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Do, 12:07 Uhr
31.08.2017
Oberbürgermeisterwahl 2017

Nordhausen muss Kreisstadt bleiben

Die Gebietsreform ist noch lange nicht vom Tisch! Der neue Innenminister Maier, vorher für Tourismus zuständig, hat in dem aktuellen Tourismuskonzept der Landesregierung unsere Region völlig vergessen, konstatiert OB-Kandidatin Inge Klaan...


"Jetzt ist er als Innenminister für die Gebietsreform zuständig und beginnt sein Amt mit den Worten, die Gebietsreform sei fachlich und inhaltlich gut gemacht. Ein neuer Vorschlag mit Nordhausen als Kreisstadt ist also nicht zu erwarten.

Ich werde mit ganzer Kraft dafür kämpfen, dass Nordhausen Kreisstadt bleibt. Niemand kann garantieren, das Nordhausen Kreisstadt bleibt wenn rot-rot-grün diese Gebietsreform im Eiltempo und ohne Bürgerbeteiligung von oben durchdrückt. Nordhausen darf nicht Arena von Polit-Schaukämpfen oder Ideologien werden. Unser Kreisstadt-Status ist deshalb nur sichergestellt, wenn man diese Gebietsreform als Ganzes verhindert.

Nur wenn Nordhausen Kreisstadt bleibt, können auch die damit zusammenhängen Strukturen auf lange Sich erhalten bleiben. Für Nordhausen sind das u.a. das Theater, die Polizeiinspektion, das Krankenhaus und das Amtsgericht. Ich werde verhindern, dass Nordhausen diese wichtigen Einrichtungen verliert.

Damit wir uns in Nordhausen und der Region unabhängig von den Plänen dieser Gebietsreform machen können, brauchen wir eine starke Verwaltung. Mit weniger und vor allem einfacheren Vorschriften entsteht mehr Gestaltungsfreiheit und sinkt der Kontrollaufwand. Davon profitieren die Stadt und alle Ortsteile gleichermaßen.

Ich setze mich für bürgernahe Strukturen ein und möchte verhindern, dass man für eine neues Nummernschild oder einen neuen Ausweis bis nach Sondershausen, Artern oder sogar noch weiter fahren muss. Die Fürsprecher der Gebietsreform argumentieren stets mit Einspareffekten, die aber in keinem der Länder, welche eine solche Reform bisher umgesetzt haben, nachgewiesen werden konnten.

Trotz allem müssen wir zukunftsfähig bleiben und auch unsere Verwaltung neu denken. Deshalb möchte ich freiwillige Gemeindeneugliederungen unterstützen. Dabei denke ich zum Beispiel an Werther, Neustadt, Harztor, Hohenstein oder Urbach. Dadurch würde Nordhausen auf mehr als 50.000 Einwohner anwachsen und zusätzliche finanzielle Mittel erhalten, die in die Infrastruktur, die Förderung des Ehrenamts oder zu Schaffung neuer Kita-Plätze investiert werden könnten.

Nur durch solche kleine Strukturen können wir das Ehrenamt stärken. Durch eine Gebietsreform würde nicht nur die Zahl der Stadt- und Gemeinderäte sinken, sondern auch der Zeitaufwand für jedes Mandat steigen. Die Bürger hätten damit nicht nur weniger Ansprechpartner vor Ort, diese Ansprechpartner hätten auch noch weniger Zeit.

Außerdem nimmt die Kenntnis der Gegebenheiten mit der Größe ab, wenn ein Kommunalpolitiker nicht mehr die Straßen oder Schulen kennt, über die er beschließt. Je kleiner die Gemeinden, desto mehr Menschen machen mit. In den Ortsteilen boomt das ehrenamtliche Engagement, dass sieht jeder, der sich vor Ort ein Bild davon machen möchte. Die Anonymität der von rot-rot-grün geplanten Monsterkreise würde dies unterlaufen.
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Kommentare

31.08.2017, 13.59 Uhr
h3631 | Unfähige Politiker
Der neue Innenminister ist genau so unfähig wie der alte. Das hat er doch schon bewiesen mit seinem Tourismuskonzept.

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31.08.2017, 15.44 Uhr
icke58 | Gebietsreform
Warum machen sich alle so heiß wegen der Reform eh das soweit ist sind die doch garnicht mehr an der Macht.Wer soll die denn nochmal wählen ich seh das ganz locker.Sollte es doch passieren haben die selbst schuld die Sie gewählt haben...So ein Chaos wie in Erfurt kann nicht jemand austreten wie in Niedersachsen dann gibt es wenigstens gleich Neuwahlen!!!

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31.08.2017, 21.32 Uhr
Sigmund | Fachkräfte
Überall schreit man nach Fachkräften. Allerorts fehlen sie, Es gibt sie nicht mehr die gut ausgebildete Fachkraft. Man sucht sie Händeringend, nur in der Politik herrscht kein Mangel an Personal, na ja hier sucht man ja auch nicht unbedingt Fachkräfte, wie es scheint geht es hier ganz ohne irgendein Abschluss. Man muss nur die richtigen Leute kennen, dass NICKEN muss man perfekt beherrschen.

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31.08.2017, 22.06 Uhr
Skeptiker | Gebietsreform muss nicht unbedingt schlecht sein...
Wenn man es richtig macht und tatsächlich Kosten spart, profitieren alle. Und warum muss der Bürger unbedingt in die Kreisstadt kommen. Genauso gut kann die Behörde Sprechstunden in Aussenstellen abhalten und zu den Bürgern kommen. Mit einem Internetanschluss kann man schließlich von überall aus arbeiten, die Stadtverwaltungen würden sicher gern den Behörden dafür einen Raum zur Verfügung stellen. Man muss die Mitarbeiter nur überzeugen, dass auch Aussendienst mit wechselnden Arbeitsorten zu ihren Aufgaben gehört. Es gibt theoretisch viele Möglichkeiten, mit einer Gebietsreform die Verwaltung zu straffen und trotzdem Bürgernähe zu zeigen. Es muss aber auch gewollt sein, dass man sparen will. Die Kosten für die Verwaltung tragen wir letztendlich alle. Aber es geht eben auch immer um den Erhalt von Posten, eine ehrliche, sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt. Dazu gehört auch, dass man klar darstellt, wie die neue Personalstruktur aussehen soll und welches Einsparpotential damit verbunden ist. Es reicht eben nicht, nur darzustellen, wer mit wem fusioniert. Aber das ist ja ein bekanntes Problem unserer heutigen Politiker- fehlende Information und Transparenz, alles nur noch pure Polemik!

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31.08.2017, 22.10 Uhr
Skeptiker | Eingemeindung
Naja, wenn Frau Klaan noch mehr Gemeinden eingemeindet, brauchen wir den Landkreis irgendwann nicht mehr, dann kann NDH auch den Landkreis gleich mitverwalten.

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01.09.2017, 07.41 Uhr
Jäger53 | Eingemeindung
Die meisten Bürger der Ortschaften die Zwangs eingemeindet werden wollen gar nicht nach
Nordhausen. Der Bürgermeister aus Werther wurde von Erfurt aus vor vollendete Tatsachen gestellt.

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01.09.2017, 11.59 Uhr
BGE- Pirat | Gebietsreform es ist egal ob gut oder schlecht
die mehrheit der bürger möchten es nicht !!!!!!!!!

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01.09.2017, 14.46 Uhr
Jürgen Wiethoff | Ohne.....
....sich mit diesen (siehe http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=217797 und einigen anderen Problemen auseinander zu setzen, kann man so viele Minister wechseln, wie man hat. Die Gebietsreform wird nicht besser.

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