Aufgespießt
LINKE: "Wir wollen unseren Beigeordneten"
Es war ein herrliches Theater, das es gestern im Nordhäuser Kreistag zu erleben gab. Was wurden da nicht alles an Argumenten herangeführt, um den LINKEN zu einem gut dotierten Posten zu verhelfen. Das inspirierte auch nnz-Karikaturist Martin Höfer...
Drei große Fraktionen im Kreistag: CDU, SPD und LINKE. Die SPD stellt per Volkswahl den Landrat, die CDU ist mit Stefan Nüßle versorgt. Also muss ein Job für einen Linken oder eine Linke her. Koste es, was es wolle. In diesem Fall mehr als 100.000 Euro, wenn alle anfallenden Personalkosten zusammengerechnet werden.
Zwischen diesen drei Großen herrscht Burgfrieden und Egon Primas ist es sowieso egal, ob 100.000 Euro mehr oder weniger an Personalkosten zu Buche schlagen. Schließlich ist es unser aller Geld, was da ausgegeben wird. Und dann das Argument, dass, wenn es keinen zweiten Beigeordneten gebe, schließlich noch ein Jurist eingestellt werden müsse.
Gehts noch?
Da muss man sich fragen, wer bei den besitzansprechenden Linken in diesem Landkreis oder in der Kreistagsfraktion eine juristische Ausbildung vorzuweisen hat? Die Antwort bleibt man schuldig. Also wird es wohl ein Import sein. Irgendwo in diesem Land gibt es garantiert eine Frau oder einen Mann, der versorgt werden muss. Ob nun mit oder ohne Staatsexamen der Juristerei - das spielt dann genauso wenig eine Rolle wie die Höhe der Personalkosten.
Peter-Stefan Greiner
Auf dem Weg nach oben (Foto: Martin Höfer)
Autor: red
Kommentare
emmerssen
16.03.2016, 09:16 Uhr
Wen wunderts.....
das die AFD so viele Stimmen bei den letzten Landtagswahlen bekommen hat. Vielen ist sicher deren Programm nicht mal bekannt. Aber was die großen Parteien hier schon im Kleinen abziehen, es hängt einem einfach nur Meilenweit zum Halse raus. Aus Ihren Stimmenverlusten haben und werden sie nichts lernen !!!
Nordhäuser Freiheit
16.03.2016, 09:30 Uhr
"Wählt die Kandidaten der Nationalen Front"
Schön, was hier so abgeht in Nordhausen.
Wie früher. Klüngelüngelüng. Die Parteien entscheiden, was vermeintlich gut fürs Volk ist.
"Für das Wohl des Volkes durch die Kraft des Volkes. Wählt die Kandidaten der Nationalen Front." Von Primas bis Jendricke.
Nordhäuser Freiheit
16.03.2016, 10:48 Uhr
Waffenbrüder sind Klassenbrüder. Herr Primas und Herr Jendricke
" .... zählen zu den markanten und wertvollen Mitgliedern des Nordhäuser Klüngelkollektivs. Durch ihr parteiliches, kritisches Auftreten, durch natürliche Autorität und und persönliche Austrahlung fördern sie maßgeblich die Entwicklung des Nordhäuser Klüngelkollektivs.
Während Herr Jendricke als Agitator zur ideologischen Festigung des Klasenstandpunktes des Kollektivs beitrug, trug Herr Primas als Verbindungsektetär zur Weitergabe dieses Klassenstandpunktes an die ideologisch noch nicht gefestigten Bürger in den befreundeten Parteien der Nationalen Front bei.
Herr Jendricke und Herr Primas sind gefestigte Persönlichkeiten.
Im Namen des Volkes gilt ihnen dafür unsere höchste Anerkennung. Dieser soll Ausdruck verliehen werden durch die Verleihung des Udo-Mann-Gedächtnisordens verbunden mit der Übergabe eines Reiseschecks für eine gemeinsame Freundschaftsreise samt jeweils einer Begleitperson in unsere Hauptstadt Berlin zum Aufenthalt im Hotel "Völkerfeundschaft".
Waffenbrüder sind Klassenbrüder. Möge das Bündnis weiterhin gedeihen."
Die dankbaren Bürger des Kreises Nordhausen.
kein
16.03.2016, 13:08 Uhr
immer schön aus der zweiten Reihe Herr Höfer
Sind Sie wieder nicht dran gekommen aber man kann ja schön aus der zweiten Reihe stänkern. Sie haben doch erst einen guten Posten bekommen, oder reicht der ihnen nicht?
Paulinchen
16.03.2016, 13:28 Uhr
Weshalb Bildung?
Im Bundestag sitzen doch auch sehr viele Abgeordnete ohne jeden Berufsabschluss. Somit kann man eigentlich nur jedem Schüler/in raten, der in der Schule nicht gerade Höchstleistungen abgeliefert hat, flugs in die Politik zu gehen. Dort ist offensichtlich Platz für alle, die bereit sind sich "anzupassen". Hauptsache am Ende des Monats ist die Geldbörse prall gefüllt und auf das Sparbuch muss die Couch gestellt werden, damit es zugeklappt bleibt.
