Mo, 08:03 Uhr
06.04.2020
Ehemaliges KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte
Glocken erinnern an Befreiung
Den 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Außenlagers Ellrich-Juliushütte wollten die Ellricher und Walkenrieder in diesem Jahr eigentlich besonders begehen. In mehreren Arbeitseinsätzen hatten Freiwillige auf dem einstigen Außenlagergelände gearbeitet. Doch dann kam die Corona-Pandemie. Erinnern wollen die Ellricher und Walkenrieder am heutigen Montag trotzdem. Nur anders…
Ein Erinnern wie in normalen Zeiten ist in diesem Jahr nicht möglich. Das Bild stammt aus 2019. (Foto: Susanne Schedwill)
Um den mehr als 4000 Toten zu gedenken, werden am heutigen Montag in Ellrich und Walkenried um 11 Uhr die Kirchglocken läuten. Auch will Ellrichs Bürgermeister Henry Pasenow (CDU) mit einem Vertreter aus Walkenried Kränze niederlegen, allerdings nicht öffentlich, wie er der nnz mitteilte.
Das einstige KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte gehört zu den dunklen Seiten der Ellricher Geschichte. Mehr als 4000 Menschen verloren hier zwischen 1944 und 1945 ihr Leben. Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, trafen amerikanische Soldaten an dem Lager ein. Bereits ab dem 4. April waren das Lager geräumt und die Gefangenen nach Sachsenhausen oder Bergen-Belsen geschickt worden. Ein Teil der Häftlinge erwartete der Todesmarsch über den Harz.
Erst im vergangenen Jahr waren Überreste von mehreren Massengräbern von über 1000 Toten auf dem Gelände entdeckt worden. Diese Gräber sollen jetzt angemessen gestaltet werden, um an die Opfer würdig zu erinnern. Das Lager war von der deutsch-deutschen Grenze zerschnitten und liegt heute auf thüringischem und niedersächsischem Boden.
Susanne Schedwill
Autor: ssc
Ein Erinnern wie in normalen Zeiten ist in diesem Jahr nicht möglich. Das Bild stammt aus 2019. (Foto: Susanne Schedwill)
Um den mehr als 4000 Toten zu gedenken, werden am heutigen Montag in Ellrich und Walkenried um 11 Uhr die Kirchglocken läuten. Auch will Ellrichs Bürgermeister Henry Pasenow (CDU) mit einem Vertreter aus Walkenried Kränze niederlegen, allerdings nicht öffentlich, wie er der nnz mitteilte.
Das einstige KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte gehört zu den dunklen Seiten der Ellricher Geschichte. Mehr als 4000 Menschen verloren hier zwischen 1944 und 1945 ihr Leben. Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, trafen amerikanische Soldaten an dem Lager ein. Bereits ab dem 4. April waren das Lager geräumt und die Gefangenen nach Sachsenhausen oder Bergen-Belsen geschickt worden. Ein Teil der Häftlinge erwartete der Todesmarsch über den Harz.
Erst im vergangenen Jahr waren Überreste von mehreren Massengräbern von über 1000 Toten auf dem Gelände entdeckt worden. Diese Gräber sollen jetzt angemessen gestaltet werden, um an die Opfer würdig zu erinnern. Das Lager war von der deutsch-deutschen Grenze zerschnitten und liegt heute auf thüringischem und niedersächsischem Boden.
Susanne Schedwill

