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Mi, 17:48 Uhr
12.04.2017
Eine Sitzung mit Negativ-Informationen

Millionen-Aufträge und kaputte Brücke

Am späten Nachmittag tagten die Mitglieder des Nordhäuser Hauptausschusses im Europazimmer des Rathauses. Eigentlich gab es dazu nur ein Thema – Vergaben zur weiteren Erschließung des Gewerbestandortes Hüpedenweg. Eigentlich…

Denn davor standen die Informationen von Bürgermeisterin Jutta Krauth. Und die waren negativer Natur. Zum Wahltermin: „Bis zum heutigen Tag wurde uns noch kein Wahltermin angezeigt. Es habe zu diesem Streit keinen fachlichen Austausch zwischen dem Rathaus und der Kommunalaufsicht gegeben“, sagte Frau Krauth. Sie sagte weiterhin, dass die gleiche Behörde den Termin für die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hohenstein im Jahr 2015 auf den Beginn der damaligen Winterferien gelegt habe. „Wir werden keinen weiteren Terminvorschlag machen, jetzt muss die Rechtsaufsicht handeln“, forderte die Bürgermeisterin.

Zur Haushaltsgenehmigung: Seitens der Rechtsaufsicht liegt diese noch nicht vor, auch werde die Behörde die Höhe des Kassenkredits in Höhe von 15 Millionen Euro nicht genehmigen. Man habe sich auf 11,2 Millionen Euro geeinigt, Anfang Mai soll der Stadtrat beschließen. Jutta Krauth hofft, dass noch vor Ostern der Haushalt, der im Dezember beschlossen wurde, genehmigt wird. Das wäre dann morgen.

Zur beantragten Bedarfszuweisung: Auch hierzu gibt es seitens des Landes keine Informationen, obwohl der zuständige Beirat in dieser Woche getagt habe.

Zum Humboldt-Gymnasium und dem Statement der LINKE-Fraktion: Das sei ja eine sehr herzzerreißende Stellungnahme gewesen, meinte Jutta Krauth. Als Stadt stehe man zur Sanierung des Gymnasiums. „Hier will niemand etwas verzögern oder verhindern.“ Man müsse unterscheiden zwischen Bauvoranfragen und Grundstücksverkäufen. Bei den Voranfragen wird es einen positiven Bescheid geben. Zum Bau einer Mensa habe man der Service-Gesellschaft weitere Fragen gestellt, die vor allem deren außerschulische Nutzung sowie denkmalschutzrechtliche Aspekte betreffen.

Zu den beantragten Veräußerungen der Grundstücke in der Münzgasse von Stadt und SWG: Die können erst dann in den Stadtrat, wenn alle Belange geklärt seien, zum Beispiel die zu den Nachbargrundstücken. Vor allem seien die Eigenanteile der Stadt zu klären hinsichtlich der Beantragung von Städtebaufördermitteln. Das seien 10 Prozent der Baukosten und diese Summe könne die Stadt nicht aufbringen.

Nun zu den Vergaben: Alle Vergaben wurde einstimmig beschlossen. Allerdings gab es in diesem Prozedere eine Neuerung: Es wurde kurzzeitig die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Danach wurden alle Vorlagen einstimmig beschlossen, nur die Vergabe der Straßenbeleuchtung wurde von der Verwaltung zurückgezogen. Insgesamt wurden Bauleistungen in unterschiedlichen Gewerken in Höhe von fast 1,4 Millionen Euro beschlossen.

