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Do, 08:00 Uhr
10.12.2015
Aufruhr bei Nordhäuser Einzelhändlern

Es könnte Kaufland sein...

Die Saller Bau GmbH ist international aufgestellt. Ihr Geschäft liegt in der Erschließung und Vermarktung von Gewerbeflächen. Auch in Nordhausen. Lange haben die Weimarer stillgehalten, jetzt erhöhen sie den Druck auf die Stadt...

Hier will sich Kaufland ansiedeln (Foto: nnz) Hier will sich Kaufland ansiedeln (Foto: nnz)
In Nordhausen gibt es laut Stadtverwaltung zwei zentrale Versorgungsbereiche: die Innenstadt und das Bahnhofsrevier. Dort, wo sich Galerie und Passage befinden. Weitere dezentrale Bereiche sind die Stadtteile Ost, Nord und Salza.

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In dieser Aufzählung kommt der Bereich zwischen Lidl gegenüber der Arbeitsagentur und dem Roland-Tor, also das Terrain der ehemaligen Harzer Stielwerke nicht vor. Doch das könnte sich im kommenden Jahr ändern.

Immer wieder mal berichtete die nnz über die Avancen des Grundstücksbesitzers aus Weimar, die restliche Fläche ebenfalls zu bebauen. Mal waren ein Mediamarkt, mal ein Hotel, mal ein Altenheim im Gespräch. Auch Kaufland wurde ab und an mal in den Ring der Diskussionen geworfen. Nun aber könnte es konkret werden, denn Saller Bau hat offiziell eine Bauvoranfrage gestellt. "Ja, das können wir bestätigen und wir werden diese Anfrage entsprechend der gesetzlichen Fristen bearbeiten", sagt Amtsleiter Martin Juckeland auf Anfrage der nnz. Mehr nicht, denn: Das Thema ist heikel.

Zum einen habe es mit Saller seit langer Zeit entsprechende Gespräche gegeben. Die Beauftragten und Planer des Unternehmens sind nach Informationen der nnz immer wieder auf Bedenken und auf Wünsche der Stadtverwaltung eingegangen. Zum Beispiel mit einer Einzelhandelsansiedlung zu warten, bis die Markt-Passage eröffnet und sich etabliert. Dann sollte weiter gesprochen werden. Und das ist nun der Fall.

Kauf land auf 4.000 Quadratmeter (Foto: Kurt Frank) Kauf land auf 4.000 Quadratmeter (Foto: Kurt Frank) Noch liegt die Fläche des ehemaligen Harzer Stielwerkes brach. Das könnte sich 2016 ändern.

Zum anderen ist die Situation für das Unternehmen aus der Klassikerstadt wesentlich besser geworden. Es wartet mit einem unabhängigen Gutachten aus, das zu dem Ergebnis kommt, dass durch eine zusätzliche Ansiedlung die zentrumsnahe Versorgung nicht beeinträchtigt oder gar gefährdet sei und das die zu erwartenden Umsatzverluste der bisherigen Zentren unter zehn Prozent liegen würden. Ein solches Gutachten wiegt schwer, das wissen auch die Fachleute im Nordhäuser Rathaus.

Denn: die Stadt kann kein eigenes Gutachten aufweisen, ein beschlossenes Einzelhandelskonzept datiert aus dem Jahr 1993, ein zweites aus dem Jahr 2003 wurde nach Informationen der nnz nie beschlossen.

Nun muss die Stadtverwaltung - wenn es die Bauvoranfrage negativ bescheiden will - nachweisen, dass es in diesem Bereich der ehemaligen Stielwerke ein anderes Planungsziel verfolgt. Gewerbe ansiedeln? Wohnungsbau ansiedeln? Geht beides nicht und die Munition geht langsam aber sicher aus. Also wird es äußerst schwierig sein nachzuweisen, dass die zusätzlichen rund 4.000 Quadratmeter Kauffläche tatsächlich schädlich sind für Nordhausen.

