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Do, 10:15 Uhr
21.02.2019
nnz-Interview

Wir wollen keine Schulen schließen

2014 zog Katja Mitteldorf für die Linke in den Thüringer Landtag ein. Für viele kam das damals überraschend, nicht zuletzt für die frisch gebackene Parlamentarierin selbst. Im Herbst steht die nächste Landtagswahl an und Frau Mitteldorf würde den Erfolg von vor bald fünf Jahren gerne wiederholen. Wir haben mit ihr über das Verhältnis von Parlament und Regierung, die gescheiterte Gebietsreform, das neue Schulgesetz, Migration, Rechtspopulismus und Kultur gesprochen...

Landtagsabgeordnete Katja Mitteldorf (Foto: Angelo Glashagel)
nnz: Frau Mitteldorf, Sie sind vor bald fünf Jahren als Neuling in den Landtag gekommen. Gehört man nach einer Legislatur schon zu den „alten Hasen“?

Katja Mitteldorf: Das waren viereinhalb Jahre harte Arbeit. Bei einigen älteren Kollegen, die zum Teil schon 20 Jahre und mehr dabei sind, bei „gestandenen Männern“, merkt man schon noch, dass sie einen als Neuling betrachten. Und dann noch jung und Frau. Das ist so drin, nicht nur bei der Opposition auch in der Koalition und der eigenen Fraktion.

nnz: Was haben Sie für sich aus den letzten Jahren mitgenommen?

Mitteldorf: Ich hatte den Vorteil, dass ich schon vorher als Mitarbeiterin im Parlament gearbeitet habe und die Prozesse kannte. Dennoch habe ich noch einmal ein größeres Verständnis dafür bekommen, dass gewisse Dinge ihre Zeit brauchen. Das ist nicht immer gut und gefällt mir nicht, aber ich kann es nachvollziehen. Außerdem habe ich gesehen, dass wir als Parlamentarier mehr Gestaltungsspielraum haben als man das von außen her denken mag. In der Opposition haben wir im Endeffekt jahrelang für den Papierkorb gearbeitet. In der Regierungsverantwortung haben wir, mit viel Geduld, Schweiß und Diskussionen, sehr viel anschieben können.

nnz: Was glauben Sie, wie der Rest des Landes die Arbeit des Parlaments aus der „Außenperspektive“ sieht?

Mitteldorf: In der Regel arbeitet sich die Öffentlichkeit an der Regierung ab, das Parlament ist da gerne mal nur Staffage. Tatsache ist aber, dass die Landesregierung nicht der Chef des Parlaments ist, eher umgekehrt. Die Regierung ist ohne das Parlament nicht handlungsfähig. Kein Beschluss des Kabinetts, kein Gesetz kommt so aus dem Parlament heraus wie es hereingekommen ist. Die „Geschichte“ wird aber meist schon vorher erzählt, der Prozess der zwischen Beschluss und Abstimmung steht, spielt da leider kaum eine Rolle. Im Idealfall ist es ein Wechselspiel das Hand-in-Hand geht. Wir mussten uns in der Koalition oft genug in Detailfragen zurechtruckeln. Bei nur einer Stimme Mehrheit ist es umso wichtiger auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Und es hat funktioniert, wir haben nicht eine Abstimmung im Parlament verloren.

nnz: Was war für Sie persönlich das wichtigste Vorhaben der letzten Jahre?

Mitteldorf: Eines aus dem nicht das geworden ist, was ich gerne gehabt hätte. Wir haben versucht ein Kulturgesetz auf den Weg zu bringen, das Rahmenbedingungen für die Kulturschaffenden des Landes festlegen sollte, die über eine Legislatur hinaus Wirkung zeigen. Wir haben zweieinhalb Jahre lang intensiv gearbeitet, mit Kulturverbänden und Vereinen im ganzen Freistaat gesprochen und mit ihnen auf Augenhöhe verhandelt. Wir wollten nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entscheiden, wie das bisher immer der Fall gewesen war. Am Ende ist das Vorhaben nicht an uns gescheitert, sondern an den Vereinen und Verbänden, für die vielleicht die Veränderung am Ende zu unsicher war. Irgendwann mussten wir einsehen, dass es unter diesen Voraussetzungen nicht geht und haben den Prozess begraben. Das war verdammt schwer, besonders für mich.

nnz: Bei der Gebietsreform hatte man seiner Zeit nicht den Eindruck, dass hier auf Augenhöhe und im Dialog Entscheidungen getroffen werden sollten.

Mitteldorf: Ich habe immer gesagt, dass die Herangehensweise an die Gebietsreform unglücklich war und das eigentliche Ziel der Reform schlecht kommuniziert wurde. Wir haben nie nur von der Gebietsreform gesprochen, es ging uns vor allem um die Reform der Verwaltungen im großen Maßstab. Sie sollten bürgernäher und effizienter werden und Doppelstrukturen vermeiden. Dann wurden aus dem Ministerium Karten durchgestochen, die man noch nicht einmal im Parlament gesehen hatte und die Landräte haben sich gefragt, wer denn bitte auf solche Ideen kommt. Und das völlig zu Recht. Von da an hat das die Diskussion bestimmt und eine sinnvolle Debatte war nicht mehr möglich. Dass wir die Verwaltung in den ländlichen Gebieten näher an den Bürger heranbringen müssen und mehr Fachpersonal in den Amtsstuben brauchen bleibt so, das war der ursprüngliche Gedanke. Sich von der Kreisgebietsreform abzuwenden war aber die richtige Entscheidung.

nnz: Aktuell steht vor allem das geplante Schulgesetz in der Kritik, die Opposition wirft ihnen vor Schulen schließen zu wollen.

Mitteldorf: Und das wird nicht wahrer je öfter es gesagt wird. Die Schulnetzplanung ist und bleibt in den Händen der Schulträger, also der Kreise und Städte. Die Mindestgrößen, die der aktuelle Entwurf vorsieht und die der Stein des Anstoßes sind, wurden vom Landkreistag gefordert. Unter dem Vorsitz der CDU. Wir sind das einzige Bundesland, in dem es bisher keine solchen Mindestgrößen gibt. Und schon der jetzige Entwurf sieht diverse Ausnahmeregelungen vor.

nnz: Aber es besteht grundsätzlich die Möglichkeit das Schulen geschlossen werden?

Mitteldorf: Wir wollen keine Schulen schließen. Da wird gerade mit Ängsten gearbeitet, ohne die ganze Wahrheit zu sagen und den Gesamtkomplex anzusprechen. Was wir wollen ist eine unbürokratische Ordnungshilfe. Das Schulgesetz sieht verschiedene Kooperationsmodelle für Schulen vor, die diskutiert werden können. Wie genau die Unterrichtsplanung dann aussieht, wie die Schulen in einer Region miteinander kooperieren und welcher Fachlehrer wann und wo zum Einsatz kommt, das können nur die Träger vor Ort entscheiden, denn die wissen wo der Schuh drückt und welche Dinge regional möglich sind. Im übrigen ist es ja nicht so das wir das jetzt beschließen und dann tritt das sofort in Kraft. Das soll erst 2021/22 passieren damit genug Vorlauf für eine ordentliche Schulnetzplanung unter den neuen Voraussetzungen gegeben ist.

nnz: Letztlich verwaltet man so doch aber auch nur den bestehenden Mangel. Wie will man dem denn Herr werden?

Mitteldorf: Man kann das Schulgesetz nicht losgelöst betrachten von anderen Anstrengungen betrachten. Die Bildungsfrage wird ein Hauptthema bleiben und das noch mindestens die nächsten zehn Jahre. Das fängt bei Unterrichtsausfall und Lehrermangel an und geht bis zur grundsätzlichen Attraktivität des Berufs, der Ausbildung neuer Lehrer und auch zur Inklusion. Die Koalition hat in den letzten Jahren mehr neue Lehrer eingestellt als in den zwei Legislaturen davor und 548 Millionen Euro mehr in Bildung investiert als im Jahr 2014. Jetzt allein die Thüringer CDU für die Misere verantwortlich zu machen wäre zu einfach, das sind Probleme die deutschlandweit existieren. Was nicht geht ist, dass wir unser Bildungssystem schlecht reden, das Niveau unserer Schülerinnen und Schüler ist im Bundesvergleich hoch, wir sind immer vorne mit dabei. Wer das schlecht macht diskreditiert die Arbeit engagierter Lehrer und Schulleiter. Ich hatte eigentlich auf einen überparteilichen Schulfrieden gehofft, weil wir auch mehrfach dazu eingeladen hatten, ideologiefrei und im Interesse der Schüler zu diskutieren. Die Einladungen wurden leider nie angenommen.

nnz: Und was will man nun konkret tun? Einen Mangel sehen wir nicht nur in den Lehrer-Kollegien sondern auch bei Polizei und Justiz.

