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Do, 11:45 Uhr
22.05.2014

10 Gründe wählen zu gehen

Marko Zillmann, Kandidat der Volkssolidarität für den Sondershäuser Stadtrat, hat 10 gute Gründe zusammengetragen, warum man am kommenden Sonntag wählen gehen sollte. Die gelten nicht nur für die Wahl in Sonderhausen, sondern für uns alle, ob in Nordthüringen oder Europa...

1.    Weil es unser Recht ist!

Eine Demokratie ohne Wahlen gibt es nicht, weil nur das Volk seine Vertreter entsenden kann. Artikel 20 Abs. 2 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland – ein unabänderlicher Bestandteil unserer Staatsordnung – garantiert die Demokratie und ist letztlich Grundlage dafür, dass jeder Wahlberechtigte aktiv an der Demokratie mitwirken kann. In vielen Ländern ist dies keine Selbstverständlichkeit. Jeder sollte daher das Recht der Mitbestimmung über die Volksvertreter nutzen

2.    Weil Demokratie nicht ohne Wähler funktioniert!

Wenn alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, muss das Volk auch mithelfen, die entsprechenden Vertretungen zu wählen. Jeder Wahlberechtigte kann sich dabei – sofern er die Voraussetzungen erfüllt – sowohl aktiv (wählen gehen) als auch passiv (sich wählen lassen) einbringen. Sinnbild der Demokratie ist Vielfalt – Vielfalt an thematischen Schwerpunkten, an Ideen und auch Meinungen. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn das Volk in den gewählten Vertretungen gut repräsentiert wird – und dabei zählt die Stimme eines jeden!

3.    Weil Wahlverweigerung gar nichts nützt!

„Ich übe mit einer Wahlverweigerung Protest“ – so oder so ähnlich hört man es hier und da. Doch welche Protestbotschaft trägt denn die Wahlverweigerung eigentlich? Bin ich mit allem zufrieden, ist also ein Wechsel nicht nötig? Bin ich mit allem unzufrieden und alles muss sich ändern? Kann mich keiner mit seinen politischen Themen vertreten und gehe ich daher nicht zur Wahl? Ein altes Sprichwort sag: „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. Das stimmt wohl. Doch was hat der, der gar keine Wahl hat oder besser gesagt, sein Wahlrecht nicht ausübt? Jeder, der nicht zur Wahl geht, fundamentiert seinen Unmut, weil er nichts dafür tut, dass seine Schwerpunkte in der Volksvertretung repräsentiert werden.

4.    Weil jede Stimme zählt!

In der Bundesrepublik Deutschland ist bei Wahlen jede Stimme gleich viel wert, schließlich soll die Bevölkerung in der Vertretung auch in seiner Gesamtheit gut repräsentiert sein. Das ist nur möglich, wenn jeder Wahlberechtigte seine Stimme auch abgibt. Auch wenn die eigene Stimme nicht wahlentscheidend sein wird, trägt jede einzelne Stimme doch dazu bei, einem Kandidaten oder einer Partei bzw. Wählergruppe einen bestimmten Zuspruch zu verschaffen und so ein repräsentatives Bild der Gesamtbevölkerung zu formen. Geht einer nicht zur Wahl, fällt das sicher im Gesamtergebnis nicht wirklich ins Gewicht, doch jede nicht abgegebene Stimme senkt die Legitimierung der Volksvertreter.

5.    Weil nur vertreten werden kann, wer einen Vertreter wählt!

Wer sonst, wenn nicht ich, soll denn bestimmen, wer für mich in der Volksvertretung spricht? Oder anders gesagt: Wenn ich mir keinen Vertreter wähle, werde ich auch nicht vertreten. Wenn ich nicht selbst kandidiere, mich also nicht selbst aktiv für die Umsetzung meiner politischen Ziele z.B. als Mitglied des Gemeinde-/Stadtrats oder als Bürgermeister eintrete, bin ich gut beraten, meinen Repräsentanten mit zu bestimmen. Nutze ich diese Chance nicht, werden andere sie wahrnehmen.

6.    Weil man damit Verantwortung übernehmen kann!

Die Stimmabgabe von der Wahl heißt auch, Verantwortung zu übernehmen. Mit meiner Stimmabgabe trage ich selbst dazu bei, dass bestimmte politische Ziele (für mich) in Angriff genommen werden – zumindest dann, wenn der von mir favorisierte Kandidat auch die Mehrheit der Wähler hinter sich und seinen Ansichten vereinigen konnte. Ich habe dann einen anderen damit beauftragt, für mich meine Interessen wahrzunehmen.

7.    Weil man damit aktiv die Politik beeinflussen kann!

Mit meiner Stimme nehme ich Einfluss auf die Politik und die wiederum nimmt Einfluss auf wesentliche Fragen des Alltags. Ich bestimme also mit meiner Stimme die thematische Richtung, die mein Vertreter einschlägt. Meine Stimme repräsentiert also meine Meinung in der Politik. So kann ich allein schon durch meine Stimmabgabe die Politik aktiv beeinflussen.

