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Do, 06:24 Uhr
08.11.2018
„Nordhausen im Ersten Weltkrieg 1914 1918“

Sonderausstellung wird eröffnet

Die Regionale Arbeitsgruppe Thüringen der bundesweiten Vereinigung Gegen Vergessen Für Demokratie lädt am kommenden Montagabend zur Ausstellungseröffnung in die Kreismusikschule ein. Es wird die Sonderausstellung „Nordhausen im Ersten Weltkrieg 1914 1918“ präsentiert, die globale Ereignisse dem Geschehen in der Stadt gegenüberstellt und thematisiert...


Die Nordhäuser verfolgen gerade in dieser Zeit das aktuelle Geschehen. Fast täglich bringen die Nordhäuser Zeitungen Extrablätter mit Tagesberichten der Heeresleitung heraus. Den Nordhäuser Bahnhof passieren täglich 40 50 Züge, was eine enorme Steigerung gegenüber Friedenszeiten darstellt.

Die Kriegsbegeisterung legt sich bald, als die Einwohner große Einschränkungen im Alltags-leben erfahren und die ersten Gefallenenmeldungen eintreffen. Von 1914 1918 werden 6.500 Einwohner zum Kriegsdienst einberufen. Es müssen Abgaben, wie Pferde und Wagen, Feldstecher, Küchengeräte oder die größte Glocke der Petrikirche, geleistet werden.

In zahlreichen Schul- und Fabrikgebäuden werden Reservelazarette eingerichtet. Frauen sind in den Lazaretten oder auch in Fabriken im Einsatz. Im März 1915 wird die Brotkarte eingeführt. Ein Wohlfahrtsamt und eine Kriegsküche für Bedürftige und Hinterbliebene werden notwendig. Im Dezember 1916 wird der Kriegshilfsdienst per Gesetz eingeführt. Am 29. September 1917 wird in Nordhausen das neue Stadttheater eingeweiht, ein kurioser Vorgang mitten im Krieg. Hunger, Mangel an Heizmaterial und Grippeepidemien verstärken die Kriegsmüdigkeit. Bis zum Kriegsende, am 11. November 1918, zählt man 1.048 gefallene Nordhäuser.

Entstanden ist die Ausstellung 2014 in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern sowie dem Mitglied des damaligen Fördervereins der FLOHBURG, Dr. Peter Kuhlbrodt.

100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs, der als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, ist Anlass für die Auseinandersetzung mit diesem Thema. Das haben auch Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Silvia Werner des Staatlichen Gymnasiums „Wilhelm von Humboldt“ getan, die Texte zum Thema vortragen. Der Musiker Ronald Gäßlein begleitet die Schülerinnen und Schüler dabei.

Im Rahmen dieser Ausstellung findet am 15. November 2018 um 19:00 Uhr in der Cyriaci-Kapelle ein Konzert mit Ronald Gäßlein (Gesang/Gitarre) und Georg Schröter (Gesang/Klavier) statt, die Musiker präsentieren Lieder aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Der Eintritt ist frei! Es wird um eine Spende für den Verein gebeten.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk bunt“ des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport gefördert.

„Nordhausen im Ersten Weltkrieg 1914 1918“
Vernissage am 12. November 2018 um 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Kreismusikschule, Freiherr-vom-Stein-Straße 1, 99734 Nordhausen.
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