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Sa, 07:00 Uhr
14.03.2020
Abgehört

Demos auf dem August-Bebel-Platz (1)

Dienstags-Demo in Nordhausen (Foto: Stadtarchiv Nordhausen) Dienstags-Demo in Nordhausen (Foto: Stadtarchiv Nordhausen)
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Es waren historische Zeiten und emotionale Momente: Im Herbst des Jahres 1989 kamen zehntausende Menschen auf den Nordhäuser August-Bebel-Platz, um gegen die SED-Herrschaft zu demonstrieren. Der nnz-Redaktionen liegen einmalige Tonaufnahmen dieser Zeit vor...

Nicht montags, sondern dienstags riefen das Neue Forum und der Demokratische Aufbruch zu Demons und Umzügen in Nordhausen auf. Steffen Iffland hat in den zurückliegenden Wochen historische Tonaufnahmen der Kundgebungen auf dem August-Bebel-Platz digitalisiert. Die nnz wird sie in lockerer Folge veröffentlichen.
August-Bebel-Platz 1989 - das wurde gesagt
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
14.03.2020, 08:51 Uhr
Als die 1. Demo stattgefunden hat, von deren Vorhaben ich nichts...
... wusste, kam ich gerade aus Erfurt. Für mich ist diese 1.Demo noch in bester Erinnerung, weil ich mir an diesem Tag, nach 2 Jahren Wartezeit, einen neuen Motor für meinen Trabi abholen durfte. Einige Mieter aus unserem Haus, baten mich doch mitzugeben, was ich auch spontan tat.

Man blickte auf dem Bebel Platz, in viele bekannte Gesichter. Somit war mir klar, hier bin ich nicht verkehrt. Am nächsten Tag musste ich von einer Kollegin erfahren, dass ihr Mann zur Demo gesagt hat : Diese Staatsfeinde werden es noch bereuen, dass sie sich den Klassenfeinden unterwerfen.

Nach der Wende, hatte der Mann dann große Probleme mit dem Alkohol. Er war ein hochdekorierter Offizier der NVA. Die Bundeswehr war an seiner Person nicht interessiert, trotz vieler Bemühungen.
A.kriecher
14.03.2020, 09:53 Uhr
Einzelfälle
Aber viele die damals schon gut dabei waren, sind es heute auch wieder.
Peter59
14.03.2020, 11:07 Uhr
Damals war's....
Alle standen mit Kerzen da, heute haben sie nicht einmal den Docht in der Hand..... Dass sich das so entwickelt, hätte niemand gedacht..... Jetzt werden Leute unter Verdacht überwacht, Stasi 2.0. Tut mir leid, aber für dieses "System Merkel" kann ich mich auch nicht begeistern.
prinzip
14.03.2020, 11:37 Uhr
Schwerter zu Pflugscharen
Mich würde ja mal interessieren was aus der ganzen Truppe „Schwerter zu Pflugscharen“ geworden ist. Ob es diejenigen sind, die heute die Waffen der Bundeswehr als Geistliche weihen?
geloescht.20250302
14.03.2020, 12:21 Uhr
Peter59!
Die-FDJ-Agitprop-Sekretärin war damals in der Sauna, als die Unzufriedenen und Bürgerbewegten revoltierten (Dass sie dort mit KGE hockte, ist wohl ein Gerücht). Die Drecksarbeit erledigten andere.

Später durften sich Kohl und Schröder die Prügel für unsoziale Politik und doch nicht so blühende, sondern teils welkende Landschaften abholen.

Merkel war ein opportunistisches Glückskind zuerst im Hintergrund und später in der 1. Reihe.

Was Sie daraus gemacht hat, stellt sie eher in eine Reihe mit Honecker als mit Brandt oder Schmidt.
Paulinchen
14.03.2020, 13:31 Uhr
Bei YouTube...
... gibt Vera Lengsfeld ein interessantes Interview, wie sie, die heutige Kanzlerin kennen gelernt hat.
Ich finde es sehr interessant, wie hier der Werdegang beschrieben wird. Meine Meinung dazu, es ist sehr gut, dass Frau Merkel nicht an die Macht gekommen ist, bevor der Einigunfsvertrag zustande gekommen ist.
diskobolos
14.03.2020, 13:45 Uhr
@Prinzip und Tannhäuser
Prinzip:
Die "Schwerter zu Pflugscharen"-Vertreter gingen doch zu den Bündnisgrünen und stellten den Außenminister, als die Bundeswehr ihren ersten Out-of-Area-Einsatz machten (Beteiligung bei der Bombadierung von Belgrad). Dass sie damit der Stasi nachträglich Recht gaben, ist ihnen wohl nicht bewusst gewesen. (Es ging wohl doch nicht um Pazifismus, sondern gegen die DDR).
Tannhäuser: A. Merkel sieht sich sicher nicht in der Tradition der SPD-Kanzler, sondern eher von Kohl.
Welchen Politiker hätten Sie sich denn als Kanzler der letzten Jahre vorgestellt? Ich persönlich denke A. M. hat das gar nicht so schlecht gemacht. Vergleichen Sie mal mit den Führern in den anderen Ländern. Wer würde Ihnen denn da gut gefallen? Das interessiert mich wirklich.
geloescht.20250302
14.03.2020, 14:28 Uhr
Diskobolos...
...Dankeschön. Genauso stelle ich mir eine Diskussion vor.

Hätte Schröder sich nicht überschätzt, wäre er wohl Kanzler geblieben. Da sind wir uns einig, oder?

Ich habe damals die Linken gewählt, da stand ein Kanzlerkandidat von denen nicht zur Debatte.

Wenn dann Sahra Wgenknecht ;)

Also ganz ehrlich? Er wäre nicht mein Wunschkanzler gewesen, aber ich hätte Schäuble anstatt Merkel vorgezogen.
Taiko
14.03.2020, 19:29 Uhr
Merkel ?
Diese Frau hat nur ein paar Tage gebraucht um von einer Agitprop-Sekretärin zu einer CDU (Sorry...demokratischer Aufbruch)-Ikone zu mutieren !
Allein ihr Führerentscheid, tausende von orientalischen Einwanderern aus Ungarrn hier reinzuholen.....spricht eigentlich für ihre antidemomokratische und stalilinistische Erziehung..
Von Pseudolinken wird immer die Zahl 200 zum Bedrohungspotenzial der pösen Rächten gebracht.
Wie viele Opfer hat es seit 1990 durch irgendwelche Migranten gegeben, die wir berufstechnisch niemals gebrauchen konnten ? Das Ergebnis dürfte die Zahl 200 um einiges überschreiten ! :-(
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