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Mo, 15:45 Uhr
14.10.2019
FDP-Politiker informieren sich vor Ort

Hoher Besuch im IFA-Museum

Am Vormittag fand sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Marcel Klinge aus der FDP-Fraktion gemeinsam mit einigen Vertretern der Nordhäuser FDP am IFA-Museum ein. Unter ihnen waren auch die beiden Direktkandidaten zur Landtagswahl Carsten Dobras und Otmar Ganter sowie der Kreisvorsitzende Claus Peter Roßberg.

Fachkundige Führung erhielten die Politiker Ganter, Dr. Klinge und Dobras vom Vereinsvorsitzenden Hans-Georg Franke (2.v.r)

Anlass für den Besuch bot die unklare Zukunft des bekannten Nordhäuser Museums, das von einer über 100-jährigen Geschichte geprägt ist. Die finanziellen und personellen Probleme sind jedoch längst bekannt — erst im Juli besuchte Ministerpräsident Ramelow auf seiner Sommertour den IFA-Museumsverein und tauschte sich mit dem Vereinsvorsitzenden Hans-Georg Franke über jene Schwierigkeiten aus, welche das gesicherte Fortbestehen des Museums schon sehr bald gefährden könnten. Der private Verein arbeitet lediglich auf ehrenamtlicher Basis und wird von Sponsoren, Spenden und Eintrittsgeldern getragen.

Sollten Franke und der Ehrenvorsitzende Helmut Peter ausscheiden, mangelt es dem Verein an Nachwuchs. Ein hauptamtlicher Museumsleiter könnte Sicherheit in das Konzept bringen, Ramelow zerschlug jedoch schon im Juli die Hoffnung auf Hilfe aus dem Freistaat, da die kommunalen Verwaltungen für die direkte Förderung von Museen zuständig seien. Aus dem Nordhäuser Rathaus gibt es seither keine eindeutigen Signale, dabei ist die Finanzierung des Museums durch Sponsoren nur noch bis Ende des Jahres abgedeckt.

Otmar Ganter (li.) will ebenso in den Landtag wie Carsten Dobras (ganz re.). Dr. Marcel Klinge (2.v.l.) ist Tourismus-Experte der FDP im Bundestag.

Die Nordhäuser FDP möchte sich nun für den Verein stark machen. Direktkandidat Dobras schlägt eine Kooperation des Museums mit Stadt und Land vor. Die Förderanträge seien für die Bearbeitung durch Ehrenamtler zu umfangreich.

Die Liberalen wollen am 27. Oktober in den Thüringer Landtag zurückkehren: Ob dies gelingt, ist momentan noch ebenso unsicher wie die zukünftige Finanzierung des IFA-Museums.
Luise Schulze
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Kommentare

14.10.2019, 16.29 Uhr
Honsteiner | FDP versucht sich in Kultur
Das ist ja richtig unglaubwürdig. Unsere FDP hat nach Jahren den Weg zum IFA Museum gefunden. Besser jetzt als nie. Hoffentlich kommen sie auch mal nach der Wahl wieder vorbei.
Glaubwürdig ist der Auftritt nicht. Für mich alles Fremde. Beide Kandidaten auswärtige Importe. Hat die FDP keine regionalen Vertreter mehr?
Wie sagte die FDP einst - Ich bin dann mal weg!

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14.10.2019, 18.43 Uhr
DDR-Facharbeiter | Wann Hoher Besuch von der SPD im IFA-Museum ?
Können die Wähler auch hohen Besuch von der SPD im IFA-Museum erwarten ?
Zitat :"Anlass für den Besuch des FDP-Kandidaten bot die unklare Zukunft des bekannten Nordhäuser Museums, das von einer über 100-jährigen Geschichte geprägt ist. .
Die Nordhäuser FDP möchte sich nun für den Verein stark machen. Direktkandidat Dobras schlägt eine Kooperation des Museums mit Stadt und Land vor. Die Förderanträge seien für die Bearbeitung durch Ehrenamtler zu umfangreich." Ende Zitat.
Es wäre zu begrüssen, wenn sich auch die SPD-Direktkandidatin der SPD, Frau Angelika Gruner, für die unklare Zukunft des IFA-Museums interessieren könnte.
Sowohl das IFA-Museum - nicht zu vergessen die Gedenkstätte Lager Dora - sind starke Stützen des Tourismus in Nordthüringen.
Ich könnte mir vorstellen, dass Frau Krauth, SPD, und Herr Jendricke, SPD, der Direktkandidatin der SPD, Frau Angelika Gruner, bei der Absicht helfen möchten,
den Tourismus zu den Museen mit voller Kraft zu unterstützen. Immerhin hat ja Frau Gruner ihr Interesse für Nordthüringer Museen durch den Besuch der Mühlenausstellung im Tabakspeicher am 1.10.2019 schon mal bekundet.

