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So, 10:00 Uhr
02.09.2018
Das nächste Handball-Highlight wartet schon

Internationaler Anwurf in der Wiedigsburg

Die Champions-League Spiele der Damen des Thüringer Handballclubs gehören in Nordhausen auch nach sieben Jahren zu den sportlichen Highlights der Region. Ende September wird es nun nochmal eine Nummer größer: die Handball-Nationalmannschaft der Damen empfängt Olympiasieger Russland in der Wiedigsburghalle...

v.l.:Tobias Krumm, Henk Groener, Axel Kromer, Tobias Busch, Stefan Nüßle (Foto: Angelo Glashagel) v.l.:Tobias Krumm, Henk Groener, Axel Kromer, Tobias Busch, Stefan Nüßle (Foto: Angelo Glashagel)

Am 30. September erwartet Nordhausen das nächste Handbhall-Highlight. Zum ersten mal wird die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Damen in der Rolandsstadt gastieren und mit den Olympiasiegerinnen aus Russland einem hochkarätigen Gegner die Stirn bieten.

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Fest im Blick hat man dabei die Handball-Europameisterschaft in Frankreich. Man habe eine souveräne EM-Qualifikation hingelegt, sagte Axel Kromer vom Deutschen Handballbund. Angesichts der Gegner werde schon die Gruppenphase zur "Herkulesaufgabe" werden. Für den Verband ist der europäische Wettkampf derweil nur ein Stopp auf dem Weg zu höheren Weihen, Fernziel sind die Weltmeisterschaft in Japan im kommenden Jahr und die Qualifikation für die olympischen Spiele. Um bis dahin zu gelangen braucht es eine starke Mannschaft und die kann nicht aus dem nichts geformt werden.

Gut also das man bis zur Europameisterschaft in Frankreich noch etwas Zeit hat. Zeit, die Nationaltrainer Henk Groener nur zu gerne nutzt, es sei selten genug das man die Mannschaft zusammen bekomme. Das Spiel gegen Russland wird denn auch ein erster Lackmusstest für die Mannschaft und ihren Trainer. Die russischen Olympiasieger seien immer gute Gegner, die auch in einem Vorbereitungsspiel nicht locker lassen würden, konstatierte Henk.

Premiere für Nordhausen

Während Handball auf internationalem Niveau nichts neues für den Landkreis Nordhausen ist, stellt das Länderspiel doch eine Premiere dar. Stefan Nüßle, erster Beigeordneter des Kreises, sieht in der Entscheidung des Deutschen Handballbunds auch eine Anerkennung für die gute Arbeit, die hier über die Jahre geleistet worden sei. Die Lorbeeren gebühren dabei vor allem dem Nordhäuser Sportverein NSV und dem Kreissportbund, ohne deren Hilfe der Handball nicht den Rang erreicht hätte, den er heute in der sportlichen Landschaft des Kreises einnimmt.

Der Verdienst geht dabei nicht allein auf das Konto der hochkarätigen Spiele der Champions-League, sondern vor allem auch auf die intensive Kinder- und Jugendarbeit. Allein 450 Kinder aus dem ganzen Landkreis sind in diesem Jahr in dem Projekt "Weg von der Straße - Ran an den Ball" aktiv und lernen Handball hautnah kennen. Highlights wie die Spiele des THC oder jetzt das Länderspiel würden die Motivation der Kinder zusätzlich erhöhen, sagt Andreas Meyer, Chef des Kreissportbundes, "wenn wir Einlaufkinder für die Champions-League Spiele suchen haben wir nie Probleme. Zu verdanken haben wir das vor allem dem NSV. Ein Projekt in dieser Größenordnung, das ist schon eine Aushängeschild für den Sport in der Region".

Das in der Wiedigsburghalle alles passt, das werde einem auch vom europäischen Verband widergespiegelt, sagt Tobias Busch vom THC. Die Stimmung kennt und schätzt auch der Nationaltrainer. Gerade die Spielerinnen des THC könnten in der Champions-League Herausforderungen auf hohem Niveau finden und ihre Leistungen testen. Die konkreten Vorbereitungen für die EM werden im November beginnen, bis dahin lautet die Devise für die Spielerinnen in den Vereinen: ankommen, entwicklen, durchhalten, Leistung bringen. Die endgültige Entscheidung wer im Kader landet, werde es erst im November geben.

Die erste Möglichkeit sich zuvor noch einmal in der Mannschaft zu beweisen werden die Damen am 30.09. in der Nordhäuser Wiedigsburghalle haben. Anwurf zur Partie Deutschland-Russland ist um 15 Uhr, das Spiel wird Live im Fernsehen übertragen.
Angelo Glashagel
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