Mitteldorf: Die Verbeamtung ist ein Weg, sicher nicht der Königsweg, sicher nicht aus Sicht der Linken, aber gerade in den Randgebieten hilft es die Attraktivität zu erhöhen und schafft Planungssicherheit. Zudem konnten wir bei den Lehrern nun erreichen, dass jede Stelle, die frei wird, auch wieder besetzt wird, und das nicht nur zu den Halbjahren und am Schuljahresende. Wir haben mehr Lehrerinnen und Lehrer eingestellt, am Ende der Legislatur werden es 3500 neue Stellen sein und die Langzeiterkrankungen versuchen wir mit, leider befristeten, Stellen abzudecken. Wir haben den Stellenabbaupfad für diesen Bereich ausgesetzt, auch bei der Polizei und haben dort ebenso die Ausbildungskapazitäten erhöht. Das nächste Problem ist, dass die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen, also bei den Gebäuden, der Technik und dergleichen. Hier haben wir, um aufzuholen, auch intensiv investiert. Allein in dieser Legislatur hat der Freistaat Thüringen für den Schulbau mehr als 250 Millionen Euro ausgeben, komplettiert mit Bundesmitteln ist es das größte Schulbauprogramm, das Thüringen jemals hatte. Aber das sind eben auch alles Veränderungsprozesse, die Zeit brauchen um Wirkung zu zeigen.

nnz: Zeit und Geld. Welches der Freistaat dank sprudelnder Steuereinnahmen aktuell theoretisch einsetzen kann. Wie soll damit umgegangen werden? Ausgeben oder für später sparen?

Mitteldorf: Ich bin der Meinung, dass wir Mehreinnahmen investieren sollten solange sie da sind. Steuermehreinnahmen taugen nicht für langfristige Finanzierungen, Sie können damit nicht über Jahre planen. Das Geld ist jetzt da und auch nur ein einziges Mal. Wir sind in der glücklichen Lage diese Mehreinnahmen zu haben. Die Rücklage des Freistaates wird Ende 2019 dieselbe Höhe haben, in der wir sie übernommen haben und wir konnten trotzdem eine Milliarde Euro Schulden abbauen - doppelt so viel, wie wir uns bei Regierungsantritt vorgenommen hatten. Wir sollten aber nicht alles für „harte Zeiten“ in den Sparstrumpf packen sondern jetzt investieren, damit kurbeln wir am Ende auch die Wirtschaft an und arbeiten weiter am Sanierungsstau.

nnz: Rechtspopulistische Bewegungen gewinnen global an Fahrt, es steht nicht zu erwarten das diese Entwicklung vor Thüringen halt macht. Wie sollte die Politik ihrer Meinung nach damit umgehen?

Mitteldorf: Ich denke man muss dem einen starken Sozialstaat entgegenstellen, aber das machst man nicht mal eben in fünf Jahren. In kurzer Zeit lässt sich das nicht drehen, weder im Land noch im Bund. Einfache Antworten gibt es nicht, nur schwierige und differenzierte Lösungswege. Das wollen nur nicht alle hören und es wird immer schwerer in der Alltags-Kommunikation damit durchzudringen.

nnz: Spätestens seit 2015 ist die Flüchtlingsproblematik ein bestimmendes Thema in der öffentlichen Debatte. Welchen Stellenwert hat das Thema für Sie vier Jahre später?

Mitteldorf: Die Migrationsfrage bleibt ein aktuelles Thema und wird es auch bleiben solange Deutschland eine Mitverantwortung für starke Flucht- und Migrationsströme trägt. So zu tun als sei es das drängendste Thema für die Kommunal- und Landespolitik halte ich aber für Quatsch. In jeder Gruppe Menschen gibt es faule Äpfel, egal woher man kommt. Das heißt nicht, dass man deswegen ganze Gruppen behandeln darf wie Menschen zweiter Klasse. Und wir reden immer von Menschen, auch wenn es um Bedürftige und Minderheiten geht. Es herrschen dieselben Rechte für alle.

nnz: Dennoch wird das Thema den Wahlkampf sicher mitbestimmen. Wie also damit umgehen?

Mitteldorf: Was heute die Flüchtlinge sind, das waren früher die Hartz IV Empfänger, die Erzählung ist die gleiche geblieben. Es wird fleißig weiter nach unten getreten, nur die Gruppierung hat gewechselt. Wofür wir Sorge zu tragen haben ist, dass niemand in Armut leben muss, dass man in Arbeit kommen und sein Leben frei gestalten kann, egal woher man kommt. Das Thema zur großen Kulturfrage zu stilisieren halte ich für fatal, denn das ist es nicht. Wir haben ein Grundgesetz und eine Verfassung, darin bewegen wir uns. Wer es nicht tut, mit dem muss sich der Rechtsstaat befassen. Zu behaupten das nicht für alle das gleiche Recht gelte ist schlicht albern.

nnz: Ihr Haus-und-Hof-Thema ist eher die Kultur. Was müsste sich hier ihrer Meinung nach in Zukunft tun?

Mitteldorf: Es mir eine große Freude, dass die Kultur nicht mehr der Sparstrumpf des Landes ist. Wir haben die Kulturförderung besser aufgestellt aber wir sind noch nicht ganz da wo ich gerne hin würde. Wir haben zwar langfristige Finanzierungspläne für die Thüringer Theater auf den Weg gebracht, können aber noch nicht überall Flächentarif zahlen. Das wäre in jedem Fall etwas das ich in die nächsten Verhandlungen mitnehmen würde. Ein weiterer Punkt sind die Musik- und die Jugendkunstschulen. Beide Institutionen sind ein großer Teil im Thüringer Bildungsplan im Bereich außerschulische und kulturelle Bildung. Bisher gewährt das Land Unterstützung für die Arbeit der Schulen aber nur über Projektförderung. Jetzt haben wir es geschafft, dass das Land die Musik- und Jugendkunstschulen ab 2020 wieder anteilig direkt mitfinanzieren wird. Das ist ein riesiger Erfolg neben vielen. Überhaupt müssten wir „Kultur“ in ganz anderen Bahnen denken als wir das bisher tun. Damit gehe ich den Kollegen in meiner Fraktion schon regelrecht auf den Geist aber ich denke nicht daran das zu lassen.

nnz: Vor der Landtagswahl steht erst einmal der Urnengang zur Kommunalwahl an. Sie kandidieren auch für den Stadtrat. Warum die Bewerbung zum Doppelmandat?

Mitteldorf: Erst einmal haben wir die Liste für die Landtagswahl noch gar nicht aufgestellt, das wird erst im Juni passieren. Aber ich werde wieder kandidieren. Was den Stadtrat betrifft, da denke ich das essentiell wichtig ist seine kommunale Verankerung nicht zu verlieren. Was im Stadtrat passiert ist sehr viel praktischer als die Arbeit im Landtag.

nnz: Wohin soll es gehen mit Nordhausen? Genügend Spielraum dürfte man mit dem neuen Haushalt ja nun haben.

Mitteldorf: Ich denke, wir müssen uns auf einen Weg verständigen, den wir zusammen mit der Region folgen wollen und anerkennen das wir der Motor der Entwicklung in der Nordregion sind. Wir sind wieder Handlungsfähig und wir sollten aufhören uns selber klein zu reden. Entsprechend selbstbewusst sollten wir agieren und wieder echte Visionen entwickeln wo es in den nächsten 20 Jahren hingehen soll. Wir können viel erreichen, wir müssen es nur auch wollen.

nnz: Frau Mitteldorf, wir danken für das Gespräch.

