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Fr, 07:52 Uhr
11.10.2019
Landtagswahl 2019

Erst am Anfang eines Prozesses

Am 27. des Monats könnte die politische Landschaft in Thüringen neu bestimmt werden. Wir stellen die Kandidaten vor, die in den Landtag wollen. Heute: Andreas Leupold, Alternative für Deutschland (AfD).


Andreas Leupold ist katholischer Theologe und Lehrer. Der 28-Jährige kandidiert für die AfD für den Thüringer Landtag

nnz: Herr Leupold, was führte Sie als studierten katholischen Theologen und Lehrer zur AfD, obwohl Ihre Amtskirche die Partei „verteufelt“?

Andreas Leupold: Erstmals bin ich 2014 zur AfD gestoßen, weil ich als junger und politisch denkender Mensch die Nase voll hatte von einer Politik der vermeintlichen Alternativlosigkeit. Alles, was den Bürgern im Zuge der Eurokrise und der Energiewende politisch zugemutet wurde, verkaufte die etablierte Politik als vermeintlich unumgehbar. Dies gipfelte 2015 in der Migrationskrise mit allen heute bekannten Konsequenzen. Für mich stellte die Alternative für Deutschland zu diesem erratischen Politikkurs den einzigen Kontrast dar. Was Ihre Frage nach der Stellung der Kirche zu meiner Partei angeht, möchte ich, wenn Sie gestatten, folgendes feststellen: Einige höhere Kirchenfunktionäre verwechseln aus meiner Sicht gelegentlich ihre geistliche Stellung mit einem politischen Amt. Eigentlich sollten sich die Kirchen um die Verkündigung der frohen Botschaft und um das Heil der ihnen anvertrauten Seelen kümmern, statt tagespolitisch zu agieren. Dies scheint hin und wieder vergessen zu werden.

nnz: Laut aktueller Umfragewerte sieht sich die AfD in Thüringen im Aufwind: Mit 24 Prozent wäre sie momentan nach den Linken zweitstärkste Kraft. Nur eine Momentaufnahme?

Andreas Leupold: Aus meiner Sicht ist dies keine Momentaufnahme, sondern erst der Anfang eines stetig weitergehenden Prozesses. Viele Bürger nehmen uns als unverbrauchte politische Kraft wahr, die tatsächlich gewillt ist, in vielen Bereichen einen fundamentalen Kurswechsel herbeizuführen. Schon allein unser Personaltableau zeigt doch, dass wir die in den Altparteien häufig auftretende Kausalkette "Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal", welche nichts als Berufspolitiker produziert, durchbrechen. Auf unserer Landesliste finden sich Handwerker, Lehrer, Polizisten, Juristen und andere, die einen bürgerlichen Konservatismus vertreten, immer mit einer verteidigenden Einstellung zum eigenen Volk und der deutschen Nation. Dies sichert unserer Partei im Multikulti-Einerlei der Konkurrenzparteien ein Alleinstellungsmerkmal. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass wir die einzigen sind, die direktdemokratische Elemente in die Politik implementieren und die Amtszeiten von Abgeordneten auf wenige Legislaturen begrenzen wollen, um unsere träge gewordene parlamentarische Demokratie mit bürgernaher Lebendigkeit zu erfüllen.

nnz: Ein Umfragehoch trotz eines umstrittenen Fraktions-Vorsitzenden im Thüringer Landtag. Wie sehen Sie Björn Höcke und die aktuelle Diskussion um ihn?

Andreas Leupold: Björn Höcke ist der demokratisch gewählte Spitzenkandidat unserer Partei. Dies verpflichtet mich aber nicht, in jeder Einzelfrage seiner Meinung zu sein, was ich auch nicht tue. Insgesamt denke ich aber, dass von seiner Person medial ein Zerrbild gezeichnet worden ist, welches nicht viel mit dem wirklichen Björn Höcke zu tun hat. Ich möchte aber nicht so viel über einzelne Personen, sondern eher über unser umfangreiches Wahlprogramm reden, denn dies wird durch Fragen wie eben diese oft verunmöglicht.

nnz:Der AfD wird Populismus vorgeworfen. Sie habe nur ein Hauptthema: Flüchtlinge. Hat sie ein überzeugendes Programm, das geeignet wäre, Wähler dauerhaft zu binden und die Baustellen im Land – soziale Gerechtigkeit, Bildung, Rente, Naturschutz, Fachkräftemangel, innere Sicherheit – helfend zu bereinigen?

Andreas Leupold: Ende August haben wir ein 96-seitiges Wahlprogramm verabschiedet, das zu allen genannten Politikfeldern eine fundierte Problemanalyse und einen ganzen Katalog an Lösungen bietet. Hier sei nur kurz auf einige Kernpunkte hingewiesen. In der Bildungspolitik möchten wir die Regelschule wieder zum Herzstück unseres Bildungssystems machen, um mittelfristig den Fachkräftemangel durch jene zu kompensieren, die in unseren Schulen auf das Erlernen eines Handwerks- oder Ausbildungsberufes vorbereitet werden. Wir leisten uns nämlich seit Jahren den strukturellen "Luxus" der Entkernung unserer Schulformen. Viel zu viele junge Erwachsene erwerben ein durch abgesenktes Niveau weichgespültes Abitur, fast jeder fühlt sich danach berufen zu studieren, am besten zehn Jahre ohne handfesten Abschluss in Sicht. Junge Menschen, die zu einem solchen "Universitätsprekariat" hingeführt werden, würden der Gesellschaft sicher einen besseren Dienst als hochqualifizierte Facharbeiter leisten. In diesem Rahmen sei erwähnt, dass die AfD Thüringen die Meisterausbildung staatlich finanzieren möchte. Der Lehrermangel muss durch ein ganzes Maßnahmenpaket angegangen werden, zum Beispiel durch ein prämiengestütztes Binden junger Lehrer an strukturschwache ländliche Räume, effizientere Onlinebewerbungsverfahren und eine Lohnaufbesserung für Grundschullehrer. Kurz sei auf die innere Sicherheit hingewiesen, die im Zuge der Asylkrise in Mitleidenschaft gezogen wurde: Durch eine "Abschiebeinitiative 2020" wollen wir jene Menschen in ihre Heimat zurückführen, die hier im Rahmen des Asyls kein Bleiberecht haben und unser soziales Gefüge belasten. Transparent müssen die Zahlen auf den Tisch. Nur rund ein Viertel der Eingereisten sind asylberechtigt, die anderen drei Viertel werden allerdings unter R2G nicht abgeschoben. Einer solchen dem Rechtsstaat entgegenstehenden Praxis werden wir konsequent ein Ende setzen. Die anderen Themen kann man hervorragend in unserem Wahlprogramm nachlesen, der Blick hinein lohnt sich (https://www.afd-thueringen.de/thuringen-2/2019/09/wahlprogramm-der-afd-zur-thueringer-landtagswahl-2019/).

