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Mi, 13:30 Uhr
03.06.2015

nnz-Dokumentation: Ausschluss vom Stadtrat

Martin Höfer, Vorsitzender der FDP Fraktion im Nordhäuser Stadtrat, wird in seiner Funktion als Mitglied des Rates, nicht als Vertreter der FDP, zur kommenden Sitzung einen Antrag stellen, der einige Diskussionen auslösen dürfte. Der nnz liegt der Text des Antrages vor...

Antrag zur Einladung von Pressevertretern
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Zeh als Mitglied des Nordhäuser Stadtrates stelle ich folgenden Antrag: Der Stadtrat der Stadt Nordhausen möge beschließen:

Nordhausen, 2015-06-03

Als Vertreter der Presse wird der Redaktionsleiter der TA Nordhausen nicht mehr zu den Sitzungen des Nordhäuser Stadtrates und seiner Ausschüsse sowie zu Veranstaltungen der Stadt Nordhausen eingeladen.

Begründung:
Die Berichterstattung des Redaktionsleiters über die Arbeit des Stadtrates bzw. seiner Mitglieder hat in den letzten Monaten an Objektivität stark missen lassen. Die journalistische Tätigkeit des verantwortlichen Redakteurs bezüglich des Stadtrates bezog sich nur auf Lobhudeleien für die SPD-Fraktion und einige ihrer Mitglieder bzw. Parteigenossen und ein „Niederschreiben“ aller anderen Fraktionen und Stadtratsmitglieder. Dem Redaktionsleiter fehlt es hierbei an nötigem Respekt gegenüber der sehr umfangreichen ehrenamtlichen Arbeit der Stadträte.

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Weiterhin widerspricht er in der Art und Weise seines journalistischen Tuns dem überparteilichen Verständnis seines Arbeitsgebers. Der Bürger hat das Recht, sich umfassend über die Arbeit des Stadtrates und den Verlauf der Sitzungen zu informieren. Durch das parteiliche Verhalten und Schreiben des Redaktionsleiters kann dies nicht gewährleistet werden. Hier wird vorab durch den Verfasser der Presseartikel eine parteipolitische Wertung vorgenommen, so dass der Bürger keine ungefilterten Informationen aus diesem Medium erhalten kann. Kritik ist erwünscht, jedoch nicht nur einseitig und teilweise unter Verdrehung der Tatsachen.

Da dies dem demokratischen Verständnis widerspricht und der Presse- und Meinungsfreiheit und dem freien Journalismus schadet, sollte die Stadt Nordhausen der Redaktionsleiter als Vertreter der Thüringer Allgemeinen nicht mehr einladen. Da die Redaktion über weitere Mitarbeiter verfügt, die einen wirklich überparteilichen Stil pflegen, ist sichergestellt, dass die TA weiterhin an den Sitzungen teilnehmen kann. Dem Leiter der TA-Lokalredaktion selber bleibt es natürlich unbenommen, als Bürger der Stadt Nordhausen an den öffentlichen Sitzungen teilzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Höfer
Mitglied des Nordhäuser Stadtrates

Die in der Rubrik Dokumention dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich.
Autor: red

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Kommentare
Verdianer
03.06.2015, 13:56 Uhr
Wo leben wir denn?
Das verschlägt mir glatt die Sprache!
abc123
03.06.2015, 14:12 Uhr
Unfassbar
Befinden wir uns jetzt in der Türkei oder Nordkorea? Zensur und Behinderung von Pressearbeit auf Antrag eines Stadtrates...Da fehlen einem die Worte. Jeder der auch nur auf solch eine Idee kommt hat nichts, aber auch gar nichts in einem Gremium wie dem Nordhäuser Stadtrat zu suchen. Sie könnten allen Nordhäusern eine Freude machen und es Herrn Blatter gleichtun Herr Höfer - sofortiger Rücktritt.
Stadtbürger
03.06.2015, 14:24 Uhr
verständlich herr höfer
also ich kann den antrag von herrn höfer irgendwie schon leicht nachvollziehen. wenn ich das blättchen die letzten wochen mal revue passieren lasse, dann ist das schon auffällig, wie sehr dort die spd und ihre "spitzengenossen" immer wieder über den grünen klee gelobt werden.

