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So, 20:00 Uhr
04.08.2019
GEDANKEN ZU BILDERN

Glanz und Gloria, aber auch Wermutstropfen

Die Westseite des Hotels „Handelshof“ aus den 1960er Jahren ist älteren Nordhäusern noch in angenehmer Erinnerung. Rechts vom Haupteingang die großen Fenster, hinter denen sich das Restaurant befand. Davor ein kleiner Biergarten, abgegrenzt durch eine Ziermauer...

Ein Bild aus alten Tagen des Handelhofs mit grünem Hochbeet, Springbrunnen. Umweltfreundlich.

Unter dem Blätterdach eines großen Baumes (Bild) verweilten die Gäste gern an heißen Sommertagen. Vor dem Haupteingang ein Hochbeet, bestückt mit flachen Nadelgehölzen. Daneben eine Bank zur Straßenseite. Im Vordergrund ein schmuck eingefasster Springbrunnen. Ein umweltfreundlich anmutendes Bild.

Ein Bild aus unseren Tagen: Glanzvolle Fassade, davor viel Beton.

Daneben ein Motiv aus unseren Tagen. Beton anstelle von Biergarten, Springbrunnen, begrünter Anhöhe. Dafür die glanzvolle Fassade des heutigen Hotels „Fürstenhof“ mit dem Bildnis einer Filmdiva. Was Fensterfront zum Speisesaal war ist heute die Pizzeria.

Neben dem Haupteingang von gestern kann man nun rechts in ein Friseurgeschäft schreiten und sich die Haare schneiden lassen. Beide Objekte wirken wie ein dunkler Anbau und stehen im krassen Kontrast zur hellen Hotel-Fassade im Hintergrund.

Der Glanz der Fassade fällt dem Bahnreisenden, der die Stadt besucht, sofort ins Auge. Wau! Den Blick sollte er hingegen nicht nach rechts richten. Das Grüne Ungeheuer, wie es der Volksmund nennt, wirkt erdrückend und mindert den ersten guten Eindruck des Gastes. Antwort der Pressestelle der Reichsbahn auf nnz-Anfrage: „Das Gebäude hat die Bahn verkauft. Aus Datenschutzgründen können wir den Käufer nicht nennen.“ Punkt.

Glanz auf der einen, ein schäbiger Klotz gegenüber auf der anderen Seite.

Eine ehemalige Grünanlage mit Bäumen und Bänken musste dem Schandfleck, der sich dort präsentiert, weichen. Wie weiter? Bei der Stadt hat sich bislang der neue Besitzer noch nicht gemeldet. Weichen musste auch der zeitgemäßen Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, wie man es nannte, eine begrünte Anhöhe bei der alten Linde mit Sträuchern und Bänken.

Die Stadt aber plant eine Kur für den Bahnhofsplatz, war zu lesen. Martin Juckeland, Amtsleiter für Stadtentwicklung und Zukunftsfragen, hat Ideen. Die stehen im Zusammenhang mit der Sanierung des einstigen Handelshofs zum 20er-Jahre-Themenhotel „Fürstenhof“. Die Rede ist unter anderem von neuen Lichträumen für finstere Ecken, dem Beleben der Bahnhofstraße als Einkaufsmeile und dem kastenförmigen Beschneiden der Platanen. Ob die Bäume dann noch was hermachen, wenn man sie in ein Korsett zwängt? Ein Baum bindet umso mehr Schadstoffe und Abgase aus der Luft, produziert mehr Sauerstoff, je umfangreicher sein Blattwerk ist.

Wie wäre es, Herr Juckeland, mit einer Reduzierung der Betonflächen? Mit mehr Grün, einen sprudelnden kleinen Brunnen, um auch zunehmenden Hitzeeinwirkungen zu begegnen? Wennschon, dann, mit Verlaub, richtig klotzen. Und sollte auch nicht einmal mit der Bahn ein ernstes Wort gesprochen werden? Die Stadt muss doch ein Interesse daran haben, was aus dem schäbigen Klotz werden soll.