8.    Weil andere entscheiden, wenn ich nicht wähle!

Werden Stimmen nicht abgegeben, gehen sie im Gesamtbild verloren. Gehe ich also nicht wählen, werden andere entscheiden, wer mich vertreten soll. Dem dann getroffenen Votum kann ich mich – zumindest für die Wahlperiode – nicht entziehen. Wenn ich selbst entscheiden will, wer mich vertritt, muss ich zur Wahl gehen und meine Stimme abgeben.

9.    Weil auch ungültig gemachte Stimmen eine Aussage tragen!

Wenn ich tatsächlich – trotz allen politischen Wettbewerbs – bei den Wahlen für mich persönlich keine Wahlalternative sehe, sollte ich dennoch der Wahl nicht fern bleiben. Auch ein ungültig gemachter Stimmzettel ist eine in der Wahlbeteiligung enthaltene Stimme, also eine Wahlaussage. Selbstverständlich kann diese Form der Stimmabgabe das Wahlergebnis selbst weder positiv noch negativ beeinflussen, weil eine verwertbare Kandidatenaussage fehlt. Ein hoher Anteil an ungültig gemachten Stimmen setzt aber an die Politik ein symbolisches Signal – nämlich, dass die Parteien oder Kandidaten es scheinbar nicht schaffen, die breite Bevölkerung zu repräsentieren

10.    Weil eine angemessene Wahlbeteiligung die Einführung einer Wahlpflicht auch dauerhaft verhindert!

Niemand darf in Deutschland zur Teilnahme an der Wahl gezwungen werden. Für manch einen ist das ein Widerspruch – ist doch die Demokratie selbst auf Wähler angewiesen. Sicherlich gilt die Stimmabgabe auch als Bürgerpflicht, doch ist es eine Frage der Freiheit, ob der Staat mich dazu zwingt, zur Wahlurne zu schreiten oder ich selbst aus freien Stücken und mit klaren eigenen Vorstellungen zur Wahl gehen kann. Eine dauerhaft niedrige Wahlbeteiligung wird all denen Recht geben, die ein reelles Abbild der Bevölkerung in den Vertretungen nicht mehr als gewährleistet sehen und die Einführung einer Wahlpflicht fordern, um genau diese Repräsentation des Volkes sicherzustellen. Lassen wir es nicht dazu kommen, uns selbst die Freiheit beschneiden zu lassen.


Alle Sondershäuser Bürger/innen haben kommenden Sonntag die Chance mit ihrer Stimme die Weichen für ein jüngeres, frischeres und demokratischeres Modell eines Sondershäuser Stadtrates zu stellen. Ich bin stolz für die Liste 6, Volkssolidarität (VS) zu kandidieren. Schenken sie mir und der VS ihr Vertrauen für die kommenden 5 Jahre. Sie werden überrascht sein, wie Kommunalpolitik auch anders funktionieren kann. Zusammen neue Wege in Sondershausen gehen. Ein spannendes Ziel, dass wir gemeinsam mit ihnen erreichen können!

Textzitate "10 Gründe", Kora e.V.
Autor: red

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Kommentare
Aus die Maus
22.05.2014, 12:12 Uhr
Wahl
Die Wahl trifft nur einer, der Staat! Kam gestern im Fernsehen bei Frau Illner!
Retupmoc
22.05.2014, 13:48 Uhr
3 Gründe nicht wählen zu gehen
1. Durch den ganzen Wahlkampf ( Plakate, Fernsehspots, Flyer usw. ) wird republikweit eine Unmenge an Kosten und Müll verursacht. Dazu kommen die Kosten für Briefwahl, Entschädigungen für Wahlhelfer usw. Da kommen einige Millionen zusammen, während kein geld für Straßensanierungen, Kindergärten oder Spielplätze da ist.

2. Mit Ihrer Stimme wählen Sie zwar eine Partei, aber können nicht bestimmen, was diese dann macht. Beispiel: Die SPD wollte zur letzten Bundestagswahl die Kanzlerin stürzen. Wer seine Stimme der SPD deshalb gab, muss nun feststellen, das diese Stimme zum Steigbügelhalter der CDU wurde.

3. Geben Sie Ihre Stimme einer " kleineren" Partei, bewirkt die auch nichts, da die " Großen" im Zweifelsfall den Kleinen gemeinsam überstimmen.