Vor einem Verwaltungsgericht haben die Stadtverwalter dann sehr schlechte Karten. Auch eine taktische Verzögerung des Vorhabens würde sich nicht auszahlen. Im Gegenteil: Sollte der Prozess gegen die Kommune enden, dann würde der Gewinner Schadensersatz einklagen können. Bei einem geschätzten Jahresumsatz von zehn Millionen Euro und zwei Jahren Bauverzögerung kommen 20 Millionen Euro zusammen. Geld, das Nordhausen auf keinen Fall haben wird.

Von diesen Planungen haben mittlerweile auch die Einzelhändler "Wind bekommen" und befinden sich in heller Aufruhr. Vor allem die Verantwortlichen der Südharz-Galerie und der Marktpassage samt ihrer Werbegemeinschaften machen mobil. "Wir haben bereits mit 3 Quadratmeter je Einwohner doppelt soviel Verkaufsfläche wie der bundesdeutsche Durchschnitt. Vor allem hat die Stadt Nordhausen genügend Anbieter aus dem Lebensmittelgeschäft. Jetzt reicht es", so Wolfgang Linz, der Center-Manager der Südharz Galerie. Gabriele Morbach, die Chefin der dortigen Werbegemeinschaft, glaubt nicht an die in dem Gutachten vorgelegten Zahlen. "Es wird mehr als zehn Prozent Umsatzeinbuße in den bisherigen Zentren geben. An die kleinen Händler denkt hier niemand. Wir müssen uns zusammenschließen und gegen diese Ansiedlung protestieren", sagt Morbach.

Das Bauunternehmen, war vom Projektverantwortlichen aus Weimar zu vernehmen, sei bemüht, mit der Stadt eine einvernehmliche Lösung zu finden. Es müsse letztlich nicht unbedingt Kaufland sein, was sich dort ansiedelt. "Wir legen los, wenn eine Einigung vorliegt, die Stadt grünes Licht gibt", hört man aus Weimar. Auch von einem Wohn-und Pflegeheim für Senioren war einmal die Rede. Angesichts des modernen Komplexes an der Geseniusstraße wurde die Idee schnell wieder verworfen.

Letztlich aber obliegt die Entscheidung der Kommune und deren Spielraum ist in diesem Areal nicht unbedingt sehr groß.
Peter-Stefan Greiner/Kurt Frank
Autor: red

Kommentare
harz59
10.12.2015, 08.26 Uhr
Warum kein Kaufland?
Einen Kaufland in Nordhausen zu etablieren, wäre meines Erachtens, sehr zum Vorteil.
Konkurrenz belebt das Geschäft. Die EDEKA Gruppe ist in Nordhausen weit verbreitet. Warum nicht mal einen anderen Supermarkt hier einsteigen lassen?
Dann bräuchten viele Einwohner des Landkreises nicht immer nach Sondershausen zu fahren, um im Kaufland einzukaufen. Und wer einmal in Sondershausen ist, geht auch in die Innenstadt zu deren Händlern. Denn warum sollte ich noch einmal in Nordhausen in die Geschäfte, wenn ich an einem Ort alles erledigen kann.
Einzelhandelsgeschäfte gibt es genügend hier in Nordhausen. EDEKA ebenso, also lasst Nordhausen auch einen Kaufland haben.
Flitzpiepe
10.12.2015, 09.06 Uhr
Das war klar
Jetzt werden wieder alle kommen, die Kaufland so toll finden.
'Endlich kommt Kaufland - die Rettung ist nah' usw.

Das wird das Grab mehrerer (wenn nicht sogar vieler) Händler werden. Das werden auch wieder viele gut finden. Ich nicht.