über andere parteien wird schon abfällig geschrieben. teilweise sogar unter der gürtellinie und im bereich der verleumdung.

und zensur sehe ich hier auch nicht. es geht ja offensichtlich nicht um einen ausschluss der presse, sondern nur um einen mitarbeiter einer tageszeitung. die haben ja wohl noch ein paar mehr mitarbeiter dort, die den job machen können.

aber ist auch irgendwie lustig. die leute, die sonst immer lügenpresse schreien, wollen selbige nun verteidigen. und die spd-mitglieder kommen jetzt auch wieder aus allen öffnungen gekrochen :-)

herr greiner ist auch immer sehr kritisch. jedoch bevorzugt er keinen oder stellt falsche behauptungen in den raum. das ist der unterschied.
E20
03.06.2015, 14:53 Uhr
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Luftikus
03.06.2015, 15:08 Uhr
Deutliches Signal an Nordhäuser Tageszeitung
Sehr geehrter Herr Höfer,
ich kann Ihren Antrag voll und ganz verstehen. Selbst der einfachste Bürger in Nordhausen bemerkt diese einseitige Berichterstattung im Interesse der SPD.

Natürlich hat ein Redakteur das Recht in einer bestimmten Kolumne eine Betrachtung abzugeben, aber genau das ist schon das erste Verbrechen. Will ich als Tageszeitung für alle Bürger da sein, muss ich auch alle bedienen! Sobald ich anfange bestimmte Ereignisse, negative Schlagzeilen für den Einen wegzulassen und Lobpreisungen zu drucken, ist man eigentlich schon tief in der Misere.

Hinzu kommt vermutlich die gute "Duz" Freundschaft zum ehem. Bürgermeister und jetzigen Landrat, welche die Objektivität stark einschränkt. Ich hätte in Erfurt schon längst reagiert und einen anderen zum Chef gemacht, fähige Mitarbeiter gibt es dort genug. Aber das passiert erst wenn fast kein Abonnent mehr da ist.

Zum großen Glück haben wir die NNZ, auch hier kennen wir die kritischen Äußerungen des Redakteurs, die er aber raushält aus der sachlichen Berichterstattung. Gäbe es die NNZ als Papierform, würden wir vermutlich über die andere Tageszeitung nicht mehr sprechen - sie gäbe es nicht mehr.
Veritas
03.06.2015, 15:46 Uhr
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othello
03.06.2015, 17:15 Uhr
Fettnäpfchen Höfer
Herr Höfer beweist mit seinem Antrag, dass er keine Ahnung hat von Presse und Meinungsfreiheit.
Auch wenn ihn die Berichterstattung in der Zeitung nicht besonders gefallen mag, muss er damit leben können und wenn nötig auch über die Presse versuchen, seine Vorstellungen über die aktuelle Politik zu lancieren.

In der NNZ gelingt ihm dieses ja auch. Aber ein solcher dreister Antrag zeugt schon von politischen Unvermögen, das sicher auch ein entsprechendes Echo finden wird.Damit schießt er sich selbst ins Abseits und wird wohl nur noch in der NNZ Gehör finden.

Genauso viel Unverstand zeigen die Kommentatoren @ Stadtbürger und @ Luftikus. Dieses steigern sie noch mit ihren Vergleichen der TA mit der NNZ. Bitte bei Kommentaren den Verstand einschalten, parteipolitische Brillen ablegen, persönlichen Frust vergessen und dann mehr Gelassenheit zeigen.
von hier
03.06.2015, 18:13 Uhr
so ist er nun mal
Ich bin mir absolut sicher, dass in einer offenen Abstimmung, die Stadträte der Linken der Grünen und der CDU schon aus Gründen des zu erhaschenden Wohlwollens der hiesigen gedruckten Presse gegen den Antrag vom Herrn Höfer stimmen werden.

Obwohl alle drei Parteien oder besser ihre Fraktionsvorsitzenden schon mehrere Auseinandersetzungen mit dem Redakteur Müller hatten, eben weil er in der Vergangenheit ideologisch und selbstherrlich sich zum politischen Macher in seinen Artikeln aufspielte. In einer geheimen Abstimmung sehe das Stimmverhalten völlig anders aus.

(Allein die Ära, als es um die damaligen Ermittlungen betreffend des Anfangsverdachtes einer Vergewaltigung ging, schrieb er fortlaufen immer wieder eine neue Laudatio zur betroffenen Person.)

Eigentlich ist es völlig egal, ob der Antrag vom Herrn Höfer angenommen wird oder nicht, eins hat er doch erreicht, die journalistische Arbeit des Redaktionsleiters wurde zu mindest hinterfragt. Wer den Stadtrat Höfer kennt, der weiß dass vielleicht genau dass sein Ziel war.