Andreas Leupold stellt sich vor


nnz: Wie sehen Sie die Diskussion um den Klimawandel? Hysterie oder doch von Menschen gemacht?

Andreas Leupold: Fakt ist, dass es einen Klimawandel gibt. Ich glaube jedoch nicht, dass wir ihn stoppen können. Schließlich hat sich das Klima im Laufe der Erdgeschichte kontinuierlich zyklisch verändert. Statt die Bürger mit einer irrationalen, hysteriebasierten Verbotspolitik zu gängeln, welche Fahrer von Autos mit Verbrennungsmotoren moralisch an den Pranger stellt und letztendlich mittelstandsfeindlich ist, sollten wir uns wissenschaftlich auf die zu erwartende Erwärmung einstellen. Alles, was die Altparteien unter "Klimaschutz" und Energiewende verkaufen, ist doch unter Ulk zu verbuchen. Hochsichere Atomreaktoren werden zeitgleich mit Kohlekraftwerken abgeschaltet, während nachweisbar nicht grundlastfähige Windkraftanlagen unsere einmalige Kulturlandschaft zupflastern und künftig wohl auch verstärkt in unsere Wälder verpflanzt werden. Dies hat nichts mit einer nachhaltigen, ressourcenschonenden Naturschutzpolitik und Bewahrung der Schöpfung zu tun, für die ich als Mensch mit konservativer und christlicher Grundeinstellung bin. In diesem Rahmen sind auch die CDU-Plakate mit dem Titel "Windradwahn stoppen" als blanker Dummenfang zu bezeichnen. Dem Wähler muss klar sein, dass das soeben in Berlin geschnürte Klimapaket die Deindustrialisierung Deutschlands anbahnt, welche nach Willen der Grünen gerne noch überboten werden könnte. Dem stellen wir unserer dezidiert mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik entgegen, in deren Rahmen wir in Thüringen eine Willkommenskultur für Unternehmer und Gründer etablieren wollen.

nnz:Im Norden Thüringens ist man sich weitestgehend einig über die Vernachlässigung durch die jeweiligen Landesregierungen? Wie sehen Sie das aus Sicht eines Nordhäusers? Was wollen Sie anders machen als bisherige direkt gewählte Landtagsabgeordnete?

Andreas Leupold: In der letzten Legislaturperiode habe ich leider keine Bemühungen seitens unserer Landtagsabgeordneten wahrgenommen, im Rahmen einer "Kleinen Anfrage" das Anwerbemanagement der Landesentwicklungsgesellschaft bezüglich des Industriegebietes Goldene Aue zu hinterfragen. Auch hat sich Frau Mitteldorf nicht um dringende infrastrukturelle Themen ihres Wahlkreises gekümmert, sondern dabei gerne auf ihre Parteifreundin Keller verwiesen. Frau Mitteldorf war weitestgehend monothematisch politisch unterwegs. Als direkt gewählter Abgeordneter hat man sich primär als Anwalt seines Wahlkreises zu verstehen, vor allem wenn man mit kommunalpolitischen Problemlagen durch entsprechende Mandate vertraut ist.

nnz: Einst wollte die CDU vehement nicht mit den Grünen, die SPD nicht mit den Linken. Die Zeiten änderten sich. Gegenwärtig will keine andere Partei mit der AfD koalieren. Könnte sich auch das ändern?

Andreas Leupold: Momentan sehe ich keinerlei Möglichkeit, mit einer der genannten Parteien zu koalieren. Jedoch wird sich die AfD nie dem ernsthaften Gesprächsangebot verweigern, sofern sich daraus eine Umsetzung einer echten Politikwende ableiten lässt. Dies ist in der parlamentarischen Demokratie ein Imperativ. Ich weiß, dass es in der CDU viele AfD-Sympathisanten gibt, die sich eine Koalition mit uns wünschen. Sollten sich diese Kräfte durchsetzen, kann ich mir mittelfristig eine Koalition mit der Union als Juniorpartner der AfD vorstellen. Vorläufig befürchte ich aber, dass eine dunkelrot-schwarze Koalition den politischen Irrsinn weiter auf die Spitze treiben wird. Wer dies, auch im Sinne einer Kurskorrektur der Union, verhindern will, sollte am 27.10. mit beiden Stimmen AfD wählen.
Das Interview führte Kurt Frank
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Kommentare

11.10.2019, 09.10 Uhr
Susanna Blau | Genau solche Politiker
brauchen wir zukünftig!

Sehr gut, Herr Leupold. Meine Stimme haben Sie.

Weiter so!

21   |  10     Login für Vote
11.10.2019, 10.28 Uhr
Fönix | Schade, dass die nnz den studierten
katholischen Theologen und Lehrer nicht direkt gefragt hat, ob er sich aktiv dafür einsetzt, dass die gemäßigten Kräfte in der AfD sich vom rechtsextremen Teil der Partei ideologisch und auch ganz praktisch distanzieren. Vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in Halle wäre eine ehrliche, qualifizierte und eindeutige Aussage dazu in meinen Augen sehr wichtig gewesen.
_________________________________________________
Anmerk. d. Red: Das Gespräch fand vor den Geschehnissen in Halle statt.

5   |  20     Login für Vote
11.10.2019, 10.37 Uhr
Undine | Andreas Leupold
Klare Aussagen mit Hand und Fuß! Einfach erfrischend, dieser junge Mann!

