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Sa, 15:34 Uhr
19.12.2015
„Beiträge zur Geschichte aus Stadt und Landkreis Nordhausen“

Neue Ausgabe erschienen

Noch rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest ist der 40. Band der sogenannten „Gelben Reihe“ erschienen. Mit seinen 246 Druckseiten ist er einer der umfangreichsten Bände dieser Reihe. Nicht nur im Umfang, sondern auch in der Vielfalt der Beiträge zeichnet er sich wiederum aus...


Mit Themen aus der reichsstädtischen Zeit beschäftigen sich die Beiträge von Markus Wehmer, der aus den neuesten Ausgrabungsfunden die Entwicklung der Nordhäuser Keramik am Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit nachverfolgt, Hans-Jürgen Grönke, dessen Beitrag sich mit neuen Erkenntnissen zur Geschichte der Altendorfer Kirche aus den 2015 durchgeführten Ausgrabungen beschäftigt, Evelien Timpener mit ihrer Studie zum Nordhäuser Fehdebuch und Paul Lauerwald, der neue Zusammenhänge zur Wiedererrichtung des Nordhäuser Roland im Jahre 1717 vorstellen kann.

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Einen Beitrag zur Geschichte Nordhausens im 20. Jahrhundert liefert Ullrich Mallis mit einer Darstellung der Geschichte der Nordhäuser Aktiengesellschaften. Interessant ist auch der Beitrag von Marcus Hellwing, der sich unter der Hauptüberschrift „Integrierte Erinnerung“ mit Erinnerungskonzepten aus der Antike im modernen Nordhausen beschäftigt.

Aus der Geschichte des Kreisgebiets kommen ebenfalls mehrere Beiträge. So beschäftigt sich Carsten Berndt mit der Klostergeschichte des Klosters Ilfeld, die Johann Georg Leuckfeld 1709 veröffentlichte und ihrer handschriftlichen Fortführung und Ergänzung bis zum Jahre 1750.

2015 jährte sich zum 440. Male der Todestag des in Liebenrode geborenen, hier aber weitestgehend unbekannt gebliebenen Dichters Johannes Mylius. Dieses Ereignis ist Anlass für zwei Beiträge. Andreas Köhler beschäftigt sich mit dem Leben des „Renaissance Dichters Johannes Mylius aus Liebenrode“, während sich die belorussische Wissenschaftlerin Zanna Nekrasevic-Karotkaja unserem Mylius als Vertreter der humanistischen Renaissancekultur und seinem Beitrag zur Literatur des Großfürstentums Litauen widmet.

Daniel Junker schließt mit dem Thema „Anhydritbaustoffe des Gipswerks Niedersachswerfen erobern Europa“ seine umfangreiche Studie über den Fließanhydritestrich ab.

Mit dem Kulturgut Nordhausen, seinem Schicksal und den damit verbundenen derzeitigen Problemen beschäftigen sich drei Beiträge. Das sind zum einen Heidelore Kneffel, die sich mit dem verschollenen Cranachgemälde „Die Auferweckung des Lazarus“ und seiner in der Blasii-Kirche vorhandenen Kopie beschäftigt, zum anderen Christian Lindhorst mit seinem Beitrag „Vom Steinbeil bis zum Datenträger – Kulturgut in Obhut der Stadt Nordhausen“. Bei diesem Beitrag handelt es sich um Auszüge einer Anfang 2015 erfolgten Begutachtung der Erhaltung von Sach- und Schriftgut im städtischen Besitz, das die derzeitige Situation verdeutlicht und daraus Handlungsforderungen ableitet.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Vorhaben des Stadtarchivs kann Annette Birkholz unter dem Titel „Die Retrokonversion der Findmittel zum Urkundenbestand des Stadtarchivs Nordhausen“ vorstellen.

Der Band ist im Verlag Steffen Iffland erschienen, buchbinderisch hervorragend mit Fadenheftung und Festeinband verarbeitet und ab Montag im Buchhandel erhältlich. Ein sicherlich noch willkommenes Weihnachtsgeschenk.
Paul Lauerwald
Autor: red

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