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Mo, 08:00 Uhr
30.07.2018
Wohnungsbau kontra Tagebau?

In Petersdorf entsteht ein neuer Eigenheimstandort

Norbert Schneider und Silvio Wagner sind zufrieden, die Arbeiten am ehemaligen Sportplatz in Petersdorf gehen voran. Bei 30 Grad und mehr im Schatten, doch darauf können die Mannen um Polier Marc Klingner kaum Rücksicht nehmen...

Sind zufrieden: Silvio Wagner, Norbert Schneider und Marc Klingner (Foto: nnz)
Die Zeit und der selbst gesteckte Plan haben nun mal kein Hitzefrei. Der jetzt rechtsgültige Bebauungsplan “Am Sportplatz” sieht vor, dass hier 14 Standorte für Einfamilienhäuser erschlossen werden müssen, vier Grundstücke sind vermarktet und bis in den August hinein sollen die erschließenden Arbeiten erledigt sein.

Und genau dieser B-PLan hat es in sich und er hat eine bewegte Geschichte, die Mitte der 1990er Jahre beginnt, als der Rat der damals noch selbständigen Gemeinde Petersdorf diesen Plan erstellt und per Beschluss rechtskräftig macht. Es vergehen einige Jahre und um die Jahrtausendwende droht Ungemach. Das Unternehmen Casea strengt ein Normenkontrollverfahren an, denn es sieht durch die Ausweisung eines Wohnungsbaugebietes in der Nähe eines Gipsabbaufeldes seine wirtschaftlichen Pläne gefährdet. Das B-Planverfahren wird gestoppt.

Mittlerweile ist Petersdorf nicht mehr selbständig, sondern ein Ortsteil von Nordhausen und es wird ein erneuter B-Plan aufgestellt, er erhält die Nummer 107 und erlangte nach Angaben von Norbert Schneider im vergangenen Jahr seine Rechtskraft. Im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung hatte Casea indes eine Stellungnahme abgegeben. Die Ellricher verfügen über ein Bergwerkseigentum “Rüdigsdorf/Winkelberg”.

Die geplante Abbaufläche von 18 Hektar befindet sich außerhalb des Naturschutzgebietes “Rüdigsdorfer Schweiz”. Die Ellricher gehen bei der Planung von einer Rohstoffgewinnung von bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr aus, das wären dann maximal 25 Transportfahrten pro Tag per Lkw, also insgesamt täglich bis zu 50 Hin- und Rückfahrten. Das war der Stand des Jahres 2015.

Ein aktuelles Statement aus Sicht des Ellricher Unternehmens wird in den nächsten Tagen erwartet.
Peter-Stefan Greiner
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