Aber macht nur weiter so mit dem Überangebot. Bald hat jeder Einwohner seinen eigenen Laden.
Goldene Aue
10.12.2015, 09.32 Uhr
Konkurrenz für REWE und EDEKA- Das wird wohl nicht werden
Alle Jahre wieder...
kommen immer mal ein paar Investoren nieder.
Für die bestehenden Märkte ist es natürlich am besten, wenn es so bleibt wie es ist.
Und die Stadtverwaltung hat es ja bisher auch als ausreichend erachtet.
Und das Fußvolk kann weiter bei der Fahrt nach SDH entspannen und die Natur genießen.
Und wer es nicht kann, der hat halt Pech gehabt.
Die vielfältigen Angebote von Edeka und Marktkauf sind doch richtig toll. Ups überall das selbe - könnte wohl daran liegen, dass alles Edeka ist?
98maschr
10.12.2015, 09.59 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert.
98maschr
10.12.2015, 10.08 Uhr
Woher kommt der Irrglaube nur?
Konkurrenz vor Ort belebt in diesem Falle nicht das Geschäft. Die Preise fallen nicht auf wundersame Art und Weise, die sind gerade bei Kaufland und Herkules/Marktkauf vorgegeben von der Zentrale und knallhart durchkalkuliert.

Ok, einzelne Private können ihre Preise variieren auf eigene Gefahr, aber bei den geringen Gewinnspannen kaum möglich. Was Mancher hier nicht begreift ist, dass der Verbraucher doch schon längst vom Konkurrenzkampf profitiert - nur wird der Kampf bereits in ganz Deutschland ausgetragen und nicht im Kuhdorf Nordhausen.

Noch mehr unnütze Verkaufsfläche (denn wir haben jetzt schon ein deutliches Überangebot im Vergleich zur Kaufkraft) führt lediglich zu einem Verdrängungswettbewerb der Arbeitsplätze kosten wird und Leerstand erzeugt. Ergo werden kurzfristige Mehreinnahmen gegen langfristige Mehrausgaben getauscht...
alterNeunordhäuser
10.12.2015, 10.09 Uhr
eben Konkurrenz belebt das Geschäft
Da ja Nordhausen wie meine Vor-Kommentatoren richtig darstellten, von Edeka regiert wird warum nicht- endlich.
Und alle die, die das so negativ sehen, ich als jahrelanger Kaufland Kunde weiß die Vorzüge dieses Unternehmens sehr zu schätzen. Kundenfreundlichkeit, Service-Orientiertheit, kostenlose Parkplätze und und und,
man müsste auch keine Gebühren für das Ausstellen eines Gutscheines bezahlen.....
Klar dass die jetzigen Monopolisten ihre Felle weg schwimmen sehen.
Da ich erst seit einigen Jahren hier wohne, habe ich schon lange und oft für ein Kaufland plädiert. In Nordhausen fehlt einfach die wirkliche Konkurrenz. Vielleicht würden dann auch einige der Händler aufwachen (ich will um Gottes willen nicht alle über einen Kamm scheren) und aus ihrer provinzialen DDR- Schläfrigkeit aufwachen.
Don R. Wetter
10.12.2015, 10.35 Uhr
"Kaufland" ist "Lidl"
"Kaufland ist eine Lebensmittel-Einzelhandelskette der Schwarz Beteiligungs GmbH mit Sitz in Neckarsulm und Bestandteil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Lebensmittel-Discounter Lidl gehört."

