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Do, 11:25 Uhr
15.10.2015
Ferienfreizeit in der Flohburg

A wie Archäologie

Der Herbst zeigt sich in der zweiten Ferienwoche eher von seiner nass-kalten Seite. Da trifft es sich gut, das sich die Flohburg für ihren kleinen Besucher ein Ferienprogramm in angenehm temperierten Atmosphäre ausgedacht haben. Die nnz hat den Besuch auch genutzt, sich darüber zu erkundigen, wie es im Museum nach der Entlassung der bisherigen Leiterin aussieht...

Was hat wohl der Altendorfer Schweineverein anno 1909 so gemacht? Die Arme der Schülerinnen und Schüler schießen in die Höhe, die Antworten sind kreativ. Des Rätsels Lösung hat Astrid Lautenschläger, die heute mehrere Gruppen durch das Ferienprogramm der Flohburg leitete.

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Im "Schweineverein", im Museum durch ein mit Borstenvieh verziertes Banner vertreten, hat man Skat gespielt. Und zwar um Geld. Aus den Erlösen finanzierten die Vereinsmitglieder schließlich ein ordentliches Fest.

Was haben Karls Franken im Südharz gemacht? Wie kamen die Nordhäuser Brennherren zu Geld? Und warum hat das Schild des alten Rolands so viele Löcher? Diese und andere Fragen und Geschichten rund um Nordhausen erzählt Astrid Lautenschläger, Leiterin des Museumsdepots und Mitarbeiterin der Flohburg. Wie bei einer Schnitzeljagd hat man im ganzen Haus zudem Buchstaben verteilt, die am Ende ein Wort ergeben. "Diese Woche haben wir die Nordhäuser Geschichten, vergangene Woche haben wir uns mit "Einem Land vor unserer Zeit" beschäftigt und uns die Fossilien von Urzeittieren und die Hinterlassenschaften unserer Vorfahren angeschaut", erklärte Lautenschläger.

Ferienfreizeit in der Nordhäuser Flohburg (Foto: Angelo Glashagel) Ferienfreizeit in der Nordhäuser Flohburg (Foto: Angelo Glashagel)

Viel Zeit hat Frau Lautenschläger nicht, im Foyer reichen sich die Grundschüler der Bertolt-Brecht Schule die Klinke in die Hand. Während die einen noch ein kleines Geschenk entgegen nehmen, tauchen die anderen schon wieder ab in die Frühzeit Nordhausens.

Man hat viel zu tun und könne sich vor Anfragen kaum retten, die geplanten Termine reichten bis in den Februar hinein, erklärte Lautenschläger. Nach der für die Mitarbeiter sehr überraschenden Entlassung der bisherigen Flohburg Chefin Dr. Cornelia Klose vor wenigen Wochen sei man erst einmal geschockt gewesen, so Lautenschläger weiter, inzwischen laufe aber alles in "ruhigen Bahnen". "Wir waren schon immer ein tolles Team in der Flohburg, das gut aufeinander abgestimmt ist und das beweist sich gerade. Unsere Aufgaben sind klar verteilt und jeder weiß, was er zu tun hat". Die Sonderausstellung zu Lukas Cranach dem Jüngeren sei gut angelaufen und auch für die kommenden Monate habe man sich einiges vorgenommen.

Anfang Dezember steht die nächste Sonderausstellung ins Haus: ab dem 5. Dezember soll die Schau "25 Jahre
freier Brocken" mit Bildern von Hansjörg Hörseljau eröffnet werden. Und einen Tag später, am Nikolaustag, wird die alte Bohlenstube des Hauses wieder zum festlichen geschmückten Weihnachtsraum. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht mit einer "Reise ins Weihnachtswunderland" dann die Eisenbahn.
Angelo Glashagel
Autor: red

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