Do, 20:50 Uhr
03.08.2017
23. Jahre Nordhäuser Altstadtfest
Geboren aus Verbundenheit
Nach der Wende stand es nicht gut um die Nordhäuser Altstadt, Jahre der Vernachlässigung hatten deutliche Spuren hinterlassen. 1994 machten sich die ansässigen Händler auf wieder mehr Leben in die Altstadt zu bringen. Das Altstadtfest war geboren. Zwei, die immer mit dabei waren, blicken im 23. Jahr des Festes nun mit einer eigenen Ausstellung in der Flohburg zurück...
So wirklich klein hat das Altstadtfest eigentlich nicht angefangen, nach dem ersten Handwerkerfest im Jahr 1994 erfreute sich das schicke Fest in der immer noch arg gebeutelten Nordhäuser Altstadt großer Beliebtheit. 50.000 Gäste hätten das Nordhäuser Altstadtfest besucht, jubilierte eine Tageszeitung im August 1995.
Zwei Namen sind untrennlich mit dieser Zeit und allen folgenden Festen verbunden: Barbara Raue und Manfred Spangenberg, vielleicht besser bekannt als "Hannechen Vogelstange" und "Altstadt Manne". Das Duo blickte heute Abend in der Flohburg auf viele Feste zurück. Im Grünen Salon des Museums wurde am Abend anlässlich des morgigen Beginns des 23. Altstadtfestes die Ausstellung "Altstadtfeste 1994 bis 2016" eröffnet.
Der Zusammenhalt der Händler damals sei beispiellos gewesen, sagte Hannechen Vogelstange zur Ausstellungseröffnung. Das Fest sei aus der Verbundenheit mit der Nordhäuser Altstadt geboren worden, sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth am Abend. Mit wenigen Mitteln habe man viel auf die Beine stellen können, erinnerte sich Hannechen Vogelstange. 10 Jahre lang fand das Fest unter der Ägide der Altstadtinitiative und dem Vorsitz von Hans Jürgen Nüßle statt. Dann brachen schwierigere Zeiten für das Altstadtfest an. Seit nunmehr sechs Jahren organisiert Sven Bolko Heck das Fest im Herzen Nordhausens und passte die Struktur des Altstadtfestes den Gegebenheiten an. Den Erfolg sehe man von Jahr zu Jahr, die Besucherzahlen würden stetig steigen, so Heck am Abend in der Flohburg.
Auch in der Altstadt selbst hat sich in den zurückliegenden 23 Jahren viel geändert. Der alte Stadtkern wird vor allem für junge Familien zunehmend attraktiver, alte Baulücken wurden geschlossen, heruntergekommene Gebäude wieder in Schuss gebracht. Den Altstadt Manne Manfred Spangenberg freut es den Wandel zu sehen, aber es müsse noch mehr getan werden, meinte Altstadt Manne. "Die Zeit die Altstadt wiederzubeleben ist jetzt", so Spangenberg, das betreffe nicht allein den Wohnungsbau, sondern auch Geschäfte, Händler und Handwerker.
Der ursprüngliche Charakter, die Stände mit altem Handwerk, den würden Vogelstange und Manne gerne wieder mehr stärken. Auch bei den Altstadtoriginalen selbst hat es immer wieder Veränderungen gegeben. Das "rote Orschloch", Klaus Pfand, musste sich zurückziehen und auch der Riese wird in diesem Jahr nicht mehr dabei sein, so dass Hannechen Vogelstange und Altstadt Manne wieder als Duo über das Fest ziehen werden.
Das alte Handwerk, das mancher so gerne wieder sehen würde, gebe es schlicht kaum noch, meinte Organisator Heck am Rande der Eröffnung, weder in der Nordhäuser Altstadt noch in der Umgebung. Das historische Flair versuche man stattdessen mit den Angeboten des Mittelaltervereins oder auch der "Harzklassik", der traditionellen Oldtimerausfahrt, zu halten.
Ansonsten erwartet die Besucher natürlich auch in diesem Jahr wieder jede Menge Musik. Unter anderem werden die Damen von "The Voice of Germany" in die 50er Jahre entführen. Auf dem Sportplatz des Gymnasiums will man sich an einem kleinen Experiment versuchen und wird verschiedenen Tribute-Bands die Bühne überlassen, darunter auch die einzige in Europa zugelassene Metallica Tribute Band. Für Fans der Neuen deutschen Härte á la Rammstein hat man die Band "Ost+Front" eingeladen. Wer es lieber etwas weniger hart mag, der kann mit "Mad Step", einer Party Combo aus Ibiza die Tanzfläche vor der Blasii Kirche zum Kochen bringen.
