Fr, 20:17 Uhr
13.03.2020
Gottesdienste und Gemeinden
Kirche in Zeiten von Corona
Mit den Schulschließungen, die das Land Thüringen verfügt hat, ändern sich auch die am Freitagmorgen veröffentlichten Empfehlungen für die öffentlichen Gottesdienste und Gemeindegruppen. Das gibt jetzt Superintendent Andreas Schwarze bekannt...
Diesen Sonntag liegt die Entscheidung, ob ein Gottesdienst stattfindet noch in den Händen der Gemeinden. Grundsätzlich gelten für alle Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei die Vorgaben und Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden. Ab nächster Woche kommt die Empfehlung zu Hausandachten. Die Kinderstunden und Gemeindegruppen werden ausgesetzt. Mehr dazu werden Sie nächste Woche hier lesen können.
Superintendent Andreas Schwarze hat auf der Grundlage eines Schreibens der Landeskirche ein paar generelle Handlungsempfehlungen für diesen Sonntag ausgesprochen.
Es wird das Abendmahl in einerlei Gestalt empfohlen, also nur die Austeilung des Brotes, der Hostie. Dies ist eine vollgültige Teilnahme am Abendmahl. Das Eintauchen der Hostie in den Kelch (die Intinktio) ist nicht empfehlenswert. Da es sich bei dem Coronavirus um eine Schmierinfektion handelt, die allein schon über den Kontakt der Hand mit der Hostie übertragen werden kann, wäre auch die Intinktio ein möglicher Infektionsweg.
Auf den Friedensgruß oder das Händereichen nach dem Abendmahl oder zur Begrüßung ist zu verzichten. Auch das Herumreichen eines Klingelbeutels oder Kollekten-Tellers kann ein Infektionsrisiko darstellen.
Veranstaltungen
Bereits Freitagmorgen, noch vor der Verfügung des Landes, wurden alle Mehrtagesveranstaltungen abgesagt, wie beispielsweise das Konfifestival. Ebenso wie alle Veranstaltungen mit Kindern, die einen größeren Umfang haben, wie die Kinderbibeltage und der Bibelpokal. Desweiteren wurden Veranstaltungen verschoben, wie die Lesung mit Felix Leibrock in Urbach und das Benefizkonzert in Bleicherode. Die Großveranstaltung Harzblick-Wandermarathon hat einen Ersatztermin veröffentlicht - 24.07.2021.
Wie weiter?
Auch jetzt gibt es die Möglichkeit Gottesdienste zu feiern. Jeden Sonntag werden Fernseh-, Rundfunk- und online-Gottesdienste angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist die Hausandacht in kleiner Gemeinschaft. Seit über einem Jahr gibt es dazu jeden Monat eine neue Vorlage auf der Homepage des Kirchenkreises Südharz www.ev-kirchenkreis-suedharz.de Die Evangelische Landeskirche Mitteldeutschlands EKM empfiehlt zudem ein Vorgehen wie in Halle. Dort läuten die Glocken und es wird zum Gebet gerufen, die Kirchentüren sind geöffnet und unter Beachtung der bekannten Sicherheitsmaßnahmen werden Seelsorgegespräche angeboten. Auch mit dem Aufstellen von Gebetsbriefkästen oder dem Auslegen von Segenskärtchen kann den Sorgen der Menschen begegnet werden. Wir tragen Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind und rufen auf zur Fürbitte, besonders für die Kranken und alle, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ihren Dienst tun, bittet Superintendent Andreas Schwarze. Wir tun das uns Mögliche, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bei all unserem Tun und Lassen kann uns das Bibelwort aus dem 2. Timotheus 1,7 leiten:Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Regina Englert
Autor: redDiesen Sonntag liegt die Entscheidung, ob ein Gottesdienst stattfindet noch in den Händen der Gemeinden. Grundsätzlich gelten für alle Kirchengemeinden und Einrichtungen dabei die Vorgaben und Empfehlungen der staatlichen und kommunalen Behörden. Ab nächster Woche kommt die Empfehlung zu Hausandachten. Die Kinderstunden und Gemeindegruppen werden ausgesetzt. Mehr dazu werden Sie nächste Woche hier lesen können.
Superintendent Andreas Schwarze hat auf der Grundlage eines Schreibens der Landeskirche ein paar generelle Handlungsempfehlungen für diesen Sonntag ausgesprochen.
Es wird das Abendmahl in einerlei Gestalt empfohlen, also nur die Austeilung des Brotes, der Hostie. Dies ist eine vollgültige Teilnahme am Abendmahl. Das Eintauchen der Hostie in den Kelch (die Intinktio) ist nicht empfehlenswert. Da es sich bei dem Coronavirus um eine Schmierinfektion handelt, die allein schon über den Kontakt der Hand mit der Hostie übertragen werden kann, wäre auch die Intinktio ein möglicher Infektionsweg.
Auf den Friedensgruß oder das Händereichen nach dem Abendmahl oder zur Begrüßung ist zu verzichten. Auch das Herumreichen eines Klingelbeutels oder Kollekten-Tellers kann ein Infektionsrisiko darstellen.
Veranstaltungen
Bereits Freitagmorgen, noch vor der Verfügung des Landes, wurden alle Mehrtagesveranstaltungen abgesagt, wie beispielsweise das Konfifestival. Ebenso wie alle Veranstaltungen mit Kindern, die einen größeren Umfang haben, wie die Kinderbibeltage und der Bibelpokal. Desweiteren wurden Veranstaltungen verschoben, wie die Lesung mit Felix Leibrock in Urbach und das Benefizkonzert in Bleicherode. Die Großveranstaltung Harzblick-Wandermarathon hat einen Ersatztermin veröffentlicht - 24.07.2021.
Wie weiter?
Auch jetzt gibt es die Möglichkeit Gottesdienste zu feiern. Jeden Sonntag werden Fernseh-, Rundfunk- und online-Gottesdienste angeboten. Eine weitere Möglichkeit ist die Hausandacht in kleiner Gemeinschaft. Seit über einem Jahr gibt es dazu jeden Monat eine neue Vorlage auf der Homepage des Kirchenkreises Südharz www.ev-kirchenkreis-suedharz.de Die Evangelische Landeskirche Mitteldeutschlands EKM empfiehlt zudem ein Vorgehen wie in Halle. Dort läuten die Glocken und es wird zum Gebet gerufen, die Kirchentüren sind geöffnet und unter Beachtung der bekannten Sicherheitsmaßnahmen werden Seelsorgegespräche angeboten. Auch mit dem Aufstellen von Gebetsbriefkästen oder dem Auslegen von Segenskärtchen kann den Sorgen der Menschen begegnet werden. Wir tragen Verantwortung für die Menschen, die uns anvertraut sind und rufen auf zur Fürbitte, besonders für die Kranken und alle, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ihren Dienst tun, bittet Superintendent Andreas Schwarze. Wir tun das uns Mögliche, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Bei all unserem Tun und Lassen kann uns das Bibelwort aus dem 2. Timotheus 1,7 leiten:Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
Regina Englert

