssen, weil Schulen und Kindergärten geschlossen sind.

Dazu kommt, dass alle Finanzämter im Freistaat zurzeit ein erhöhtes Arbeitspensum zu bewältigen haben. Der Bund hat eine Reihe steuerlicher Erleichterungen und Sofort-Maßnahmen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. „Diese Anträge haben jetzt Vorrang“, so der Finanzamtsvorsteher.

Bis zum 30.04. sind thüringenweit bereits 3.555 Stundungsanträge, 12.273 zusätzliche Anträge auf Herabsetzung von Einkommens- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen und 3.188 Anträge auf Erstattung oder Verzicht der Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer bearbeitet. Die Antragsflut ist auch im Finanzamt Sondershausen deutlich spürbar. Trotzdem läuft die Bearbeitung der Steuererklärungen für 2019 weiter.

Wegen der längeren Wartezeiten gab es in den vergangenen Tagen vereinzelt unfreundliche Anrufe im Finanzamt Sondershausen. „Durch Beschimpfungen geht die Bearbeitung auch nicht schneller. Die Folgen der anhaltenden Krise spüren wir jetzt auch bei der Arbeitsorganisation im Finanzamt. Ich bitte deshalb um Verständnis. Wir geben unser Bestes“, so Wulfing.
Autor: red

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