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Di, 11:09 Uhr
25.09.2018
Wanderungen in Thüringen

Positive und negative Bilanz

Thüringen hatte 2017 einen positiven Wanderungssaldo. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, kamen 2017 per Saldo 3 992 Personen mehr nach Thüringen, als gleichzeitig fortzogen. Den 53 930 Zuzügen standen 49 938 Fortzüge gegenüber. 2016 wurden 56 768 Zuzüge und 59 023 Fortzüge registriert...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)
Bei den Zuzügen ergibt das einen Rückgang um 2 838 Personen (-5,0 Prozent) und bei den Fortzügen einen Rückgang um 9 085 Personen (-15,4 Prozent) zum Vorjahresergebnis.

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Deutliche Unterschiede in der Wanderungsbilanz gibt es bei den Wanderungen innerhalb Deutschlands und den Wanderungen von und in das Ausland. Während Thüringen gegenüber den anderen Bundesländern im Jahr 2017 einen negativen Wanderungssaldo aufwies (-4 021 Personen), konnte aus dem Ausland im gleichen Zeitraum ein Wanderungsgewinn verbucht werden (8 013 Personen).

Wanderungsbilanz innerhalb Deutschlands: Im Jahr 2017 verlor Thüringen durch Wanderungen gegenüber den 15 anderen Bundesländern per Saldo 4 021 Einwohner. Das sind 3 703 Personen weniger als 2016, als Thüringen innerhalb Deutschlands eine Nettoabwanderung von 7 724 Personen verzeichnen musste. Der Wanderungsverlust gegenüber den anderen Bundesländern resultierte 2017 aus 28 041 Zuzügen und 32 062 Fortzügen. Im Jahr 2016 zogen 29 260 Personen zu, während 36 984 Personen fortzogen.

Die größten Nettoverluste musste Thüringen gegenüber Sachsen mit 2 167 Personen registrieren, gefolgt von Bayern (-724 Personen) und Berlin (-378 Personen). Die höchsten Nettowanderungsgewinne verzeichnete Thüringen gegenüber den Bundesländern Sachsen-Anhalt (153 Personen), Baden-Würt-temberg (83 Personen) und Brandenburg (49 Personen).

Wanderungsbilanz gegenüber dem Ausland: Im Jahr 2017 hatte Thüringen einen Nettowanderungsgewinn von 8 013 Personen gegenüber dem Aus-land (2016: 5 469 Personen). Der Nettowanderungsgewinn aus dem Ausland stieg somit um 2 544 Personen. Der Wanderungsgewinn resultierte aus 25 889 Zuzügen und 17 876 Fortzügen. Im Jahr 2016 kamen 27 508 Personen nach Thüringen, während 22 039 Personen über die Grenzen des Bundesgebietes fortzogen. Dies entspricht einem Minus von 1 619 Zuzügen (-5,9 Prozent) und einem Rückgang von 4 163 Fortzügen (-18,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr.

Die höchsten Nettowanderungsgewinne gegenüber dem Ausland verzeichnete Thüringen aus Syrien (1 896 Personen), aus Polen (1 532 Personen), aus Rumänien (1 272 Personen), aus dem Irak (680 Personen) und aus der Türkei (501 Personen).
Autor: red