21   |  7     Login für Vote
11.10.2019, 10.47 Uhr
Crimderöder | Halle-Mord
@Fönix. Den mörderischen Irren von Halle mit der AfD Nordhausen in Verbindung zu bringen ist einfach unter aller Kanone. Wenn Migranten Terror-/Gewalttaten begehen und die AfD thematisiert dies, heißt es, die Partei würde solche Einzelfälle instrumentalisieren.
Nun betreiben Sie das gleiche "Spiel".
Das heißt für mich persönlich nur, dass Sie an einer politischen Debatte um das Ausloten des besten Weges nicht interessiert sind.

21   |  4     Login für Vote
11.10.2019, 10.56 Uhr
sarkaso | Die AfD hatte und hat schon vor den Ereignissen in Halle...
...bekennende Neonazis bis in die höchsten Parteiebenen.
Das ist ja das Problem dieser Partei, welches selbst die hartnäckigsten Leugner inzwischen zugeben (müssen). Wer immer die AfD derzeit wählt, kann nicht behaupten, "ich wähle Protest", sondern muss zugeben "ich wähle bewusst auch Neonazis mit".

Die Frage, wie bzw. ob überhaupt sich die gemäßigten Parteianhänger von den extremen abzugrenzen gedenken hätte Herrn Leupold gestellt werden müssen.

10   |  19     Login für Vote
11.10.2019, 11.11 Uhr
Alanin | Und wer Linke wählt...
...der wählt auch ehemalige SED Funktionäre und dazu noch die direkte Nachfolgepartei der SED...

Ohne irgendwie die AfD in Schutz zu nehmen oder andere Parteien an den Pranger zu stellen. Aber wer in eine Richtung austeilt, sollte vorher sicher sein, dass die gleiche Anschuldigung nicht auch auch für Andere zutrifft...

18   |  6     Login für Vote
11.10.2019, 11.46 Uhr
Fönix | @Crimderöder
Der "mörderische Irre von Halle" so wie Sie ihn bezeichnen, sieht sich, wenn man den Medienberichten glauben darf, nach eigener Aussage als Rechtsextremer. Damit geraten Sie mit Ihrer Argumentation in eine Zwickmühle. Denn wenn Sie bestreiten, dass es in der AfD rechtsextreme Strömungen gibt (die gerade in Thüringen nicht ohne Einfluss auf die Landespolitik dieser Partei sind!), ignorieren Sie aus meiner Sicht auch die konkreten Gefahren, die vom Rechtsextremismus ausgehen. Halle ist da nur ein Beispiel. Wer den besten politischen Weg sucht, sollte nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken abwägen.

5   |  15     Login für Vote
11.10.2019, 12.02 Uhr
Andreas Dittmar | Der Anschlag in Halle und die Verantwortung der AfD
Es hat nicht lange gedauert und schon war für den ehemaligen Innenminister Herrmann klar, dass da die AfD eine Mitverantwortung tragen muss. Diese These schafft es natürlich auch bis in die Kommentarspalten.

Ich frage mich : Woran macht ein Politiker das fest ?
Der Täter selbst, ein Eigenbrödler, der sich im Internet auf Imageboards radikalisierte und sehr viel Menschenhass in sich trug. Er verfasste ein Manifest, ging mit äusserster Brutalität vor und streamte die Tat ins Internet. Da er allerdings an der Synagoge scheiterte, erschoss er wehrlos Passanten. Parallelen zu Christchurch kann man durchaus ziehen. Wie man aber bei dieser Tat auf die Mitverantwortung der AfD schließt, ist nicht nachvollziehbar.

Mich errinnert das mehr an die Amokläufe in Winnenden, Erfurt und im OEZ in München, wo geistesgestörte Einzeltäter das Feuer auf ihre Lehrer und Mitschüler bzw. wehrlose Passanten eröffneten. Ich frage mich: Wie kann es nach diesen Ereignissen immer noch möglich sein, an Waffen und Sprengstoff zu gelangen ? Da hat doch zumindest ein Innenminister seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Anderer Ansatz : Der Täter hat an einem jüdischen Feiertag gezielt eine Synagoge angegriffen. Er hat also einen Zeitpunkt gewählt, wo viele Menschen, jüdische Mitbürger dort sind. Wo war der Polizeischutz der Synagoge ? Hätte man diesen doch wenigstens an einem Feiertag gewährleisten müssen. Aus den Anschlägen in der jüngeren Vergangenheit wieder nichts gelernt... Personalmangel? Wird schon nichts passieren... und beim Täter natürlich Antisemitismus aber auch diese Geschichte hat Parallelen zu historischen Ereignissen.

Am Morgen des 5. September 1972 stürmte ein Terrorkommando das Quartier der israelischen Olympiamannschaft in München. Zwei Athleten wurden gleich zu Beginn der Attacke getötet. Weitere 9 Geiseln starben in der Nacht. Sie wurden bei dem missglückten Befreiungsversuch auf dem Flugfeld von Fürstenfeldbruck von den Terroristen erschossen oder starben bei der Explosion einer Handgranate, die in den Hubschrauber geworfen wurde. Durch die olympischen Spiele war eine maximale mediale Aufmerksamkeit für die Forderung der Terroristen gegenüber Israel oder den Showdown beim Scheitern der Mission gewährleistet. Aus diesen Ereignissen hat man allerdings gelernt und die GSG 9 gegründet. Es sollte kein zweites Mal passieren, dass teilweise Streifenpolizisten hochgerüsteten fanatischen Terroristen gegenüber stehen.

Fazit : Wenn man weis, das unsere jüdischen Mitbürger durch Islamisten, Rechtsterroisten und Rassisten besonders gefährdet sind, muss man diese eben auch durch geeignete Maßnahmen schützen. Die Schuld und die Verantwortung beim politischen Gegner zu suchen, um vom eigenen Versagen abzulenken, ist da wenig zielführend.

16   |  5     Login für Vote
11.10.2019, 12.03 Uhr
Ndh09 | Genau solche Politiker und Kommentatoren
brauchen wir heute und auch zukünftig nicht!

Nicht gut, Herr Leupold.
Nicht gut, Frau/Herr @Susanna Blau alias Nachäffer einer Nordhäuser Gruppe mit gesundem Menschenverstand.

