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Mi, 12:40 Uhr
22.10.2014

SPD: Solide Haushalstpolitik sieht anders aus

Am Montag wurde im Stadtrat beschlossen, den Dispotkredit Nordhausens auf 16 Millionen Euro zu erhöhen. Das Grundproblem bleibe jedoch bestehen, heißt es dazu heute aus der SPD. Wie die Haushaltswirtschaft in Zukunft solide gestaltet werden soll, sei bisher nicht zu erkennen...

Die Stadt muss im Jahr 2014 mehr Geld ausgeben, als sie ursprünglich geplant hatte. Die Mehrkosten des Bürgerhauses, Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst, eine mögliche Kreditablösung für die Stadtwerke-Holding, Verpflichtungen aus Unterhalt und Bewirtschaftungen sowie die Zuschüsse für das Theater und die Kindergärten summieren sich auf 15.072.964,64 Euro. Das Kreditlimit der Stadt lag bis Montag bei lediglich 10,7 Millionen Euro.

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Der Stadtrat beschloss diese Woche, das Limit auf 16 Millionen Euro zu erhöhen. Obwohl grundsätzlich für die "Liquiditätsvorsorge", hatte die SPD einige Änderungen des Beschlusses beantragt, die aber abgelehnt wurden. "Der Stadtrat hat den Dispokredit erhöht, aber es sind bisher keine klare Ideen ersichtlich, wie man das grundsätzliche Problem löst", sagte SPD-Stadtratsmitglied Hans-Georg Müller der nnz. Die Minusbeträge aus den Vorjahren würden so nicht abgebaut. "Es gehört zu einer soliden Haushaltspolitik, auch über schmerzhafte Eingriffe zu beraten", sagte Müller, "die SPD hat zum Beispiel schon vor längerer Zeit darüber gesprochen, das man über höhere Hebesätze nachdenken sollte. Das hat man damals nicht getan und das wird auch heute nicht getan".

Blick in den Stadtrat (Foto: Angelo Glashagel) Blick in den Stadtrat (Foto: Angelo Glashagel)

In diesem Sinne wollte die SPD in ihrem Änderungsantrag unter anderem festschreiben, das mit der Erhöhung des Kredites endlich auch Klartext in Sachen Haushaltssicherungskonzept gesprochen wird und ein entsprechender Plan schnellstmöglich vorzulegen sei. Tatsächlich hat der Stadtrat bereits im März 2013 die Erstellung eines solchen Konzeptes beschlossen. Nach nunmehr anderthalb Jahren habe man allerdings bisher noch keine Ergebnisse gesehen, so Müller.

Desweiteren kritisierte Müller den Umgang mit der Öffentlichkeit in der vergangenen Sitzung. Wenn man über zwei Stunden unter Ausschluss der Öffentlichkeit diskutiere, dann sollte man diese Punkte auf der Tagesordnung von vornherein vorziehen, anstatt interessierte Bürger und Pressevertreter nach einem ersten öffentlichen Teil vor der Tür warten zu lassen und dann zur Abstimmung wieder hinein zu bitten.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Eckenblitz
22.10.2014, 14:07 Uhr
SPD
„Solide Haushalstpolitik sieht anders aus“. ausgerechnet von der spd kommt so ein spruch. hat die stadt nicht jahrelang unter der knute von einer spd oberbürgermeisterin gestanden?

ich erinnere mich noch an die arrogante sprüche der parteispitze . einen davon kennt jeder, wie hieß es doch, „das haben wir gemacht“.

die neue bibliothek wie sagte die damaliege ob, die leute werde aus sangerhausen zu uns kommen, um hier in unseren büchern lesen und kaffee trinken. wie viel sangerhäuser haben sie denn in der bücherei schon begrüßt, frau rinke?

noch eins, die spd zeigt mit dem finger auf die cdu und ihrer finanzpolitik, muss man sich aber nicht fragen wer die stadt in das dilemma getrieben hat. natürlich waren alle parteien daran schuld, aber die spd hat nicht das recht andere zu kritisieren, sie tragen meiner meinung nach die hauptschuld.

da kann herr müller reden was er will, bei diesen herren habe ich das gefühl, er sieht sich als der neue überflieger der spd. warten wir mal noch ein zwei jahre und sehen dann, was aus der spd geworden ist? Eins ist klar, wenn sie das wählervolk weiter so verschaukeln, dann wird sie bald ohne bedeutung für den wähler sein.
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