eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 16:20 Uhr
12.03.2014

CDU antwortet Herrn Müller

In der vergangenen Woche hatte die nnz eine Betrachtung von Hans-Georg Müller veröffentlicht. Darin zog der SPD-Stadtrat seine persönliche Bilanz und kritisierte die Opposition. Jetzt antwortet die CDU...


Sehr geehrter Herr Müller,
wir freuen uns, dass Sie sich Gedanken über eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat machen, denn es sollte nicht um Personen gehen sondern vielmehr um das Wohl dieser Stadt.

Anzeige Refinery (lang)
Um Missverständnisse zu vermeiden bzw. auch aus dem Weg zu räumen, wollen wir uns zu einigen der von Ihnen vorgebrachten Punkte äußern.

Eine Koalition von CDU, FDP, LINKEN und Grünen gegen die SPD hat es nicht gegeben! Es gibt auch keine Absprachen, Anträge der SPD abzulehnen oder gar zu ignorieren. So etwas gab es nie und wird es mit uns auch nicht geben!

Im Gegenteil, alle Fraktionen hatten sich darauf geeinigt, dass wir –die demokratischen Parteien- zusammenarbeiten und nicht zulassen, dass die NPD im Stadtrat Einfluss nimmt. Dies ist uns gut gelungen und diese Gefahr von Rechts dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Dies sollte auch in Zukunft das höchste Ziel sein und trotzdem muss die Möglichkeit bestehen, sich über bestimmte Themen zu streiten, um am Ende demokratisch abzustimmen. Dazu gehört auch, dass man die Abstimmungsergebnisse als Mehrheitsergebnis anerkennt.

Sie bedauern, dass momentan der Blick auch in die Vergangenheit gerichtet wird und Millionengräber untersucht und durch Untersuchungsausschüsse geprüft werden, jedoch haben wir nur einen Untersuchungsausschuss im Stadtrat beschlossen und dies mit der SPD. Sie selbst sitzen mit in diesem Ausschuss.

Wenn wir aus den Fehlern der Vergangenheit nicht lernen, machen wir morgen wieder alles falsch. Und mit Verlaub, wir sind es den Bürgern dieser Stadt schuldig, zu klären, wie die städtischen Gelder verwendet wurden.

Aber es gibt so viel positives, welches wir als Stadträte seit 2009 beschlossen haben. Nehmen Sie den Ausbau der Grenzstraße in Salza, die Investitionen in den Ortsteilen Leimbach und Steigerthal. Die Veränderungen im Stadtzentrum allein durch die Modernisierungen der Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Die Spielplatzkonzeption und den völligen Ausbau und Neugestaltung des Stadtparks mit einem ordentlichen Teich und behindertengerechtem Zugang. Das alles gelang trotz eines schmalen Haushalts. Auch in der Zeit des OB Dr. Zeh haben wir fast alles gemeinsam entschieden.

Jeder Antrag zum Wohle der Stadt ist willkommen, aber wenn sich so ein Antrag auf den Haushalt auswirkt, dann sollte gleich dazu geschrieben werden, an welcher Stelle das Geld weggenommen werden soll. Das geht allen Fraktionen so, nicht nur der SPD.

Vor allem stolz sind wir, dass wir den Haushalt beschließen konnten, ohne die Gewerbesteuer- und Grundsteuerhebesätze erneut zu erhöhen. Es hätte uns natürlich 1,7 Mio. Euro mehr in die Stadtkasse gebracht, aber es wäre ein falsches Signal für unsere Wirtschaft und für unsere Bürger gewesen.

Die CDU Fraktion blickt überwiegend zufrieden auf in die vergangenen fünf Jahre zurück. Gemeinsam mit den anderen Fraktionen (auch der SPD) konnten wir viel Positives bewirken.

Unser Ziel ist es, die angestauten Verbindlichkeiten abzuarbeiten. Schuldenberge sind Berge, an denen unsere Kinder nicht spielen können! Wenn uns das gelingt, dann können wir in dieser Stadt noch vieles gemeinsam verändern.
CDU Fraktion im Nordhäuser Stadtrat
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Dora75
12.03.2014, 17:41 Uhr
CDU und Sachlichkeit
Ich finde die Antwort der CDU sehr Sachlich und sehr Aufklärend.
Hans Dittmar
12.03.2014, 18:19 Uhr
CDU setzt Akzente und blickt nach vorn
Es wurde Zeit, dass endlich einmal sachlich über die letzten Jahre berichtet wurde. Man hatte ja wirklich schon den Eindruck, als gebe es nur das Opfer Jendricke und der Rest hätte sich gegen diesen verbündet.