Dem Investor Axel Heck gilt, uneingeschränkt, Dank und Anerkennung. Was er bisher anpackte, hatte Hand und Fuß. Genannt sei nur der Grimmelhof. Nun nahm er sich den „Fürstenhof“ zur Brust. Mit Suiten und Fürstenlounge. Am 22. des Monats wird er mit Glanz und Gloria eröffnet. Die Poliklinik-Ruine verschwand. Männer wie ihn braucht die Stadt. Gleichwohl bleiben Wermutstropfen.
Kurt Frank
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Kommentare

04.08.2019, 20.46 Uhr
Iffland | Wir können wirklich stolz sein ...
... dass Nordhausen Investoren wie Axel Heck vor Ort haben. Wie Herr Frank schon schrieb, der Grimmelhof, wäre eine Industriebrache mitten im Stadtzentrum, wenn hier nicht investiert worden wäre. Der Anfang für den Bahnhof ist gemacht. Jetzt muss es dort weiter gehen. Weitere Investoren müssen jetzt für diesen Bereich gefunden werden.

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04.08.2019, 22.46 Uhr
toni | Kastenförmiger Schnitt der Platanen??
Erstmal vielen Dank an Kurt Frank für den wunderbaren Vergleich der heutigen Betonwüste mit den damaligen begrünten Flächen, an die ich mich aus meiner Kindheit noch gut erinnern kann. Es ist dringend erforderlich, die Masse an versiegelter Fläche zu reduzieren und wieder mehr Grün in die Stadt zu bringen, und zwar ECHTES Grün und keinen kastenförmigen Verschnitt der Platanen. Verzeihung, aber das wäre das ALLERLETZTE! Herr Juckeland, schauen Sie mal über den Tellerrand! Zum Beispiel nach Hannover oder nach Jena! Dort dürfen die Bäume wachsen, sogar über vierspurigen Schnellstraßen in der Mitte zusammen (Hannover)! Das bindet Staub, Lärm, schafft Schatten und tut der Seele gut! Stadtboden soll wieder mehr Wasser aufnehmen können, um Überflutungen bei Starkregen zu verhindern usw. Man könnte heulen, wenn man angesichts gesicherter Erkenntnisse zur Ökologie und Umweltschutz sieht, was stattdessen in Nordhausen passiert.
In Bremerhaven werden die Stadtbäume durch wiederverwendbare Wassersäcke vor dem Eingehen bewahrt und regelmäßig durch Feuerwehr und THW bewässert. Das Wasser stellt die Stadt kostenlos zur Verfügung. Und hier? Baumleichen allerorten....
Wir sollten verhindern, dass wenigstens nicht noch an den Platanen des Bahnhofsvorplatzes Frevel getrieben wird!

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05.08.2019, 07.43 Uhr
A.kriecher | Herr Iffland
Wirklich schön was Herr Heck da alles für sich geschaffen hat. Ich kann mich erinnern, als Kind war ich oft und gerne an den beiden ersten Kiesschächten baden. Und heute, teure private Wohnanlagen. Was habe ich als kleiner Nordhäuser davon ? Nichts. Sie sitzen doch schon seit Jahren im Stadtrat und sind mit beteiligt an Beschlüssen zur Stadtentwicklung. Als der Bahnhofsplatz versiegelt wurde oder der Betonklotz Bibliothek geplant und genehmigt wurde. Wo waren sie da eigentlich? Als Lobbyist für Nordhausen hört man ständig etwas von ihnen aber was habe ich kleiner Nordhäuser davon?

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05.08.2019, 10.02 Uhr
Stechbarth | Nordhausen: Viereckige Bäume als Lösung gegen Strukturprobleme
Das ist Nordhausen und seine Verwaltung. Einfach Platanen viereckig schneiden, dann sind die Strukturprobleme in der Bahnhofstraße gelöst. So die Idee aus dem Rathaus.

Man fragt sich, ob das alles noch ernst zu nehmen ist. Ich befürchte, es ist ernst gemeint. Gute Nacht Nordhausen.

