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Mi, 14:59 Uhr
20.01.2016
Bürgerinitiative Gipskarst Süpdharz

Rüdigsdorf - bald umzingelt von Gipssteinbrüchen?

Derzeit wird am Winkelberg wieder gebohrt und zwar mit schwerem Gerät. Doch der Rüdigsdorfer Schweiz droht weiteres Ungemach, berichtet die Bürgerinitiative...


Westlich von Rüdigsdorf, im Gräblingstal, wurden bereits 2009 durch den Grundstückseigentümer illegale Erkundungsbohrungen durchgeführt.

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Unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde durch den in Nordhausen ansässigen Privateigentümer für das Gebiet ein Antrag für Aufsuchungsbohrungen gestellt, mit dem Ziel im Gräblingstal Gips abzubauen.

Da es sich um einen Vorhaben handelt, welches nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungspflichtig ist (und nicht wie anderenorts in unserer Region nach Bergrecht), ist hierfür das Landratsamt zuständig. Ein Steinbruch im Gräblingstal würde westlich direkt an den Ortsteil Rüdigsdorf angrenzen.

Rüdigsdorf wäre damit schlimmstenfalls von mehreren Seiten von Gipssteinbrüchen umgeben. Bereits von den Aufsuchungsbohrungen direkt betroffen wäre ein nach §18ThürNatG besonders geschütztes Biotop. Zwar würde ein Gipssteinbruch im Gräblingstal außerhalb des NSG Rüdigsdorfer Schweiz liegen, aber innerhalb des FFH-Gebietes, für welches ein Verschlechterungsverbot gilt.

Außerdem würden die Schwerlasttransporte über die Verbindungsstraße, und damit durch das NSG, erfolgen. Ein Gipsabbau im Gräblingstal stünde außerdem dem regionalen Raumordnungsplan entgegen, welcher für dieses Gebiet Natur und Freiraumsicherung vorsieht.

Die Bürgerinitiative Gipskarst Südharz fordert daher, dieses Vorhaben im Umweltausschuss zu diskutieren: Der Landkreis muss im Hinblick auf die Ziele der Raumordnung und die naturschutzfachlichen Aspekte bereits die Aufsuchungsbohrungen wegen fehlender Aussicht auf eine Genehmigung eines Gipsabbaus in diesem Gebiet verhindern.
Dr. C. Marx, für die BI Gipskarst Südharz
Autor: red


Kommentare

20.01.2016, 20.28 Uhr
Horst Schneider | Pro Bergbau
Es ist toll, dass es immer noch Personen und Firmen gibt, die in Deutschland in neue Bergbauprojekte investieren.
Bergbau gehört seit Jahrhunderten zum Südharz und sollte das auch in Zukunft bleiben.
Ich wünsche allen Firmen viel Erfolg ihre Bergbauprojekte hier in der Region zu etablieren!
Glückauf!

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21.01.2016, 07.52 Uhr
Gehard Gösebrecht | Oh ja!
Bergbau muss sein. Vor allem wenn Wohngebiete in der Nähe sind, welche die Annehmlichkeiten eines oder mehrerer Steinbrüche jeden Tag zu spüren bekommen. Sprengungen in einem Naturschutzgebiet locken höchst wahrscheinlich keine Touristen mehr an. Ganz zu schweigen was in der Rüdigsdorfer Schweiz nach dem Bergbau kommt. Wahrscheinlich wird sich Holywood der Landschaft annehmen. Dem Film "The Dark Side of The Moon", könnte man dann eine originale Filmkulisse bieten. Bergbau muss eben sein.

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21.01.2016, 10.13 Uhr
Kruemelmonster | Vergleich
5 Hasen, 3 Wildschweine und 2 Toristen vs. Bergbau mit vielleicht 100 Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen???
Eine anschließende Renaturisierung sollte verpflichtend sein.

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21.01.2016, 10.56 Uhr
Wolfi65 | Jawohl
Mindestens hundert Arbeitsplätze!
Ich sehe schon die LKW durch die Landschaft fahren.
Die Kreuzung in Krimderode nach Rüdigsdorf wird sich wohl dann nicht mehr von Vierzigtonnern retten können.
Die Anwohner werden jeden Beschäftigten der Steinbrüche vor Glück mit Handschlag und einer Laola begrüßen und verabschieden.
Arbeitsplätze müssen eben sein.
Was ist da noch ein Fleckchen Natur wert?

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