Kommentare
Andreas Dittmar
26.09.2018, 10.18 Uhr
Die Daten mal mit historischen Ereignissen verglichen
Die Statistik zeigt einen deutlichen Trend. Viele Menschen verlassen Thüringen und zwar die Jenigen welche in soziale Sicherungssysteme einzahlen würden. Für Einheimische ist der Standort Thüringen nach der Wende immer unattraktiver geworden. 400000 Menschen verließen nach der Grenzöffnung das Gebiet der ehemaligen DDR. Kaliindustrie, Fahrzeug- und Maschinenbaugbau hat man hier wegsaniert. Dann folgten Schulen und andere öffentliche Einrichtungen. Auch der Bestand an Mietwohnungen wird reduziert. Auch wer zB. im Eichsfeld wohnt und nach Göttingen pendelt , zahlt zwar noch hier seine Einkommensteuer, sorgt aber nicht für wirtschaftlichen Aufschwung in Thüringen. Gewerbe und Umsatzsteuer fließen in Hessen und Niedersachsen. Diesen Trend bügelt der Froböse-Report regelmäßig auf dem Papier aus. Wo keine Einnahmen sind, stehen den Kommunen auch keine Gelder zur Verfügung. Das ist aber die Realität. Der kleine Peak 1993 ist der Jugoslawienkrise zuzurechnen. Was ab 2014 war, weis bestimmt jeder. Hier kamen/kommen Menschen zu uns, die erst mal aus den Sozialsystemen versorgt werden müssen. Die Tourismusbrache als Rettungsanker ? Da braucht es auch Geld für Straßen, Brücken und Attraktionen welches wie oben beschrieben nicht oder nur unzureichend vorhanden ist.
Bodo Bagger
26.09.2018, 12.50 Uhr
Der Saldo als Gratmesser...
ist ein beliebter Taschenspielertrick.

Betrachtet man sich die Bevölkerungsbewegungen detaillierter, kann man sehen, dass vorrangig hochqualifzierte Menschen das Land verlassen und dafür geringqualifizierte Menschen ins Land kommen.

Vor geraumer Zeit gab es in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) eine recht aufschlussreiche Rechnung, die aufzeigte, dass derzeit in Deutschland nur noch ca. 18 Millionen Menschen NETTO in das System einzahlen, während ca. 65 Millionen Menschen NETTO aus dem System beziehen. Dort wurde auch errechnet, dass wenn dieser Trend sich fortsetzt, und danach sieht es derzeit aus bei einem Absinken auf 16 Millionen NETTO Einzahler das System kollabieren wird.

Derzeit verlassen jährlich zwischen 250.000 bis 300.000 Deutsche das Land und lassen sich im Ausland nieder, vorrangig gut qualifizierte und hochgebildete Menschen, in Deutschland ausgebildet und stehen dem heimischen Markt nicht mehr zu Verfügung und können ergo den Karren auch nicht mehr ziehen.

Damit kann man sich ausrechnen, dass in 5 bis 7 Jahren der Break Even erreicht ist. Weitere Steuererhöhungen und Abgabenerhöhungen dürften diesen Trend nur noch beschleunigen.
Was wird unsere große Führerin dann tun, die Mauer wieder aufbauen, damit der Exodus von Steuermastvieh aufhört?

https://www.nzz.ch/meinung/auswanderungsland-deutschland-kompetente-wandern-ab-ld.104291

ich hoffe, man vergibt mir den Link zum ähnlich klingenden, ebenso freien Schweizer Medium..
Susanne Blau
26.09.2018, 14.26 Uhr
Und was ist euer Beitrag,
meine lieben AfD-affinen Vorkommentatoren?

* Macht ihr die neuen Bundesländer attraktiv für ausländische Fachkräfte?
* Macht ihr mit Eurer wissenschaftsfeindlichen Attitüde (Klimawandel? Gibt es nicht! Dieselfeinstaub und -stickoxide? Gibt es nicht! Statistische Erhebungen? Alle gefälscht!) die neuen Länder überhaupt attraktiv für Fachkräfte?
* Ist euer hermetisches Denken (Alles was ich nicht verstehe ist gelogen! Alles was ich nicht glaube sind Fake-News!) überhaupt attraktiv für irgendjemanden, der etwas anpacken und verändern möchte?
* Glaubt ihr tatsächlich, dass ein "früher war alles besser" ein gutes Motto für Gründergeist und Entrepreneurship ist?
* Und schließlich: es sind die jungen Frauen, die den Osten verlassen - vielleicht solltet ihr aufhören, ein Frauenbild des 19. Jahrhunderts vor Euch her zu tragen ...
Teja
26.09.2018, 15.35 Uhr
susanne blau jugendgruppe
Was ist Attraktivität für ausländische Fachkräfte?Das sie hier in Deutschland mehr verdienen als in ihren Herkunftsländern.
Das mag eine Weile gut gehen,bis sie merken,daß sie hier auch nur im Vergleich zu anderen Ländern als Billiglöhner entlohnt werden.Ein ganz wichtiger Aspekt ist auch,daß dann in deren Heimatländern die Fachkräfte fehlen.Das heisst weitere Verarmung und Not ist dort vorprogrammiert.Was kommt dann?
Grundlegend ist erst mal,das hier in Deutschland die Arbeitsleistung wieder entsprechend hoch bezahlt wird, damit die Arbeitenden davon ordentlich leben können.
Das ist das Grundübel, die Unternehmer werden immer reicher und die, die den Gewinn erarbeiten werden mit Hungerlöhnen abgespeist. Kümmert Euch mal darum Ihr kritischen Studenten. Vielleicht täte Euch mal ein sogenannter Studentensommer wie früher gut, das erweitert den Horizont ungemein.
tannhäuser
26.09.2018, 16.32 Uhr
Das erscheint mir leider...
...das Hauptproblem der Jugendgruppe Susanne Blau zu sein.