Außerdem hat Gregor Gysi heute kundgetan, dass er sich ein Bündnis mit der CDU durchaus vorstellen kann. Dadurch bekommt dann das Wort "Farbenlehre" eine völlig andere Bedeutung.
360grad
16.03.2016, 15:39 Uhr
Wieso begreift die LINKE nicht...
,dass diese Persoalie ihren politischen Erfolg als Partei auf Jahre verhindern wird und damiit eine richtige und wichtige politische Idee in ihrer Durchsetzung verhindert wird?
100000.- € jähliche Kosten können in diesem Zusammenhang nur als unverantwortliches Handeln bezeichnet werden!
-Insider-
16.03.2016, 15:52 Uhr
der
olle egon hat es doch auf den punkt gebracht. wen interessieren hier schon 100.000 euro für einen spitzen "wahl"beamten mit politischer funktion. es werden sich doch wohl 3-4 hanseln im mittleren dienst finden, die man weg gemobbt bekommt. dann hat man auch 100.000 euro gespart und vllt. sogar noch ein paar leidige querdenker vom hals.
deshalb - lob an den jäger.
denk-mal
16.03.2016, 16:36 Uhr
"kein"
aus welcher Reihe Herr oder Frau "Kein" schießt man eigentlich anonym ?
oder ist es Neid ? M.Höfer
kein
16.03.2016, 18:14 Uhr
der Höfer ist es
Aus keinen Ihrer Reihen , komme allein zurecht und muss mich nicht so darstellen . Es erstaunt mich nur immer wo und in welchem Zusammenhang der Name Höfer immer wieder auftaucht .
Treuhänder
16.03.2016, 19:04 Uhr
Beitrag
Der Beitrag und die Karikatur sind Klasse. In so einer schwierigen finanziellen Situation eine derartige Forderung.
Anderswo in der Verwaltung werden Stellen nicht mehr besetzt und Mitarbeiter sind doppelt belastet. Das interessiert niemanden, aber wenn es um politische Posten geht, spielt Geld keine Rolle.
von hier
16.03.2016, 19:21 Uhr
was soll so das ?
"kein" der Höfer mischt sich eben ein, der hat ne Meinung und er kanns, der organisiert sich seinen Spaß ... und man stelle sich vor es gibt eine Menge die er mit seinen Zeichnungen zum schmunzeln und zum nachdenken bringt - ätsch.
Stadtbürger
16.03.2016, 19:24 Uhr
cdu-linke-koalition
die karikatur trifft es doch: schwarze und rote in nationaler front vereint. waren sie ja früher schon ...
herr gysi hat doch heute heraus gegeben, dass eine cdu-linke-koalition durchaus denkbar sei. na also, dann ist unser landkreis wohl das testgelände dafür
kein
16.03.2016, 20:25 Uhr
ätsch
Lustig finde ich nur wie er sich über ein System lustig macht das er selbst lebt....steckt da etwa Neid dahinter?
Leser X
17.03.2016, 07:03 Uhr
Traurige Entwicklung der LINKEN
Bei diesem Thema ist die sogenannte "LINKE" plötzlich wieder hellwach. In den Jahren von Sozial-Kahlschlag sowie der zunehmenden politischen Hetze gegen Russland und andere Staaten hat man sie nicht wahrgenommen.
Auch bei der immer dreisteren Enteignung von Sparern, Anhebung des Rentenalters und Lohndrückerei bei zunehmender Ausbeutung kein Wort, geschweige denn irgendeine Aktion der Nordhäuser LINKEN. Ich frage mich, was deren Funktionäre eigentlich den lieben langen Tag tun, außer sich um sich selbst zu kümmern?
Sie sind auf dem Weg zur Selbstversenkung. Und in dem Zustand, in dem sie sich befinden, wird sie niemand vermissen.
W.Roßmell
17.03.2016, 10:27 Uhr
So geht Politik, da spielt Geld keine Rolle mehr....!
Oh ja, da stimme ich Stadtbürger wohl erstmals zu, dass Schwarz-Rot als Testphase (allerdings schon länger!) in Nordhausen vollzogen und für "gut" befunden wurde und nun auch in der ganzen Republik angestrebt wird. Gregor Gysi war bisher in meinen Augen ein wirklicher Politiker, den man als Person wählen konnte, ja fast mußte, weil er viele Wahrheiten und Mißstände offen ausgesprochen wurden und er sich dafür nicht schämte.
Nun aber bewahrheitet sich wohl wieder einmal, dass man nicht nur bestimmte Parteien nicht wählen kann und sollte, sondern auch einige Personen nicht mehr wählbar sind und das geht von ganz OBEN bis ganz weit nach UNTEN. Hier in Nordhausen bricht die LINKE mit all Ihren Gerechtigkeiten und Wahlversprechen nur um einen Posten zu erhaschen, um politisch weiter "updudate" zu sein und weiter "mitreden" zu können! Da sind selbst 100T€ Personalkosten egal und unwichtig, die Hauptsache ist, eine oder ein LINKER bekommt den Posten...