Was dem nicht gefällt, das prangert er an, ob das eine Vergangenheitsbewältigung ist aus der Ära Rinke oder eben der Stil der hiesigen (print) Presse er legt den Finger drauf. Wenn ihm die Worte fehlen, so sagt er es selbst von sich, dann kommt eine Karikatur.
Das ist weniger politisches Unvermögen sondern schon eher politische Kühnheit.
Und den Kommentatoren sei gesagt, er spricht ja nicht davon, dass diese Zeitung nicht mehr ihre Vertreter in die Sitzungen schicken darf, sondern er definiert eben genau nur einen Journalisten, die anderen Journalisten betrifft das laut diesem Antrag ja in keiner Weise.
Alex Gösel
03.06.2015, 19:25 Uhr
Faschistoid!
Herr Höfer,

genauso fing es unter den Hitler-Faschisten und den sog. DDR-Kommunisten auch an, oder?

Wann stellen Sie denn einen weiteren Antrag gegen NNZ, Wochenchronik und Co.?

Einen Vorschlag für Sie hätte ich dann doch noch: Warum nicht gleich die unbequeme "Öffentlichkeit" komplett ausschliessen? Denn nur so kann men schalten und walten, wie man möchte, oder?
murmeltier
03.06.2015, 19:59 Uhr
Recht
Herr Höfer hat Recht. Kritische Worte zur SPD sind Mangelware, nichts kritisches zur Ära-Rinke noch zu Jendricke. Immer waren und sind die anderen Parteien Schuld, nur nicht die SPD. Starkes Engagement für den von der SPD vorgeschlagenen Namen für die Bibliothek "Nicolai Forum", starkes Engagement für Jendricke in einer für ihn "schwierigen Zeit", nicht kritisches zur Himmelgarten Bibliothek, nicht kritisches zu den Aufwandsentschädigungen von Rinke, nichts. Die von der SPD sind immer die Guten, haben alles richtig gemacht.
98maschr
03.06.2015, 20:06 Uhr
Godwins Gesetz...
Glückwunsch Herr Brothuhn, laut Internet haben Sie jegliche Diskussion verloren :>
Man kann von Herrn Höfer und vor allem von Herrn Müller halten was man mag, aber hier gleich die Nazikeule zu schwingen ist doch lächerlich.

Vielleicht sollte man sich einmal fragen warum es den Herrn Höfer soweit gebracht hat? Ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt. Ich mußte zumindest innerlich etwas hämisch grinsen als ich dies las.
NDHler
03.06.2015, 20:18 Uhr
Eingriff in die Pressefreiheit!
Das geht zu weit Herr Höfer! Treten sie als Stadtrat einer Freien Demokratischen Partei zurück!
Zukunft
03.06.2015, 20:45 Uhr
Kritik muss erlaub sein
Es muss auch möglich sein, Medienvertreter zu kritisieren. Sie sind nicht allwissend und nicht allmächtig. Der Leser erkennt, wenn er in eine bestimmte Richtung gelenkt werden soll, der Leser glaubt auch nicht mehr alles, er hinterfragt, dass konnte in der Vergangenheit an bestimmten Themen gut verfolgt werden. Medien müssen kritisieren, dafür sind sie da, aber bitteschön alle Parteien gleich, zumal wenn man sich als überparteilich bezeichnet. Außer Herrn Höfer haben sich meines Wissens andere Parteien auch beschwert weil ihre "Gegendarstellungen" nicht veröffentlicht wurden.

Ich will die nnz nicht loben, aber hier werden auch kritische Kommentare , gegen die eigene Berichterstattung zugelassen. Da kann sich der Leser selbst ein Bild machen.
Roland82
03.06.2015, 21:33 Uhr
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Harzer_jung
03.06.2015, 21:57 Uhr
Gefährtlich
Heute ist es die TA raus soll.

was ist das nächste? jeder dert nicht absolut positiv über alle berichtet muss rauss?

Ja Godwin greift hier schon .


Nein es ist keine gute Idee die TA raushalten zu wollen. das wird selbst wenn es durchgeht. gewaltig nach hinten losgehen.

Was ist das nächste? jeder Besucher darf hinterher nicht mit der TA reden?

Und Überhaupt: die NNZ kann es ganz genau so treffen.

Nein das wird sich die Politik gefalllen lassen müssen. es darf jeder berichten. Auch wertend, Und Meinungen zu verbieten, da sollten wir alle uns einig sein, das funktioniert nicht!