Wikipedia

..das wird wohl nix mit der "belebenden Konkurrenz"..
Flitzpiepe
10.12.2015, 10.40 Uhr
Endlich keine Gebühren für Gutscheine mehr!
Wenn das der einzige Grund für Kaufland ist, dann gute Nacht.
Die anderen genannten Gründe sehe ich einfach nicht bzw. sind zu marginal.
Kaufland ist für mich nichts anderes als eine weitere Kette, die den Markt mit kontrolliert. Selbst wenn sie ein paar Prozent billiger, besser und beliebter sind als andere, rechtfertigt das nicht eine weitere Vergrößerung des Überangebots.
Preise werden nicht in Nordhausen gemacht. Die Beliebtheit schon, aber die hängt an den Personen nicht an der Marke.
Pe_rle
10.12.2015, 10.57 Uhr
Kaufland
ja warum eigendlich nicht Kaufland ????
Edeka hat in Nordhausen die Macht ,Edeka,Marktkauf und Herkules,alles das gleiche und teuer. Und die Einzelhändler,die haben zum Teil die Marktwirtschaft nicht verstanden,da futscheln einige noch rum wie vor 20 Jahren.
Bei Kaufland fühle ich mich verstanden,da bin ich noch Kunde.Und die Preise sind für mich fühlbar niedriger. Und genau deswegen fahre ich zu Kaufland,und beglücke auch die Händler in der Innenstadt von Sondershausen.
Wie heißt es so schön "Wer nicht hören will muß fühlen"
Und ich sag es immer wieder Konkurrenz belebt das Geschäft
Don R. Wetter
vollkommen richtig,nur das Lidl Händler des Jahres geworden ist.Da hat das Preis /Leistungsverhältnis gestimmt
conquistador23
10.12.2015, 11.58 Uhr
Genau, noch einen Supermarkt.
Lass uns einfach jedes Loch in Nordhausen mit einem Discounter oder Supermarkt zubauen. Das würde dem Stadtbild bestimmt richtig gut tun. Brauchen wir vielleicht noch einen Saturn (Mediamarkt ist so teuer und die Aufmachung gefällt mir gar nicht) oder einen Tengelmann in Salza (da dominiert ja ALDI total) oder einen Globus da sind Montag's die Äpfel günstig und ich fühle mich als Kunde richtig gut verstanden. Jetzt mal ernsthaft, wie viele Einkaufsmöglichkeiten brauch so ein winziges Nest, wie unser Nordhausen, noch? Und das alles damit Person X, bei Produkt X, an Tag X, mal einen Cent spart.
x-tus
10.12.2015, 13.35 Uhr
warum nicht
günstigen wohnraum schaffen ??? wird doch künftig dringend benötigt ....
Rainer H.
10.12.2015, 14.43 Uhr
Kaufland bringt Nordhausen in Schieflage!
Der Grundsatz der Diskussion geht nicht darum ob Edeka, Rewe und Co verlieren, sondern vielmehr darum wie Nordhausen in der Zentrenbildung aufgestellt ist. Wer aktiv durch Nordhausen fährt, wird mitbekommen haben, das Plusmärkte geschlossen wurden, und in Salza sowie Altentor keine Handel in den Hallen mehr entstand. Auf dem Sand stand das Geschäft lange leer, bis innerhalb weniger Jahre verschiedene Netto-Märkte fast in jeden Stadtteil ansiedelten. Die Marktpassage am Pferdemarkt wurde von den Investoren 10 Jahren nicht gebaut, weil in Nordhausen zum Einen die Discounter überdurchschnittlich vertreten sind und zum Anderen die Kaufkraft fehlt. Diese sank zudem in den letzten Jahren durch Rückgang der Einwohnerzahl. Die Marktpassage ist nicht einmal ein Jahr eröffnet und ist gerade dabei sich zu etablieren. Der Anfang war schwer! Erstmalig seit Eröffung der Südharzgalerie hat diese jetzt Leerstand!!! Die Einkaufsachse dieser Stadt verläuft zwischen Marktpassage / Südharzgalerie! Baut Kauflaund an den geplanten Standort verschiebt sich die Achse. Es droht zudem ein erhöhter Leerstand in Galerie und vielleicht sogar in der Marktpassage. Kaufland benötigt 1 Mio. Monatsumsatz, welche sie nicht durch neue Kunden erzieheln sondern durch die Bestandskunden in Nordhausen. Das Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Gerade die im naheligenden Umfeld befindlichen Discounter werden hohe Umsatzeinbuße haben. Am Ende werden mehr Arbeitsplätze vernichtet als geschaffen. Jeder sollte in seinem Bekanntenkreis schauen wo vielleicht eine Verkäuferin arbeitet, vielleicht auch bei einem Bäcker oder Fleischer im Discounter, denn diese verschwindet dann mit dem Markt.
Ich kann nur an die Stadtverwaltung appelieren, verhindert zum Wohle dieser Stadt die Ansiedlung von Kaufland im Stadtzentrum. Kauflandfans können nach Sondershausen fahren, also keine 20 Minuten Fahrzeit, solange braucht der Ilfelder oder Rodishainer bis er im Stadtzentrum von Nordhausen ist.
Stadtbürger
10.12.2015, 15.56 Uhr
kaufland wäre nötig
ein kaufland in nordhausen wäre notwendig um die marktmacht von edeka zu brechen. schon frau rinke hat eine ansiedlung von kaufland immer wieder verhindert, um dann heraus zu posaunen, dass sie am liebsten nach leipzig oder braunschweig zum einkaufen fährt. eigentlich schon blamabel.