Ich würde mich krank Lachen, wenn es zur Abstimmung am Ende nicht für den LINKEN Posten reicht und einer mit einem anderen Parteibuch den Zuspruch erhält! Dann wäre der LINKE Herr Bachmann der erste, der sofort wieder dagegen ist, denn er sollte ja die Finanzen im Blick haben und eigentlich sparsam mit Geldern umgehen..., nur dann ist es zu spät. Wie wollen sich die gewählten Volksvertreter der Parteien gegenüber ihren Wählern hinstellen, wenn das Geld an allen Ecken und Kanten fehlt, öffentlich viel Geld zum Fenster rausgeworfen wird? Diese Frage kann der Bürger nur mit "Protestwahl" erneut dokumentieren, denn die Politiker der angeblichen großen Volksparteien haben zumindest hier in Nordhausen nichts gelernt und es sollten einige von ihnen lieber den Stuhl räumen, als weiterhin unsinnige verschwenderische Politik zu betreiben und mehr oder weniger nur an sich und seinen Stuhl zu denken! Für mich gehört Herr Bachmann als LINKER dazu, denn er dreht seine Nase nach dem Wind und entscheidet in letzter Zeit nicht für, sondern gegen das Volk, für die Macht und für Verschwendung von Steuergeldern!
Georg
17.03.2016, 12:08 Uhr
Einfach erbärmlich...
ist das Gezerre der Linken um die Beigeordnetenstelle in der Kreisverwaltung. Da sitzt wohl schon jemand in Lauerstellung der mit einem gut bezahlten Posten versorgt werden muss. Wenn alle Parteien einen Beigeordneten haben sollen dann aber auch die kleinen Fraktionen. Geld spielt jawohl keine Rolle mehr.
Herrn Höfer ein Kompliment für die gelungene Karikatur, freue mich schon auf die nächsten.
kein
17.03.2016, 12:15 Uhr
auch dem Höfers FDP
geht es nur um Posten nur die sind ja nicht mehr in der ersten Reihe , da wird von hinten gestichelt . Egal welche Clicke gerade dran ist ,für uns ändert sich nichts . Dieses System hat sich selbst zerlegt , mal sehen wie lange die Bürger das noch hinnehmen .
H.Buntfuß
17.03.2016, 13:02 Uhr
Tatsächlich
Sie sind alle wieder vereint die alten Genossen der Nationalen Front. Nun fehlt nur, der etwas aufgepeppte Song AUFERSTANDEN AUS RUINEN. Die alten Genossen sitzen wieder eng zusammen und wer nicht mehr kann, der schickt zum Beispiel die Tochter, den Sohn, die Schwiegertochter oder einen anderen engen Verwanden , Bekannten ins politische Rennen um Macht und Geld. So ist der eigene Fortbestand immer gewährt, nicht wahr?
Es ist immer wieder lachhaft mit anzuschauen, wie man sich verhält, wenn ein freigewordener Platz zu vergeben.
Es ist ein Wunder, dass der Staat nicht schon lange ruiniert ist, die Druckmaschinen laufen so schon auf höchsten Drehzahlen, um das nötige Kleingeld für die verschwenderischen Kleinstpolitiker bereit zu stellen. Im Augenblick Beträgt die Staatsverschuldung 2.236.682.500 Euro und in jeder Sekunde Kommen 1.556 Euro dazu.
Aber wenn man Teile der hiesigen Politiker so hört, wie die mit tausenden Euro umgehen, da sollte man meinen es handelt sich hierbei um Peanuts, nicht war Herr Primas? Ich habe das Gefühl, die Politik gibt es nur, damit sich einige Personen und ihr Anhang, an der Staatskassen, nach Gutdünken bedienen können oder sollte ich mich da irren???
Die Karikatur, trifft des Pudels Kern, wie man so schön sagt. Prima Herr Höfer. Man muss sich das nur zu Herzen nehmen, "LIEBE POLITIKER"
Jürgen Wiethoff
17.03.2016, 15:24 Uhr
Zur "Inthronisierung"....
.....könnte doch Radio Enno den ganzen tag Reinhard May spielen:
"Was kann schöner sein auf Erden,
als Politiker zu werden.
Vom Überfluß der Diäten
platzen dir die taschen aus den Nähten...."
Nordhäuser Freiheit
17.03.2016, 15:25 Uhr
@buntfuß: seit der Affäre Jendricke ...
... wissen wir doch daß in Nordhausen Privates und Politisches nicht getrennt werden kann. Es ist das Typische des Nordhäuser Systems daß familiäres nicht von der Politik getrennt wird.
Zu leiden haben wir kleinen. Wir dürfen uns Dienstreiseneskapaden etc nicht leisten.
Gudrun1974
17.03.2016, 15:41 Uhr
Die Verbrüderung Jendricke / Zeh ...
... wird uns auch noch in absehbarer Zeit bevorstehen. Wetten? Die Bedrohung durch den gemeinsamen "Feind" AfD ist einfach zu groß.
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