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Mo, 13:13 Uhr
07.07.2014

Inklusionsrallye

Sportliche Ertüchtigung für die Schüler und eine Einschätzung der Schule aus Sicht ihrer Schüler: der Besuch mehrer Studenten aus Erfurt führte an der evangelischen Grundschule zur "Inklusionsrallye"...

Am letzten Freitag wurde es in den letzten zwei Stunden des Unterrichts sportlich und arbeitsintensiv zugleich. Uns besuchten im Rahmen des Schulentwicklungsprojektes „Einführung des Index für Inklusion“ Studenten der Universität Erfurt, Lehrstuhl Sonder- und Sozialpädagogik. Die Studenten hatten für unsere Kinder verschiedene Stationen zur Bewegungsförderung vorbereitet und zugleich beantworten die Schüler Fragen zum Thema „Wie sehe ich meine Schule?“, „Was klappt an unserer Schule schon gut?“, „Welche Hürden gibt es in unserer Schule?“,.

Die 40 Fragen wurden vorab mit 6 Schülern der Schule aus der Index-Gruppe (Schulentwicklungsgruppe) erarbeitet und in einem Fragebogen zusammen gefasst. An jeder der 8 Stationen gab es somit eine sportliche Übung, wie bspw. Liegestütze, Eierlaufen, Hindernisparkur, und einen Teil in welchem die Fragen beantworten wurden.

Am Ende verschwanden alle 104 Kinderbögen in einem Inklusionskasten. Diese werden nun von der Universität Erfurt ausgewertet und der Schule zur weiteren Schulentwicklung zur Verfügung gestellt. In einer abschließenden Runde in der Turnhalle gab es eine kurze Auswertung des Tages und natürlich einen „Schatz“, denn während der Rallye waren unsere Kinder Schatzsucher und nach jeder erfolgreich absolvierten Station erhielten sie einen weiteren Teil der Schatzkarte. In der Schatzkiste versteckte sich ein Holzspiel für das Außengelände, Bälle und für jeden Schatzsucher ein Eis.

Seit dem Schuljahr 2013/2014 kooperiert die Evangelische Grundschule mit der Universität Erfurt im Rahmen des Schulentwicklungsprojektes „Einführung des Index für Inklusion“. Denn wir sind davon überzeugt, dass alle Menschen verschieden sind und jeder Stärken und Schwächen besitzt. Wir wollen versuchen, die Prinzipien der Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt (Diversität) in Bildung und Erziehung im Rahmen des möglichen umzusetzen.

Wir betrachten Heterogenität als normale Gegebenheit. Unsere Vision ist, dass unsere Kinder nicht mehr in Gruppen (z.B. hochbegabt, behindert, anderssprachig...) eingeteilt werden. Wenn man den Begriff Inklusion sehr genau nimmt, dann dürften Kinder auch nicht in Schüler/innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterteilt werden. Das bedeutet aber nicht, dass keine Förderung stattfindet, sondern jeder bekommt die Förderungen, die er oder sie benötigt. Wir wünschen uns, dass sich irgendwann die Struktur den individuellen Bedürfnissen eines jeden Einzelnen anpasst.
Lysann Voigt-Huhnstock

Inklusionsrallye (Foto: Evangelische Grundschule Nordhausen)
Inklusionsrallye (Foto: Evangelische Grundschule Nordhausen)
Inklusionsrallye (Foto: Evangelische Grundschule Nordhausen)
Inklusionsrallye (Foto: Evangelische Grundschule Nordhausen)
Inklusionsrallye (Foto: Evangelische Grundschule Nordhausen)
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