(ist übrigens auch gut so!)
murmeltier
03.06.2015, 22:01 Uhr
Lob
Von Herrn Höfer kann man halten was man will. Aber er ist ein Stadtrat der Themen anspricht, über die es sich lohnt zu diskutieren und die zum Nachdenken anregen. So sollte es doch sein. Ob man seine Meinung immer mit trägt, ist eine völlig andere Sache. Aber da kommt Mal Leben in den Stadtrat. Manchmal ist es ja zum Einschlafen und immer die gleiche Leier. Er spricht Themen an, die auch Kontroversen auslösen. Das ist doch prima. Wir sollten alle dafür dankbar sein. Ich bin es.
Roland82
03.06.2015, 22:19 Uhr
Es wird Zeit!!
Es wird Zeit, dass endlich jemand die Wahrheit ausspricht!! Herr Müller ist für seine einseitige Berichterstattung pro SPD und pro Rinke und Jendricke bekannt. Es soll schon etliche Leser der Tageszeitung gegeben haben, die deswegen ihr ABO gekündigt haben!
guugäl
03.06.2015, 22:42 Uhr
Provokation muss mal sein
Das der Hr. Höfer übertreibt mit seiner Forderung ist doch allen und ihm selber klar. Natürlich darf und wird der Antrag im Stadtrat keine Mehrheit finden. Dennoch ist die einseitige Berichterstattung der gedruckten zeitung doch offensichtlich. Während die NNZ immer wieder mal Finger in die Wunden der alten SPD-Oberen - aber auch bei anderen Parteien -legt (nichterfolgte Abführungen von Aufsichtsratentschädigungen von Frau Rinke in Höhe von über 60.000€, Dienstwagenaffäre - warum teurer Citroen statt billigem VW, warum zahlt die Stadtkasse Jendricke Dienstreisekosten zu SPD-Veranstaltungen, warum erhält ein SPD-Fraktionsvorsitzender Wieninger über 2000 € monatlich als Überallaufsichtsratsmitglied? usw....) Darüber findet sich nichts in der anderen Zeitung. Stattdessen gibts es da nur nur weichgespülte Gefälligkeitsinterviews. Diesen Unmut darf ein Höfer auch mal formulieren. Manchmal braucht es Polemik und Provokation, um Menschen aufzurütteln und zu informieren, dass eine ehemaliger Schulkamerad halt dem anderen Schulkamerad kein Auge aushackt...
Zum Glück gibt es die NNZ!
Rainer H.
03.06.2015, 22:59 Uhr
Höfer trifft den Nagel auf den Kopf
Mit diesem Antrag will Höfer Akzente setzen. Es ist genug mit diesem Lokalredakteur.
NEIN! Die NNZ wird es nicht treffen.
Die TA ist ein "unabhängige Tageszeitung" die man zudem kaufen muss. Ich habe meine vor 1 Jahr abbestellt. Zwar stiegen Beiträge für die Region, aber die völlig einseitige Berichterstattung war nicht zu ertragen, und dann noch bezahlen. Nein danke. Ich habe es schon einmal gesagt, eine Zeitung sollte berichten, und nicht Berichte erfinden. Sie sollte alle Seiten beleuchten und auch die Möglichkeit bieten, dass der Leser selbst zu einer Meinung kommt und nicht frontal mit der Meinung des Redakteurs leben muß. Die Presse ist eine Macht! Sie kann durch permanente Falschdarstellungen die Lebensqualität einschränken. Liest man diese eine Zeitung denkt man, sie hat einen Vertrag mit einem Psychologen, man wird depressiv, sie zieht einen runter. Es gibt natürlich auch gute Redakteure in dieser Zeitung

Ich bin gespannt, ob Erfurt hier nun die Reißleine zieht?!
Janko
04.06.2015, 01:09 Uhr
höfer und die pressefreiheit
Oh je.
Da ist sie.
Die crux der objektivität.
Man muss sich nur die kommentare durchlesen, um zwei fraktionen auszumachen: diejenigen, welche herrn höfer faschistoide tendenzen unterstellen, indem er die pressefreiheit zu beschneiden beabsichtigt, sowie die anderen, welche sagen: "er hat völlig recht, redakteur XY bevorzugt schon lange partei Z!"
Ich denke, so einfach wird es nicht sein, einen redakteur von öffentlichen sitzungen auszuschließen. Meiner meinung nach müsste nun ein objektives gremium sämtliche artikel des redakteures XY unter die lupe nehmen, um tendenzen festzustellen für oder gegen eine partei Z. Und selbst dann bleibt noch die frage: ist so etwas objektiv überhaupt möglich?