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05.08.2019, 13.11 Uhr
Franz Tabak | Herr Iffland
Sie haben natürlich Recht. Klar sind Investoren wichtig, da gebe ich Herrn Iffland schon in gewisser Weise Recht. Aber seit wann sind denn speziell in Nordhausen Investoren, die das Stadtbild (wieder) verschönern wichtig? Genau, seit der LSG 2004, welche unter Frau Inge Klaan, Mitglied der CDU, der auch Herr Iffland angehört. Frau Klaan hatte, mit Zustimmung des Stadtrates nichts besseres zu tun, als die Stadt und im besonderen den Bahnhofsplatz in eine Betonwüste zu verunstalten. Jetzt wird nach Investoren gerufen um die vielen Missstände zu beheben und weil das Stadtsäckel leer ist. Vielleicht sollten unsere Elite-Stadträte einfach auf Ihre hohen Sitzungsgelder verzichten und diese für eine vernünftige Umgestaltung und Rebegrünung der Stadt zur Verfügung stellen, aber das geht ja nicht. Ihnen werden ja die Sitzungsgelder förmlich aufgezwungen.

Jetzt noch eine Frage an Sie, Herr Iffland: Sie erklärten, die Christidemokratie habe Nordhausen sehr gut getan. Sind Sie immer noch der Meinung? Und meinen Sie auch, dass die Landesgartenschau 2004 ein Erfolg war? Ich meine mich zu Erinnern, dass diese mit einem großen Verlust gearbeitet hat! Und dass alles unter der Ägide der CDU, auch wenn Frau Rinke, SPD, damals Oberbürgermeisterin war. Also wo war jetzt der Nordhausen so guttuende Erfolg? Was haben Sie, Herr Iffland, in den letzten Jahren für Nordhausen erreicht?

A.kriecher hat auch weiterhin recht, dass der Kiesschacht eine Millionärsoase geworden ist, ebenfalls mit Hilfe der Parteien, ganz weit Vorn sidn da mit Sicherheit auch wieder CDU und SPD, oder irre ich mich hier?

Wie gesagt, all dies hat alles Nordhausen bestimmt aus Ihrer Sicht, Herr Iffland, sehr gut getan, natürlich nur im Zuge der Christdemokratie!

Eine Antwort werde ich von Ihnen, Herr Iffland, mit Sicherheit nicht bekommen, denn dies würde Sie auf eine Meinung festlegen, die vielleicht nicht mit der Parteilinie konform läuft.

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05.08.2019, 13.34 Uhr
jan-m | @Franz Tabak
Ich finde nicht, dass Frau Klann die Stadt "verunstaltet".
Von vielem, was 2004 im Rahmen der LGS umgestaltet wurde profitiert Nordhausen jeden Tag.

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05.08.2019, 14.12 Uhr
Franz Tabak | @jan-m
Frau Klaan kann die Stadt jetzt auch nicht mehr verunstalten, sie musste ja Ihren Posten gegen den Geschäftsführerposten der SWG tauschen. Jetzt kann sie nur noch indirekt die Stadt verunstalten oder gestalten, je nach Sichtweise.

Aber kennen Sie, werter jan-m, noch den "alten", grünen Bahnhofsplatz? Oder den "alten" offenen, ebenfalls grüneren Petersberg? Oder werden Sie möglicherweise für Ihren Kommentar, werter jan-m, von gewissen (politischen und/oder wirtschaftlichen) Gruppen geschmi..., pardon, bezahlt und es ist garnicht Ihre Meinung?

Nochmals zurück zu Herrn Ifflands Meinung. Er schreibt: "Der Anfang für den Bahnhof ist gemacht. Jetzt muss es dort weiter gehen." - Wäre es nicht besser gewesen, man hätte 2003 dies gleich vernünftig gemacht? Dann müsste man jetzt keine Flickschusterei betreiben, oder? Was kostet das jetzt wieder?