Das Interview führte Angelo Glashagel
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Kommentare

21.02.2019, 10.45 Uhr
Kritiker86 | Naja...
viel bewegt habt ihr nicht Frau Mitteldorf. Das sind für mich eher alles ausreden..und viel Lüge. Ihr hattet eure Chance in Thüringen. Die ihr sagen wir mal sehr vergeigt habt. Viele Wähler werden überspringen zur AfD. Geschaffen habt ihr sogut wie nix. Geholfen habt ihr den normal Bürger auch nicht. Natürlich seit ihr immer noch eine gute Alternative zur SPD und CDU. Aber ihr hättet mehr für die Menschen tun müssen. Angekommen ist da garnix. Das letzte Kitajahr frei toll. Dafür wird schon über eine kräftige Erhöhung der anderen Jahre diskutiert. Da wird das Geld nur verschoben. Auch ihr dürft euch nun in die Reihen der anderen Volksparteien einordnen. Chance vertan, jetzt werdet ihr auch abgestraft. Vielleicht nicht so sehr wie die Volksparteien aber verlieren werdet ihr auch. Dabei hättet ihr soviel verändern können. Auch für mich wart ihr mal eine Alternative. Aber diesesmal wüßte ich nicht warum ich euch noch wählen sollte. Für mich persönlich habt ihr nix getan.

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21.02.2019, 12.14 Uhr
Siegfried Werner | Schau an: „DIE LINKEN“
Frau Mitteldorf ,
das einzige was Ihre Partei wen man sie so nennen will, hervorragend beherrscht ist, dass was Sie anderen immer vorwerfen. Ich spreche von den allerfeinsten Populismus. Außer Wahllügen und Karrierekämpfe haben sie nichts zu bieten, oder sollte ich mich irren?

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21.02.2019, 12.38 Uhr
Sonntagsradler 2 | @Kritiker86 / Einspruch :-)
»Für mich persönlich habt ihr nix getan.«
Haben sie schon! Wie Sie schreiben wahren Sie bis zu einen Zeitpunkt eine eine Partei die man gegenüber den anderen Parteien wählen konnte weil Sie dachten die sind Volksnah. Ich erinnere nur an die Versprechen ALG II. Unter Gysi wurde auch erstmals das Thema Mindestlohn ins Rollen gebracht. Er wurde von den anderen Parteien welche sich dann die „Lorbeeren ernteten“ müde belächelt
So sehe ich das! Ich lasse mich auch in diesen Fall eines Besseren belehren.
Den „ Genickbruch“ haben sie erst bekommen als ein Nachfolger für Ihn gesucht wurde. Welcher dann auf den Zug von 2015 aufgesprungen war. Denn oder die Lockführerin kennen Sie ja.
Ich sage nur eine Mutter kann nicht auf Kosten des Vaters eine ganze Stadt ernähren und Ihre eigenen Kinder vernachlässigen.

Nun zum eigentlichen :-) die Linken haben und werden auch weiterhin dafür sorgen das Sie genug Zündstoff haben über das sie und wir kommentieren können. :-)

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21.02.2019, 13.33 Uhr
Fönix | Hinten kackt die Ente !
Dieses Interview ist ein wertvoller Beleg für die systemimmanente Schwäche aktueller Politik: Es fehlt in erster Linie an realistischer Selbsteinschätzung bei den Hauptakteuren und an dem Willen Verantwortung tatsächlich wahrzunehmen!

Ich bekomme Schüttelfrost, wenn ich lese, dass es "nicht geht" … "das wir unser Bildungssystem schlecht reden", unser Bildungssystem ist schlecht, grottenschlecht! Was aus den unterschiedlichen Schulformen kommt und in die Berufsausbildung geht (egal ob Lehre oder Studium!), ist in großer Zahl so mangelhaft darauf vorbereitet, dass viel zu viele ihre Ausbildung abbrechen, weil sie sich überfordert fühlen.

Gerade hinsichtlich der Anforderungen an mathematischem und naturwissenschaftlichem Wissen ist vor diesem Hintergrund die Besetzung technischer Berufe zum volkswirtschaftlichen und damit existenziellen Problem für unser Land geworden. Da ist ein weiter so, weil die Politik ja alles richtig macht, der völlig falsche Ansatz! Ich hätte gerade von RRG erwartet, zu erkennen, dass das wichtigste Ergebnis unserer Bildungspolitik, und das ist der Wissenstand und das Lernvermögen der Absolventen, schon heute völlig unzureichend ist und gerade für technische Berufe eine düstere Perspektive zeichnet. In einem zweiten Schritt hätte ich dann belastbare Lösungsansätze erwartet, die in eine zielführende, zeitnah realisierbare Lösungsstrategie münden.

Sehr geehrte Frau Landtagsabgeordnete! Jeder Unternehmer, der händeringend Schlosser, Schweißer, Dreher, Konstrukteure und technische Ingenieure sucht und jeder Berufsschullehrer und jeder Hochschulprofessor, der versucht, solche Fachkräfte auszubilden, kann Ihnen ein Lied davon singen! Und Sie wissen das, und zwar nicht erst seit gestern, die Defizite sind schon länger bekannt, das Auflaufen der geburtenschwächeren Jahrgänge verschärft dazu den Fachkräftemangel noch einmal erheblich! Nach wie vor ist unser Land vom Produzierenden und Verarbeitenden Gewerbe geprägt, hier findet die Wertschöpfung statt, die Voraussetzung ist für alle gesellschaftlichen Prozesse. Ich werfe Ihnen nicht vor, die Miesere verursacht zu haben, da liegen die Wurzeln schon eher in der Generation Adenauer ("Kinder bekommen die Menschen von alleine"). Was ich Ihnen unbedingt vorwerfen muss, ist , dass Sie vor der Tragweite der durch falsche Bildungspolitik ausgelösten Probleme die Augen verschließen.

Sie sagen es ja indirekt selber: Es liegt nicht in erster Linie an den Lehrern. Woran dann? Die Antwort ist einfach: An der Bildungspolitik! Und die machen Sie! Das ganze unselige Treiben von der Kultusministerkonferenz über die Kultusministerien von Bund und Ländern bis hin zum reformblockierenden Bundesrat wird uns und insbesondere die nachfolgenden Generationen vor gewaltige Probleme stellen. Und eines kann ich Ihnen schon heute mit Sicherheit sagen: Mit Migration/Zuwanderung werden wir diese Probleme nicht lösen können, im Gegenteil!

Ich belasse es an dieser Stelle bei der Bewertung der Ausführungen zur Bildungspolitik. Zur gescheiterten "Gebietsreform", die in erster Linie eine gescheiterte Verwaltungsreform ist, hatte ich mich zu gegebener Zeit ausführlich geäußert. Auch bei den weiteren angesprochenen Themen sieht es nicht viel anders aus.
Eins möchte ich RRG trotzdem zugute halten: Die von CDU-Kreisen nach der letzten Landtagswahl kolportierte "Katastrophe für Thüringen" ist nicht eingetreten.

Sie haben es sogar geschafft, einen Teil des von den Vorgängerregierungen hinterlassenen Trümmerhaufens beiseite zu räumen, nicht zuletzt auch im Landeshaushalt. An den richtig großen Brocken hat man sich aber kräftig verhoben. Ob man der aktuellen Regierung in Thüringen eine weitere Legislaturperiode einräumt, um diese Probleme anzugehen, oder ob es bessere Alternativen gibt, muss der Wähler selbst entscheiden. Hoffentlich trifft er eine weise Entscheidung.

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21.02.2019, 14.52 Uhr
Leser 3421 | RRG
In Thüringen hatten die Linkspopulisten die besten Chancen, etwas zu bewegen. Nichts von Substanz ist passiert und Schuld haben in der Regel die anderen. So liest sich dieses Interview.

Aber schön zu sehen, dass Team Blau dieses mal nicht nur in den Kommentaren in der Zeitung ist.

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21.02.2019, 15.46 Uhr
gosalianer | Wertschöpfung?
Zitat "Fönix": "Nach wie vor ist unser Land vom Produzierenden und Verarbeitenden Gewerbe geprägt, hier findet die Wertschöpfung statt, die Voraussetzung ist für alle gesellschaftlichen Prozesse."