einige scheinen noch nicht verstanden zu haben, wie marktwirtschaft funktioniert. wenn kaufland hier eröffnen sollte, gibt es einen wettbewerber mehr. wenn andere das nicht durchhalten, dann ist das halt so. wir sind nicht mehr in der planwirtschaft.

und mal abgesehen davon: die angebote der hiesigen warenhäuser marktkauf und herkules lassen stark zu wünschen übrig. sowohl in der breite, als auch in der tiefe des sortiments. schaue ich mir dagegen kaufland oder real an, so finde ich dort sehr viele produkte, die ich in anderen märkten nie finde oder erst ein halbes jahr später.

und wenn andere unternehmer angst vor kaufland haben, zeigt das doch nur, dass eben diese die kunden schon seit jahren mit hilfe eines fast-monopols über den tisch gezogen haben und dieses nun wackelt.
E20
10.12.2015, 16.23 Uhr
Konkurrenz muss sein
völlig korrekt @Stadtbürger, bisher bestimmt in Nordhausen Edeka den Markt, es wird Zeit dies zu ändern. Diejenigen, welche bisher zu Kaufland nach Sondershausen gefahren sind, könnten sich dann die Spritkosten sparen und ihre Kaufkraft hier in Nordhausen einbringen. Und wären die Mietpreise in der SHG nicht so hoch, dann wären die jetzt leerstehenden Verkaufsflächen mit Sicherheit wieder belegt ...
Flitzpiepe
10.12.2015, 16.44 Uhr
Die Schieflage ist bereits jetzt da
Mit Kaufland kommt die Stadt dann aber ins Kippen.
Es ist richtig, dass wir jetzt keine Planwirtschaft mehr haben, d.h. aber nicht, dass es gut ist, gar keinen Plan mehr zu haben.
Ein weiteres Einkaufszentrum zuzulassen wäre aber genau das - PLANLOS.
Es steht außer Frage, dass die Schwarz-Gruppe das Potential hat, diverse andere Investitionen in der Stadt klein zu kriegen bzw. kaputt zu machen.
Wollen wir das?
Ich hoffe, die Mehrheit will das nicht.
Mario B.
10.12.2015, 16.45 Uhr
Eine Nervenklinik vielleicht,
Warum wird nicht an dieser Stelle eine große Nervenklinik gebaut ? Da nun bald jeder in diesem Land schön ein an der Jacke hat, wäre doch das eine Überlegung wert.
Baut dort ein eine Nervenklinik hin und gebt ihr den Namen " Hotel zur weichen Birne "
conquistador23
10.12.2015, 16.49 Uhr
nötig für wen?
Die Notwendigkeit liegt im Auge des Betrachters. In meinen Augen ist ein Kaufland so überflüssig, wie ein zweiter H&M in der Südharz-Galerie. Wenn man hier so die Kommentare liest, könnte man denken, ein Kaufland-Besuch wäre mit einem Flug verbunden. Die Stadt sollte schauen, das die vorhanden Läden stabil gehalten werden, freie Marktwirtschaft hin oder her.

Es gibt nun mal nur eine gewisse Anzahl von Nordhäusern und diese auf noch mehr Läden zu verteilen, wäre sinnlos. Es gab und es wird immer Monopole geben - das ist nunmal so. Wir werden auch in der nächste Zeit keinen Aldi-Süd in Nordhausen sehen. Morgen werde ich mir aus Spaß mal dieses von Gott geschaffenen Kaufland anschauen und mir die modernen Produkte anschauen, die es sonst NIRGENDS!!! gibt ;) Schafft an dieser Stelle lieber Wohnraum, Parkplätze und Hallen hat Nordhausen schon genug.
Paulinchen
10.12.2015, 17.13 Uhr
Ich verstehe die Aufregung nicht…
…wenn jemand morgen ein Autohaus eröffnet, sagen wir mal eine Marke, welche in Nordhausen bislang noch nicht vertreten ist, dann spielt es keine Rolle, wie viele Autohäuser es in unserer Stadt schon gibt. Ausschlaggebend ist immer die Zahl der möglichen Kunden, bzw. Anzahl der Bürger im Einzugsgebiet.

