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Di, 20:32 Uhr
11.06.2019
Zeitreise zu den Wurzeln

IFA-Tour startet in Nordhausen

Die Gemeinschaft von IFA-Tours.de begibt sich vom 17. - 23. Juni auf eine historische Zeitreise zurück zu den Wurzeln der IFA-Nutzfahrzeuge. Eine solche Reise hat es bisher noch nicht gegeben und ist einmalig in der ostdeutschen Nutzfahrzeuggeschichte. Los geht es in Nordhausen...

Die Tour führt den Konvoi 1.000 km durch alle 5 Bundesländer in Ostdeutschland um alle wichtigen Orte der IFA Nutzfahrzeuggeschichte zu besuchen.

Der Startpunkt dieser Tour liegt in Nordhausen, bei den IFA-Motorenwerken. Dort sammeln sich die ersten Teilnehmer mit ihren IFA-Fahrzeugen und werden dem IFA-Museum einen Besuch abstatten, um hier etwas über die Geschichte und dem Werdegang der Motorenproduktion zu erfahren.

Nach diesem lehr- und aufschlussreichen Besuch startet der IFA Konvoi in Richtung Osten, nach Werdau zu den IFA Kraftfahrzeugwerk "Ernst Grube". In diesem Werk wurden einst die IFA Lastkraftwagen G5, H6/H6B, S4000 sowie der Zweiseiten-Kippanhänger HW 80 hergestellt. Auch wurde hier der legendäre IFA LKW W50 entwickelt und bis zur Serienreife gebracht, dafür steht der Buchstabe "W" in der Bezeichnung des Lastkraftwagens. Die Serienproduktion des IFA LKW W50 begann anschließend in einem extra neu errichteten Werk in Ludwigsfelde.

Nach Ankunft des Konvois in Werdau erfolgt dann die erste Übernachtung des Konvois in einem Autokino (wann waren schon mal IFA LKW in einem Autokino? Premiere!), wo es dann auch einen Filmbeitrag für die Teilnehmer des Konvois gibt. Am darauf folgenden Tag steht dann ein Besuch der ehemaligen IFA-Werken, sowie ein Rundgang im Stadtmuseum auf dem Programm. Im Anschluss wird es ein Treffen mit den Organisatoren des legendären IFA Nutzfahrzeugtreffens Werdau geben.

Von Werdau geht es dann nach Ellenfeld, dort wird eine private große LKW-Oldtimersammlung mit vorwiegend LKW Fabrikaten aus den ehemaligen sozialistischen Ländern besichtigt, wozu der Besitzer die Teilnehmer des IFA Konvois eingeladen hat. Mit vielen Eindrücken im Gepäck geht die Zeitreise am IFA-Standort Werdau zu Ende und der Konvoi setzt sich mit weiteren zu gereisten Teilnehmern in Richtung Norden nach Ludwigsfelde in Bewegung.

Unterwegs werden sich immer wieder einige IFA Fahrzeuge anschließen. Gefahren wird bis in die Abendstunden hinein um dann in Wittenberg ein IFA-Tours Camp Nachtlager zu beziehen.

Am nächste Tag der Tour fährt der Konvoi dann weiter bis nach Ludwigsfelde, dort wird ein Besuch des IFA-Museums Ludwigsfelde erfolgen. Ludwigsfelde war der größte Standort der IFA-Nutzfahrzeugproduktion in der DDR, hier wurden die Lastkraftwagen vom Typ W50 und L60 bis Anfang der 90iger Jahre gebaut.

Mit viel neuem Wissen zum Thema LKW Produktion geht es dann weiter Richtung Norden zum letzten Punkt der Reise. Peenemünde auf die Insel Usedom an der Ostsee ist das Ziel, dort findet das IFA-Tours Treffen 2019 statt.

Dieser Streckenabschnitt ist der längste und da es bereits in den Abend hinein geht, wird abermals unterwegs ein Nachtlager aufgeschlagen. Die betagten LKW-Oldis sind ja keine Teilnehmer einer Rallye, sondern man will ja reisen und Eindrücke sammeln, dabei sicher und pannenfrei ans Ziel gelangen, denn der Weg ist das Ziel.

Nach der Übernachtung im IFA-Tours Camp erfolgt der Aufbruch Richtung Norden zur Ostsee. Vielen Stunden später auf dem Bock und der Straße ist es geschafft, der Konvoi kommt in Peenemünde an.

Das ist der Höhepunkt der Reise, das 23. IFA-Tours Treffen, hier wird es einige sehr schöne Momente geben, veranstaltet von den Museumsfreunden aus Peenemünde.

So steht zum Beispiel ein feierlicher Empfang an Bord der letzten Raketenkorvette der Volksmarine der DDR in Europa und jetzigen Museumsschiff, der "Hans Beimler", ein Museumsbesuch im Hafen, sowie Bootsfahrten auf dem Programm. Die Mannschaft des Museums organisiert mit großem Einsatz dieses Treffen.

Das Wochenende in Peenemünde wird ganz im Zeichen der Seefahrt stehen.
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