5   |  20     Login für Vote
11.10.2019, 12.06 Uhr
Tor666 | sarkaso & Co,
was für ihresgleichen alles Neonazis sind, ist glücklicherweise irrelevant. Nachdem man jahrelang jeden Mucks gleich mit Nazi abzuqualifizieren versuchte, hat sich das erledigt. Der Versuch, damit zu punkten ist gescheitert.

Man muss nicht jede Meinung teilen, aber die AFD tut ihr Möglichstes, extreme zu entfernen. Ein Höcke wird künstlich aufgebauscht. Es liegt ihnen doch frei, dagegen vorzugehen, wenn gegen die Verfassung und Gesetze verstoßen wird. Was wollen Sie noch?

Der Schlammassel kommt von Ihrer Seite, erwarten Sie wirklich, dass alle Deutschen so blöd sind und nur löhnen? Es ist interessant zu beobachten, wie verfassungsfeindliche Organisationen gehypt werden, weils Soros & Co bezahlt und sie angeblich dem Klimaschutz dienen. Alles super, da von links mit der Begründung, es ginge um die Existenz.

Für uns Einheimische gehts aber auch darum. Ihr könnt nicht ohne Rücksicht auf Verluste Eure Ideologie durchdrücken und erwarten, dass alle nur noch Verständnis haben. Damit ihr tun und lassen könnt, was Ihr wollt.

Fönix, die AFD hat eine klare Aussage zu dem Thema Halle von sich gegeben. Was soll man zu so einem Schwachsinn auch anderes sagen? Was erwarten Sie? Je mehr man die muslimischen Attacken auf Juden verschweigt und verharmlost, umso unglaubwürdiger wird doch diese Gesinnungsbetroffenheit. Nicht die AFD erschafft einen Raum der Handlungsunfähigkeit, weil sie die Problematik anspricht. Die Etablierten tun es, weil sie zwar schöne Reden schwingen können, aber völlig unfähig sind, zu handeln. Siehe aktuell Seehofer. Nun nimmt man diesen Anlass und kann sich daran abarbeiten, wohl wissend ums eigene Versagen. Wer soll denn nun vor Schreck weiter die Politiker wählen, die für den massiven Abschwung von Deutschland stehen? Wird dadurch zukünftig auch nur ein Gewaltakt von so einem Durchgeknallten verhindert? Oder besteht nicht die Gefahr, dass es noch schlimmer wird, wenn zu dem Milliardengrab Migration jetzt auch noch massenweise Arbeitsplätze flöten gehen und unser Leben von der grünbunten Verbots- und Vorschriftenwelle vermiest wird? Ich weiß gar nicht, was Ihr erwartet.

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11.10.2019, 12.07 Uhr
Alanin | warum...
...ist denn der Bekloppte in Halle kein bekloppter Irrer. Jemand der einen islamistischen Anschlag verübt im Gegensatz dazu ein Irrer oder Kranker?

Meiner Meinung nach kann man zwischen beiden absolut nicht differenzieren. Beide haben total einen an der Klatsche, beide sind ideologisch fehlgeleitet und gehören in Behandlung...

Kein Mensch der auch nur halbwegs bei Trost ist rennt los und bringt Leute um. Egal ob die Opfer Ausländer oder Juden sind, oder ob es sich um Christen oder Ungläubige handelt...

Wo ist denn der Unterschied zwischen den beiden?!

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11.10.2019, 12.11 Uhr
Fönix | @nnz und ganz allgemein:
Ein Hinweis auf den Zeitpunkt, wann das Interview stattgefunden hat, wäre da hilfreich gewesen. Zumindest dann, wenn in unserer schnelllebigen Zeit zwischen Interview und Veröffentlichung mehrere Tage liegen.
Im Übrigen sehe ich das in der Sache aber unvoreingenommen. Die Frage zur Distanzierung vom Rechtsextremismus steht insbesondere bei der AfD ganz grundsätzlich und sollte so auch immer gestellt werden, nicht nur in Zeiten des Wahlkampfes. Das ist zumindest meine Meinung.

Und um den Eiferern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Natürlich erwarte ich von einem sauberen Journalismus auch, dass den weiter links im Parteienspektrum stehenden Politikern die Frage gestellt wird, wie sie zu dem zunehmenden Straßenterrorismus stehen, den linksextreme Wirrköpfe mit wachsender Intensität in unsere Städte tragen und was sie konkret dagegen unternehmen wollen.

Wir Bürger erwarten Ruhe und Ordnung in unserem Umfeld und nicht Angst und ungezügelte Gewalt jeglicher Ausprägung. Die Politiker in ihrem Goldenen Käfig scheinen das aber zunehmend aus den Augen zu verlieren. Sie reagieren nur noch, wenn die Untaten schon passiert sind, statt in der Breite für Lebensverhältnisse zu sorgen, die Kriminalität von vornherein unattraktiv wirken lässt.

Ob die AfD für eine Entwicklung hin zu einer uneingeschränkt humanistisch geprägten Gesellschaft der geeignete politische Akteur ist, wage ich unter den gegebenen Umständen allerdings zu bezweifeln.

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11.10.2019, 12.19 Uhr
Susanna Blau | Hier, Ndh09
ich freue mich ja riesig, wie hier einige über das Stöckchen springen.

Und deshalb auf dem entsprechenden Niveau:
Immer zweimal mehr als Sie!

13   |  4     Login für Vote
11.10.2019, 12.20 Uhr
Fönix | Beinah hätte ich es vergessen:
sarkaso trifft in seinem Kommentar den Kern des aktuellen Dilemmas der AfD (und ihrer potentiellen Wähler) sehr genau. Treffender und kürzer kann man es kaum beschreiben!

Allen gemäßigten Diskutanten wünsche ich ein schönes, den weniger gemäßigten ein schönes und nachdenkliches Wochenende!

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11.10.2019, 12.30 Uhr
sarkaso | Tor666,
wenn Sie mit eben solchen politischen Abstufungen denken würden, wie Sie es von anderen einfordern, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich durchaus zwischen "gemäßigt" und "extrem" unterscheide - auch und gerade bei der AfD. Lesen sie meinen Kommentar richtig: ich halte nicht alle in der AfD für Nazis, den Schuh ziehe ich mir nicht an, den Sie mir da mit dem Schuhlöffel präsentieren.

