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Do, 10:00 Uhr
31.07.2014

Weiter unter Vorjahreswert

Erwartungsgemäß stieg die Zahl der Arbeitslosen zu Beginn des zweiten Halbjahres leicht an. Dennoch verzeichne man vier Prozent weniger Arbeitslose als im vergangenen Jahr, erklärte heute die Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur Gabriela Helbing...


Mit 11.327 Arbeitslosen waren zum Juni zwar rund 50 Personen mehr auf Jobsuche, zum Vorjahr lag die Zahl aber um 471 darunter. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, stieg zum Vormonat um 0,1 auf 8,1 Prozent. Im Vorjahr lag sie noch bei 8,3 Prozent. Rund 1.000 Männer und Frauen meldeten sich im letzten Monat nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos. Darunter war fast ein Viertel Jugendliche nach einer Ausbildung oder Schulbeendigung.

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„Wir haben in Nordthüringen vier Prozent Arbeitslose weniger als letztes Jahr“, erklärt Gabriela Helbing, Geschäftsführerin der Nordhäuser Arbeitsagentur, die aktuelle Arbeitsmarktsituation. „Das ist erfreulich.“ Dass die Arbeitslosigkeit zum Monat zuvor leicht gestiegen ist, sei für diesen Monat typisch. Junge Leute haben sich nach der Schule arbeitslos melden müssen. Ausbildungsverhältnisse endeten und Anschlussbeschäftigungen folgten nicht nahtlos.

Knapp 850 Schwerbehinderte waren Ende Juli arbeitslos, rund sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Nahezu 80 Prozent der Schwerbehinderten verfügen über einen Berufsabschluss oder haben ein Studium absolviert. Argument genug, um bei den Unternehmen kräftig die Werbetrommel zu rühren. „Unser Anliegen ist es, dass Schwerbehinderte noch mehr als bisher von den guten Möglichkeiten, die der Arbeitsmarkt bietet, profitieren“, so Gabriela Helbing. Aus diesem Grund bereitet die Agentur für Arbeit gemeinsam mit der IHK, den Kreishandwerkerschaften, zahlreichen Unternehmen, dem Schulamt und verschiedenen Institutionen einen 1. Inklusionstag in Nordthüringen vor. Der 24. September sei dafür bereits vorgemerkt.

Berufliche Weiterbildung bringt Fachkräfte

Rund 700 Personen, über 100 mehr als vor einem Jahr, nahmen im Juli an einer beruflichen Weiterbildung teil. Sie verbessern damit ihre Beschäftigungschancen auf dem Arbeitsmarkt. Neben den Qualifizierungen für die Metall- und Elektrobranche wird immer wieder das Augenmerk auf die Pflegeberufe gelegt. Ab 01. September starten erneut die Qualifizierungen zum Altenpfleger / in. Hier habe man derzeit noch freie Kapazitäten für Interessenten.

Personalnachfrage steigt wieder

Rund 3.600 sozialversicherungspflichtige Stellen wurden seit Beginn des Jahres gemeldet, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber Juni stieg die Zahl gemeldeter Stellen um knapp neun Prozent. Die Stellenentwicklung zeigt noch einmal deutlich, wo erhöhter Fachkräftebedarf besteht. Fast die Hälfte aller Stellen kam aus Produktionsbereichen, vor allem aus dem Maschinen- und Metallbau, fast zwanzig Prozent der Nachfrage aus der Baubranche.

Über 600 freie Ausbildungsstellen

Seit Oktober letzten Jahres hatten sich 1.464 Bewerber, rund vier Prozent weniger als im Vorjahr gemeldet. Die Zahl der Ausbildungsstellen blieb mit 1.552 zum Vorjahr unverändert.
Das Berufsberatungsjahr 2013/2014 geht in die Abschlussphase. 664 freie Ausbildungsstellen, das ist die Bilanz auf dem Ausbildungsmarkt für Nordthüringen Ende Juli. Demgegenüber stehen nur 396 Bewerber, die noch keine Stelle gefunden haben. „Bei dem Ausbildungsangebot haben Bewerber eine große Auswahl“ so Gabriela Helbing. „Berufe mit guten Perspektiven und Übernahmechancen sind vor der Haustür zu finden.“ Welche das sind, dazu könne man sich ausführlich bei den Berufsberatern informieren. An die Unternehmen appellierte die Arbeitsmarktexpertin, sich die Bewerber noch einmal genauer anzusehen, die auf den ersten Blick nicht überzeugt haben. „Jeder Jugendliche, den wir heute gehen lassen, fehlt morgen als Fachkraft in der Region.“

Der Blick in die Landkreise

NordhausenDie Arbeitslosigkeit hat sich von Juni auf Juli geringfügig um 9 auf 4.085 Personen verringert. Das waren 230 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 9,2%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,7%. Dabei meldeten sich 948 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 17 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 956 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+49). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.495 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 530 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dem gegenüber stehen 6.830 Abmeldungen von Arbeitslosen (295).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 28 Stellen auf 329 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 120 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juli 224 neue Arbeitsstellen, 127 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.194 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 266.

Landkreis Eichsfeld
Die Arbeitslosigkeit ist von Juni auf Juli um 191 auf 3.082 Personen gestiegen. Das waren 72 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 5,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 5,6%. Dabei meldeten sich 954 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 74 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 761 Personen ihre Arbeitslosigkeit (72). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.366 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 133 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, dem gegenüber stehen 6.326 Abmeldungen von Arbeitslosen (357).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 39 Stellen auf 829 gestiegen, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 250 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 263 neue Arbeitsstellen, 73 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.633 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 338.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von Juni auf Juli um 129 auf 4.160 Personen verringert. Das waren 169 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juli 10,3%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,6%. Dabei meldeten sich 872 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 7 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 997 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+88). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 6.530 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 125 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 7.032 Abmeldungen von Arbeitslosen (304).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Juli um 12 Stellen auf 381 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juli 150 neue Arbeitsstellen, 50 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 987 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 12.
Autor: red

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