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Do, 06:00 Uhr
09.03.2017
Interview mit Nestor Djengoue

Nicht viel denken, einfach Gas geben

Beim 3:2-Heimerfolg gegen den FC Schönberg zählte Außenverteidiger Nestor Djengoue zu den besten Spielern. Nun kommt sein Ex-Klub, der BFC Dynamo in den Albert-Kuntz-Sportpark. Sandra Arm hat mit ihm gesprochen...

Interview mit Nestor Djengoue (Foto: Bernd Peter) Interview mit Nestor Djengoue (Foto: Bernd Peter)


Sandra Arm: Heute spielst du gegen deinen früheren Verein BFC Dynamo. Welche Erinnerungen hast du an die Zeit in Berlin?

Nestor Djengoue: Ich habe gute Erinnerungen an die Zeit, obwohl ich nur für vier Monaten beim BFC gespielt habe Ich bin damals zu einer Mannschaft gekommen, die das Ziel hatte, in die 3. Liga aufzusteigen. Es hat am Ende nicht geklappt. Dennoch hatte ich in den vier Monaten viel Spaß und schöne Momente.

Sandra Arm: Letzten Samstag habt ihr das Spiel gegen Viktoria Berlin verloren und nicht gut gespielt. Was ist passiert mit den "Schönberg-Gewinnern"?

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Nestor Djengoue: Die Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Schönberg hätte uns Selbstvertrauen geben, uns für das nächste Spiel stärken müssen. Normalerweise ist das einer von diesen Moment, der uns für das nächste Spiel hätte stark machen müssen. Aber dann hat die Leidenschaft, die Persönlichkeit gefehlt. Jeder hatte Angst, einen Fehler zu machen. Für mich ist Fußball ein Sport, in dem du kreativ sein musst, und mit den anderen etwas gemeinsam zu erreichen. Wir haben das Feuer im Herzen nicht gehabt, was man braucht, um zu gewinnen.

Sandra Arm: Deine erste Zeit in Nordhausen war schwierig. Wie fühlst du dich heute?

Nestor Djengoue: Die Zeit war nicht einfach für mich. Ich bin jemand, der nicht aufgibt, sondern kämpft in seinem Leben. Ich weiß um meine Qualitäten. Ich bin ruhig geblieben, habe gearbeitet und gewartet. Momentan fühle ich mich gut. Ich probiere von Montag bis Sonntag immer Gas zu geben. Wenn mir der Trainer die Chance gibt, will ich sie versuchen zu nutzen und ihm das Vertrauen zurückgeben.

Sandra Arm: In den vergangenen drei Spielen hast du zwei Tore für Wacker geschossen. Entwickelst du dich langsam zum Knipser?

Interview mit Nestor Djengoue (Foto: Bernd Peter) Interview mit Nestor Djengoue (Foto: Bernd Peter) Nestor Djengoue: Ich denke, ich bin gerade ein bisschen gefährlicher (lacht). Wir haben sehr gute Spieler, die nach Freistößen oder Ecken die Bälle gut reinbringen. Da war es einfach für mich, ihn rein zu machen. Es gehört auch etwas Glück dazu.

Sandra Arm: Was denkst du über den Trainer René van Eck?

Nestor Djengoue: Ich freue mich, dass er nach Nordhausen gekommen ist. Wir haben jemanden wie ihn in der Mannschaft gebraucht. Er hat einen sehr starken Charakter, das ist wichtig. Er ist eine Person, wo das Training auch Spaß macht. Es gibt Tage, da kommt du etwas müde auf den Platz, aber in dem Moment, wo du den Ball siehst, vergießt du die Müdigkeit. Du musst einfach den Moment genießen. Nicht so viel denken, sondern Gas geben. Wenn du gut trainierst, dann bekommst du die Chance bei ihm.

Sandra Arm: Was hat sich mit dem Trainerwechsel seither im Team verändert?

Nestor Djengoue: Er ist jetzt ein Monat bei uns. Für diesen kurzen Moment hat er viel bewegt. Er versucht uns mehr Charakter im Spiel zu geben und aus uns Spielern eine Einheit zu formen. In seiner Arbeit ist ihm Disziplin sehr wichtig. Wir spielen in der Regionalliga, aber er probiert schon, uns die Mentalität eines Profispieler zu vermitteln. Die Qualität der Trainings ist richtig gut.

Sandra Arm: Wie geht das Spiel gegen den BFC aus? Werden wir gewinnen?

Nestor Djengoue: Ich wünsche mir einen Sieg, mit dem alle zufrieden sind. Jeder soll sehen, dass wir auf dem Platz eine Einheit sind und Spaß haben. Der Trainer will, das wir alles mit Herz machen. Wir wollen eine gute Rückrunde spielen. Aus den bisherigen drei Spielen haben wir statt der anvisierten neun nur sechs Punkte geholt. Freitag bietet sich für uns die nächste Möglichkeit zu punkten. Wir wollen in der Rückrunde Stärke und ein anderes Gesicht von Wacker Nordhausen zeigen - ein Siegergesicht.

Das Interview führte Sandra Arm
Autor: red

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