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Mo, 07:00 Uhr
14.03.2016
Evangelischer Kirchenkreis Südharz

Kirchenbild und Stellenplan

Quo vadis, Kirche - wohin gehst du Kirche? In der Goldenen Aue machen sich Christen Gedanken zur Veränderung des Kirchenbildes nach Inkrafttreten des neuen Stellenplanes 2025 im Kirchenkreis Südharz...


Die Reformation der Kirche war vor 500 Jahren. Es erweckt jedoch den Eindruck, dass unsere Kirchenleitung im Südharz sich weit davon wegbewegt. Dass die Kirche einem Wandel unterliegt ist uns allen klar.

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Auch wir als Christen müssen mit der Zeit gehen und uns den veränderten Bedingungen stellen. Wir zweifeln jedoch an, dass die von der Kirchenleitung geplanten Veränderungen die Richtigen sind.

Es sind heute schon zahlreiche Kirchengemeinden ohne Pfarrer. Sie befinden sich in einer so genannten Vakanzvertretung, die nicht unbedingt förderlich für die Gemeindegliederzahlen ist. Wir wollen sparen, kein schlechter Gedanke. Wir glauben nur, dass dieses der falsche Ansatz ist.

Vor allen Dingen kommt dadurch die doch sonst sehr aufwändige verrichtete Arbeit der Pfarrer nicht mehr den Gemeinden zugute, sondern die Abschaffung von Pfarrern führt zu einer Herabwürdigung der Arbeit in den Ortsgemeinden, die damit völlig überfordert sind. So möchten wir einige Gedanken und Fragen an die Kirchenleitung des Südharzes äußern:

Von jeder Moschee wird fünfmal mal am Tag laut und für alle gut hörbar vom Muezzin zum Gebet gerufen und damit dann durch den Imam auch auf die Kraft des Glaubens aufmerksam gemacht, er predigt, er verwaltet die Moschee und gibt dort auch Unterricht. Und es gibt natürlich auch noch den Rechtsgelehrten – den Ulama, welcher sich mit den islamischen Recht und Dogma beschäftigt.

Die Rabbiner verkünden das Wort der Thora in der Synagoge und stärken und festigen damit ihre Glaubensbrüder.

Die evangelische Kirchenführung im Südharz scheint davon überzeugt zu sein, dass wir das nicht nötig haben, trotz rückläufiger Gemeindemitglieder.
Wir brauchen kein Glockengeläut, welches die Menschen zur Andacht und Einkehr ruft? Wir brauchen keinen Pfarrer (der ein Studium von 10-12 Semestern aufweist), der das Wort Gottes mit Leben füllt und Christen aber auch Nichtchristen zum Glauben führt und sie stärkt?

Die Kirchenleitung möchte verstärkt die Seelsorge- und das Beichtgeheimnis in den Mittelpunkt stellen, dass finden wir in Ordnung, es stellt sich nur die Frage ob man zu diesem Pfarrer Vertrauen hat,der die Menschen der Kirchengemeinde, ihre Probleme, Ängste, Sorgen, Glaubensfragen und vieles mehr garnicht kennt und nichts damit anzufangen weiß.

Die Ehrenamtlichen sind für die Kirchenleitung immer sehr wichtig. Das ist auch so. Mit ihnen steht und fällt alles. Sie reinigen die Kirchen, die Grünanlagen, sie bereiten Gottesdienste mit vor, sie schmücken die Kirche, besuchen Alte und Kranke, gehen zu runden Geburtstagen, sie gestalten Feste und Feiern, singen im Chor, kümmern sich um die Kinder und Jugendarbeit, sind Mitglieder des Kirchenrates, führen Kirchenbücher, tätigen Einzahlungen, schreiben Protokolle, organisieren Baumaßnahmen, führen Gottesdienste durch und so könnten wir die Reihe fortsetzen.

All dieses führen sie wie gesagt im Ehrenamt aus, nebenbei gehen sie fast alle noch arbeiten, um das tägliche Brot für ihre Familien zu verdienen. Unsere Kirchenleitung ist nun der Meinung, dass diese Menschen in den Gemeinden auch noch die Gottesdienste ausfüllen können! Wir glauben hier wird der Bogen etwas überspannt.

Wir sind alle bereit mitzuarbeiten, zu begeistern und unseren Glauben weiter zu tragen an der Seite und auch im theologischen Schutz eines guten Pfarrers. Wir bauen eine große Jugendkirche, die sehr schön werden soll, ein Aushängeschild, wie man im Volksmund so sagen würde. Dieser Bau verschlingt Millionen, in den Kirchengemeinden im Umland gibt es keinen Gemeindepädagogen oder nur eine 70 Prozent-Stelle, so dass einige Gemeinden leer ausgehen.

Junge Menschen für die Kirche zu begeistern ist immer eine gute Sache, aber es sollte sich nicht nur auf große Events in einer Jugendkirche beschränken. Denn Glaube macht mehr aus als Spaß und gute Laune und beginnt an der Basis in jeder Gemeinde.

Unsere Kirchenleitung hat einen neuen Stellenplan erarbeitet, das Gelingen des Stellenplanes steht im Mittelpunkt. Über ein Jahr befassten wir uns intensiv in den Kirchengemeinden mit diesem Thema. Es wurden zahlreiche Gespräche mit der Kirchenleitung geführt und konstruktive Vorschläge durch die Gemeinden unterbreitet. Diese fanden jedoch bis heute kein Gehör.

Im Januar 2016 fand eine Konsultation zum Stellenplan statt, auch hier bekamen wir keine Antworten auf unsere Fragen. Wir möchten eine weitere Überlegung zum Stellenplan unserer Kirchenleitung anbieten. Auf Grund der zurückgegangenen Gemeindegliederzahlen ist es doch eine Überlegung wert, dass kirchliche Verwaltungsamt zu schrumpfen. Mit diesem eingesparten Geld wären sicher einige Pfarrstellen möglich und man könnte an der Basis verstärkt arbeiten, um die evangelische Kirche wieder neu zu beleben.

Kirche muss authentisch sein und das ist sie im Augenblick nicht. Das Bild eines Pfarrers wandelt sich. Kann man in dieser Situation noch eine rhetorische und theologische Predigt erwarten, eine sensible und spirituelle Seelsorge, glaubwürdiges diakonisches Engagement, kompetente Leitung und Verwaltung, professionelle Öffentlichkeitsarbeit, dies und noch mehr als dies.

Aber die oberen Hierarchieebenen werden nicht von diesen für die Kirche langfristig tödlichen Eingriffen berührt. Man hat das Gefühl, es geht nur noch um Macht und Geld und nicht um den Glauben, der uns durch die Bibel offenbart wird.

Darüber sollten wir alle nachdenken und unser Handeln überprüfen.

Der Gemeindekirchenrat des Kirchspiels Auleben-Hamma
H. Volkmann und I. Schult, im Namen zahlreicher interessierter evangelischer Christen in der Goldenen Aue
Autor: red

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Kommentare
EITEL
14.03.2016, 22:43 Uhr
Liebe Abergläubige,der Schäfer kann rechnen ,die Schafe nicht!
Eure Hirten haben Weitsicht 2025 ,da werden die meisten von Euch schon keinen seelischen Beistand mehr benötigen.
Ihr habt Sorgen, Gute Nacht!
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