Und wer es noch etwas ruhiger mag, der kann sich einfach die Ausstellung in der Flohburg ansehen und die Feste vergangener Tage Revue passieren lassen, der Eintritt im Museum ist während des diesjährigen Festes kostenlos.
Angelo Glashagel
Autor: redSo wirklich klein hat das Altstadtfest eigentlich nicht angefangen, nach dem ersten Handwerkerfest im Jahr 1994 erfreute sich das schicke Fest in der immer noch arg gebeutelten Nordhäuser Altstadt großer Beliebtheit. 50.000 Gäste hätten das Nordhäuser Altstadtfest besucht, jubilierte eine Tageszeitung im August 1995.
Zwei Namen sind untrennlich mit dieser Zeit und allen folgenden Festen verbunden: Barbara Raue und Manfred Spangenberg, vielleicht besser bekannt als "Hannechen Vogelstange" und "Altstadt Manne". Das Duo blickte heute Abend in der Flohburg auf viele Feste zurück. Im Grünen Salon des Museums wurde am Abend anlässlich des morgigen Beginns des 23. Altstadtfestes die Ausstellung "Altstadtfeste 1994 bis 2016" eröffnet.
Der Zusammenhalt der Händler damals sei beispiellos gewesen, sagte Hannechen Vogelstange zur Ausstellungseröffnung. Das Fest sei aus der Verbundenheit mit der Nordhäuser Altstadt geboren worden, sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth am Abend. Mit wenigen Mitteln habe man viel auf die Beine stellen können, erinnerte sich Hannechen Vogelstange. 10 Jahre lang fand das Fest unter der Ägide der Altstadtinitiative und dem Vorsitz von Hans Jürgen Nüßle statt. Dann brachen schwierigere Zeiten für das Altstadtfest an. Seit nunmehr sechs Jahren organisiert Sven Bolko Heck das Fest im Herzen Nordhausens und passte die Struktur des Altstadtfestes den Gegebenheiten an. Den Erfolg sehe man von Jahr zu Jahr, die Besucherzahlen würden stetig steigen, so Heck am Abend in der Flohburg.
Auch in der Altstadt selbst hat sich in den zurückliegenden 23 Jahren viel geändert. Der alte Stadtkern wird vor allem für junge Familien zunehmend attraktiver, alte Baulücken wurden geschlossen, heruntergekommene Gebäude wieder in Schuss gebracht. Den Altstadt Manne Manfred Spangenberg freut es den Wandel zu sehen, aber es müsse noch mehr getan werden, meinte Altstadt Manne. "Die Zeit die Altstadt wiederzubeleben ist jetzt", so Spangenberg, das betreffe nicht allein den Wohnungsbau, sondern auch Geschäfte, Händler und Handwerker.
Der ursprüngliche Charakter, die Stände mit altem Handwerk, den würden Vogelstange und Manne gerne wieder mehr stärken. Auch bei den Altstadtoriginalen selbst hat es immer wieder Veränderungen gegeben. Das "rote Orschloch", Klaus Pfand, musste sich zurückziehen und auch der Riese wird in diesem Jahr nicht mehr dabei sein, so dass Hannechen Vogelstange und Altstadt Manne wieder als Duo über das Fest ziehen werden.
Das alte Handwerk, das mancher so gerne wieder sehen würde, gebe es schlicht kaum noch, meinte Organisator Heck am Rande der Eröffnung, weder in der Nordhäuser Altstadt noch in der Umgebung. Das historische Flair versuche man stattdessen mit den Angeboten des Mittelaltervereins oder auch der "Harzklassik", der traditionellen Oldtimerausfahrt, zu halten.
Ansonsten erwartet die Besucher natürlich auch in diesem Jahr wieder jede Menge Musik. Unter anderem werden die Damen von "The Voice of Germany" in die 50er Jahre entführen. Auf dem Sportplatz des Gymnasiums will man sich an einem kleinen Experiment versuchen und wird verschiedenen Tribute-Bands die Bühne überlassen, darunter auch die einzige in Europa zugelassene Metallica Tribute Band. Für Fans der Neuen deutschen Härte á la Rammstein hat man die Band "Ost+Front" eingeladen. Wer es lieber etwas weniger hart mag, der kann mit "Mad Step", einer Party Combo aus Ibiza die Tanzfläche vor der Blasii Kirche zum Kochen bringen.
Und wer es noch etwas ruhiger mag, der kann sich einfach die Ausstellung in der Flohburg ansehen und die Feste vergangener Tage Revue passieren lassen, der Eintritt im Museum ist während des diesjährigen Festes kostenlos.
Angelo Glashagel















