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Do, 13:12 Uhr
22.06.2017
SPD stimmt gegen eigenes Wahlprogramm

Bundesweites Wildtierverbot verhindert

Gestern wurde auf Antrag der Partei Die LINKE im Umweltausschuss des Bundestages über ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen abgestimmt. Jahrelange Versprechungen, ein "Wildtierverbot" zu unterstützen, hat die SPD gestern gebrochen. Dazu ein Statement von Südharzer Tierschützern...


Die SPD habe damit die Bemühungen sämtlicher Tierschutz - und Tierrechtsorganisationen mit Füßen getreten, indem sie zusammen mit ihren Koalitionspartnern CDU/ CSU gegen ein bundesweites "Wildtierverbot" gestimmt hat.

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Deutschland ist auf dem besten Weg, bald europäisches Schlusslicht in Sachen "Wildtierverbot" zu sein und mutiert immer mehr zum Sammelbecken all jener Zirkusunternehmen und Dompteure, die in unseren Nachbarländern nicht mehr auftreten dürfen.
Wen wundert es nun noch, dass die Bevölkerung immer politikverdrossener wird.

Vor etwas mehr als einem Jahr (12.02.2016) war in einer Pressemitteilung der SPD noch zu lesen: „Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich seit langem für ein Wildtierverbot im Zirkus ein. Eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist im Zirkus nicht möglich – und auch ohne Wildtiere bietet der Zirkus genügend Attraktivität. In der Gesellschaft ist die Einsicht gewachsen, dass eine artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus nicht möglich ist – leider blockiert die Union auf Bundesebene das sinnvolle Verbot.“ (Nun ist es die SPD, die das Verbot gestern blockiert hat.)

Diese Haltung wurde gestern scheinbar ausgeblendet und so stimmte die SPD, im Gegensatz zu den Linken und Grünen, gegen ein Verbot wilder Tiere im Zirkus. Gemeinsam mit den beiden oben genannten Parteien wäre dafür die Mehrheit im Ausschuss erreicht worden. Das ist nicht nur ein frontaler Schlag in die Magengrube aller Tierschützer, Tierfreunde und Menschen, die seit vielen Jahren auf ein solches Verbot warten und dafür aktiv sind, es ist auch ein Verrat an den Tieren und nicht zuletzt ein Verrat der eigenen Überzeugung.

Für die Elefanten, Löwen, Tiger, Flusspferde, Giraffen, Nashörner und Zebras (und viele weitere Tiere), bedeutet das, dass ihre Qualen weitergehen. In diesem Moment werden wieder zahlreiche Elefanten an Beinen angebunden, werden wieder dutzende Elefanten mit dem Elefantenhaken dressiert, werden Tiger und Löwen in stickige LKWs verladen und quer durch unser Land gekarrt.

Mag für die SPD das Thema damit erledigt sein, für die Tiere nicht. Und auch für uns Tierrechtsaktivisten und alle Unterstützer nicht.
Angela Fricke
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Kommentare

22.06.2017, 17.24 Uhr
tannhäuser | Guten Morgen, auch schon wach?!
Wie lange dauert es denn noch, bis der letzte Gutgläubige merkt, dass die SPD schon immer eine unzuverlässige und wortbrüchige Machtklammerungs- und Oppurtunistenpartei ist?

R2G in Thüringen ist ein Desaster und wäre auf Bundesebene eine Katastrophe, wenn zu den derzeitigen Sozi-Chaos-Ministern wie Fake-News-Schnüffelminister Heiko M., Pöbel-Sigmar G. oder Rentenverdreherin Andrea N. noch Grüne oder ultrarote Linksradikalen-Unterstützer dazukämen.

So klammert sich der rote Umfallerstadl lieber wieder an den Juniorchefposten von Merkels Gnaden. Es sei denn, die CDU hat endgültig die Nase voll von den Wadenbeissern und es reicht für Schwarz-Gelb.

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