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Mi, 07:50 Uhr
11.09.2019
14. Thüringer Pflegesymposium

Sozialministerin Heike Werner kam nach Ilfeld

Zum 14. Thüringer Pflegesymposium in Ilfeld kamen gestern mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehreren Bundesländern zum fachlichen Austausch zusammen. Schirmherrin der Veranstaltung war Thüringens Sozialministerin Heike Werner…


Die Thüringer Ministerin für Arbeit-Soziales-Gesundheit, Frauen und Familie Heike Werner (Die Linke) würdigte im Rahmen Ihrer Grußworte das Engagement der Pflegeprofession und deren Beitrag für den Zusammenhalt und das gute Funktionieren in der Gesellschaft. Sie sagte, dass in diesem Zusammenhang eine Pflegekammer für Thüringen unabdingbar sei und die notwendigen Schritte eingeleitet werden.

Die Ministerin unterstrich den Einsatz der Landesregierung für einen Tarifvertrag, der die gesamte Pflegebranche umfassen soll. Sie ging auf das ab 01.01.2020 zu realisierende Pflegeberufegesetz ein, mit dem die bisherigen Ausbildungen der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege im Sinne der Generalistik zusammengeführt werden. Grundsätzlich zeigte sie die bisherigen Bestrebungen und Ergebnisse einer besseren Vernetzung der verschiedenen pflegerischen Versorgungselemente ein. Für den Landkreis Nordhausen überbrachte Stefan Nüßle, 1. Beigeordneter, die Grußworte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und gab Einsicht in die Verantwortung und Möglichkeiten kommunaler Strukturen. Schwerpunkte der Veranstaltung waren: Pflegenoten Ade, Indikatorengestützte Qualitätssicherung im vollstationären Pflegebereich. Die Referentin, Kerstin Oberthür, stellv. Leiterin Externe Qualitätssicherung/ Service des MDK Thüringen aus Weimar vermittelte die neuen Qualitätsprüfungsrichtlinien, die ab 01.11.2019 verbindlich sind. Die Qualitätsdarstellung wird künftig auf 3 Säulen stehen: ausgewählte MDK Qualitäts Prüfungsergebnisse, Ergebnisse der Qualitätsdarstellung, die die Heime selbst erheben und allgemeine Information zur Pflegeeinrichtung. Alle Daten der Pflegeheime werden an eine Datenclearingsgsstelle geschickt. Prüfungen in den Heimen finden künftig einmal jährlich mit Ankündigung am Vortag, bei jeweils 9 Bewohnerinnen und Bewohnern statt. Grundlage für diese Änderung ist das Pflegestärkungsgesetz II von 2016.


Im Rahmen des 14. Thüringer Pflegesymposiums in der Ilfelder Neanderklinik referierte Rechtsanwalt Stefan Kreuls, Fachanwalt für Strafrecht aus Münster, über aktuelle Rechtsentscheidungen aus den Straf-, Zivil und Arbeitsrecht. Insbesondere ging er auf neue Betreuungsrechtliche Aspekte ein. Anke Mayfarth von der MetraLaps GmbH Illmenau und Martina Röder, Geschäftsführerin der Neanderklinik Harzwald GmbH, stellten ein Projekt im Kontext der Digitalisierung mit Möglichkeiten des Einsatzes von Robotern im pflegerischen Alltag vor. Die Moderation des Symposiums hatten Martina Röder, Vorsitzende des DPV / Geschäftsführerin der Neanderklinik Harzwald GmbH und Rolf Höfert
Geschäftsführer des DPV / Experte für Pflegerecht.
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