Es bleibt Ihnen ja auch vollkommen unbenommen, die von mir angesprochenen Neonazis MITzuwählen, aber dann haben Sie wenigstens den A***h in der Hose, es zuzugeben: "Jepp, ist mir wurscht, ich wähle die Neonazis mit". Vielleicht finden Sie das sogar gut, auch das steht Ihnen in einer Demokratie frei.

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11.10.2019, 12.45 Uhr
jo jau | AfD ist nicht wählbar,
kann mich sarkaso und Fönix nur anschließen.

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11.10.2019, 13.04 Uhr
Tor666 | sarkaso,
ich fordere gar nichts ein, ich versuche nur zu klären, wie Sie aus genanntem Dilemma kommen wollen. Was wird besser, wenn die AFD weg ist und niemand mehr die wahren Probleme beim Namen nennt. Probleme, die nicht die AFD zu verantworten hat.

Es bleibt immer noch die Frage zu klären, wer Sie dafür qualifiziert, Neonazis zu erkennen und zu outen. Alles wischi waschi. Es steht Ihnen zwar frei, nur warum soll ich dieser hysterischen Angst vorm vierten Reich folgen? Ich stufe es unter Schnappatmung ein. Euch fällt angesichts der Realität nichts mehr ein, so sieht es zumindest aus. Also trampelt ihr auf die AFD ein, wo immer es geht. Ihr kanntet vor der Flüchtlingskrise die Probleme mit Migration, habt jetzt über vier Jahre die Probleme klein geredet, alles geschönt und gelogen. Das hat auch Opfer gekostet, da bleibt die Empörung aus. Nun dreht so ein Spinner in Halle durch und wir sollen die wählen, die nur immer die gleiche Platte auflegen? Warum?

Woher wissen Sie, was sie alles bei den Etablierten mitwählen? Ich weiß nur, wohin die grünbunte Ideologie führt.

Wenn Sie also einen Ausweg aus dem Dilemma nennen können, dann her damit. Auf solche Antworten warte ich nun schon länger.

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11.10.2019, 13.08 Uhr
Andreas Dittmar | Fönix und Sarkaso kleiner Nachtrag
Wenn ein Bürger die AfD wählt, kann er sich trotzdem von Personen, Strömungen oder auch Punkten distanzieren. Das ist völlig unproblematisch. Wenn sich jedoch ein aktives Parteimitglied öffentlich von Landes bzw. Bundessprechern distanziert, vorzugsweise im Wahlkampf und/oder das Grundsatzprogramm infrage stellt dann liegt doch eher der Verdacht nahe, dass nur eigene (auch finanzielle) Interressen im Vordergrund stehen. Als Mitglied vertritt man die Partei als Ganzes und geht keine Symbiose mit einzelnen anderen Mitgliedern ein. Für eine gehaltene Rede, Kommentare, Vernetzungen und Handlungen ist auch jedes Mitglied selbst verantwortlich, gerade weil der Außenstehende die Partei dahinter sieht. Es steht mir einfach nicht zu, ein Urteil über Höcke, Kalbitz, Weidel, Gauland oder andere Mitglieder zu fällen. Das wird auch weder ein Rene Strube, noch ein Andreas Leupold und auch kein Jörg Prophet tun. Entweder man beschäftigt sich intensiv mit einer Partei, besucht zB. auch öffentliche Veranstaltungen um sie anschließend zu wählen oder man wählt die Partei eben nicht weil man sich in den meisten Punkten nicht vertreten fühlt. Herr Grund, Herr Iffland oder Frau Gerbothe mögen eigene Ansichten haben, werden sich aber trotzdem nicht öffentlich von Frau Merkel distanzieren.

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11.10.2019, 13.12 Uhr
Fönix | Noch einige wichtige Gadanken zum besseren Verständnis
meines Standpunktes auch und gerade für die AfD-nahen Mitkommentatoren:

Die Gefahr, die offenbar nicht nur ich sehe, besteht darin, dass die AfD Rechtsextremismus salonfähig macht, wenn sie sich von rechtsextremen Tendenzen in der eigenen Partei nicht sauber abgrenzt. Mit der möglichen unheilvollen Folge, dass dann (ggf. nicht nur) "irre Einzeltäter" ihre Anschauungen und auch ihre Handlungen legitimiert sehen.

Bitte nicht falsch verstehen: Mir liegt es fern und es steht mir natürlich auch gar nicht zu, der AfD vorzugeben, wie sie sich personell und ideologisch aufstellt. Ich möchte sie nur darauf hinweisen, welche Verantwortung eine politische Partei trägt gerade auch hinsichtlich ihrer Außenwirkung.

Dass die AfD viele politische und gesellschaftliche Missstände zu recht anprangert, ist aus meiner Sicht unbestritten. Dass sie in vielen Fällen auch die Ursachen für diese Missstände durchaus korrekt beschreibt, will ich auch nicht in Abrede stellen. Viele Kommentare von Andreas Dittmar und Co. und durchaus auch die offiziellen Statements von z.B. Herrn Leupold lassen das erkennen. Aber in der grundsätzlichen Ausrichtung der AfD bleiben zu viele Fragen offen. Damit ist für mich das Risiko unkalkulierbar und ich muss dieser Partei und ihren Repräsentanten meine Stimme versagen. Die fehlende eindeutige Abgrenzung vom Rechtsextremismus ist für mich das Ausschlusskriterium.

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11.10.2019, 13.17 Uhr
Skywalker | Afd
Wir hatten schon Steine werfende Außenminister und da hat auch keiner rumgeheult ..... Liebe Afd meine Stimme habt Ihr .

17   |  5     Login für Vote
11.10.2019, 13.20 Uhr
Paulinchen | AfD ist nicht wählbar,...
... aber die unentschlossene GRÜNEN sind es. Hofreiter fordert jetzt von der DB, dass diese noch mehr Bäume absägen sollte. Damit hätte die Bahn weniger Verspätung.
Komisch im Hambacher Forst verteidigen die Grünen jeden Baum und wenn man Lust und Laune hat, sind Bäume plötzlich völlig bedeutungslos. Somit halte ich es mit Hofreiter, die Grünen sind für mich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

14   |  3     Login für Vote
11.10.2019, 13.54 Uhr
Alanin | @Paulinchen: genauso...
Ich bringe da auch gern mal noch Franz Untersteller (Umweltminister in BaWü) ins Spiel...