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05.08.2019, 15.08 Uhr
Spätzlevernichter | ... Was das kostet???
Liebe Kommentatoren, ich muss immer etwas schmunzeln, wenn ich lese, wie schlimm es ist, dass die öffentliche Hand UNSERE Steuergelder ausgibt. Ja, was zum Teufel soll sie denn sonst damit machen? Es ist doch weitaus besser, wenn die öffentlichen das Geld investieren... Also Baufirmen, planer und Architekten damit bezahlen, als wenn sie es zu minuszinsen auf der Bank parken. So werden Arbeitsplätze erhalten und der Allgemeinheit etwas Gutes getan. Natürlich trifft das geschaffene nicht jedermanns Geschmack - aber eine neu-/Umgestaltung ist allemal besser, als das alte vergammeln zu lassen.

Ich finde das hotel sehr gelungen und wünschte mir, dass die Stadt etwas Druck auf den Eigentümer des grünen Ungeheuer ausüben würde. Die Möglichkeiten gibt es durchaus.

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05.08.2019, 17.58 Uhr
B.Denklich | Mensch Herr Iffland,
ja, wir können stolz sein auf solche Investoren wie Herrn Heck. Sie sitzen doch im Stadtrat. Nur quatschen, um auch mal wieder was gesagt zu haben, reicht nicht. Die Stadt ist groß und besteht nicht nur aus dem Stadtteil Salza. Also Ärmel hoch und zukunftsorientiert arbeiten und nicht nur auf Investoren hoffen!

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05.08.2019, 19.12 Uhr
hajo23 | Franz Tabak
Also wenn man sich Nordhausen vor dem ne nach der LGS anschaut, dann ist wohl eine deutliche Verbesserung. Gerade Frau Klan hat das Gesicht der Rautenstraße und auch den Petersberg wohl eindeutig positiv verändert und das bekommt man auch immer wieder von auswertigen Besuchern bestätigt.
Wenn Sie Herrn Iffland so direkt fragen was er denn für Nordhausen bisher getan hat, vielleicht könnten Sie uns ja mal erleuchten, was denn ihre Beiträge, bis auf meckern und unbewiesenen Behauptungen, für Nordhausen bisher waren?
In Nordhausen ist seit der Landesgartenschau wirklich viel positives passiert und das hässliche Nachwendebild das nur von Verfall geprägt war ist so nicht mehr vorhanden. Man kann natürlich immer nur meckern, gehört ja in Nordhausen auch irgendwie zur Kultur, allerdings ist dies hier meckern auf sehr hohem Niveau! Wenn immer nur alles schlecht gemacht wird und somit auch der letzte Investor keinen Bock mehr auf das „jenöle“ hat, dann fühlen Sie sich in einer wieder sterbenden Stadt vielleicht wohler. Ich finde man kann das Erreichte auch endlich mal anerkennen und muss nicht ständig das Schlechte an den Haaren herbeiziehen. Sicherlich sind auch immer mal Fehlschläge dabei, aber dafür sind unsere Komunalpolitiker allesamt keine Berufspolitiker und machen das neben ihrem eigentlichen Beruf. Das ist ein großer Unterschied zur Bundespolitik. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann war der Bahnhofsplatz meiner Kindheit auch nie eine Schönheit.
Einfach mal innehalten und Verdienste auch anerkennen oder sich erstmal selbst engagieren und was leisten, bevor gemeckert wird.
Und um ihren Totschlagargumenten schonmal vorzubeugen, ich arbeite weder im Rathaus oder bei der Stadt und bin auch sonst in kleinster Weise mit den in ihren Kommentaren genannten Komunalpolitikern verwandt oder verschwägert. Laut Ihnen darf man ja keine andere Meinung haben, außer man wird dafür bezahlt. Welch ein Schwachsinn!

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05.08.2019, 23.28 Uhr
Frank Tabatt | Franz Tabak Hinweis !
Eine umfassende Stadtplanung wird nicht immer für alle zufrieden stellend ausfallen. Ich glaube auch , das es für manchen Diskussionsteilnehmer schwer zu überschauen ist was dort stattgefunden hat und warum manches so ist wie es ist. Bringt Euch alle in solche Planungen ein , macht mit. Zu Axels Leistungen kann ich nicht negatives finden. Es gibt noch genug freie Badestellen an den Kiesteichen.
Übrigens möchte ich immer wieder darauf hinweisen , das ich nicht mit Franz Tabak verwechselt werden möchte - wer das ist weiss ich leider auch nicht , auf jeden Fall hat er mit mir nichts zu tuen.
Mfg Frank Tabatt