In den Kommentaren wurde zum vergleich die unabhängige NNZ erwähnt. Nun, auch die (in diesem beispiel möge man mir die anführungszeichen bitte verzeihen) "unabhängige" NNZ behält es sich vor, unliebsame diskussionen zb. zu "wacker nordhausen" nach lediglich drei (!) kommentaren abzuwürgen (zuletzt geschehen bei der meldung, wie wacker mit geliehenen fahrzeugen umgeht), oder eine eindeutig tendenzielle berichterstattung zur verteilung öffentlicher gelder an kulturelle einrichtungen zu veröffentlichen. Auch damit müssen andersdenkende umgehen, und meines wissens nach hat noch niemand gefordert, deswegen die NNZ einzustellen.

In meinen augen gibt es die absolute journalistische objektivität nicht. Journalismus wird von menschen gemacht, und menschen haben eine meinung, und diese meinung wird bewusst oder unbewusst stets in den schreibstil und in formulierungen fließen. Bishin, dass man eben unliebsame diskussionen abkürzt, während andere völlig ins kraut schießen. Wie eventuell auch diese hier.

Ich denke, es muss der mittelweg gefunden werden, und dieser liegt im auge des betrachters, in diesem falle des Zeitungs-lesers. Es muss einem nicht alles gefallen, was veröffentlicht wird. Ich selbst arbeite in einem beruf, in welchem eine einzelne person mit flotter feder monatelange arbeit mit einem satz zerreißen kann. Damit umgehen zu können gehört jedoch in eine demokratie. Der "flotten feder" den mund verbieten zu wollen allerdings ist nicht demokratisch. Diesen vorwurf muss sich herr höfer objektiv betrachtet mit seiner forderung gefallen lassen. Ebenso objektiv müssten nun, wie ich eingangs schrieb, jedoch sämtliche veröffentlichungen des genannten redakteurs auf herz und nieren geprüft werden, im extremen fall von einer unabhängigen, mehrköpfigen, zu berufenden institution.

Und wer bezahlt die?
Und ist sie wirklich unabhängig?
Und was macht man mit dem frühestens in ein paar monaten zu erwartenden ergebnis der untersuchung?

-

Ja. Eben.

Ich denke: lasst taten sprechen, und nicht die berichte über die taten.
neu-roland
04.06.2015, 01:57 Uhr
viel unberechtigte Schelte für eine berechtigte Frage
Guten Morgen,

man kann ja durchaus feststellen, dass einige der Einwände vom Herrn Höfer in den Stadtratssitzungen "gewagt" sind. Hier trifft er jedoch den Nagel auf den Kopf. Man konnte ja in den letzten Wochen und Monaten die "Heiligsprechung" von Herrn Jendricke unter Zuhilfenahme des "Tuches des Vergessens" in der gedruckten zeitung mit erleben. Andere Landsrats-Kandidaten hatten bei Weitem nicht so viel Raum und guten Leumund in dieser Zeitung.
Dies hat nichts mit objektivem Journalismus zu tun. Und Dijenigen, welche hier in dem Antrag gleich Kommunismus und Faschismus wittern, sollten mal rekapitulieren, dass eine objektive und mit einer kritischen Distanz in alle Richtungen arbeitende Presse (und natürlich auch andere Medien) eine der Grundlagen einer freien und demokratischen Gesellschaft ist. Ich kann nur empfehlen, sich mal über die umfangreichen und z. T. verborgenen Medienaktivitäten der SPD zu informieren, welche u.a. einen erheblichen Anteil an der Finanzierung der Partei haben. Soweit dies recherchierbar ist, hat keine andere Partei in Deutschland annährend so viel Medienbesitz - und damit wohl auch entsprechenden Einfluss.
Einen fröhlichen Tag noch
Leser X
04.06.2015, 07:00 Uhr
Was soll das?
Ich finde die Kritik von Herrn Höfer völlig überzogen und politisch motiviert.

Ich kann in der Berichterstattung von Herrn Müller keine Bevorzugung aller Nicht-CDU-Parteien entdecken.

Was mir aber sehr wohlwollend aufgefallen ist, das ist die Tatsache, dass die Zeitung, für die er arbeitet, seit dem Weggang seines Vorgängers sehr an Qualität gewonnen hat.

Endlich wurden heiße Eisen nicht mehr umgangen, sondern benannt. Endlich kein Leitartikel mehr über unverfängliche Themen (das ging ja zuletzt bis hin zum menschlichen Stuhlgang).

Das bringt natürlich mit sich, von gewissen Leuten angefeindet zu werden.

Machen Sie weiter so Herr Müller und lassen Sie sich nicht Ihr Engagement von gefrusteten Lokalpolitikern vermiesen!
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Anmerk. d. Red: Diese Diskussion ist beendet.
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