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Mi, 14:48 Uhr
19.02.2020
Seniorenbeiräte und -vertretungen Nordhausen

Was brauchen die Senioren im Landkreis?

Die Seniorenbeiräte und -vertretungen aus dem Landkreis Nordhausen haben sich im IFA-Museum Nordhausen zu einer Klausurtagung getroffen. Dabei diskutierten sie über die Frage „Wohnen und Leben im ländlichen Bereich – was brauchen Senioren in unserem Landkreis?“...

Grundlage bildete der Seniorenplan mit seinen Maßnahmen und Projekten. Der Seniorenbeauftragte des Landkreises Rainer Linsel verwies auf eine Befragung aus dem Jahr 2006. „Die damaligen Ergebnisse sind aktueller denn je“, so Linsel. „Schon damals fürchteten die Senioren eine bevorstehende Einsamkeit und finanzielle Belastungen durch eine niedrig erwartete Rente.“

Der Anteil der Senioren über 65 Jahre ist im Landkreis in den letzten 10 Jahren gestiegen um etwa 2 Prozent gestiegen und wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Susanna Riemann-Störr vom Pflegestützpunkt Nordhausen ergänzte die Ausführungen mit Zahlen aus ihrer täglichen Arbeit und die Erfahrungen aus den täglichen Gesprächen mit Senioren. „Rückblickend auf den Seniorenplan von 2010 konnten wir einige Ziele erreichen und wir befinden uns weiter im stetigen Ausbau“, sagt Susanna Riemann-Störr. „Nennenswert sind hier die Angebote für Menschen mit Demenz, Erprobungen von alternativen Wohnformen oder auch die Initiierung von Seniorenvertretungen bzw. Seniorenbeiräten in unserer Region.“

In der Diskussion erarbeiteten die Mitglieder der Seniorenvertretung Nordhausen, der Seniorenbeiräte von Bleicherode und Harztor sowie der Seniorenbeauftragte des Landkreises gemeinsam mit den Mitarbeitern des Landratsamtes, welche Maßnahmen aus dem Seniorenplan aktualisiert werden sollten. Wichtig war hier herauszuarbeiten, was Senioren brauchen, um selbständig und selbstbestimmt im eigenen Wohnraum leben zu können. Wichtige Themen sind auch die gesellschaftliche Teilhabe, Erhaltung der Mobilität, medizinische Betreuung, Vermeidung von Altersarmut, Prävention, Attraktivität des Lebensumfeldes oder auch gesundheitsförderliches Verhalten, um nur einige zu nennen.

„All diese Schwerpunkte werden nun in Anbindung an den Seniorenplan von 2010 aktualisiert, wichtig sind beispielsweise der Erhalt und Erweiterung von Seniorentreffs, Adaption des Wohn- und Lebensumfeldes oder auch Stärkung und Ausbau der ambulanten Betreuung und Pflege“, so Susanna Riemann-Störr. Erste Ziele sollen noch in diesem Jahr erreicht werden, u.a. mit dem Thüringer Landesprogramm „Familien eins99“, dem Projekt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) sowie im Rahmen von IN FORM, der Initiative für gesunde Ernährung und Bewegung.
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