Ich zitiere ihn aus einem SWR2 Interview: "Und plötzlich nach drei Jahren sieht irgend jemand einen Vogel, und das wird zum Anlass genommen, noch einmal neu zu planen." Das Thema Vogelschutz, so der Grünen-Politiker, "wird gern genommen, um Windkraftprojekte zu verhindern." Damit müsse jetzt Schluss sein. Die Forderung des Bundesverbandes Windenergie, den Naturschutz zugunsten neuer Windparks stark einzuschränken, so Untersteller, gehe "grundsätzlich in die richtige Richtung".

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11.10.2019, 14.18 Uhr
Herr Schröder | Paulinchen
Na es gibt ja nicht nur die AfD und die Grünen.
Beide sind nicht wählbar!

1   |  8     Login für Vote
11.10.2019, 14.53 Uhr
Kama99 | Der Fall Halle...
...kam für unsere Altparteien gerade recht. Mit einmal kamen sie alle aus ihren Schlafhöhlen gesprungen um über die AfD her zuziehen. Die Medien sind natürlich auf den fahrenden Zug im großen Stil aufgesprungen. Wie können die mit einmal behaupten es sei Schuld der AfD? Es ist das versagen der Altparteien schon vor Gründung der AfD. Nach den Morden von Migranten an Menschen in Deutschland kam nichts, durfte ja nicht einmal in den Medien darüber berichtet werden. Jetzt hat man die Quittung für die verfehlte Politik bekommen und sucht nun die Schuldigen wo anders. Erst dadurch konnte die AfD entstehen und wachsen.

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11.10.2019, 15.03 Uhr
Spätzlevernichter | @Paulinchen...
Ihnen ist schon bewusst, dass das Abholen von Bäumen in Deutschland in der Regel mit der Verpflichtung zur Wiederaufforstung einher geht... Oder war das (mal wieder) eine Wissenslücke?

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11.10.2019, 15.20 Uhr
Spätzlevernichter | Ich weiß noch genau...
... Als die Linke ins Amt gewählt wurde in Thüringen. Die Argumente waren die gleichen, wie heute bei dieser AFD-Hyperei:"CDU, SPD austauschbar, Grüne nicht wählbar weil Steinewerfer und pädophil." die AFD wird nicht wegen ihrer vermeintlich so tollen Inhalte gewählt. Es sind halt Rechte, die dem Wahlvolk das Blaue vom Himmel versprechen. Damit haben sie schon al die Stimmen der Rechten und der Idioten. Die AFD wird gewählt, weil viele Wähler den Politprofis überdrüssig sind. Damit holt sie noch die Stimmen der Unzufriedenen.

Langsam wünsche ich mir, einen Wahlsieg der AFD, um diesen Haufen krachend scheitern zu sehen.

Glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass da ein paar Politamateure alles anders (vermeintlich besser) machen können?

Bei der ganzen Debatte um bildungsabschlüsse der politprotagonisten wird immer eines vergessen: diese Leute sind Repräsentanten einer Wählergruppe. Jeder Minister hat einen Beraterstab, der fachlich qualifiziert ist. Die Einzelpersonen, die hier so verdammt werden... Sind nur die Köpfe, die letzten Endes in der Verantwortung stehen. Kein Vorstand eines Automobilherstellers muss Kfz-Mechaniker sein.

Nichts desto trotz bin ich auch für eine Mindestbildungsanforderung für Ministerposten.

Die AFD wird... Sofern Sie in vetantwortlichePositionen im Thüringer Landtag kommt... genauso von der Realität eingeholt werden, wie damals die Linken. Und dann werden alle sehen können, dass es nicht ausreicht, Dinge zu versprechen, die bei genauer Betrachtung nicht einlösbar sind.

Deswegen finde ich dieses Gehype von Amateuren hier absolut lächerlich, ja manchmal dümmlich.... aber so what, jedem seine Chance...