Unter „Sonstiges“ fiel noch eine Brückensperrung. Am Kohnstein wird die alte Fußgängerbrücke mit Bohlenbelag gesperrt, Belag wurde entnommen. Bauamtsleiter Jens Kohlhause kündigte an, dass in der nächsten Fachausschusssitzung ein Konzept vorgelegt werde, ob, wie und vor allem wann die mehr als 100 Brücken in Nordhausen saniert werden müssen. Nur soviel: Die alte Fußgängerbrücke am Kohnstein steht nicht ganz oben auf der Prioritätenlisten.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Sonntagsradler 2
13.04.2017, 09:22 Uhr
kaputte Brücke
Diese laufenden und wiederkehrenden Kosten für die Instandsetzungen von öffentlichen Straßen, Brücken usw. ist doch voraus zu sehen. Nicht nur hier in Nordhausen! Ist doch ganz normal und in den Nächten Jahren wird es noch mehr!
Anwohnerin
13.04.2017, 11:44 Uhr
Interressiert es irgendwen wirklich das die Stadt Investoren bekommt
Bei der angespannten finanziellen Lage der Stadt und des Landkreises wundert es mich das ich als Investor jahrelang überall abgewimmelt werde. Wenn man Millionen in die Stadt investieren möchte sei es bei sozialen Wohnungsbau, Ruinen der Stadt sanieren und neu bauen möchte usw wird man überall abgewimmelt. Ein kürzlicher Versuch mal einen Termin bei Frau Krauth zu bekommen stieß leider auf kein Interresse bei ihr. Bisher gab es keine Rückmeldung. Mir kommt es so vor das man bestimmten Unternehmern gute Geschäfte machen lassen will und deshalb andere die Millionen investieren möchten abblockt. Ich möchte auch gern dahin bauen wo mein Nachbar hinbauen darf. Wenigstens überhaupt eine Antwort wäre schön wenn man sich schriftlich an die Stadt wendet auch wenn sie ablehnend sein sollte. Ich brauche ja was in der Hand damit Schadensersatz einklagen kann. Warum darf der eine bauen wo er möchte und der Nachbar nicht?????????????? Warum jammert die Stadt über Geldmangel und redet mit möglichen Investoren nicht einmal? Bekomme ich irgendwann mal einen Termin bei ihnen Frau Krauth?
Waldemar Ceckorr
13.04.2017, 12:26 Uhr
liebe anwohnerin,
wenn jemand mit mir geschäfte machen will, und schon im vorherein es darauf anlegt mich zu verklagen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er mit nichtbeachten abgefertigt wird.
bei ihnen hat's doch schon nicht funktioniert als sie dem LRA ihre asylantenwohnungen aufdrücken wollten.

waldi
NDHler
13.04.2017, 14:09 Uhr
@waldi
witziger Kommentar! Daumen hoch!
Anwohnerin
13.04.2017, 15:37 Uhr
@Waldemar
Das Klagen ist nicht von vornherein sondern nachdem ich mir das über 10 Jahre angesehen habe. Es ist ihnen richtig aufgefallen das das schon mehrere Jahre geht und da die selben Leute zuständig waren. Ich hatte es nur nicht erwähnt falls sich doch noch ein Politiker meldet der am Aufbau Nordhausens Interresse hat und ich nicht zuviel Schärfe reinbringen wollte. Bis zu den Wahlen gibt es aber noch viel Zeit sich zu äußern. Andrehen würde ich es nicht nennen man hätte jetzt weniger Folgekosten für leerstehende Heime die viel Steuergeld gekostet haben, aber darum ging es mir hier nicht mehr. Wer nicht will der hat. Es wird nur jetzt über leere Kassen gejammert.
Aus die Maus
13.04.2017, 17:29 Uhr
Frage
Wird die Brücke nun in Bielen gebaut ?
Ja:
Nein:
Niemals:
Waldemar Ceckorr
13.04.2017, 23:07 Uhr
liebe anwohnerin,
zitat: "Ich brauche ja was in der Hand damit Schadensersatz einklagen kann.", was soll man da nicht als vordergründig verstehen ?
zu den asylantenwohnungen, zitat: " Andrehen würde ich es nicht nennen man hätte jetzt weniger Folgekosten für leerstehende Heime die viel Steuergeld gekostet haben", wie das ? hätten sie die wohnungen sozialverträglich für umsonst zur verfügung gestellt ?
zitat:"Wer nicht will der hat", wenn es ihnen so egal ist, warum jammern sie dann ?
könnte es sein, das die entscheidungsberechtigten bei stadt und landkreis sie als, ich wills mal zartfühlend ausdrücken, absolut unseriös einstufen ?
zitat: "Es wird nur jetzt über leere Kassen gejammert." ist auch nicht richtig, es wird schon immer gejammert, mir ist kein kommentar bekannt in dem gesagt wird, wir haben keine geldsorgen.
desweiteren möchte ich ihnen noch mit auf den weg geben, sie sollten soviel gesäß im rock / in der hose haben und hier mit klarnamen auftreten und wenn sie probleme mit den entscheidern bei stadt und landkreis haben, diese mit ross und reiter benennen.


der waldi
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