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Mi, 09:10 Uhr
30.07.2014

Liebe oder Frust?

Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch - wen der Pfeil Amors trifft, weiß, was Glück bedeutet. Doch die Suche nach dem Traumpartner gestaltet sich nicht immer einfach. Ebnet das Internet den Weg in traute Zweisamkeit?

Zahlreiche Partnervermittlungen und Singlebörsen buhlen hier um die Gunst der einsamen Herzen, versprechen niveauvolle und attraktive Singles und locken mit Rabattaktionen oder Schnupperabos. Aber wie ist es aus Kundensicht um das Leistungsangebot bestellt? Wie verhält es sich mit Vertragsbedingungen? Und wie groß sind eigentlich die Erfolgschancen? Diese und weitere Fragen klärt eine Kundenbefragung, die das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv durchgeführt hat.

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Das Urteil der Befragten fiel insgesamt nur befriedigend aus - keine einzige Singlebörse und auch keine Online-Partnervermittlung erzielte das Qualitätsurteil "gut". Bezeichnend war, dass über 16 Prozent der Singlebörsen-Kunden angaben, sich schon einmal über ihren Anbieter geärgert zu haben. Ausbleibender Erfolg bei der Partnersuche und unseriöse Zuschriften waren hier die am häufigsten genannten Gründe. Bei den Partnervermittlungen hatte ebenfalls ein hoher Anteil von rund 12 Prozent bereits ein Frusterlebnis. Deren Kunden monierten am häufigsten die hohen Kosten sowie unpassende Partnervorschläge.

Kritisch wurden oft auch die Vertragsbedingungen gesehen, mit denen bei den Partnervermittlungen im Internet rund 55 Prozent nicht zufrieden waren. Zwei Anbieter schnitten befriedigend ab und vier Unternehmen erreichten lediglich ausreichende Resultate. Auch über 39 Prozent der Singlebörsen-Mitglieder gaben in diesem Punkt keine positive Bewertung ab. Neben einem ausreichenden und vier befriedigenden Kundenurteilen fiel das Ergebnis aber immerhin bei drei Unternehmen gut aus. "Die Vertragsbedingungen stellten sich als der größte Schwachpunkt der Branche heraus", so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. "Wie die Kundenurteile belegen, stehen einige Anbieter nicht ganz zu Unrecht in der Kritik der Verbraucherschützer."

Ein positives Ergebnis der Befragung: Rund 92 Prozent der Kunden von Online-Partnervermittlungen würden den Anbieter wieder wählen. Dies traf auf knapp 89 Prozent der Befragten von Singlebörsen zu. Allerdings wurde das eigentliche Ziel nur selten erreicht, wie Marktforschungsexpertin Bianca Möller konstatiert: "Unter den Befragungsteilnehmern waren nur wenige Nutzer, die bereits Erfolge bei der Partnersuche melden konnten. Bei den Partnervermittlungen lag der Anteil bei sechs Prozent, bei den Singlebörsen bei 7,2 Prozent."

Mehr dazu: n-tv Ratgeber - Geld, Mittwoch, 30.07.2014, um 18:35 Uhr
Autor: red

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