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Di, 10:19 Uhr
29.03.2016
Ein Blick in die Statistik

Schwangerschaftsabbrüche gehen zurück

Die Erfurter Statistiker befassen sich heute mit dem Mutterleib der Thüringerinnen, genau genommen mit der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche. Für den Freistaat verzeichnet die Statistik hier einen Rückgang, der deutlich über dem Bundesweiten Durchschnitt liegt...

Im Jahr 2015 wurden in Thüringen 3.294 Schwangerschaften vorzeitig beendet. In Deutschland belief sich die Zahl auf insgesamt 99.237 Abbrüche. Das entsprach in Thüringen einem Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in Deutschland sank die Zahl um 0,5 Prozent.

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Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ließen 3.200 Frauen mit Wohnsitz in Thüringen einen Abort durchführen, davon 3.065 Frauen im eigenen Land und 135 Frauen in einem anderen Bundesland (darunter jeweils 41 Frauen in Sachsen und in Sachsen-Anhalt).

Demgegenüber ließen 162 Frauen mit Wohnsitz in Bayern den Schwangerschaftsabbruch in Thüringen durchführen.
Von den 3 200 Thüringerinnen waren 114 Frauen jünger als 18 Jahre. In dieser Altersgruppe ist zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 6,6 Prozent zu verzeichnen. Weitere 1.457 Frauen waren im Alter von 18 bis 29 Jahre (- 10,9 Prozent), 1 352 Frauen im Alter von 30 bis 39 Jahre (- 2,9 Prozent) und 277 Frauen waren älter als 40 Jahre (+ 4,1 Prozent).

Zum Zeitpunkt des Eingriffes waren 2. 30 Thüringer Frauen ledig, 973 Frauen verheiratet und 97 geschieden bzw. verwitwet. Vor dieser Maßnahme hatten 800 Frauen noch kein Kind, 1 025 hatten zu diesem Zeitpunkt schon ein Kind, 974 Frauen zwei Kinder und 401 Frauen drei und mehr Kinder.

Insgesamt wurden 3 140 Abbrüche ambulant durchgeführt, davon 1.636 in einer gynäkologischen Praxis und 1 504 ambulant im Krankenhaus. Die übrigen 60 Abbrüche erfolgten stationär im Kranken- haus. Die Daten werden zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben. Die Länder verfügen über detaillierte Ergebnisse.
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