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11.10.2019, 15.35 Uhr
Paulinchen | Mal so ganz nebenbei.
Wenn ich mir so das ausgehende Jahr Revue passieren lasse, dann stelle ich leider fest, dass unsere sogenannten Volksparteien von ihrem Wahlversprechen: „Jetzt geht es mit voller Kraft ans Werk, es gibt viel zu tun….“ Nicht besonders viel umgesetzt haben. Umgesetzt wurden zuerst mal die Stühle, an denen auch die lukrativen Posten hingen. Es gab aber auch welche unter denen, die haben den Mund zu voll genommen und stellten später, vielleicht zu spät für die Partei fest, der Schuh war wohl zu groß für mich. (A. Nahles) Kritiker gab es in dieser Partei genug und der größte unter ihnen ist Kevin Kühnert. (von Beruf Politiker, oder genauer ohne Beruf) Immer dann, wenn man ihn forderte, war er unpässlich, um es vorsichtig auszudrücken.
Diese Grabenkämpfe setzen sich leider in allen anderen etablierten Volksparteien Parteien fort. Da reicht es aus meiner Sicht (!) bis hin zum Wahlbetrug. (EU-Wahl M. Weber vs. U.v.d. Leyen) Diese Postengeschachere hört aber auch nicht auf, die Frau v. d. Leyen hat sich eine Superministerin ausgesucht und NUR DIE muss es werden. Dumm gelaufen, auch für den Franzosen Macron und die v. d. Leyen, der Weber hatte da offenbar noch eine Rechnung offen.
Doch zurück in die Lokalpolitik: Hier in diesem netten Forum, wo man noch offen seine Meinung äußern kann und darf, stelle ich fest, dass nicht nur, die sich geouteten AfD – Mitglieder sehr oft verbal angegriffen werden, nein auch die, der oben genannten anderen Parteien. Wer aber von denen zeigt wirklich Rückgrat? Da haben wir den Herrn Dittmar, da hatten wir nicht selten den Herrn Strube und wann hatten wir Vertreter der anderen Parteien hier als Diskutanten zu Verfügung? Die kommen jetzt, fünf Minuten vor Toresschluss, klamm heimlich aus den Löchern und wundern sich, dass sie kaum jemand kennt. Haben diese Parteimitglieder es nicht nötig, können sie sich schriftlich nicht äußern, oder sind deren Posten schon auf Lebenszeit festgeschrieben, wie der vom Papst? Dann hätte ja der Herr R. Strube (AfD) recht, wenn er sagt, es kann nicht sein, dass wir Abgeordnete haben, die schon länger als 25 Jahre an ihrem Stuhl „kleben“. Thüringen ist flächenmäßig auf Platz 11, der Liste und leistet sich den zweitgrößten Landtag der Bundesrepublik- D. Hat da jeder Abgeordnete noch seine Verwandtschaft mit untergebracht? Noch steht meine Wahlentscheidung nicht fest, aber wenn es nach den tatsächlichen Aktivitäten außerhalb von Wahlkampfzeiten geht, muss ich neidlos gestehen, liest man von den etablierten Volksparteien sehr wenig. Dürfen die, für ihre Parteien keine Stellungnahmen mehr abgeben, wenn diese nicht von AKK, Rexrodt& Co., Lindner und KGE abgesegnet sind? Ist deren Schweigen ein Beweis dafür, dass die Meinungsfreiheit in der eigenen Partei nicht erwünscht ist? Jetzt – wo die Unrechts-u. Wahnsinnstat in Halle geschehen ist, kommen die etablierten Parteien (Entschuldigung) wie Heckenschützen aus der Deckung hervor und sprechen der AfD eine Mitschuld zu. Das bitte, ist mir ganz einfach zu billig als Ausrede, von den derzeitig Regierenden. Sie haben die Polizei und unsere Schulen/Lehrer kaputt gespart, zu Zeiten, da hat noch niemand von der AfD geträumt! Und wenn die Polizei den Mund aufmacht, um Zugang zu bestimmten Daten zu erhalten, um die Ermittlungstätigkeiten verbessern zu können, werden diese Forderungen von den zum Teil unqualifizierten Politikern mit den Worten: „Wir sind ein Rechtsstaat!“... abgewürgt. Jetzt, wo das Kind mal so ganz tief im Brunnen liegt, fehlt es ihnen an Antworten, auf die Fragen der Angehörigen der Opfer und der Bevölkerung nach dem WARUM. Na ja – wenn man nicht weiter weiß, muss eben die AfD herhalten. Am liebsten sind mir jetzt wieder die vielen Terrorismusexperten im TV. Welchen Nutzen bringen die uns eigentlich? Es stellt mir die Nackenhaare auf, wenn ich lesen muss, dass man noch kein Motiv des Syrers gefunden hat, der in Limburg den LKW ins Verderben gesteuert hat. Die Tötungsbilanz der Neubürger, spricht doch wohl irgendwie eine an

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11.10.2019, 16.40 Uhr
Paulinchen | Ach Nudelvernichter...
... Sie sind schon ein spezieller Kommentator. Als ich vor langer Zeit mal schrieb, dass ich mich freuen würde, wenn die AfD die Wahlen gewinnen würde, kam von Ihnen die Frage, was das für geistige Ergüsse seien.

So viel zu meinen Wissenslücken. Was haben Sie denn heute verzehrt, dass Sie plötzlich die gleichen Gedanken hegen, wie ich es einst tat? Gehen Ihnen jetzt die Argumente gegen die AfD aus?

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11.10.2019, 16.40 Uhr
spaßamdienstag | @kama99
"Der Fall Halle kam für unsere Altparteien gerade recht."
- So, wie jede einzelne Straftat eines Migranten der AfD recht kam?

Was das Ausschlachten von Straftaten angeht, nimmt sich weder Opposition noch Regierung etwas: jeder schlachtet das aus, was ihm politisch gerade recht kommt. Menschenleben, Achtung der Menschenwürde und Schutz der Opfer spielte da noch nie eine Rolle, egal, von welcher politischen Seite.

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11.10.2019, 17.21 Uhr
tannhäuser | Ja, die AfD ist verantwortlich!
Ebenso die Beatles, weil wegen "Helter Skelter" die Manson-Family zum Sharon-Tate-Mord inspirierte wurde und Richard Wagners "Das Judentum in der Musik" Hitlers massenmörderischen Wahnsinn auslöste.

So, jetzt Daumen runter und wer bei mir Ironie findet, muss Ostern keine Eier mehr suchen.

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11.10.2019, 17.35 Uhr
Psychoanalytiker | An ...
@ Spätzlevernichter: Sie sind der Auffassung, dass in der AfD Politamateure das sagen haben. Das ist sicherlich nicht falsch, aber die Politprofis der höheren Ebenenen so mancher Partei war auch einmal "Amateur", und wenn man es unter der Lupe betrachtet, sind diese "Profis" immer noch Amateure mit wenig Ahnung, z.T. wenig Berufsausbildung, zu viel Geltungsdrang, erschwindelten Dr. Titeln u.s.w, u.s.w. ...

@ Andres Dittmar: Der von Ihnen hier ins Spiel gebrachte MdB Manfred Gund will ja gegenüber seiner Bundeskanzlerin und Parteifreundin mehrfach "dudu" gemacht und Wattebällchen geworfen haben. Warum macht er diesen "Widerstand" nicht im Wahlkampf deutlich. Soll er doch mal auf Plakaten deutlich machen, was er in dieser Zeitung leise aussprach, dass er Angela Merkel eigentlich ...

@ Fönix: Sehen Sie, so unterschiedlich denken Menschen, dabei liegen wir beide garnicht so weit auseinander. Wir haben nur unterschiedliche Schwerpunkte. Ich "mag" an der AfD in erster Linie die Oppositionspartei, die den Finger zurecht in die Wunde legt, und den "Ich-hab-dich-lieb, auch-wenn-Du-mein-politischer-Gegner-bist-KURS" von SPD und CDU aufdeckt. Ich mag nicht nationalsozialistische Tendenzen einiger Mitglieder!!! Ich glaube aber, dass diese nicht das uneingeschränkte "Sagen" erhalten werden, und daher ist bei mir die Opposition der zur Zeit wichtigere Part an der AfD ...

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11.10.2019, 17.42 Uhr
Paulinchen | Mal so ganz nebenbei (Fortsetzung/ Ende)
.....Die Tötungsbilanz der Neubürger, spricht doch wohl irgendwie eine andere Sprache, außer nur immer wieder Krankheit oder? (Gott sei Dank, dass in Limburg niemand ums Leben kam, aber war das auch der Plan des Syrers?) In Berlin, London, Barcelona und Nizza sah es doch wohl anders aus. Agierte dort auch schon die AfD?

