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Fr, 10:09 Uhr
17.06.2016
Ein Blick in die Statistik

Mit 60+ noch an die Uni

Für das Wintersemester 2015/16 meldeten die Thüringer Hochschulen neben den rund 50.000 Studierenden auch 345 Gasthörer, darunter 164 Frauen. Mehr als die Hälfte aller Gasthörer 60 Jahre und älter...

Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 33 Gasthörer bzw. 8,7 Prozent weniger als im Wintersemester 2014/15.

Gasthörer können auch ohne Nachweis einer Hochschulreife einzelne Kurse oder Lehrveranstaltungen an den Hochschulen besuchen.

Über die Hälfte der Gasthörer (209 Personen bzw. 60,6 Prozent) erweiterte ihr Wissen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Darauf folgten die Universität Erfurt (43 Gasthörer bzw. 12,5 Prozent) und die Fachhochschule Erfurt (28 Gasthörer bzw. 8,1 Prozent).

Wie in den Jahren zuvor, entschied sich im Wintersemester 2015/16 der größte Anteil der Gasthörer in der ersten Fachrichtung für die Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften (177 Personen). Mit 69 Gasthörern stellt Geschichte die beliebteste Fachrichtung dar, gefolgt von Evangelischer Theologie (24), Katholischer Theologie (22), Philosophie (19), Germanistik (15) sowie Psychologie (11).

In den von den Hochschulen angebotenen Fachrichtungen können die Gasthörer eine oder mehrere Veranstaltungen belegen. Insgesamt belegten 111 Gasthörer zwei Fachrichtungen, 40 Personen sogar drei.

„Das Durchschnittsalter der Gasthörer betrug 53,4 Jahre, wobei die Frauen im Durchschnitt 56,3 Jahre alt waren. Im Wintersemester 2015/16 war mehr als die Hälfte aller Gasthörer 60 Jahre und älter (55,9 Prozent), darunter 50 Personen mit 75 Jahren und älter. Rund jeder fünfte Gasthörer an den Thüringer Hochschulen war jünger als 30 Jahre. Die Zahl der Gasthörer im Alter von 30 bis unter 60 Jahren hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 120 auf 81 Personen verringert“, so der Präsident des Thüringer Landesamtes für Statistik, Günter Krombholz, weiter.
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