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Fr, 13:05 Uhr
28.04.2017
nnz-Dokumentation

Motor der Region muss Kreisstadt bleiben

Der Nordhäuser Unternehmerverband reiht sich in den Chor derer ein, die in Erfurt ihren Unmut über die jüngsten Pläne zur Gebietsreform Luft machen wollen. In einem offenen Brief wenden sich Wirtschaft und Politik direkt an Ministerpräsident Bodo Ramelow. Die nnz veröffentlicht das Schreiben in der Dokumentationsreihe...

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Ramelow,

die Veröffentlichung des Vorschlags zur Kreisgebietsreform des Thüringer Innenministeriums wurde in der Kreisstadt Nordhausen mit Bestürzung aufgenommen. Der Vorschlag der Thüringer Wirtschaftskammern hatte nicht die Benennung der Kreisstädte zum Inhalt. Dass Nordthüringens größter und einwohnerstärksten Stadt der
Kreisstadtstatus aberkannt werden soll, stößt nicht nur in der Politik, sondern auch bei
unseren 200 Mitgliedsunternehmen mit fast 40.000 Beschäftigten in Nordthüringens Wirtschaft auf Unverständnis.

Gerade im Hinblick auf eine ernstgemeinte Vermarktung unseres 100 Hektar umfassenden Industriegebiets „Goldene Aue“ und die weitere Entwicklung der Hochschule sehen wir nur Nordhausen mit seiner Leistungskraft im gesamten Thüringer Norden als Kreisstadt des neuen Landkreises. Hier finden nicht nur potentielle Arbeitgeber, sondern auch zukünftige Arbeitnehmer Arbeitsplatz-, Dienstleistungs-, Bildungs-, Wohn- und Kulturangebote in ausreichender Fülle und Qualität. Selbiges gilt auch für die Erreichbarkeit Nordhausens: für den weitaus größten Teil der Bewohner des zukünftigen Kreisgebiets ist Nordhausen schneller und besser zu erreichen – nicht nur durch eine gut ausgebaute Anbindung an den ÖPNV, sondern auch durch die Nähe zur A38 und eine viel besser aufgebaute Infrastruktur ist Nordhausen in angemessener Entfernung sehr gut erreichbar. Insbesondere der östliche Kyffhäuserkreis ist über die A 71 wesentlich schneller in Nordhausen.

Unsere Mitglieder aus der Wirtschaft Nordthüringens sehen hier dringenden Änderungsbedarf, um die Region Nordthüringen in Gänze zu stärken und ein sinnvolles und vor allem leistungsstarkes neues Kreisgebiet zu schaffen und zu unterstützen. Ein starker neuer Landkreis benötigt zwingend auch eine starke Kreisstadt – zumal man keinem nutzt, wenn man die Starken schwächt.

Nordhäuser Unternehmer und Politiker wenden sich mit offenem Brief an Ministerpräsidenten (Foto: Nordhäuser Unternehmerverband) Nordhäuser Unternehmer und Politiker wenden sich mit offenem Brief an Ministerpräsidenten (Foto: Nordhäuser Unternehmerverband)

Auch die unterzeichnenden Landtagsabgeordneten, der Vorstandsvorsitzende des Firmenausbildungsverbundes Nordthüringen der Landkreise Nordhausen/Kyffhäuserkreis, die Vorsitzende des Wirtschaftsbeirates der IHK, der Landrat und die Bürgermeisterin der Stadt sehen die Vorlage des Innenministers in diesem Punkt als
nicht mehrheitlich tragbar.

Wir appellieren eindringlich an Sie, den Bürger- und Wirtschaftswillen nicht außen vor zu lassen und beispielsweise dem in Sachsen-Anhalt gelungenen Modell zu folgen, in dem die jeweils größte Stadt Kreisstadt wird. Nordhausen zeichnet sich als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Nordthüringer Region aus und muss als „Motor der Region Nordthüringens“ Kreisstadt bleiben!
Sehr geehrter Herr Ramelow, Sie waren in den vergangenen Monaten häufig Gast in Nordhausen und haben damit die politische und wirtschaftliche Bedeutung der größten Stadt im Norden Thüringens unterstrichen. Gern bieten wir an, weitere Sachgründe für eine Änderung des vorliegenden Entwurfes auch in den entscheidenden Gremien vorzutragen.

Das Schreiben im Original findet sich hier
Autor: red

Kommentare
----1
28.04.2017, 17.31 Uhr
Motor?
Motor muss Kreisstadt bleiben das ich nicht Lache was für ein Motor.
Hören die sich eigentlich selber noch?
Gute Nacht.
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