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Mo, 15:00 Uhr
13.05.2019
Liberale schalten Online-Plattform

Ein Zukunftsforum für Ellrich

Die Ellricher FDP hat am Montagvormittag im Ellricher Heinrich-Heine-Park ihr Projekt „Zukunftsforum Ellrich 2030“ vorgestellt. Seit dem 1. Mai ist die Internetseite online. Vor allem die jüngere Generation wollen die Liberalen mit der Online-Plattform ansprechen, damit diese sich mit Ideen für die Einheitsgemeinde einbringen kann...


Bereits im vergangenen Frühjahr hatte FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus-Dieter Drick im Ellricher Stadtrat den Vorschlag für das Forum eingebracht, vom Ältestenrat war die Idee dann aber auf Eis gelegt worden. „Dann machen wir‘s halt allein“, sagte Ingmar Flohr, Stadtrat und Ortsteilbürgermeister in Appenrode, am Montag. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen Klaus-Dieter Drick und fünf weiteren Sympathisanten habe man das Thema wieder aufgegriffen.

Die Idee dahinter: Anregungen für Ellrich und seine sieben Ortsteile sammeln und die jüngeren Generationen wieder für lokale und kommunalpolitische Themen zu interessieren.

Es gibt 24 Themenschwerpunkte, zu denen die Einwohner ihre Gedanken mitteilen können. Aktuell gibt es die meisten Kommentare zum Thema Sauberkeit und Müll.

Dass die Online-Plattform nun mitten im Wahlkampf gestartet wird, ist natürlich kein Zufall. Ingmar Flohr versteht das Forum trotzdem überparteilich und unabhängig. Die sechs Großplakate, die in den kommenden Tagen in der Einheitsgemeinde aufgehängt werden sollen, leuchten deshalb auch nicht in FDP-Gelb, sondern in Rot-Weiß, den Stadtfarben von Ellrich. „Die FDP hat es zwar initiiert, aber wir hoffen natürlich auf eine breite Beteiligung aus der Bevölkerung, aller Stadtratsfraktionen und der Verwaltung“, machte Flohr deutlich.

Am Zukunftsforum beteiligen kann sich jeder in der Einheitsgemeinde. Gesucht sind Vorschläge, wie Ellrich auch in den kommenden Jahrzehnten eine Stadt bleibt, in der junge Menschen gern leben und sich engagieren wollen. Nicht mehr nur die Verwaltung soll vorgeben, was in Ellrich passiert, sondern wieder mehr die Einwohner. „Die Bürger sollen Vorschläge machen, wofür das knappe Geld ausgegeben werden soll, nicht die Verwaltung. Zu viele Beschlussvorlagen werden von der Verwaltung eingereicht, auf die der Stadtrat dann einfach nur noch reagieren kann“, sagte Flohr.

Die jüngeren Menschen im Alter von 15 bis 35 Jahren nutzten den Stadtrat und die Bürgerfragestunde außerdem kaum oder gar nicht. Die Gefahr, dass mit dem Zukunftsforum ein Parallelgremium entstehen könnte, sieht Flohr aber nicht. „Wir müssen die jüngeren Menschen und ihre Kommunikationsgewohnheiten ernstnehmen und sie dort auch abholen“, so Flohr. Für die Umsetzung hat er Stephan Tacke von der Werbeagentur Screp Media gewinnen können.

Auf der Internetseite www.zukunftsforum-ellrich2030.de haben alle die Möglichkeit sich anonym, wer möchte auch mit Namen, zu diversen Themen zu äußern. Auf der Plattform werden die Beiträge gesammelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Auch im Amtsblatt, der Ellricher Zeitung, soll regelmäßig berichtet werden. Das Zukunftsforum sei als langfristiger und mindestens zehnjähriger Prozess zu begreifen, so Flohr weiter.
Susanne Schedwill
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