Paulinchen wünscht allen Lesern ein schönes Wochenende!

Alles hat leider keinen Platz beim 1. Teil gefunden.

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11.10.2019, 18.36 Uhr
Psychoanalytiker | Liebes Paulinchen ...
... ich glaube ja nach-wie-vor, dass wir in Vielem übereinstimmen. Daher fällt es mir auch sehr schwer, hier eine kleine Korrektur "anzubringen". Die Menschen die Sie meinen, sind keine "Neubürger", sondern (wennschon-dennschon) "Neueinwohner", es sei denn, Sie meinen "Deutsche, die wahlberechtigt" sind. So steht's in den Gesetzen dieses, unseres Landes (z.B. Kommunalordnungen), und wir wollen doch exakt sein. Und an die "Daumen-runter-Koalition" gerichtet, das habe nicht ich, sondern der "Gesetzgeber" so formuliert und fixiert ...

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11.10.2019, 19.31 Uhr
Paulinchen | @Psychoanalytiker...
...ich habe nichts gegen berechtigte Kritik, wenn sie ehrlich, sachlich und aufrichtig gemeint ist. Niemand ist vollkommen.

Deshalb haben Sie hiermit von mir 2 "Däumlinge" nach OBEN!

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11.10.2019, 23.05 Uhr
Peter59 | Daumen hoch,
Video gut, kurz und knapp und vor allem aussagekräftig. Hoffentlich wird es was. Unsere Stimmen hast Du, und das sind nicht wenige. Grüße
Peter Wilhelm

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17.10.2019, 14.23 Uhr
Zahlemann | Beelzebub(en)
Mitchrist (?) und „Kamerad“ Andreas Leupold,
man kommt aus den Herbstferien, liest das Vorortgeschehen nach und stößt auf obige Auslassungen.
Befremdlich!
Ihnen als Theologe ist im langjährigen Studium mit Sicherheit der Spruch „ Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.“ vermittelt worden.
Beginnt für Sie christliche Nächstenliebe am nördlichen Mittelmeer und endet am Skagerak und gilt dahinter und daneben „Auge um Auge, Zahn um Zahn!“ oder auf Deutsch „ Friss Vogel oder stirb!“?
Können Sie eigentlich Reue empfinden, nachdem Sie sich Absolution abgeholt haben?
Welchen Preis hat eigentlich Ihr „ Dance with a Devil“ ?
Ihre printmediale Darstellung mit Kirchenhintergrund empfinden wir als würdelos.
Mit unserem Steuergeld über die Parteienfinanzierung alimentieren wir Ihre Parteieskapade und Ihr Studium verdanken Sie auch mit der Finanzierung aus unseren Kirchensteueranteilen.
Grüß Gott und mit vielen Fragen verbleibt
Familie Zahlemann

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17.10.2019, 15.41 Uhr
Tor666 | Zahlemann,
wir hätten kein Problem damit, dass nur derjenige zahlt, der die Musik bestellt. Nehmen Sie ihr Geld aus der Parteienfinanzierung und bezahlen dafür alles, was über Gastfreundschaft hinaus geht selbst. Für Flüchtlinge über freiwillige Bürgschaften. Da wäre ich sehr neugierig, ob sie 50 Milliarden locker machen.

Und die kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten etc., wer weiß was es da alles so gibt, übernimmt die Kirche im Gegenzug komplett selbst. Da bin ich mal gespannt wer besser bei weg kommt. Dann ist es mit den Kircheneskapaden schnell vorbei.

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17.10.2019, 16.02 Uhr
Flitzpiepe | @Tor666 - Am Thema vorbei
Dem Zahlemann ging es um die Verbindung von einem ausgebildeten Theologen mit seiner Kandidatur für die AfD.
Das passt einfach nicht zusammen und ist ein Widerspruch in sich.
Der Herr Leupold macht sich damit völlig unglaubwürdig.
PS: Ich halte von beiden nichts - Religionen und AfD

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17.10.2019, 16.26 Uhr
Tor666 | Flietzpiepe,
was am Thema vorbei geht, bestimmen glücklicherweise nicht sie. Mir gings doch eher um die Aufrechnung. Die Kirche zockt genug ab, auch vom Staat.

Christlich zu sein verpflichtet zu was? Gastfreundlich zu sein, da sind wir Deutschen mehr als alle anderen Länder bereit. Aber wenn’s Zeit ist, sollten die Gäste auch wieder gehen. Dass ein Christ verpflichtet ist, Millionen Menschen auf Dauer zu finanzieren, steht mit Sicherheit nirgends. Dass er Stück für Stück das Abendland den Moslems überlässt, sicherlich auch nicht. Da sollte sich so ein Kirchenmann doch eher an seine CDU wenden.

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21.10.2019, 09.48 Uhr
Zahlemann | Schwarz(braun)es Schaf
der christlichen Herde, Andreas Leupold,
eine Reaktion auf unsere Fragen v. 17.10. ( s.o.) haben wir an dieser Stelle eigentlich nicht erwartet. Es ist nach Ihrem großen Auftritt am Samstag festzustellen, dass ihrerseits auch dort kein einziges Wort des „Widersagens“ von den Lippen gekommen ist.
Die Feindseligkeit Ihres Nachredners z. B. hinsichtlich zu erwartender „getürkter“ Wahlen in unserer Demokratie und weitere unmenschliche Auslassungen gegen unsere Gesellschaft waren aber noch mehr erschütternd.
Wir Zahlemanns werden künftig ein Auge auf Sie richten, wenn zur Kollekte der Klingelbeutel auch nur in der Nähe von Ihnen ist.
McG
PS: Literaturempfehlung an Sie als Lektor: Lesen Sie mal wieder Hesekiel 25,15-17.

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28.10.2019, 20.50 Uhr
Zahlemann | Matthäus 26,39
Die Gebete wurden erhört!

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28.10.2019, 21.25 Uhr
tannhäuser | Ihre Gebete...
...haben dann wohl auch die Partei mit dem "C" im Namen des Pharisäertums überführt, Familie Zahlemann?

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