Da wird mir schlecht. Welche Wertschöpfung denn? Es gibt von (fast) allem zu viel. So viel, dass niemand mehr etwas erschafft sondern der Eine dem Anderen nur noch etwas wegnimmt - bezogen auf das produzierende und verarbeitende Gewerbe und dessen Wettbewerb. Daraus folgt dann ein elendiger Preiskampf. Um dem standzuhalten braucht es Steroide: (EU-)Fördergelder, Fremdfinanzierung, Umschuldung, usw. usf.

Nicht zuletzt muss das hochgelobte deutsche Mittelstandsunternehmen aus den alten Bundesländern, seinen Produktionsstandort in strukturschwache Regionen verlegen - da wo wenigstens noch für knapp über dem Mindestlohn gearbeitet wird, damit auch das x-te Tiefkühlbrötchen seinen Weg in die noch nicht ausreichend vorhandenen Lebensmittelmärkte findet (das ist nur 1 Beispiel). Das hat nichts mit Fachkräftemangel zutun. Es gibt genügend Ressourcen, aber keiner hat wirklich Bock darauf ein wichtiger Teil dieser ach so tollen Wertschöpfungskette zu sein.

Sorry, aber das sind Ansichten von vorgestern. Unsere Arbeitswelt wird sich verändern. Nachfolgende Generationen setzten - völlig unabhängig vom jeweiligen Bildungsstand - ganz andere Prioritäten im Leben, die die "Alten" einfach nicht mehr verstehen. Aber so war es schon immer und das ist auch gut so. Wir können nicht wissen was da kommt, aber ich bin mir sicher, dass dieses altkluge work-to-live Denken aussterben wird.

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21.02.2019, 16.20 Uhr
FreierBürger | Keine Partei hat meine Stimme verdient...
ich bin weder eine Parteimitglied irgendeiner Wichtigtuerriege, noch Lobbyistenfreund, kein Kapitalist und auch kein Kommunist und wieso sollte ich irgendwo meine Stimme abgeben? Wer hat den eigentlich dieses Wahlsystem erfunden?
Es wird sich nichts, gar nichts ändern!!!
Ich erinnere "Wir sind das Volk"...dann kamen 100,- DM und wer Bock und Kohle hatte konnte sofort überall hin reisen.
Wir, Deutschland hat sich abgeschafft!
Das werdet wir bald merken, dann ist es aber zu spät...
Arroganz, Neid und Gier regieren unser Land und mir sind alle Parteifuzies absolut egal...Entscheider, mutige Politiker, klare Linie und nicht tausende Dummschwätzer, Klugscheißer und Looser, die zum Wohle unserer "angeblichen" Demokratie mal etwas richtiges machen würden.
Millionen Kinder leben in Armut, millionen Rentner können nicht von ihrer Rente leben, millionen unterbezahlte Arbeitnehmer und ein absolutes, aufgeblähtes Beamtensystem!
Was für eine Schande für unser geliebtes Deutschland!!!Was für eine Schande!!!
Schämt euch, ihr super ahnungslosen, möchtegern Prinzessinen und Prinzen!

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21.02.2019, 16.23 Uhr
Sonntagsradler 2 | Jawohl @gosalianer
und das geld kommt vom Amt!

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21.02.2019, 16.38 Uhr
tannhäuser | Die Linken...
...haben viel mehr verbale "Dresche" verdient als die AfD.

Denn sie sind trotz "Beobachtung" schon lange im normalen Politbetrieb angekommen und haben, was das Liefern von Leistungen betrifft, ungefähr 20 Jahre Vorsprung auf die Böhse Räächte!

Die Blauen kommen noch, @ Leser 3421. Die Gruppe muss erst mal per "Schnick Schnack Schnuck" oder "Reise nach Jerusalem" ausknobeln, wer heute Anti-NNZ-Kommentaren-Dienst schiebt.

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21.02.2019, 17.10 Uhr
Leser X | Ball flach halten
Thüringen wurde halt viel zu lange von der CDU beherrscht. Ich glaube es ist ein bisschen viel verlangt, daß in einer Legislaturperiode von den roten Genossen aufgebaut werden kann, was von den schwarzen Genossen eingerissen wurde.

Und allein die Vorstellung, künftig von einem rechtspopulistischen Mohring regiert zu werden, lässt mich frösteln. Dann doch lieber ein ausgleichende Mann namens Ramelow, der gezeigt hat dass ein MP nicht zwingend Parteisoldat sein muß.

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21.02.2019, 17.29 Uhr
Fönix | ach gosalianer,
es reicht nicht sich eine andere Welt zu wünschen ("keiner hat wirklich Bock darauf ein wichtiger Teil dieser ach so tollen Wertschöpfungskette zu sein") oder diese zu prophezeien ("Unsere Arbeitswelt wird sich verändern"). Man sollte dann auch eine recht konkrete Vorstellung von dieser schönen neuen Welt haben und vor allem davon, wie diese konkret funktioniert. An Letzterem scheint es bei ihnen noch zu fehlen ("Wir können nicht wissen was da kommt") und damit ist dann auch schon Schluss mit lustig.

Ich greife mal Ihr Beispiel vom Brötchen auf, das ist gar nicht so schlecht: Nach Ihrer Meinung haben wir davon viel zu viel ("damit auch das x-te Tiefkühlbrötchen seinen Weg in die noch nicht ausreichend vorhandenen Lebensmittelmärkte findet"), also hören wir jetzt auf, Brötchen zu produzieren. Was passiert dann: Das Überangebot von heute ist die Nahrungsgrundlage von morgen, die Hamster unter uns können auch übermorgen noch halbwegs vernünftig frühstücken. Und dann? Gibt es nur noch KI-Frühstück, hoffentlich verschlucken Sie sich nicht daran. Glauben Sie wirklich, dass die schöne neue Welt so schnell kommt, dass Sie nicht verhungern? Künstliche Intelligenz soll und wird uns helfen, die Produktionsprozesse in vielerlei Hinsicht zu verbessern, aber ersetzen kann sie diese nicht. Oder werden Sie von einem geträumten Gänsebraten satt?

Das gleiche trifft beispielsweise auch auf Trinkwasser zu. Auch dieses muss jeden Tag produziert und verteilt werden. Sie glauben gar nicht, wie schnell der Landkreis die Vorräte in der Nordhäuser Talsperre sonst ausgesoffen hat. Freilich wird Regen das Stauvolumen immer wieder auffüllen, aber ohne Vorsorge und Pflege im Einzugsgebiet sowie der aufwändigen Aufbereitung im Wasserwerk wird das kostbare Nass spätestens im Sommer zur Kloake, na dann mal Prost!

Ich könnte hier noch unzählige Beispiel und Zusammenhänge aufführen, allerdings mir fehlt der Glaube, dass das in Ihrem Fall etwas bringt. Sie erzählen da einen solchen Stuss, irgendwo ein paar verbale Brocken aufgesammelt zu haben reicht noch lange nicht für ein tragfähiges Zukunftskonzept. Gerade der Mittelstand in Deutschland und ganz konkret auch in unserer Region Nordthüringen entwickelt derzeit gemeinsam mit den Forschungseinrichtungen (hier die HS NDH) Strategien zum Einsatz der KI. Das ist langwierig, aufwändig und teuer, bezahlt wird der ganze Spaß ausschließlich (!!!) mit Überschüssen der von Ihnen so verachteten Wertschöpfung.

Typen wie Sie gehören in das Reich der Märchen, wenigstens dort darf man ungestört dem Wunsch hinterherträumen, die gebratenen Tauben (auf Wunsch auch die gefüllte Veggie-Schüssel) fallen einem von selbst in den Schoß. Gott sei Dank gibt es heutzutage noch viele junge Menschen mit mehr Realitätssinn, die sich begeistert den neuen Herausforderungen stellen und mit harter täglicher (Forschungs-) Arbeit ganz entscheidend zum Gelingen beitragen.