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05.08.2019, 23.52 Uhr
Iffland | Nordhausen hat sich sehr gut entwickelt!
Als Person wird man teilweise gar nicht akzeptiert, man wird als Parteimitglied einfach so in einen Kasten getan. Aber jetzt müssen einige Tapfer sein, man darf in der CDU selbständig denken. Und man darf auch unterschiedlicher Auffassungen sein und sich in den eigenen Reihen kritisieren. Genau aus diesen Gründen bin ich zur CDU gegangen und nicht in eine andere Partei, wobei ich sagen muss, die FDP hatte da ähnliche Züge.
Gern werde ich einige Fragen beantworten.
@A.kriecher
An dem einen besagten See´, war ich selbst nie baden. Ich selbst war immer an den anderen Kiesseen. Diese waren als Betriebseigentum private und sind nun auch Privat. Die Seen werden aber durch Vereine genutzt. Die Stadt hält einen eigenen Kiessee zum Baden öffentlich vor. Aber ich kenne einige, die nach wie vor an dem Sundhäuser See gern baden.
Wie in anderen Städten werden Industriebrachen bzw. -anlagen, unterschiedlich nachgenutzt und so das gesamte Umfeld neu gestaltet. Ich finde die dortige Entwicklung sehr gut.
Als 2003/4 der Bahnhof eingeweiht wurde gehörte ich genauso zu den Kritikern wie ich diesen Zustand heute kritisiere. Die ersten Pläne zur „Kulturbibliothek“ entstanden auch in jener Zeit. Ich war damals zwar Kritiker aber parteilos und nicht im Stadtrat. 2009 wurde ich erstmals gewählt, habe als geschichtlich geprägter Mensch den Bau genauso kritisiert, wie das geplante Verputzen des Rathauses, was ich aktiv mit anderen Stadträten verhindern konnte. Aber auch Kritiker müssen demokratischen Entscheidungen hinnehmen. Und man muss damit leben. Der Umzug der Stadtbibliothek war ein großer Gewinn für die Stadt und den Kreis. Die Nutzerzahl hat sich deutlich erhöht.
@Franz Tabak
Die Landesgartenschau 2004 war ein voller Erfolg für diese Stadt. Die Mio. welche damals in diese durch den Zweiten Weltkrieg schwer gelittene Stadt flossen, waren gut angelegt. Den sterilen Bahnhof habe ich damals genauso kritisiert wie die Bordsteine in der Rautenstraße. Aber insgesamt war es eine sehr gute Investition für den Petersberg und die Innenstadt. Und diese hat sich auch nach der LGS sehr gut weiter entwickelt. Schauen sie sich mal die ganzen sanierten Wohngebäude in der Innenstadt an. Rautenstraße, Kranich- und Töpferstraße sowie Engelsburg. Das ist auch ein Gewinn für den kleinen Mann wie A.kriecher.
Persönlich habe ich schon oft mein Sitzungsgeld von 16 Euro je Sitzung gespart und dazu verwendet Anpflanzungen vorzunehmen, auch wenn dies dann ehr in der Natur im Umland zugutekam. Hat ja jeder so eine Spleen 
Die Aussage, die Christdemokratie hat Nordhausen gut getan, unterschreibe ich ihnen zusammen mit dem Satz, dass trotz des Makels Bahnhof, die Landesgartenschau ein Gewinn für dies Stadt war.
Aber irgendwie sind sie mit keinem Thema so richtig aktuell Herr Tabak, denn Frau Klaan musste ihre Posten nicht tauschen. Sie wurde als damalige Baudezernentin zum Ministerium nach Erfurt abberufen und war dort Staatssekretärin. Nachdem die damalige Geschäftsführerin der SWG in Rente ging, bewarb sie sich um die Stelle bei der SWG. Und mal ehrlich, sie gestaltet doch ständig. Oder bekommen Sie dies alles nicht mit?
@B.Denklich
Nicht meine Art, aber Arrogant möchte ich Ihnen da sagen, ich gehöre nicht zu denen die nur Quatschen. Da ich ständig anpacke trage ich doch nur noch kurzärmelig.  Und das nicht nur in Salza. Einfach mal auf die Anträge achten.