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14.10.2019, 19.41 Uhr
Carsten Dobras | Wieso unglaubwürdig?
Hallo Honsteiner,
darf man erfahren weshalb unser heutiges Gespräch mit dem Leiter des IFA-Museums unglaubwürdig war? Vielleicht wissen Sie es nicht, aber der Kreisverband der Freien Demokraten Nordhausen hat sich schon immer für den Erhalt und die Förderung dieses Museums, wie auch der anderen Kultureinrichtungen eingesetzt.


Darüber hinaus bin ich kein Fremder in Nordhausen und lebe seit mehreren Jahren in dieser wunderschönen Stadt.

Sie haben recht, ursprünglich stamme ich nicht aus Nordhausen, sondern aus dem ca. 20 Kilometer östlich von hier gelegenen Wolfsberg, was meiner Meinung nach durchaus noch in unserer Region liegt.

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14.10.2019, 22.02 Uhr
Rainer H. | FDP ein Schatten seiner selbt
Die FDP sitzt seit weit über 10 Jahren im Stadtrat, da müsste sie doch wissen, dass das IFA Museum im kommenden Haushalt der Stadt Nordhausen finanziell berücksichtigt ist und das die Stadt seit Jahren an einer Kooperation arbeitet. Das wurde doch kürzlich an anderer Stelle berichtet. Hier bei NNZ kann man sogar nachlesen, allein die Haushaltssituation der Stadt in den letzten Jahren verhinderte eine erhöhte Einstellung der kulturellen Leistungen. Ja sogar von Schließung von Nordhäuser Museen war die Rede.

Aber wenn es sonst keine Probleme in Nordhausen gibt, dann ist doch alles gut.

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14.10.2019, 22.47 Uhr
Kelly | Förderung des IFA-Museums?
Der Herr Ministerpräsident Ramelow hat klar und deutlich gesagt, das es keine dauerhafte Förderung seitens des Landes geben kann.
Mehr als einmalige Finanzspritzen aus Lottomitteln oder für ausgewählte Einzelprojekte sind kaum möglich.

Auch die beispielsweise Nutzung des Bundesfreiwilligendienstes bringt keinen langfristigen Effekt. Über das Freiwillige Soziale Jahr könnten
ggf. noch Jugendliche für das IFA-Museum begeistert werden, was vielleicht sogar zur Milderung des Nachwuchsproblems beiträgt.
Das bedeutet aber auch einen erheblichen bürokratischen Aufwand für die IFAraner.

Es ist egal welche Partei sich im oder vor dem IFA-Museum sehen lässt. Eine dauerhafte Hifle wird wohl von
keiner Seite kommen. Verantwortlich ist und bleibt letztlich die Kommune, also die Stadt selbst. Aber mit jedem offiziellen Besuch wird nicht nur die Anerkennung und Achtung des Leistungen der IFAraner zum Audruck
gebracht - den Verantwortlichen der Stadt wird auch immer wieder verdeutlicht, das hier ein sogenannter touristischer Leuchtturm entstanden ist, den es zu
erhalten auszubauen gilt.

Ich hoffe doch, das bis zum Jahresende noch Wege zur Lösung der Museumsprobleme gefunden werden.

(Bei dem Gedanken an ein mögliches Industriemuseum fällt mir gerade noch die NOBAS mit ihren Folgebetrieben
Gebr. Papenburg und ggf. Maximator im Werk2 ein - aber das ist wohl eher Zukunftsmusik?)

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15.10.2019, 06.25 Uhr
DDR-Facharbeiter | Delegieren Nordthüringer Kommunen Museums-Fachkräfte ?
Ein grosser Unterstützer des IFA-Museums ist der Grundstücks-Eigentümer, der Rechtsnachfolger des IFA-Werkes.
Herr Francke erzählte: "Ohne ihn wäre hier schon lange Feierabend.
Er hat noch nie einen Pfenning Miete verlangt."
Als Unterstützer ist auch seit April 2019 die Fachhochschule zu erwähnen.
Sie hilft bei der Ausbildung von Facharbeitern im Museum.
Neben diesen selbstlosen Unterstützern sollten nun die von den Bürgern gewählten Kommunal- Verwaltungen Initiative beweisen.
Am 27. Oktober 2019 stehen auch die in unsern Kommunen führenden Parteien zur Wahl.
Es wäre eine Schande, wenn die gewählten Kommunen Nordthüringens nicht auch einen tragenden Beitrag zur Nordthüringer Kulturgeschichte leisten würden.
Sie könnten es aus meiner Froschperspektive.
Den Lesern des nnz-online- Forums sind in den letzten Jahren die Namen von hochqualifizierten und bewährten Museums-Leitern wie Herr Dr. Stefan Hördler oder Frau Dr. Cornelia Klose bekannt geworden. Besteht die Möglichkeit, dass einer von ihnen zur Unterstützung des IFA-Museum delegiert wird, falls verfügbar ?

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