Allerdings besteht die Gefahr, dass sich mit weiter abnehmender Bildungsqualität auch hier ein zunehmendes Defizit aufbaut. Hier muss auf politischer Ebene unbedingt etwas passieren und darum geht es mir in erster Linie. Denn in der Politik versagen wir gerade total (da haben Sie völlig Recht, FreierBürger !), Hier muss sich etwas grundlegend ändern. Eine erste Grundvoraussetzung wären qualifizierte und ausreichend lebenserfahrene (nicht zwangsläufig alte!) verantwortungsbewusste Politiker in den Parlamenten, die das gesamte Spektrum der Gesellschaft abbilden. Für Studienabbrecher darf dort kein Platz sein, diese haben der Gesellschaft schon genug Geld gekostet. Eine gesunde Zahl von Technikern, Meistern und Facharbeitern aller Branchen bringen den nötigen Praxisbezug in die Gremien. Wenn uns das gelingt haben wir eine Chance auf ausreichend work-live-balance. Live-without-work wird für unsere und auch viele nachfolgende Generationen ein Traum bleiben, von einzelnen Privilegierten mal abgesehen.
Wenn die Parteien das nicht selber bringen, müssen wir sie in Frage stellen.

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21.02.2019, 17.45 Uhr
tannhäuser | Leser X...
...Sie haben Recht bezüglich Mohring und der CDU.

Sich jetzt öffententlich hinzustellen, als wäre man nie Regierungspartei gewesen und hätte nie Entscheidungen getroffen unter Vogel, Althaus und Lieberknecht ist ein Appell an hoffentlich nicht (mehr) grassierende kollektive Amnesie des Wahlvolkes.

Aber die Linken haben 2 Parteien im Schlepptau und in dieser Kombination müssen sie zu viele Kompromisse machen und auf Befindlichkeiten eingehen. Das wird sie wohl nach 5 Jahren Regierung unter Ramelow auch viele Stimmen kosten.

Da regiert zu viel Blassheit auf ministerieller Ebene.

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21.02.2019, 18.27 Uhr
Rene Strube | Wer tritt nach unten ?
Zum Thema AfD und Migrationspolitik sagt Frau Mitteldorf, dass nach unten getreten wird.
Das kann ich so nicht stehen lassen.
Insbesondere der Thüringer Fraktionsvorsitzende der AfD hat immer wieder Verständnis für die "Schutzsuchenden" geäussert.
Weil es ihnen hier leicht gemacht wird, sie weit höhere Leistungen erhalten, als in südlicheren Ländern, die sie auf dem Weg zu uns durchqueren.
Er hat aber gleichzeitig vor den verheerenden Folgen der Migrationspolitik der Regierungsparteien in Land und Bund gewarnt. Er hat aufgefordert, keinesfalls vor Flüchtlingsunterkünften zu protestieren, sondern bei den Verantwortlichen. Die AfD tritt nicht nach unten, sondern weil es unumgänglich ist, nach oben.

Von der AfD organisierte Proteste finden auf öffentlichen Plätzen und bevorzugt vor dem Kanzleramt, vor Staatskanzleien und Landtagen statt.

Nach unten treten um mit Frau Mitteldorfs Worten zu reden die Regierungsparteien:
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Die Regierungsparteien mißbrauchen Presse, öffentlich rechtliches Fernsehen und Geheimdienste im Kampf gegen die eine Oppositionspartei.

Weiterhin hat Frau Mitteldorf den Auftrag der Regierung bzw. des Parlaments angesprochen, dafür zu sorgen, dass es der Bevölkerung gut geht.

Da bin ich bei ihr, wobei ich in erster Linie, die Menschen meine, die schon länger hier leben. Ausserdem gern noch tatsächlich politisch Verfolgte, die anerkannt sind.
Selbstverständlich sollten deren Personalien feststehen und solche Menschen werden sich wohl auch anständig benehmen.
Alles Andere ist nicht einzusehen.


Zitat Peter Scholl-Latour:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta sondern wird selbst zu Kalkutta"

Rene Strube Alternative für Deutschland.

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21.02.2019, 19.41 Uhr
tannhäuser | Kalkutta wird erst ein Thema...
...wenn es vor der Haustür sein Lager aufschlägt oder Einlass in die eigenen 4 Wände begehrt.

Minister Lauinger und MdB KGE haben ihre damaligen Ideen zur Aufnahme von Flüchtlingen in Privatwohnungen mangels eigener Bereitschaft schnell und zeitnah wieder verworfen.

Die AfD ist zu jung, um im maroden Kahn der Schuldigen an den Flüchtlingsursachen mitzuschippern. Aber ihre Vorschläge sind angeblich auch falsch.

Dann merkelt mal alle weiter mit NGOs und schönen Worten. Die ARD hat für unser aller Gebühren schon das Handbuch erstellen lassen zur...Nicht-Fake-Informationspolitik und-Nicht-Lügenpresse-Berieselung.

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21.02.2019, 20.27 Uhr
Susanne Blau | Demokratieunkenntnis weit und breit
Liebe Vorkommentatorrinnen und Vorkommentatoren,

leider liegt bei Euch ein grundlegendes Unverständnis von Demokratie vor. Demokratie heisst nicht, das sofort alles passiert was Volk oder Volker will. Grundgedanken unserer repräsentativen Demokratie ist, dass Menschen sich in regelmäßigen Abständen andere Menschen ausgucken, die ihre Positionen weitgehend teilen und in bestimmten Gremien vertreten. Die Arbeit in diesen Gremien besteht sehr häufig darin, sich mit anderen Gewählten zusammenzuraufen, um Mehrheiten für bestimmte Projekte oder Vorhaben zu finden. Und nur solche Projekte können dann eben auch finanziert und umgesetzt werden.
Das heißt zu allererst: man muss miteinander reden und man muss Kompromisse finden. Es wurde schon oft gesagt: Politik ist die Kunst des Machbaren. Dieses Machbare ständig neu auszuloten ist richtig Arbeit und das allenthalbene Politikerbashing zeugt nur von der Unkenntnis, wie anstrengend das ist. Ich finde, das bringt Frau Mitteldorf in dem Interview ganz gut rüber.
Demokratie heisst nicht Durchregieren sondern Kompromisse finden. Damit sind wir in den letzten Jahrzehnten eigentlch ganz gut gefahren. Demokratie wird dann weiter gut funktionieren, wenn fähige Menschen sich zur Wahl stellen und das Geschäft, das Machbare zu finden, mit Leidenschaft betreiben.
Alle diejenigen, die glauben eine neue Partei wird endlich ihre Positionen eins zu eins umsetzen, werden ganz sicher wieder enttäuscht werden. Sie verkennen, dass das Wesen von Politik in einer Demokratie der kluge Kompromis ist - wie auch in jedem anderen sozialen Verhältnis.
Also vielleicht so: vertretet Eure politischen Positionen so, wie ihr wünscht, dass Euer Lebenspartner/ Eure Lebenpartnerin mit Euch über die Aufteilung von Erwerbs- und Reproduktionsarbeit diskutiert...

wünscht sich Eure
Susanne Blau

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21.02.2019, 20.55 Uhr
tannhäuser | Respekt Susanne Blau!
Ohne Hintergedanken, guter Kommentar!

Das Aber kommt trotzdem bezüglich einer (Oder DER Neuen)Partei: Mit dieser will ja bisher niemand Kompromisse eingehen.

Und nun? Hätten Sie auch konkrete Ideen, was die Linken besser machen könnten? Die SPD und Grünen loswerden wird wohl nicht funktionieren.

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21.02.2019, 20.57 Uhr
A. Wolf | Nun ist es langsam gut Fönix,
Ihre politische Ökonomie aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mag damals ja zugetroffen haben. Heute lassen Sie die alten Kamellen mal lieber dort wo sie hingehören.

Ihre Erkenntnisse aus der Zeit des Manchester Kapitalismus wie diese hier :"Nach wie vor ist unser Land vom Produzierenden und Verarbeitenden Gewerbe geprägt, hier findet die Wertschöpfung statt, die Voraussetzung ist für alle gesellschaftlichen Prozesse." - hat man Ihnen damals offensichtlich eingebläut. Richtiger werden sie dadurch allerdings nicht. Verarbeitende, produzierende Industrie (bei Ihnen noch fachgerecht für 1850 "Gewerbe") schafft nicht einmal mehr ein Drittel des heutigen Anteiles am Bruttosozialprodukt.

Und Ihr Brötchenbeispiel von der Einstellung der Brötchenerstellung ist genauso absurd wie der Rest Ihrer "Wahrheiten". Natürlich wird niemand die Brötchenproduktion einstellen. Das möchte auch ein "gosilianer" nicht. Allerdings hat dieser Recht, wenn er von einem Überangebot an Brötchen schreibt und Sie haben Unrecht mit Ihrer abstrusen Interpretation Fönix. Nicht umsonst werden täglich tausende Tonnen Backwaren in den Müll geworfen.