EDEKA macht sich doch mit der Vielzahl seiner Läden hier keine Konkurrenz, sagen wir mal, es geht letztlich alles in einen Topf. Weshalb darf sich dann hier nicht Kaufland ansiedeln? Wieso will sich hier die Politik in die Wirtschaft einmischen. Bleiben wir beim Beispiel Autohaus. Hat sich in Nordhausen schon mal die Politik um die Wirtschaftlichkeit eines Autohauses gekümmert? Im Kapitalismus trägt jeder Unternehmer sein unternehmerisches Risiko ganz allein! Also weshalb hat man jetzt schon Angst um die Existenzsicherheit von Kaufland? Man muss mit der Konkurrenz leben können und sie nicht schlecht reden. Jeden Tag, stehen in Nordhausen tausende Kunden auf – Hauptsache ist doch sie kommen in „mein“ Unternehmen. Und genau dafür muss man jeden Kunden täglich umwerben.

Her mit Kaufland und wer in der Nähe von EDEKA wohnt, der profitiert künftig von niedrigeren Preisen. Ich kann mich schwach erinnern, dass man in Nordhausen dem Herrn A. Heck auch versucht hat, Steine in den Weg zu legen, als er sich hier etabliert hat. Da war der SWG das nicht recht und der WBG jenes nicht. Ist Nordhausen vielleicht ein spießiger Kindergarten?
Kruemelmonster
10.12.2015, 19.44 Uhr
Kaufkraft und weiche Birnen!!!
Liest man hier einige Kommentare, scheint Kaufland ja das ultima ratio zu sein oder die von Gott geschaffene Discountlandschaft.

Für mich ist das nur ein weiterer Ramsch und Schrott Discounter sowie alle anderen auch. Das einizig Gute sind die teilweise angegliederten Tankstellen welche sehr günstig Sprit anbieten welcher überigens genormt ist, im Gegensatz zu Lebensmitteln! Stattdessen wäre mal ein wirklich guter Bio- oder Hofladen eine echte Alternative für gesunde und nachhaltige Lebensmittel.

Auf der anderen Seite, sollte man mal die Einwohnerentwicklung berücksichtigen, also jene Leute die ihr Geld auch hier ausgeben können/wollen. Seit Jahren stagniert die Einwohnerzahl, also warum weiter Konsumtempel bauen? Ich sehe riesige leere Industriegebiete in denen wahrscheinlich ganze Flughäfen Platz hätten, ebenso genug mit PV zu gepflasteren Flächen, weil sich keine Industrie findet. Kaufkraft stärken, Industrie und Anwohner anlocken und dann lohen sich auch weitere Shoppingmall's.

@Paulinchen: Mit Ihrer Aussage bzw Ihren Vergleich mit einem Autohaus, würde ich mal ganz ruhig bleiben. Hier in NDH und Umland gibt es ähnliche Tendenzen wie die so oft zuvor genannte EDEKA Dominanz. Und Verstrickungen in die Politik gibt es auch mehr als genug!!!!
alexa
10.12.2015, 21.04 Uhr
Stoppt diesen Konsum-Tempel-Wahnsinn! Neues Gutachten!
Dem Kaufland-Mutter-Konzern geht es doch gar nicht um ein rentables Geschäft. Die wissen sehr wohl, dass wir Ossies unser paar Euro auch nur einmal ausgeben können. Hier geht es um Verdrängung und Marktanteile. Ob der Kunde der lachende Dritte ist, bleibt mehr als fraglich!

