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Do, 14:00 Uhr
15.08.2019
Morgen eröffnet die Taverne „Zum Stepel“

Es „Stepel“t wieder in der Altstadt

Die letzten Schilder werden angeschraubt, die neuen Gläser poliert. In der Taverne „Zum Stepel“ herrscht geschäftige Betriebsamkeit, bevor am morgigen Freitagabend ein neues Kapitel in der Geschichte der urigen Altstadt-Kneipe aufgeschlagen wird.


Sofoklis Mitrousias lebt seit 25 Jahren in Nordhausen. Hier hat er im griechischen Restaurant „Akropolis“ von der Pike auf sein Handwerk erlernt. „Ich war erst in der Küche, dann am Tresen und schließlich viele Jahre als Kellner unterwegs“, erzählt der sympathische Grieche, der einst nur wenige Kilometer vom berühmten. Kloster Meteora entfernt zur Welt kam. „Das war eine tolle Zeit, doch nun bin ich bereit, mich als eigenständiger Unternehmer zu beweisen“, resümiert er seine Situation.

Mitrousias sitzt entspannt und entschlossen in den neu hergerichteten Räumen der Altstadtkneipe, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Für viele Nordhäuser ist das Lokal immer noch mit dem verstorbenen einstigen Betreiber Martin Höfer verbunden, der ein einmaliges Flair für das kleine Restaurant geschaffen hatte. In der Folge haben sich einige Pächter versucht, aber so richtig gezündet hatte bisher keiner.

Jetzt scheint sich endlich ein Dreamteam gefunden zu haben, denn der Besitzer des Stepels, Lazarus Sismanidis, der das benachbarte italienische Restaurant „Rustica“ betreibt, will mit dem neuen Stepel-Chef eng zusammenarbeiten. „Wir werden nur ganz frisch zubereitete Speisen anbieten“, versichern die beiden Landsleute unisono. Gekocht wird vorwiegend griechisch, die Köche sind Griechen und Italiener, aber es findet sich auf der Speisekarte auch eine Abteilung mit traditionell deutschen Gerichten. Eine Reminiszenz an den kultigen Vorgänger Martin Höfer wie auch die vertrauten Wandbilder mit Altnordhäuser Motiven im Innenbereich der ansonsten griechisch anmutenden Taverne.

Der Fisch kommt täglich vom Markt aus Hamburg direkt in den „Stepel“, Salate und Gemüse stammen aus der Region, Soßen werden aktuell zur Bestellung gefertigt und Sofoklis Mitrousias hält ein reichhaltiges Sortiment bester griechischer Weine bereit, die er seinen Kunden vorstellen will. „Wichtig ist mir, dass die Gäste schnell merken, dass wir alles frisch und eigens für sie hier zubereiten“, sagt er. Alle Angebote der umfangreichen Karte sind tagesfrisch und wenn beispielsweise eine Fischart vergriffen ist, dann gibt es sie eben erst am nächsten Tag wieder. Warme Küche soll es bis 22 Uhr geben. Im Innenbereich finden 40 Besucher im gewohnt gemütlich-rustikalen Ambiente Platz, im Biergarten können 50 weitere Gäste versorgt werden.

Wichtig ist dem griechischen Tavernen-Chef, dass seine Gäste sich rundum wohl fühlen. „Ich möchte die Leute glücklich machen mit einer gediegenen Atmosphäre, freundlicher Bedienung und leckerem Essen. Sie sollen die Zeit im Stepel geniessen und in guter Erinnerung behalten“, wünscht sich Sofoklis Mitrousias.

Ab morgen Nachmittag um 17.30 Uhr können sich die Nordhäuser selbst überzeugen, was aus ihrem „Stepel“ geworden ist und es bleibt zu hoffen, dass mit den neuen Ideen der beiden kooperierenden Gastronomen der alte Glanz wieder einziehen möge.
Olaf Schulze
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