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Do, 10:57 Uhr
16.10.2014

Sieben mal zwei Meter Bibliothek

Ende des Monats soll die mittelalterliche Bibliothek des Klosters zu Himmelgarten nach Nordhausen zurückkehren. Derzeit wird die neue Heimstatt der Bücher auf deren Ankunft vorbereitet...

Sieben Mal zwei Meter werden die Schränke am Ende messen (Foto: Angelo Glashagel) Sieben Mal zwei Meter werden die Schränke am Ende messen (Foto: Angelo Glashagel)

Wenn alle richtig gerechnet und gemessen haben, werden die 356 Folianten im Sonderausstellungsraum der Flohburg ihren Platz finden.

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Damit den besonderen Bedürfnissen der altersschwachen Folianten auch Rechnung getragen wird, baut man dieser Tage in der Flohburg die Schränke zu ihrer Aufbewahrung auf.

Am Ende wird die Präsentation der Bücher wahrscheinlich weit weniger umfangreich und spekatkulär ausfallen, als das mancher angesichts der Dimensionen der Kulturbibliothek, dem urspünglich angedachten Aufbewahrungsort, vielleicht gedacht hat. Die Schränke werden lediglich sieben Meter in der Breite und zwei Meter in der Höhe messen und damit kaum mehr als einen Teil der Wand im Sonderausstellungsraum einnehmen.
Angelo Glashagel
Autor: red

Kommentare
othello
16.10.2014, 18.07 Uhr
Aufwand/Nutzen
Viel Aufregung und organisatorisches Dilemma im Vorfeld, für eine Umlagerung der Himmelgarten – Bibliothek. 7 x 2 Meter Bücherregale, für wen? Nutzt es der Wissenschaft ? Nutzt es dem Besucher ? Wahrscheinlich nutzt es niemanden, außer dem Besitzer. Was haben diese 7 x 2 Meter der Stadt Nordhausen gekostet und was werden sie weiter kosten. Viel Aufwand für fast nichts !
murmeltier
16.10.2014, 19.27 Uhr
Bürger
Der Bürger wollte die Himmelgartenbibliothek mit Sicherheit nicht in Nordhausen. Das Prediger Seminar in Wittenberg hätte diese "Büchersammlung" gern behalten, dort wären sie auch zu Forschungszwecken besser aufgehoben gewesen. Der jetzige Stadtrat und der OB hätten die Aufbewahrung hier in Nordhausen noch verhindern können, aber dazu fehlte der Wille. Kein Geld in der Kasse, aber immer aus dem vollen Schöpfen, das kennt man ja.
Boris Weißtal
16.10.2014, 21.06 Uhr
falsch
der jetzige Stadtrat konnte nichts mehr verhindern, die Verträge wurden in der alten Wahlperiode zwischen Stadt und evangelischer Kirche geschlossen und waren bindend. Die interessantere Frage ist vielmehr: Wer ist Eigentümer der Sammlung und wer kommt warum für die Kosten der Aufbewahrung auf?
Luftikus
17.10.2014, 09.02 Uhr
Himmelgartenbibliothek
Der Vertrag zur Rückführung der Bibliothek wurde nur zwischen Frau OB Rinke und der Blasiigemeinde -OHNE Stadtratsbeschluß- geschlossen! Bis 2011 war eine fachgerechte Unterbringung, wie diese im dazugehörigen Vertrag vereinbart wurde, in den Planungen des Bürgerhauses nicht berücksichtigt.

Von der Geschichte her, verbrachten die Mönche die Bücher zum Magistrat der Stadt Nordhausen. Also übergaben diese eigentlich der Stadt.

Aber die Bücher wurden dann in der Blasiigemeinde verbracht. Förmlich hat die Ev. Kirche die Bücher ersessen.
Wie auch immer, die Bücher gehören nach Nordhausen!
Und diese können auch hier eingesehen werden. Das die Bücher in Wittenberg beim Prediger Seminar besser aufgehoben wären ist irrtümlich.

Kaum ein Prediger bzw. Pfarrer kann heute noch lateinisch oder gar die alte Schrift lesen. Für die Stadt Nordhausen, sind die Bücher ein Gewinn, auch wenn der Weg bis dahin ein schwieriger war.
Zukunft
17.10.2014, 09.18 Uhr
Alte Bücher
Ach ja, Luftikus, hier in Nordhausen können ja so viele Latein lesen und dazu noch die alte Schrift. Diese Bücher dienen nur noch Forschungszwecken und wurden aus dem Bestand in Wittenberg förmlich herausgerissen.

Die Herholung war einerseits nur das Bedienen einer einzelnen Eitelkeit, andererseits als Begründung für den Bau des Bürgerhauses vorgesehen.

Es ist schon sehr ungewöhnlich, dass der Besitzer eines Gutes nicht für Transport und Unterbringung zahlt, statt dessen wieder mal die Allgemeinheit. Aber bei den Verquickungen zwischen Politik und Kirche in dieser Stadt ist das eigentlich normal. Soll die Kirche den Spaß doch selbst bezahlen.

Wer so etwas ungefragt gutheißt, kann nur Politiker oder Verwaltungsmitarbeiter sein, der das Geld ausgibt, dass er nicht selbst verdient hat.
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