Wem nützt ein Kaufland fast am Rand der Stadt, wenn die zentrumsnahen Geschäfte eins nach dem anderen dicht machen? Dann hat Kaufland am Ende auch ein Monopol un die Preise gehen wieder in die Höhe. Un mal ganz erhrlich: Kaufland zeugt nicht gerade von Verkaufs-Nieveau. Das ist eher Woolworth-Klasse.

Mal ein Tipp an die Stadt, wie wäre es mit einem neuen Gutachten zum Bedarf? Das alte scheint ja nix mehr zu taugen vor Gericht.... An die Arbeit!
spdys
10.12.2015, 21.37 Uhr
kaufland
Jeder der denkt im Kaufland ein paar Euro zu sparen, soll weiterhin dort einkaufen. Im Edeka gibt es teilweise andere Produkte, wobei die Preise meistens mehr oder weniger teuer sind.
Mein Tipp: Bio Holunder Marktkauf 42ct / Kaufland 49ct. Einfach mal selber vergleichen.

(Nicht nur) Kaufland beschäftigt gerne junge (günstige) Mitarbeiter und 400€ Kräfte. Die Gewinne gehen an die Firmenzentrale u.a. nach Heilbronn.
Oder hat jemand im Netto die selbe Kassiererin für mehr als 2 Jahre gesehen? Ich nicht, nur im Marktkauf. Das ist sozialer Darwinismus.

Empfehle der Stadt einmal in Schmalkalden nachzufragen, ob Sie wieder die Entscheidung pro Kaufland treffen würde. Einzelhandelstechnisch ist die Innenstadt kaputt ebenso wie die Gewerbesteuer die an die Stadt geht.
wyski
10.12.2015, 21.55 Uhr
Kommt zeit kommt rat.
In Bielen wurde auch kein Einkaufszentrum gebaut.
Alles heiße luft ?
Abwarten und Tee trinken.
Sinz2000
10.12.2015, 23.28 Uhr
OK
Aber es geht doch auch darum, schlag die Werbung vom Marktkauf auf, schlag die Werbung vom Herkules auf, super für mich als Kunden. Was fehlt. ist ein Real, fahrt mal hin und schaut, wirklich, einmal hin, alles drin, auch für Kleinverbraucher ( Single). Aber schon zur Wendezeit soll ja ein Familienmitglied der Stadtregierung bei DELTA Waren GmbH unter Vertrag gestanden haben. So wurde schon in den 90-zigern der Globus und Sundhausen verhindert.
Thoringi
12.12.2015, 18.17 Uhr
Weitsicht notwendig
Vielleicht sollte sich die Stadt und alle die eine Kaufland Ansiedlung erhoffen, einmal in Osterrode/Harz oder in Sangerhausen nach den Auswirkungen auf den Einzelhandel in den Innenstädten nach derartigen Großprojekten erkundigen.
anno domini
17.12.2015, 09.45 Uhr
Was Nordhausen wirklich bräuchte...
wäre ein für jedermann zugängliches Sportzentrum, bspw. mit Tennisplätzen, Badminton und Squash, dazu vielleicht einem Saunabereich und Sportsbar - privat finanziert und betrieben, gegen Eintritt und ohne kommunalen Einfluss auf Hallennutzungszeiten.

Wahrscheinlich ist das natürlich weniger lukrativ als Gewerbemieten zu vereinnahmen. Aber es bietet eine Alternative, etwas Einzigartiges, ein Monopol...
Davon kann bei Einkaufsmärkten schon lange keine Rede mehr sein.
U. Alukard
18.12.2015, 19.07 Uhr
Einmal hin alles drinn,
so wirbt REAL, der Nächste ist mindestens 50 km weg von NDH.
Auch REAL ist bei uns willkommen. Alles besser als der Klüngel der hier ansässig ist. Ein Markt am Südende von Nordhausen einer am Nordende, unterschiedliche Namen aber gleiches Angebot, gleiche Preise und gleicher Bestimmer.
Wir brauchen Konkurenz und keine Augenwischerei, Thüringen ist das Bundesland mit den niedrigsten Löhnen auch die Verbraucher müssen spaaaaaren.
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