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Mi, 14:17 Uhr
25.03.2015

Augen auf beim Krötenlauf

Wenn die Temperaturen in den nächsten Tagen weiter so warm bleiben, rechnet der NABU Thüringen in vielen Teilen des Landes verstärkt mit Amphibienwanderungen. Mildes und feuchtes Wetter lockt Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren hervor. Deshalb bitten die Naturschützer Autofahrer um rücksichtsvolles Fahren an Amphibienwechseln...

„In den vergangenen Tagen konnten wir bereits vereinzelte Wanderaktivitäten bei unseren Amphibien beobachten“, stellt Ulrich Scheidt vom NABU-Landesfachausschuss Herpetologie und Vorsitzender des Amphibien- und Reptilienschutz in Thüringen (ART) e. V. fest. „Am wanderfreudigsten waren bis jetzt die Molche und Frösche. Etwas verhaltener waren dagegen die Erdkröten. Die Amphibienwanderung setzt meist bei Bodentemperaturen über 3-4° C und ausreichend Feuchtigkeit ein, deshalb rechnen wir vielerorts erst in den nächsten Tagen mit ersten Massenwanderungen.“

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Amphibien müssen, um in ihre Laichgewässer zu gelangen, oft weite Strecken zurücklegen. Nicht selten führt der Weg dorthin über stark befahrene Straßen. Genau hier lauert die Gefahr. Beim Überqueren der Straßen werden die Tiere überfahren oder können sogar, durch einen geschwindigkeitsbedingten Strömungsdruck der Autos auf die Fahrbahn, getötet werden. Deshalb ist es ratsam, beim Auftauchen von Amphibien auf der Straße vorsichtig und langsam zu fahren, ohne jedoch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Selbst bei einer nicht viel befahrenen Straße mit neun Autos pro Stunde liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit, beispielsweise bei wandernden Erdkröten, schon bei unter 20 Prozent.

Für die ehrenamtlichen Naturschützer hat in Thüringen die Wandersaison ebenfalls begonnen. Viele NABU-Gruppen betreuen Krötenzäune, um Amphibien an besonders gefährlichen Stellen vor dem Straßentod zu retten. Der NABU bittet Autofahrer auch um verstärkte Rücksichtnahme gegenüber den Betreuern an den Amphibienzäunen. Die Helfer sind am Abend, in der Nacht oder am frühen Morgen bei jeder Witterung auf den Straßen unterwegs. Wer bei der Betreuung der Zäune mithelfen möchte, kann sich beim NABU melden.
Autor: red

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