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Do, 19:23 Uhr
12.03.2015

Forum: EU Armee

EU Kommissionspräsident Junker will EU Armee schaffen. Was ein Leser dazu meint, erfahren Sie hier...

EU Kommissionspräsident Junker will eine EU Armee schaffen und erhält für diese Idee prompt Zustimmung von der Bundesministerin von der Leyen. Damit meint der Herr aus Brüssel, soll Russland der Eindruck vermittelt werden, dass "wir" es ernst meinen.

Wer auch immer mit wir gemeint sein soll, die europäischen Bürger haben andere Sorgen als diese gefährlichen "Spielchen" mit der permanenten Anheizung der militärischen Spirale von Drohgebärden. Er meint, damit die Werte der europäischen Union zu verteidigen.

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Erst Osterweiterung von EU und Nato, dann das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine mit all seinen Folgen, permanentes Säbelrasseln an den Grenzen von Russland und nun die EU Armee. Geht denn in den Köpfen nichts anderes vor als diese gefährliche militärische Zuspitzung? Frau von der Leyen, deren Soldaten mit maroder Technik wurseln und mangels an Waffen mit schwarzen Besenstielen kämpfen, springt diensteifrig auf den Vorschlag von Junker. EU-Sicherheits-und Außenpoltik mit mehr militärischen Mitteln ist doch keine Lösung.

Das damit auch Parlamente und eine demokratische Kontrolle untergraben werden kann doch wohl nicht hingenommen werden. Eine zivile, friedliche Außenpolitik die Russland einbindet, ist das Gebot der Stunde. Wie lange läßt sich Europa noch von dem Wind des Weltmachtstrebens aus den USA treiben?
Europa geht nur mit und nicht gegen Russland. Nur mit den Fingern auf Russland zeigen und erklären was Putin machen möge, ist schon ein eigenartiges Verständnis von Politik. Das da immer drei Finger zurück zeigen sollten die "Guten" nicht vergessen. Man muss einfach reden, auch über unterschiedliche Sichtweisen.

Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
Gothe
12.03.2015, 21.01 Uhr
Die Deutschen nehmen alles hin was sie vom Besatzer vorgeschrieben kriegen
Traurig aber wahr...Deutschland schreibt sich ab....Mit unserem Volk geht es langsam aber sicher berg ab und alle sehen zu. Eine Verteidigunsministerin die nicht mal was als Familienministerin getaugt hat und komplett planlos ist.
Eine Armee die heutzutage nur aus Leuten besteht die im zivilen Leben nichts erreicht haben...und alle gegen Russland,das kann nicht gut gehen....der 3. Weltkrieg ist vorprogrammiert....
aladin
13.03.2015, 07.30 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
RWE
13.03.2015, 08.13 Uhr
Scharfmacher auf beiden Seiten
"Wer auch immer mit wir gemeint sein soll, die europäischen Bürger haben andere Sorgen"

Da fragen Sie mal die Bürger ses Baltikums. Es gibt auch in Rußland genug Scharfmacher, die Europa an Rußland angliedern wollen oder wenigstens die alte SU wieder haben wollen.
http://maidantranslations.com/2014/06/01/dugin-wir-mussen-europa-erobern-besetzen-und-angliedern-kommentar-von-boris-reitschuster/
Real Human
13.03.2015, 15.20 Uhr
„Dass es eine prorussische fünfte Kolonne in Europa gibt, steht fest.“
Danke Herr Reiber, danke Herr Dugin, danke „RWE“! Wer nicht zu den zweibeinigen Meerschweinchen gehört, die nichts wissen und nichts wissen wollen, der kennt jetzt die „Roadmap“. Aber es ist wie mit Hitlers „Mein Kampf“: Jeder konnte es ahnen, aber die Wenigsten konnten oder wollten 1 + 1 zusammenzählen.

Selbst, wenn die Information (Kommentar von "RWE") aus dem Ukrainischen Propagandaministerium kommt, so spiegelt sie doch eine unter den Russen weit verbreitete Meinung wieder. Ich vermute, Alexander Dugin spricht nur aus, was in der Umgebung von Wladimir Putin gedacht wird. Von einem „Hofnarren“ kann man sich aber jederzeit distanzieren.

Laut Wikipedia gehört Alexander Dugin zu den russischen Nationalbolschewisten: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Geljewitsch_Dugin . Eine nationalbolschewistische Bewegung entstand in Deutschland gleich nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Eindruck des Versailler Diktatfriedens. Wer sich dafür näher interessiert, dem sei u.a. das Buch von Karl Otto Paetel „Nationalbolschewismus und nationalrevolutionäre Bewegungen in Deutschland“ empfohlen.

Auch das Nationalkomitee Freies Deutschland stand ideologisch dieser Richtung nahe: http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalkomitee_Freies_Deutschland . Uniformschnitt und Geist der NVA lassen ebenfalls tief blicken! Von daher ist es nicht verwunderlich, dass große Teile der Linken Russland so sympathisch finden.

Eine „Eurasische Union“ hätte auch für mich einen gewissen Reiz. Allerdings mit einer Verfassung, die unserem Grundgesetz sehr nahe käme.

• Ohne Gottespräambel, stattdessen strenge Trennung von Staat und Religion (Wäre wohl nicht mit Dugins Vision vereinbar)

• Ganz wichtig wären Meinungsfreiheit und unabhängige Medien (Internet!), was auch nicht in Dugins Sinne wäre.

• Als Unionssprache wäre mir eine Plansprache nach dem Vorbild und Geist des Esperanto sehr angenehm. (Dugin wohl nicht!?)

• Keinesfalls würde ich eine Dominanz durch Russland oder einen anderen Staat akzeptieren. (Dugin wäre da sicher anderer Meinung)

„Dass es eine prorussische fünfte Kolonne in Europa gibt, steht fest.“(Dugin) Ich finde es gut, dass Herr Reiber sich hier ganz offen gegen ein „EU-Armee“ positionieren kann. So weiß jeder, wo er hingehört.

Mir gefällt das gegenwärtige von einem hemmungslosen, parasitären und faulendem Finanzkapitalismus gelenkte Europa auch nicht. Wer davon „die Schnauze voll“ hat, braucht aber lediglich eine linke Partei zu wählen.

Angesichts der in der Linken weit verbreiteten Sympathie mit einem von Oligarchen und vom Geheimdienst regierten Russland, fällt mir die Wahl einer solchen Partei aber immer schwerer. Denn Merkel kann abgewählt werden – Putin und seine Nachfolger nur sehr theoretisch. Eine Eurasische Union nach russischen Vorstellungen wäre etwas Ähnliches wie China: Eine brutal-kapitalistische Diktatur unter Führung einer „Kommunistischen“ Partei.

Nur mit einer starken EU-Armee, die zur Abschreckung auch atomar bewaffnet sein sollte, kann den Herausforderungen durch einen Russischen Imperialismus auf Dauer widerstanden werden.

Interessant ist übrigens auch die Symbolik:

Fahne der Nationalbolschewistischen Partei Russlands: http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalbolschewistische_Partei_Russlands#/media/File:National_Bolshevik_Party.svg

Fahne der NSDAP: https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei#/media/File:Flag_of_the_NSDAP_%281920%E2%80%931945%29.svg
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