Anstatt sich mit Frau Mitteldorf's Antworten mal etwas genauer zu beschäftigen, artet das hier im Kommentar wieder in Gelaber und Gelalle von Selbstdarstellern aus, die solche Totschlagargumente wie "alle Politiker sind Verbrecher", "richtige Politik macht nur meine oder keine Partei", ...blablabla.

Natürlich hat Frau Mitteldorfs Partei in den letzten Jahren massive Fehler gemacht. Beispiele gefällig? Diese Kranke "Gebietsreform" zum Beispiel, die kaum ein Bürger wollte. Oder, anstatt sich mit anständiger Sozialgesetzgebung zu befassen, hat man das Jagdgesetz angefasst, das sage und schreibe 10000 Leute von über zwei Millionen Leute betrifft. Und, und , und,...Das Geld in die Kasse kam, hat nicht RRG gemacht, sondern die Konjunktur und die Niedrigzinnspolitik,...

Mir fehlt auch, was Frau Mitteldorf persönlich für unsere Region geleistet hat. Da sehe ich leider nichts. Bei Frau Keller sieht es da ganz eindeutig besser aus!

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21.02.2019, 21.02 Uhr
Fönix | Na Frau Blau, das ist aber ein bißchen dünn!
Ehe sie hier die in Deutschland praktizierte Mehrheitsdemokratie als die alleinseligmachende politische Staatsform darstellen, sollten Sie zumindest darauf hinweisen, dass die zum Beispiel in der Schweiz praktizierte Konkordanzdemokratie auch durchaus ein Erfolgsmodell darstellt. Zumindest dann, wenn wie in der Schweiz bei wichtigen Themen Volksentscheide regelmäßig in den politischen Prozess eingebunden werden. Gut wäre es auch gewesen, wenn Sie dieses Thema schon anschneiden, auf die Rolle der Parteien in einem politischen System einzugehen. Die ist nämlich auch nicht in Stein gemeißelt.

Und was die schwere Politikerarbeit angeht ..., da decken wir lieber den Mantel des Schweigens darüber. Oder wollen Sie hier jetzt ernsthaft über Sekt, Häppchen, durchschnittene Bänder und saubere Spaten diskutieren? Egal ob bei Empfängen diverser Institutionen, bei der Eröffnung fertiggestellter Straßenabschnitte (was zugegebenermaßen deutlich seltener geworden ist) oder bei der Beschaffung eines Katzencontainers für 320.000 Euro, die breite Öffentlichkeit hat doch kaum noch eine andere Wahrnehmung.

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21.02.2019, 21.28 Uhr
Povar | Partner! ..das ist gut..
..also partnerschaftlich - gleichberechtigt - auf Augenhöhe?

Nicht aus der Position der Stärke - Dominanz - Überlegenheit?

Da wirken - sozusagen - die ökonomischen Gesetze nicht?

Wo gibt es das? Da muss ich hin!

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21.02.2019, 21.46 Uhr
Fönix | A. Wolf, mit den „ollen Kamellen“ sollten Sie gaaaanz vorsichtig sein!
Das von Ihnen beschriebene „Bruttosozialprodukt“ ist ein Begriff aus dem letzten Jahrtausend, in diesem Jahrtausend sollten sie besser den Begriff „Bruttonationaleinkommen“ verwenden, wenn Sie wirklich „uptodate“ sein wollen. Was noch viel schwerer wiegt ist die Tatsache, dass Sie offensichtlich den Sachverhalt gar nicht verstanden haben um den es hier geht. Ich habe von Wertschöpfung gesprochen. Sie sollten eigentlich wissen, dass die Bruttowertschöpfung Steuern und Subventionen außen vorlässt. Schon insofern entbehren Ihre Anwürfe jeglicher Grundlage. Viel schwerwiegender daneben liegt ihr grundsätzlich fehlerhafter Ansatz durch die Tatsache, dass Sie Ihre Zahlen auf die Industrie beschränken. Damit betrachten Sie nur einen Teil der Wertschöpfung. Der Begriff Gewerbe, den ich ganz bewusst gewählt habe, schließt neben der Industrie das Handwerk und Dienstleistungen mit ein. Wahrscheinlich verstehen Sie unter „Gewerbe“ ausschließlich die Manufakturen und Kleinbetriebe des 19. Jahrhunderts. Mit einer solchen Einordnung dieser Begrifflichkeit liegen Sie so meilenweit daneben, dass es schon wehtut. Terminologie und Ökonomie scheinen nicht zu Ihren Stärken zu gehören.
Meine Empfehlung: Versuchen Sie es mit Lernen, vielleicht hilft es ja, sich ein Mindestmaß an Grund- und Allgemeinwissen anzueignen bevor man hier losplärrt und sich blamiert.

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21.02.2019, 21.59 Uhr
Fönix | Zugabe für A. Wolf:
Das Brötchenbeispiel liegt Ihnen schwer im Magen? Mir auch! Die Gründe scheinen aber sehr unterschiedliche zu sein. Sie stört es, dass so viele Lebensmittel weggeworfen werden? Mich stört es, dass trotz dieser Tatsache so viele Menschen täglich (ver-) hungern. Verantwortlich dafür ist die Politik. Nicht die Backwarenproduzenten.

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21.02.2019, 22.43 Uhr
Spätzlevernichter | @tannhäuser....welche Kompromisse denn ?
nur die Hälfte der Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken lassen ? nur auf die Frauen, nicht aber auf die Kinder an der Grenze schießen ? Nur die Grenze zu Österreich dicht machen und die zu Frankreich offen lassen ? Es gibt Dinge, da sind einfach keine Kompromisse möglich. Um Kompromisse zu schließen bedarf es diskussionswürdiger Positionen....

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21.02.2019, 23.12 Uhr
tannhäuser | Wie oft denn noch, Spätzlevernichter?
Ihre Fragen können Sie besser an die Verantwortlichen richten, die Kriminelle nicht abschieben wollen, aber NGOs mit Steuergeldern unterstützen.

Erwarten Sie bitte von mir keine Antworten, die Sie Anti-AfD konform deren Vertretern unterjubeln können. Dazu gehöre ich nämlich nicht.

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21.02.2019, 23.23 Uhr
tannhäuser | Ergänzung Spätzlevernichter.
Innenpolitische Themen für die Linken haben bei Ihnen wohl keine Relevanz?

Oder erst wenn die Nicht-Ertrunkenen integriert werden müssen? Das könnten ja alle irgendwann mal potenzielle Linke-Wähler sein?

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22.02.2019, 09.20 Uhr
Hobby Politiker
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22.02.2019, 12.46 Uhr
Siegfried Werner | Susanne Blau
Kompromisse sind gut, aber eben keine FAULEN von den haben wir schon genügend. Mit Demokratie hat das nichts zu tun, diese Kompromisse dienen doch nur der eigenen Machterhaltung, gleichwohl das dumme Gerede von Kompromissfindung.

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22.02.2019, 18.24 Uhr
Demokrit | Mitverantwortung für die Flüchtlingsströme?
"Die Migrationsfrage bleibt ein aktuelles Thema und wird es auch bleiben solange Deutschland eine Mitverantwortung für starke Flucht- und Migrationsströme trägt." Diese Behauptung würde ich gern belegt haben. Meines Wissens begann die Destabilisierung Nordafrikas mit dem Irakkrieg.
Und da waren ja hauptsächlich USA und seine Verbündeten involviert. Auch an dem Bevölkerungswachstum im afrikansichen Raum und dem daraus folgenden Migrationsdruck dürfte Deutschland nun wirklich keine Mitschuld tragen. Über die Mitverantwortung Deutschlands würde ich gern mehr erfahren.

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22.02.2019, 20.20 Uhr
Susanne Blau | Die deutsche Verantwortung
lässt sich sehr anschaulich über den "ökologischen Fußabdruck" beschreiben. 2018 hatte Deutschland seine eigenen, d.h. aus der Fläche Deutschlands, resultierenden Ressourcen für das Jahr bereits am 2. Mai verbraucht (siehe z.B. hier: https://www.tagesschau.de/inland/ressourcen-verbrauch-101.html). Bildlich gesprochen haben wir ab dem 3. Mai auf Kosten anderer gelebt, deren Rohstoffe verbraucht, deren Meere leergefischt und deren Äcker abgeerntet.
Kurz: unsere Lebenstil ist auch unsere Verantwortung.

