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Di, 13:55 Uhr
13.01.2015

Bahnkunden brauchen Nachtzüge

Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages führt morgen eine öffentliche Anhörung zur Streichung von weiteren Nachtzügen durch. Bereits Ende 2014 hat die Deutsche Bahn wichtige Nachtzugverbindungen eingestellt, darunter die Strecke von Hamburg über Berlin nach Paris...


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht ein grundsätzliches Problem bei dem Verkehrsangebot der Deutschen Bahn: Mit einem ausgedünnten Angebot werden die Interessen der Fahrgäste vernachlässigt. Der vzbv fordert verlässliche und attraktive Bahnangebote – auch nachts.

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„Der Rückzug der Deutschen Bahn aus dem Nachtzugangebot ist symptomatisch für das geringe Interesse der Konzernleitung an Wünschen und Erwartungen der Fahrgäste“, sagt Marion Jungbluth, Teamleiterin Energie und Mobilität beim vzbv. Sie vertritt die Verbraucherinteressen während der Anhörung im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages. Das Angebot Nachtzug müsse sich zwar gegenüber starker Konkurrenz durch erschwingliche Flug- und Hotelpreise sowie dem Angebot an Nachtfahrten mit Fernbussen behaupten.

Trotzdem habe das Nachtzugangebot der Bahn aus Verbrauchersicht weiterhin einen besonderen Stellenwert. „Entscheidend ist, dass Verbrauchern auch bei längeren Reisedistanzen ein attraktives, verlässliches und preiswertes Angebot zur Verfügung steht“, so Jungbluth.

Bahn muss mehr Service bieten

„Liegend zu reisen, bietet ansonsten nur die Luxusklasse im Flugzeug. Um die Potenziale des Nachtzugs auszuschöpfen, muss das Konzept grundsätzlich reformiert und auf neue Füße gestellt werden. Ein Sechserliegeabteil ist nicht mehr zeitgemäß.

Die Streichung des Bordrestaurants auf Nachtzuglinien hat Reisenden guten Service und wichtige Begegnungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten genommen. Ein attraktives Nachtzugangebot aus Kundensicht sieht anders aus. Ansprüche der Fahrgäste an die Ausstattung mit Steckdosen, WLAN und abschließbaren Wertfächern müssen erfüllt werden. Dem Bedürfnis nach Individualität beim Reisen muss die Bahn Rechnung tragen“, so Jungbluth.
Autor: red

Kommentare
Wolfi65
13.01.2015, 14.23 Uhr
Man will doch ein schlankes Unternehmen Zukunft
Und da sind solche Kostenpositionen, wie Nachtzüge fehl am Platz.
Man will in absehbarer Zeit den Sprung an die Börse wiederholen.
Und wenn der letzte Zug weggespart ist, kann man dann sogar auf das Schienennetz und die teure Sicherungstechnik verzichten.
Bahnhöfe brauchen nicht mehr in Ordnung gehalten werden.
Auch kann man das Personal auf den Posten Null verringern, welcher dann auch mit der Abschaffung der lästigen Gewerkschaft einhergehen würde.
Zum Schluss könnten die Gleise abmontiert und die frei werdenden Grundstücke, die tausenden Kilometer Kupferkabel, die Millionen Tonnen Stahl, welche in den Fahrzeugen und Schienen stecken, ebenfalls börsenorientiert verspekuliert werden.
Der Bahnvorstand hätte dann nur noch die Aufgabe, sich Börsenorientiert selbst abzuschaffen.
Selbstverständlich mit einer entsprechend hohen Abfindung, deren Höhe vom Vorstand dann selbst festgelegt werden würde, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, irgendwann den Weg auf die Agentur für Arbeit nehmen zu müssen.
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