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06.08.2019, 03.50 Uhr
jan-m | Jenseits Ihrer Vorstellungskraft
Frank Tabak schrieb: "Oder werden Sie möglicherweise für Ihren Kommentar, werter jan-m, von gewissen (politischen und/oder wirtschaftlichen) Gruppen geschmi..., pardon, bezahlt und es ist garnicht Ihre Meinung?"

So ein Quatsch. Nur weil ich die Leistungen von Frau Klaan für Nordhausen positiv sehe, werde ich geschmiert?
In was für eine kranken Gedankenwelt sind Sie gefangen Frank Tabak und wer sollen bitte "gewisse Gruppen" sein? Immer schön unkonkret mit einem Touch Verschwörungstheorie.
Ich kann Ihnen versichern, dass es meine Meinung ist. Ich kenne den alten Bahnhofsvorplatz und ich kenne den alten Petersberg. Beides hat sich, wie ganz Nordhausen, positiv entwickelt. Dies scheint aber jenseits Ihrer Vorstellungskraft.

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06.08.2019, 10.10 Uhr
Franz Tabak | Datenbank- / Systemfehler?
Herr Iffland, ist dies nur in der CDU und FDP so, dass man dort frei denken und vom Perteien-/Fraktionszwang befreit ist oder gilt dies auch für die anderen demokratischen Parteien wie Grüne, Linke, SPD, usw. usf.?

War es nicht so, dass die LGS 2004 mit einem Verlust von geschätzten 500000 bis 1000000 Euro abgeschlossen hat? Wo ist da der Erfolg? Selbst Sie, als Unternehmer sollten doch wissen, dass ein Minus am ende eines Geschäftsjahres ein Misserfolg ist und zum Konkurs führen kann, oder?

Sie sagen immer nur "Die Christdemokratie hat Nordhausen gut getan!", ohne dies jedoch weiter zu Begründen, ich kann Ihnen, Herr Iffland, dort nicht ganz folgen. Wo hat denn die Christdemokratie der Stadt gut getan? Die LGS, die Ihrer Meinung nach ein voller Erfolg gewesen sein soll, wurde doch unter der damaligen OB Frau Rinke, SPD, ausgeführt, oder? Auch wenn Frau Klaan, CDU, für die verumgestaltung der Stadt zuständig war, oder?

Insgesamt gesehen gefällt mir schon, wie sich die Stadt seit 1990 entwickelt hat, man denke da nur an die Altstadt, die es wohl heute, wenn wir den "Stalinismus" noch hätten, wohl nicht mehr geben würde. Man sehe sich nur ein bestimmtes Fachwerkhaus, welches sich in privater Hand befindet, in der unteren Altstadt an. Dennoch muss ich sagen dass die Stadt insgesamt gesehen zu steril ist: der Bahnhofsplatz eine Betonwüste (genau genommen war er auch vorher schon keine wirkliche Schönheit, nur hat er damals halt noch "gelebt"), die merkwürdigen Mauerns des Petersberges wollen sich nicht so ganz in Ensemble einpassen, sie wirken neben der alten, historischen Stadtmauer einfach zu modern. Die sog. "Kulturbibliothek" ein reiner Betonbunker. Die Rabatten an der PRomenade werden nicht richtig geflegt und sind sich mehr oder minder selber überlassen. (Obwohl ich sagen muss, dass dies noch einer der schöneren Ecken Nordhausens ist. Zorgeaue Uferstraße: Gehen Sie doch einmal jetzt dort lang. Icu bin dieser Tage dort spazieren gegangen und muss sagen, ich habe es auf dieser Seite vor Uringestankt und etwaigen anderen üblen gerüchen dort nicht ausgehalten und bin dann doch auf die "sterile" Seite der Straße gewechselt. (Dies ist zwar kein politisches Problem, möchte es aber dennoch nicht unbemerkt lassen! Ein wenig könnten sich ja meine, unsere Mitmenschen doch benehmen, oder?) Anbau Flohburg passt auch nicht (Betonbunker an Fachwerkhaus passt halt nicht!) und wurden da nicht auch etwaige Fördermittel zweckentfremdet? Klar alles dies ist in der hohen Politik natürlich zulässig und im Rathaus halten alle schön zusammen. Das Geplänkel ist exklusiv für den kleinen, dummen Bürger gedacht damit genau dieser meint: "Es ist doch alles in Ordnung, wir leben ja doch in eine Demokratie!"