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23.02.2019, 09.07 Uhr
Sonntagsradler 2 | Moin-Was ist das für ein Schmarrn GruppeBlau?
Wenn man so etwas liest könnte man denken hier wird zum „Wirtschaftlichen Boykott“
aufgerufen. Nachfrage bestimmt nun mal die Konjunktur und den Wohlstand.
Euer Zitat
»Bildlich gesprochen haben wir ab dem 3. Mai auf Kosten anderer gelebt, deren Rohstoffe verbraucht, deren Meere leergefischt und deren Äcker abgeerntet.
Kurz: unsere Lebenstil ist auch unsere Verantwortung«
Realistisch gesehen haben wir auch gleichzeitig gesorgt das einige Menschen der Bevölkerung in Ihren eigenen Ländern Arbeit und somit etwas besseren Lebensstil bekommen haben. Sie rufen doch immer selber nach besseren Lebensverhältnissen in Euren eigentlichen „Fachgebiets“ Kommentaren danach.
Solche Kommentare sind doch gar nicht Euer Fachgebiet. :-)
Die ganze Thematik ist viel komplexer.
Aber es zwingt euch keiner dazu. Euer Leben im Steinzeitalter zu führen.

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23.02.2019, 09.21 Uhr
Demokrit | Susanne Blau
Wenn sie den "ökologischen Fußabdruck" Deutschlands ins Feld führen als Grund für Migration und Flucht wären wir schon wieder bei den VSA, denn der "ökologischer Latschen" ist fast doppelt so groß wie der Deutschen. Nach ihrer Logik könnten wir durch Enthaltsamkeit Migration und Flucht verringern. Aber mir fällt da tatsächlich eine Mitschuld Deutschlands ein.
Die Sanktionierung Syriens führt zu einer Verschlechterung der Situation für die Menschen dort und erhöht so den Drang zur Migration. Deutsche Waffenlieferungen in diese Region über den Umweg Türkei dienen sicher auch nicht zur Befriedung.

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23.02.2019, 18.32 Uhr
tannhäuser | Kollektivschuld aufs Neue, reloaded?
Gruppe Blau, ich würde Sie gerne mal in Ihrem autarken Lebensumfeld besuchen.

Ich bringe zur Feier des Tages selbtsgezogenes Obst und Gemüse sowie zum Trinken Wasser aus der Regentonne mit.

Alles, was Sie essen, trinken und an Bekleidung tragen haben Sie sicherlich selbst erwirtschaftet und hergestellt?

Also liefern Ihnen eigene Schafe Wolle?
Sie heizen und kochen mit dem Dung und den Abgasen, die Ihre Kühe produzieren?

Woher beziehen Sie das Metall für Ihre Fahhräder oder Autos und die Stoffe für Ihre Hosen sowie Ober- und Unterbekleidung? Von Leder für Schuhe will ich gar nicht reden.

Sie bekommen sicherlich Ihr Wasser aus einer im Schweiße Ihres Angesichts gegrabenen Zisterne oder einem Brunnen?

Haben Sie manchmal Kopfschmerzen oder nehmen Ihre Damen die Anti-Baby-Pille? Wohin gelangen Ihre Ausscheidungen von Verdauungs- und Stofffwechselprozessen? Doch nicht in einen (Ab)Wasserkreislauf?

Ich behaupte mal, Medizin oder Naturwissenschaften studiert niemand von Ihnen, sonst würden Sie nichts davon fabulieren, dass jeder Einzelne von uns hier am Elend in anderen Ländern Schuld trägt.

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23.02.2019, 21.52 Uhr
Rainer H. | Schlechtes Statement Frau Mitteldorf
- Deutschland sei der Grund der Flüchtlingsströme
- Flüchtlinge werden mit HarzIV Empfängern verglichen
- Bildung ist besser als sie dargestellt wird.....

Wo leben Sie denn?
Fünf Jahre - und sich sinnlos an der Gebietsreform abgekämpft. Ihr Ministerpräsident Ramelow hat mehr Flüchtlinge nach Thüringen geholt als erforderlich war. Damit hat er die innere Sicherheit gefährdet und dazu beigetragen das Menschen sich politisch neu orientieren.

Euch kann man nicht mehr wählen.

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23.02.2019, 23.00 Uhr
Susanne Blau | Unter Jesus machst Du's nicht, @tannhäuser
schon klar, wer die Auswüchse des Konsumverhaltens in Deutschland kritisiert, hat gefälligst in Sack und Asche zu leben oder noch besser an ein Kreuz geschlagen zu werden. Wenn die kleine Greta Thunberg mal aus einem Plastikbecher trinkt, ist ihr ganzes Engagement gegen den Klimawandel nichts mehr wert. Und wenn Susanne Blau auf Wechselwirkungen hinweist, soll sie am besten in der Steinzeit unsichtbar werden.

Dabei war mein Beitrag doch ziemlich einfach und eindeutig formuliert, damit Demokrit ihn auch versteht: Wenn Menschen sich in einer bestimmten Weise verhalten, müssen sie auch die Verantwortung dafür übernehmen. Man kann das auch an ein paar einfachen Beispielen festmachen:

Die Verbrennung fossiler Energieträger führt zur Klimaerwärmung. Diese wird die Lebensumstände in vielen Teilen der Erde dramatisch verändern und zu mehr Flüchtlingen führen.

Unser Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln sowie pflanzlichen Fetten führt sich Sicherung großer Landflächen in Afrika und Lateinamerika durch internationale Agrarkonzerne. Dies verschlechtert die Erwerbsmöglichkeiten im Agrarsektor dieser Länder erheblich und führt zu mehr Flüchtlingen.

Die militärische Sicherung der Energiezufuhr aus den erdöl- und erdgasreichen Regionen dieser Erde, führt in den betroffenen Ländern häufig zu einer Verschlechterung der Sicherheitslage und zu mehr Flüchtlingen.

Um dies zu kritisieren muss ich weder zu Fuß gehen noch in Sack und Asche laufen. Ich sollte vielmehr meine Möglichkeiten dafür einsetzen, dass sich daran etwas ändert. Und: dass sich die Unterprivilegierten im Norden wie im Süden nicht gegeneinander ausspielen bzw. aufhetzen lassen. Das unterscheidet uns wohl.

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24.02.2019, 07.26 Uhr
Sonntagsradler 2 | oyoyoy ...@ tannhäuser / Hier Ist Irgendjemand sauer!
Was würde Terence Hill sagen .Wir haben hier wohl eine kleine Gruppe Du zer! :-)))))
Zum Klimawandel
Da war doch so ein Zitat von einem an Realitätsverlust leidenden Mann.
Dieser Spruch passt mit einem Wortwechsel in die heutige Zeit.
"Den Klimawandel in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf."
Ach Gruppe Blau! Der Böse Böse „Deutsche“ Endverbraucher! gelle!

Ihr Zitat »Wenn Menschen sich in einer bestimmten Weise verhalten, müssen sie auch die Verantwortung dafür übernehmen« ist wieder einmal hervorragen und bezieht sich bestimmt auf diesen Artikel und den Volksvertreter bzw. Diener. :-)))

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24.02.2019, 10.37 Uhr
Povar | ..einmal mit der "Moralkeule" durchs Gepräch gewischt..
.. und du bist der "Chef im Ring"?! ("Susanne Blau")

"Mit der Moral kommt jeder, der kein überzeugendes Argument hat."
"Das moralische Gesetz steht im krassen Gegensatz zu einem staatlichen Gesetz."

https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article170985693/Wer-schuetzt-uns-vor-den-Moralisten.html

Ich halte mich an Gesetze und muss mich nicht nicht "schämen" für mein Verhalten!

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24.02.2019, 11.45 Uhr
Susanne Blau | Nicht ist falscher @Povar,
als dass ich hier die Moralkeule schwinge. Mal ein einfaches Beispiel, damit es jeder versteht: Wenn du Abends Schokolade isst und dir dann nicht die Zähne putzt, verstößt du gegen kein Gesetz. Niemand kann dich dazu zwingen, aber du wirst die Zahnschmerzen und die Zusatzkosten einer Zahnbehandlung halt auch selbst tragen müssen.
Würde ich die Menschen für schlecht halten, würde ich mir die Arbeit hier sparen. Aber bei Dummheit besteht noch Hoffnung!