Also machen Sie sich einen schönen Sonntag ...beim Wandern, Grillen oder im Freibad. Es kommen eh wieder dieselben dran , wie schon immer.
Wolfi65
22.05.2014, 14:03 Uhr
Man sollte schon wählen gehen
Man muss sich doch irgendwie bei der realen Demokratie mit einer angemessenen Stimmabgabe bedanken.
henry12
22.05.2014, 14:26 Uhr
Phrasen
Wenn Marko Zillmann daran glaubt, kann er das gerne tun. Wenn er damit bekehren will, finde
ich das gelinde gesagt niedlich. Jeder hat nach 25 Jahren seine Erfahrungen gemacht und wird sich entsprechend verhalten.Das heißt, er geht wählen, weil er immer noch hofft oder an den Weihnachtsmann glaubt oder er geht nicht wählen, weil er resigniert hat. Wie die meisten.
andreas66
22.05.2014, 15:10 Uhr
Genau, auf den Punkt...
bei Punkt 9 "Weil auch ungültig gemachte Stimmen eine Aussage tragen!". Mit einer ungültig gemachten Stimme kann ich eindeutig meinen Standpunkt zur Wahl darlegen. Ich war noch so unschlüssig vor einer Wahl, welchen Kandidaten kann ich mein Vertrauen schenken, der uneigennützig seinen Wählerauftrag erfüllt. Nämlich keinen, zumindest den ich kenne. Dies nennt man Politikverdrossenheit. Nur gut das ich nicht der Einzige bin, der darunter "leidet", wenigstens unter den Kommentatoren hier. Die Überschrift zum obigen Artikel hätte eigentlich lauten müssen "10 Gründe nicht zu wählen.
Ra.Fr.
22.05.2014, 17:20 Uhr
Computer
Wenn man über eine doch schon recht lange Zeit die Kommentare hier verfolgt kann man sicher einige Kommentatoren etwas analysieren. Bei Computer rückwärts hat man oft den Eindruck wenn gar nichts mehr geht muß er ran.
Da er ja hier wieder zum "Nichtwählen" aufruft, wäre es von ihm ja nur konsequent ab Montag nächster Woche keine Kommentare zu politischen Entscheidungen zu veröffentlichen.
Real Human
22.05.2014, 18:15 Uhr
@ henry12
Wollen Sie resignieren und denen die Wahl überlassen, die an den „Weihnachtsmann“ glauben und dann natürlich auch die Weihnachtsmänner-Partei wählen?
henry12
22.05.2014, 21:26 Uhr
@Joerg B.
ich halte es für nicht bewiesen, das z.b. extreme parteien davon profitieren, weil die
wahlbeteiligung niedrig ist. im gegenteil, die
etablierten parteien profitieren davon überproportional. wenn über 50 % der wähler nicht zur wahl gehen, weil sie sich nicht durch cdu/spd/grüne vertreten fühlen, fallen diese nichtwähler für keine dieser parteien in`s gegengewicht und die abgegebenen stimmen verteilen sich entsprechend der anteile der genannten parteien. also bleibt alles , wie es ist. "wahlverweigerer" haben also resigniert.
Retupmoc
23.05.2014, 07:58 Uhr
Weihnachtsmännerpartei
Gute Idee Jörg - denn die sind wählbar, weil der Weihnachtsmann und seine Rentiere immer darauf bedacht sind, den Menschen ( vor allem den Kindern ) Freude zu bringen. Von den andren zur "Qual" stehenden Parteien kann man das nicht sagen.

Ganz ehrlich - der Wahlkampf nervt ! Zeit das es Sonntag vorbei ist ...

... aber das wird wohl nahtlos in den Thüringen-Wahlkampf weitergehen.

Das schöne Geld auf einen Haufen , das dafür verwendet wird ... und alle Kinder des Landkreises könnten jeden Tag in der KIta oder der Schule eine kostenlose warme Mahlzeit bekommen. Solange wir noh Geld dafür haben, mit unsinnigen Sprüchen und retouchierten Fotos Wahlkampf machen... also ich wähle sofort die Partei, die demnächst diesen Unsinn unterlässt.
I.H.
23.05.2014, 08:34 Uhr
Weihnachtsmann-Kommentare
Es soll auch Menschen geben, die weder resigniert, suizidgefährdet, politikverdrossen, etc pp sind und trotzdem nicht zur Wahl gehen. Sprich ganz normale Leute. Ganz einfach nur aus dem Grund weil es sie einfach nicht interessiert. Es geht ihnen gut, man hat andere Sorgen und man schert sich gar nicht darum, wer im Stadtrat wem die Förmchen wegnimmt.

Das können sich Verschwörungstheoretiker und Putin-Anbeter allerdings nicht vorstellen.
Retupmoc
23.05.2014, 08:49 Uhr
Thema verfehlt
Wie immer Statler - Thema verfehlt. Es ging hier um das Thema " Zehn Gründe um zur Wahl zu gehen ". Daraufhin gabe es Personen, die der Meinung waren, warum auch immer den Sonntag besser zu verbringen.

Was das mit dem russischen Präsidenten oder 9/11 - Verschwörungstheorien zu tun hat, kann ich leider nicht nachvollziehen. Hauptsache - Sie haben Ihren Senf dazugegeben.
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