Danke für die Anregung bezüglich des Begriffes Jugendgruppe und der Erwähnung des Studentensommers @ shershen834!

Über Arbeits- und Lohnbedingungen schwätzen und nicht mal die Fächer Schulgarten, Werken, ESP und PA kennengelernt haben.

Ok, das hat altersbedingt nicht jeder, aber von denen argumentiert auch keiner studentisch Blau daher.

Und so wie diese geistigen Fachkräfte jeden Gedanken, der ihnen nicht passt, sofort AfD-Denke zuordnen, inklusive Benachteiligung der Frauen, interessieren Sie sich einen feuchten Kehricht für die Belange der schon länger hier Lebenden. Ihre Zielgruppe ist eine andere.

Und mangels Wissens (Wer zu bestimmten Zeiten noch nicht geboren war, kann nicht aus Erfahrung reden) unterschlagen sie in ihrem Gendernainstreamwahn glattweg, dass es zuerst Familienvater waren, die Frau und Kinder durchbringen mussten und mangels anständig entlohnter Arbeit unter viel Anstrengung und Verlust von Lebensqualität Wochenendpendler in den Westen waren.

Damals sind junge Mädchen nicht massenhaft auf Lehrstellensuche in die alten Bundesländer ausgewandert.

Das passt aber nicht ins Anti-Alte-Weisse-Männer-Leben-In-Der-Vergangenheit-Bild von selbsternannten Weltverbesserern.
Andreas Dittmar
26.09.2018, 17.17 Uhr
Nicht nur bei ZON Erfolge feiern ...
Lesen lernen heisst siegen lernen @Susanne Blau . Strg+F bringt bei mir den ersten AfD -Treffer in ihrem Beitrag .
Kassandra
26.09.2018, 20.55 Uhr
Von Russen Kriegsschiffs- und Wagner Fans
werden die Leute mehr abgestoßen als angezogen. Es ist im Land offenbar gar nicht so schlimm, wie man als Leser dieses hier fabrizierten Dramas annehmen könnte. Die positiven Wanderungsbewegungen müssen demzufolge mit etwas anderen zu tun haben, als dem leerem Geschwätz einiger Gelangweilter, die offensichtlich nichts zum Bruttosozialprodukt beitragen. Wer hat schon die Zeit, von früh bis spät Merkel- und Demokratie Bashing zu betreiben?