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24.02.2019, 12.20 Uhr
Fönix | Sehr geehrte Frau Blau!
Was Sie hier zum "ökologischen Fußabdruck" von sich geben ist wissenschaftlich betrachtet nicht einmal ansatzweise haltbar. Wer nur die Fläche betrachtet ignoriert erstens, dass der Heizenergiebedarf in den Tropen und Subtropen deutlich geringer ist als in den gemäßigten und nördlichen Breiten. Das ist ein naturgegebener Faktor den sie keinesfalls ausblenden dürfen wenn sie auch nur einen Hauch an Seriosität in Anspruch nehmen wollen. Der zweite Punkt betrifft die Wirtschaftsleistung. Diese erbringt ja gerade Exportweltmeister Deutschland nicht nur für sich selber sondern für nahezu alle Regionen dieser Welt, die davon in der Regel auch entsprechend profitieren. Ich bin der letzte, der nicht auch nachhaltiges Wirtschaften fordert, aber so wie sie hier argumentieren ist das mindestens kontraproduktiv. Wir brauchen globale Lösungsansätze gerade auch hinsichtlich der Klimaproblematik und keine deutschen Sonderlösungen. Deutschland kann mit seinen (noch?! vorhandenen) hohen wissenschaftlich technischen Potentialen viel zu nachhaltigen Lösungen beitragen. Die Realisierung hängt aber in erster Linie von politischen Weichenstellungen ab und da sind wir auch und gerade bei den Grünen meilenweit von vernünftigen Lösungsansätzen entfernt. Für Sie und Ihre krude Weltsicht trifft das aus meiner Sicht gleichermaßen zu.

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24.02.2019, 12.30 Uhr
tannhäuser | Wer schiebt denn gerade Stallwache...
...bei den Blauen Salonkommunisten?

Greta oder eine SPD-Pippi-Langstrumpf? Aber ein schönes Beispiel Ihre für Ihre Trennung von Niveau, falscher Moral und Grundregeln der Höflichkeit.

Mir ist es egal, aber ein 70-jähriger dreifacher Vater mit 5 Enkeln hat Ihre Duzerei nicht verdient. Dasselbe gilt natürlich gendergerecht für eine Mutter und Oma.

Ich habe da ein Zitat aus dem Film "Raveneaus - Friss oder stirb", als es um Fleischbeschaffung in einer extremen Hungersituation geht:

"Ach ja, die Moral. Die letzte Zuflucht eines Feiglings."

Und vergleichen Sie mal vis-a-vis richtig autark lebenden Selbstversorger mit Steinzeitmenschen. Das wäre dann aber unmoralisch, oder? Oder gefährlich, da dessen Keule mehr Holz als Moral enthalten könnte

Ja, so auf ein bisschen Luxus will man doch nicht verzichten. Selbst Veganer und Vegetarier sind darauf angewiesen, dass ihre Nahrung woanders angebaut und um die Welt geschippert wird.

Nur Obst aus Gierstädt und dem Alten Land und Gemüse aus Brandenburg machen dann doch nicht satt, solange der zögerliche Klimawandel noch nicht für selbstangebaute Bananen reicht.

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24.02.2019, 13.57 Uhr
Ex-post | Gruppe Blau und Frau Mitteldorf
Zuerst haben Sie sich ja schon im Magazin die Zeit selbst als wissens und moralüberlegen gefeiert.

Jetzt also Ihr Bekenntnis wo Sie politisch unterstützen. Bei den Linken.

Frau Mitteldorf sitzt in einer Fraktion mit dem Frank Kuschel. Bei wikipedia steht: "im Oktober 1989 verriet er mehrere Personen, die mit dem Neuen Forum sympathisierten, an die Stasi. " Das ist erwiesen.

Früher waren die Forumsleute mal bei dem Bündnis 90/Grüne. Das waren eigentlich ganz ordentliche Leute.

Und die wollten demokratische Reformen und kein Mord und Totschlag auf den Straßen und haben sich an den Ex-Stasis nicht gerächt. Jetzt sitzen die Grünen mit IM a. D. Frank Kuschel am selben Futtertrog. Moral?

Frau Mitteldorf sitzt in einer Fraktion mit Frau Ina Leukefeld. Die war Inoffizielle Mitarbeiterin für die politische Kriminalpolizei K1, da war sie im Bereich Jugend, tätig. Jetzt machen die gemeinsame Sache.

Die Ausagen zu Leukefeld und Kuschel darf man gerichtlich festgestellt behaupten übrigens.

Wir haben uns nach der Wende entschieden, dass jeder eine neue Chance erhält. Sie Gruppe Blau haben nicht verstanden, dass damit auch Verantwortung verbunden ist. Und Frau Mitteldorf ist eben noch zu jung und versteht es nicht.

Auch andere ob nun Politiker oder nicht brauchten nach der Wende eine neue Chance. Und ich finde den Höckeflügel in Thüringen auch nicht gut. Er ist zu radikal. Häufig redet er auch dummes Zeug.

Aber das ausgerechnet die Linken in Thüringen meinen, sich selbst moralisch überlegen zu fühlen, ist eine Frechheit sondergleichen.

Ich habe mal bei einem Rapport um 1970 herum Hannah Arendt zitiert, dass Freiheit und Gleichheit in der Politik wichtig sind. Dafür gab es gehörig Schimpfe, weil sie Jüdin war und in Amerika lebte.

Sie stand zwar Rätesystemen und Formen der direkten Demokratie nicht ablehnend gegenüber aber Demokratie wollte die SED ja nicht. Das lernte ich aber dann in der Rapportveranstaltung.

Man kann etwas abschweifen, weil Frau Mitteldorf nicht viel verstanden und gemacht hat. Deshalb ist das Interview auch so. Nur zum Beispiel:

Die Servicepauschale in den Kindergärten wurde erhöht für die Eltern, weil das Bundesland sich nicht mehr beteiligen will und sie versteht nichtmal dass das auch ihre Entscheidung war. Sie stimmte dafür, kann man nachlesen.

Das Geld für das Theater hat Frau Keller besorgt. Das hat mich auch gefreut. Aber Frau Mitteldorf hat damit rein gar nichts zu tun gehabt.

Die Förderschulen, die bei uns hier waren schon zu DDR Zeiten nicht schlecht, werden kaputt gemacht. Sonderpädagogen werden in Thüringen nicht mehr so richtig ausgebildet. Das merkt Frau Mitteldorf nichtmal.

Die Neustruktur der Ämter hat zu einer Zentralisierung der Verwaltung geführt. Aber nicht ein Posten oder Geld ist eingespart stand in der Zeitung neulich. Hat sie auch nicht mitbekommen.

Die Gebietsreform ist total schiefgelaufen. Da hat Frau Mitteldorf gezeigt, dass sie das Essen in der Landtagskantine geprüft hat aber nicht mit den Menschen über sowas wichtiges reden konnte.

Wie soll man da glauben, dass die keine Schulen zu machen? Ich glaube denen nichts mehr. Aber Bildung ist wichtig. Wenn die Leute gebildet sind, dann verstehen sie auch, warum Gruppe Blau, Frau Mitteldorf und andere solche Leute nur ihre eigene Meinung akzeptieren.

Bildung ist ganz wichtig für junge Menschen. Darum hätte sich die Linke mit SPD und Grüne kümmern können. Das haben sie aber nicht. Jeder in Thüringen weiß das. Frau Mitteldorf hat das nicht mal mitbekommen.

Und ihr Vorteil, dass sie vorher im Landtag gearbeitet hat: Früher kamen die Leute der Linken von den Arbeitern. Die wussten, was Tacheles ist im realen Leben. Und die konnten zwar nicht so geschliffen reden aber Klartext, wenn es klemmte. Das waren nicht nur Studierte, die sich selber überlegen fühlen.

Und die Leute brauchen gute Arbeit. Da kümmert sich Frau Mitteldorf überhaupt nicht drum. Zum Beispiel das Industriegebiet ist leer! Aber da steht ja auch keine Kantine.

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