Besonders gut gefällt mir, dass die CDU das in den letzten fünf Jahren geschaffene nicht allein auf sich bezieht, sondern es allen Fraktionen gutschreibt. Das spiegelt meiner Meinung nach auch die tatsächliche Arbeit im Stadtrat wieder.

Mit diesem Statement zeigt die CDU auch Gesicht. Sie sagt: wir arbeiten mit allen demokratischen Parteien zusammen.
reiner86
12.03.2014, 18:47 Uhr
reiner 86
JaJa die CDU zeigt Gesicht und ist sachlich und aufklärend.Die Bevölkerung eine eigene Meinung. Ich hoffe es,und wünsche mir einem schönen Wahlkampf.
Roland82
12.03.2014, 19:40 Uhr
Richtig Hans Dittmar,
ich finde die Stellungnahme der CDU auch gut!Hören wir doch auf unsere Stadt schlecht zu reden. Vieles (nicht alles) ist in den letzten Jahren gut geworden. Und es scheint weiter so zu gehen. Die Entwicklung in der Altstadt stimmt mich optimistisch, das Industriegebiet wird hoffentlich bald erste Früchte tragen! Deshalb ihr Parteien: führt einen guten, fairen Wahlkampf, damit ein gut zusammengesetzter Stadtrat die begonnene Arbeit fortführen kann. Und das bitte ohne Nazis!!
-Insider-
12.03.2014, 20:26 Uhr
die erhöhung
der grund- und gewerbesteuer wäre kein "falsches signal" gewesen, sondern einfach eine bodenlose frechheit. natürlich ist die kasse nach der ausgabewut der letzten jahre mehr als leer - allerdings sollen nun die ausgeber sich mal gedanken um das sparen machen und nicht mit irgendwelchen neuen abgaben liebäugeln.
Horst M.
12.03.2014, 22:35 Uhr
CDU im Gegensatz zu "Das haben wir gemacht"
Ich finde, daß die CDU mit diesem Brief abermals Größe zeigt und auf die anderen Parteien zugeht. Sie sagt, daß sie gemeinsam mit den anderen Parteien (auch der SPD) viel Positives bewirken konnte. Das finde ich toll. Denn die Parteien können für uns BürgerInnen und zum Wohle der Stadt nur gemeinsam etwas erreichen!

Das was die CDU tut, steht allerdings auch in völligem Gegensatz zu der
"Das haben wir gemacht"-Parole,
die die SPD im letzten Kommunalwahlkampf verwendet hat. Dadurch wurden ja die anderen Parteien ausgeschlossen.
Ich verstehe bis heute nicht, wer sich diese schlimme Parole einfallen ließ bzw. weshalb Frau Rinke diese Parole zuließ. Nein, das hat mir nicht gefallen. Ich habe diese Parole sehr, sehr unschön gefunden.

Deshalb bin ich umso überraschter und enttäuschter von meinem Namensvetter. Ich schätze Herrn Müller und seine sachorientierte, parteiübergreifende Arbeit sehr. Ich möchte ihm deshalb auch nicht unterstellen, daß er diesen Umstand absichtlich nicht erwähnt hat. Aber wenn man sich diesen Umstand in Erinnerung ruft, ist das Wehklagen von Herrn Müller, daß demokratischen Spielregeln nicht beachtet würden, schon seltsam anmutend.
Ursache und Wirkung sollten auch in der Kommunalpolitik nicht verwechselt werden. Das wäre unfair.
BuergervonNordhausen
12.03.2014, 23:32 Uhr
Gute Antwort auf einen guten Brief
Herr Müller hat eine kluge Betrachtung angestellt und die CDU hat auf demselben Niveau geantwortet. Soll der Bürgermeister seine persönlichen Fisimatenten machen,das sollte die anderen nicht davon abhalten, wieder Sachinhalte zum Gegenstand von Debatten zu machen.Die Stadt hat sich gut entwickelt,darauf darf auch die SPD stolz sein.

Nach vorne schauen ist richtig, aber die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, deshalb ist es wichtig, auch den Haushalt jetzt im Auge zu behalten und etwas mehr Maß zu halten mit den Ausgaben, damit nicht unsere Kinder und Kindeskinder für die Kurzsichtigkeit der Gegenwart büßen müssen.
Rainer H.
13.03.2014, 20:59 Uhr
@insider Keine Steuererhöhung in der Stadt Nordhausen
Wie die CDU schreibt, hat es ja auch keine Steuererhöhung gegeben und wird es wohl mit der CDU auch nicht geben. Und wie Insider richtet fordert, will die CDU den Schuldenberg erst einmal abbauen. Das finde ich auch sehr lobenswert.

Auch ich habe den Eindruck, dass seit 2 Jahren auf einmal ein Bauboom ausgebrochen ist.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)