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Sa, 16:00 Uhr
23.08.2014

Es muss ein weiter Weg sein...

Da ist er nun, der erste Dämpfer für unsere Regionalliga-Kicker. Doch daraus sollte keine Krise erwachsen. Niederlagen gehören auch in dieser Saison zum Alltag in der Liga...


Vor allem kommt diese Niederlage rechtzeitig, um denen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die schon jetzt und heute von „Höheren“ träumen. Auch den überlokalen Medien, die mal hier, mal dort, nach zwei oder drei Spieltagen vom Geheimfavoriten auf den Staffelsieg schrieben.

Das 3:0 ist vermutlich ein wenig zu hoch, aber es soll, das sagen Beobachter wie Klaus Verkouter, in Ordnung gegangen sein. Immerhin zählt Zwickau zu den stärksten Mannschaften dieser Liga und kann durchaus zu den realen Favoriten um den Staffelsieg gezählt werden. Hier in Nordhausen geht keine Welt unter, vielmehr wissen Trainerstab und Mannschaft, wo es noch Defizite gibt, welche Schwächen Gegner wie Zwickau gnadenlos ausnutzen.

In der Pressekonferenz sagte Wacker-Coach Jörg Goslar, dass der Sieg in Ordnung gehe, das Wacker in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe gespielt habe. „Wir haben dann leider den ersten Fehler gemacht, waren zu unaufmerksam und das hat Zwickau ausgenutzt. Wir sind eben noch keine Spitzenmannschaft, aber auf dem Weg dahin.“

Für Tosten Ziegner sei Wacker Nordhausen eine richtig gute Regionalligamannschaft und: „unser Sieg fiel zwei Tore zu hoch aus“.

„Wir sind auf dem Weg dahin“, darin liegt die derzeitige Situationsbeschreibung und Botschaft gleichermaßen. Wacker wird oben in der Liga mitspielen, das ist der Anspruch. Wacker will nicht aufsteigen, noch nicht. Wer Goslar kennt, weiß, dass der Weg dahin, wo er selbst in drei Jahren sein eigenes Ziel sieht, ein weiter sein kann. Das ist gut so, denn auf diesem Weg müssen viele Akteure mitgenommen werden. Vor allem jene, die neben dem Rasen zu finden sind.
Peter-Stefan Greiner

Ein Dank an Klaus Verkouter, für die Live-Ticker-Infos aus Zwickau.
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Kommentare

24.08.2014, 14.38 Uhr
othello | Zweifel sind angebracht
Herr Greiner hat offensichtlich Einblick in die Situation von Wacker Nordhausen. Auch in seine finanziellen Möglichkeiten ? Darf man hier wirklich von der Dritten Liga in etwa 3-4 Jahren träumen ? Wenn ja, dann bin ich tatsächlich angenehm überrascht.

Viele Akteure müssen mitgenommen werden, vor allem jene, die neben dem Rasen zu finden sind, merken sie treffend an ! Ich bin zu jedem Heimspiel zugegen (Dauerkarte), aber mich persönlich, mit meinen eingeschränkten finanziellen Mitteln können sie nicht meinen. Wer gemeint ist, ist mir natürlich klar.

Neben Sponsoren aus dem wirtschaftlichen Umfeld gehören dazu natürlich die Verantwortlichen in der Stadt Nordhausen, also der Eigentümer des AKS. Dass hier Fußballfans zu finden sind, wäre mir neu, denn als Besucher eines Spiels sehe ich sie nicht. Trotzdem hat man in der Stadt erfreulicher Weise schon mal den Willen bekundet am Stadion etwas zu tun.

Wenn die groben bisherigen Vorstellungen tatsächlich einmal realisiert werden könnten, reicht dieses aber nur für die Regionalliga, mehr ist da nicht drin. Hier ist schon die Schmerzgrenze für die Stadt Nordhausen erreicht. Sehen sie sich den AKS und sein Umfeld mal genauer an, werden sie feststellen müssen, dass ein Ausbau zur Drittligatauglichkeit, auch nach den notwendigen geplanten Umbauten, so nicht möglich ist. Voraussetzung ist nach meinem Wissen auch ein Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauern, bei jetzt 8.800 Zuschauern Fassungsvermögen.

Die derzeitigen vorläufigen Planungen, die ich aus der Presse entnommen habe, ist dieses nicht vorgesehen und wird auch noch verhindert. Voraussetzung wäre der Ausbau der Tribünen mit Zuschauerfreundlichen Schalensitzen, die eigentlich schon in fast jedem Stadion Standard sind. Sollten diese in der derzeitigen Planung tatsächlich mal realisiert werden können, würde dieses das Fassungsvermögen des derzeitigen Stadions noch weiter nach unten drücken. Also ein Ausbau der Tribünen ist erforderlich. Wo aber soll das passieren. Am weiter geplanten Trainingsplatz, also im Bereich der jetzigen Tribüne? Im Bereich der Kleingartenanlage? Alles nur Träumereien?

Woher kommen die erforderlichen Parkplätze. Wie sehen hier die Planungen aus? Neben vielen anderen, von mir nicht erwähnten Baustellen, muss ich resümieren, dass die Dritte Liga auch bei sportlichen Erfolgen weiterhin ein Traum bleiben wird. Es sei denn, es findet sich ein kleines RED BULL und das Stadion wird privatisiert oder neu gebaut. Ob sich dazu jemand bereit findet, auch unter Berücksichtigung der zu erwarteten Zuschauerzahlen, möchte ich bezweifeln.

Einen schönen Sonntag noch, Herr Greiner, und viele schöne, erfolgreiche Spiele von Wacker Nordhausen.

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24.08.2014, 16.20 Uhr
-Insider- | mh
wozu denn bitte ein stadion für 10.000 menschen, wenn man nicht mal die 1.000 im schnitt erreicht?

nur um formalien zu erfüllen, sollte man nicht auf teufel komm raus bauen. es sollte schon ein gewisser bezug zur realität erhalten bleiben...

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