Mi, 12:44 Uhr
09.02.2005
Gesucht: 6,5 Millionen Euro!
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Kreisverwaltung wird in diesen Tagen fieberhaft nach 6,5 Millionen Euro gesucht. Das ist genau die Summe, um den Entwurf des diesjährigen Haushaltes auszugleichen...
Jetzt ist das Defizit im 2005er Haushalt nur noch sechseinhalb Millionen Euro groß. Denn: es ist kleiner geworden, denn vor zwei Wochen waren es einem nnz-Bericht zufolge schon mal zehn Millionen Euro. Der für die Finanzen verantwortliche Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD) könnte ja mal einfach nach Hildburghausen oder in den Nachbarlandkreis Eichsfeld schauen. Dort gibt es nicht nur beschlossene, sondern auch genehmigte Haushalte.
Doch Jendricke verweist auf einige Besonderheiten beim Vergleich, zum Beispiel mit den nordthüringer Nachbarn. Da sich der Landkreis Eichsfeld für das Optionsmodell für Hartz IV entschieden hatte, konnte man die damit verbundenen Ausgaben nicht mit einer vorläufigen Haushaltsführung schultern. Und außerdem verfüge der Nachbarlandkreis auch über eine komfortable Rücklage, aus der nun geschöpft werden kann. Im Landkreis Nordhausen ist diese Rücklage nicht nur schon lange ausgeschöpft, die Verwaltung schleppe schon seit Jahren ein Zwei-Millionen-Euro-Defizit mit sich rum. Immer wieder wurde verschoben – in der Hoffnung auf Besserung. Diese Hoffnung habe Jendricke verloren, zumal der Landkreis mit rund 3,5 Millionen Euro weniger Zuweisungen vom Land Thüringen in diesem Jahr zurecht kommen muß.
Gegenüber der nnz forderte der Beigeordnete nochmals ein konsequentes Umdenken von Verwaltung und Kreistag, Wir müssen an Einschnitte ran, um langfristig Geld zu sparen. Auch bei Sanierungen oder den Erhalt von Schulen müsse immer wieder die Frage gestellt werden, ob wir uns das noch leisten können. Vorbei sei die Zeit der Fragestellung, ob man sich etwas leisten wolle oder nicht.
Bleibt noch der Vergleich mit dem südthüringischen Hildburghausen. Die dortige Kreisverwaltung konnte zwar auch aus Reserven schöpfen, ist jedoch aus dem beim Landkreistag verabredeten Solidarpakt ausgebrochen und hat die Kreisumlage deftig nach oben korrigiert. Aus dem dortigen Landratsamt war bekannt geworden, daß innerhalb der Verwaltung rund 1,4 Millionen Euro eingespart werden konnten. Da sind die zwischenzeitlich in Nordhausen eingesparten 3,7 Millionen schon fast rekordverdächtig.
Autor: nnzJetzt ist das Defizit im 2005er Haushalt nur noch sechseinhalb Millionen Euro groß. Denn: es ist kleiner geworden, denn vor zwei Wochen waren es einem nnz-Bericht zufolge schon mal zehn Millionen Euro. Der für die Finanzen verantwortliche Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD) könnte ja mal einfach nach Hildburghausen oder in den Nachbarlandkreis Eichsfeld schauen. Dort gibt es nicht nur beschlossene, sondern auch genehmigte Haushalte.
Doch Jendricke verweist auf einige Besonderheiten beim Vergleich, zum Beispiel mit den nordthüringer Nachbarn. Da sich der Landkreis Eichsfeld für das Optionsmodell für Hartz IV entschieden hatte, konnte man die damit verbundenen Ausgaben nicht mit einer vorläufigen Haushaltsführung schultern. Und außerdem verfüge der Nachbarlandkreis auch über eine komfortable Rücklage, aus der nun geschöpft werden kann. Im Landkreis Nordhausen ist diese Rücklage nicht nur schon lange ausgeschöpft, die Verwaltung schleppe schon seit Jahren ein Zwei-Millionen-Euro-Defizit mit sich rum. Immer wieder wurde verschoben – in der Hoffnung auf Besserung. Diese Hoffnung habe Jendricke verloren, zumal der Landkreis mit rund 3,5 Millionen Euro weniger Zuweisungen vom Land Thüringen in diesem Jahr zurecht kommen muß.
Gegenüber der nnz forderte der Beigeordnete nochmals ein konsequentes Umdenken von Verwaltung und Kreistag, Wir müssen an Einschnitte ran, um langfristig Geld zu sparen. Auch bei Sanierungen oder den Erhalt von Schulen müsse immer wieder die Frage gestellt werden, ob wir uns das noch leisten können. Vorbei sei die Zeit der Fragestellung, ob man sich etwas leisten wolle oder nicht.
Bleibt noch der Vergleich mit dem südthüringischen Hildburghausen. Die dortige Kreisverwaltung konnte zwar auch aus Reserven schöpfen, ist jedoch aus dem beim Landkreistag verabredeten Solidarpakt ausgebrochen und hat die Kreisumlage deftig nach oben korrigiert. Aus dem dortigen Landratsamt war bekannt geworden, daß innerhalb der Verwaltung rund 1,4 Millionen Euro eingespart werden konnten. Da sind die zwischenzeitlich in Nordhausen eingesparten 3,7 Millionen schon fast rekordverdächtig.