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06.08.2019, 11.18 Uhr
Rainer H. | Franz Tabak - ein Mensch voller fragen.
@ Franz Tabak
Herr Iffland hat es doch gut beschrieben. Das Problem Herr Tabak, wenn jemand wie Sie nicht tief genug in der Materie steht, das heißt verschiedene Faktoren ohne Zusammenhang hier in den Ring wirft oder ganz und gar etwas nicht verstehen will, kann man vermutlich 500 Seiten voll schreiben und sie werden immer noch dieselben Fragen stellen.

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09.08.2019, 09.09 Uhr
Fönix | Die seltsame Sichtweise der Politik auf ihr eigenes Treiben
Das Herr Iffland (Kommunal- und Partei-)Politiker ist und auch wie ein solcher denkt und argumentiert, ist seinen Ausführungen unschwer zu entnehmen. (Oft nur scheinbar) positive Sachverhalte werden in den Vordergrund gestellt und mit dem (oft nur scheinbar) positiven Wirken der eigenen Partei so oft es nur geht in Zusammenhang gebracht. Negative Aspekte werden minimalisiert und mit einem Halbsatz abgetan. Das ist in seinen Beiträgen und Kommentaren sehr gut zu erkennen. ("…Aber insgesamt war es eine sehr gute Investition für den Petersberg und die Innenstadt. …")

Kein Wort der Selbstkritik. Mit den vielen Millionen, die insbesondere im Rahmen der Landesgartenschau und dem Bau der Kulturbibliothek nach Nordhausen geflossen sind, hätte man mehr erreichen können als übermäßige Flächenversiegelung und den vielgestaltigen Einbau rostiger Eisenelemente in den städtischen Grund und Boden. Dass mit der Realisierung der o.g. Projekte auch positive Effekte verknüpft waren und sind, will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber ob hier Aufwand und Ergebnis in einem gesunden Verhältnis stehen? Da möchte ich ganz viele große Fragezeichen setzen.

Wer sich immer nur selbst lobhudelt und nicht bereit ist, früher getroffene Entscheidungen auch einmal in Frage zu stellen und ggf. zu revidieren, steht auf der Stelle und wird sich nicht weiterentwickeln. Das ist gerade gegenwärtig das große Dilemma der sogenannten etablierten Parteien und betrifft das gesamte politische Spektrum von der Kommunal- über die Landes- und Bundespolitik bis zur Politik der EU. Einzige, aber leider sehr unrühmliche Ausnahme ist aktuell der Herr Söder, Für mich der größte politische Wendehals seit 1989.

Übrigens ist das fehlende Selbstreinigungsvermögen der etablierten Politik in meinen Augen der ausschlaggebende Nährboden für die nicht nur unschönen sondern vor Allem auch gefährlichen Auswüchse insbesondere am rechten, zunehmend aber auch am linken Rand der Gesellschaft.

PS.
Natürlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Herr Iffland mit seinen Aktivitäten auch sehr viele positive Akzente setzt. Sein Engagement für Präzisierung der Beschreibung regionalgeschichtlicher Geschehnisse ist genau so uneinschränkt zu befürworten wie seine Aktivitäten zur Revitalisierung einzelner Denkmäler. In dieser Hinsicht sehe ich ihn in einer Linie mit Menschen wie z.B. Bodo Schwarzberg oder auch Frau Hartmann, die sich uneigennützig und unverdrossen für ihre Ideale einsetzen und unzählige Stunden für ihr privates Engagement investieren.

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