Vermutlich haben die Wanderungsbewegungen damit zu tun, dass unser Land doch lebenswert ist, auch wenn uns Shershen Kriegsschiffchen und Wagner- Fans, AfD NEM Vertreter hier jeden Tag und zu jeder Zeit was anderes erzählen wollen!
Andreas Dittmar
26.09.2018, 23.24 Uhr
@A.Wolf
Ich habe einige konkrete Punkte genannt. Ich finde nichts in ihrem Kommentar wieder. Warum kommt keine Disskusion zum Inhalt ? Team Blau versucht sich an den Inhalten, fordert wenigstens noch Attraktivität für ausländische Fachkräfte, beachtet aber weder den Peak 1991 noch die Trends der Folgejahre nach unten. Hr. Thümmel macht auch nochmal die Abwanderung von Fachkräften mit konkreten Zahlen deutlich.
shershen834 macht das Problem der Zuwanderung nochmal deutlich. Die hinterlassen nicht nur Lücken in ihren Heimatländern, sondern werden hier nochmal richtig ausgenommen. Der Preis ist hoch. Dazu mein Statement mit Zahlen als kommentar unter diesem Beitrag : http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=242574
Sie beschränken sich auf das Bashing ihrer Vorredner. Warum ?

PS: Ich zahle jedes Jahr ESt. im oberen 4-stelligen Bereich, kenne aber Leute, die genau so wie ich Vollzeit arbeiten und ohne Stütze nicht leben können bzw. sich kein Fahrzeug leisten können um ihre Arbeitsstelle zu erreichen und das ist völlig inakzeptabel.
Bodo Bagger
27.09.2018, 06.52 Uhr
es gibt in der weiten Welt, ausserhalb
der deutschen Wohlfühlfilterblase durchaus auch Länder, die die open Border Bewegungen wie sie von einigen eifrigen Globalisten propagiert werden, durchaus sehr kritisch sehen.

Das geht sogar so weit, dass man hierbei über einen neuen Kolonialismus spricht.

Das über diese, zum Teil gesteuerten Wanderungsbewegungen, den entsprechenden Herkunftsländern hochgebildetete Fachkräfte verlorengehen, denn als diese werden diese Migranten von der hiesigen Regierung ja angepriesen, sollte dabei unbenommen sein. Fraglich ist, ob es ethisch vertretbar ist, seine eigenen Versäumnisse in der Familienpolitik der letzten Jahre dadurch zu kompensieren, in dem man einfach "Menschenmaterial" für die eigene Volkswirtschaft aus finanziell ärmeren Ländern importiert und diesen Ländern damit nachhaltig die humanen Ressourcen nimmt, die eigene Volkswirtschaft auf ein ähnliches Niveau zu heben, wie es in Deutschland herrscht.

Damit sichert sich Deutschland allenfalls die entsprechenden Absatzmärkte in diesen Ländern.
Blueman
27.09.2018, 09.46 Uhr
Netter Versuch,...
...aber in der Ausführung dann doch zu plump.

Wir wissen ja alle, dass sie sich wünschen, dass die syrischen Flüchtlinge mit der Waffe in der Hand den Despoten Assad in Syrien stützen und diesem "Musterdemokraten" und "Menschenfreund" die Macht sichern. Was mit der restlichen Bevölkerung passiert ist ihnen egal.

@Andreas Dittmar: Wenn sie so gut verdienen, warum helfen sie ihren Bekannten nicht ein Kfz zu finanzieren um zur Arbeit zu fahren? Ach ja da war ja was: ihre Parteiführung vertritt ja die Aufassung jeder hat die Freiheit dort zu leben wo er arbeitet.

@Thümmel: Sie brauchen mehr Sonnenlicht, ansonsten verfallen sie noch mehr in ihren Verschwörungstheorien.
Bodo Bagger
27.09.2018, 10.56 Uhr
ach Blueman,
fast wäre ich der Versuchung anheim gefallen, auf Ihre Einlassungen thematisch einzugehen, dann allerdings kam mir in den Sinn, dass es doch recht unfair und zudem wahrscheinlich auch sinnfrei ist, geistig unbewaffneten Kombattanten, wie Ihnen dies zu vermitteln.

Hinsichtlich der von Ihnen angesprochenen Verschwörungstheorien...
Soros´ philantrophische Open Society Foundation ist übrigens mittlerweile auch in Östereich des Landes verwiesen wurden. Ähnlich sieht es in UK und anderen EU Mitgliedsländern aus. Sicher grundlos wie ich annehme...

Wer sich über die Arbeit des Menschenfreundes quasi aus erster Hand informieren möchte....

https://www.opensocietyfoundations.org/
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