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Mi, 06:31 Uhr
12.03.2014

nnz-Forum: Was sind schon 2 Cent?

Die Harzer Schmalspurbahnen werden ab diesen Monat erneut an der Preisschraube drehen. Das wurde gestern in Wernigerode verkündet. Dazu Anmerkungen von Lesern der nnz...

Fahren mit der HSB wird teurer (Foto: Karin Lehmann) Fahren mit der HSB wird teurer (Foto: Karin Lehmann)

Die HSB erhöht die Preise. 2 Cent pro Kilometer klingt ja nicht viel. Ich könnte mir es im Zeitalter des Internets ausrechnen lassen, wie weit es auf den Brocken ist.

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Aber was soll es, die Preise sind eh schon sehr hoch. Habe mich auf der Internetseite der HSB nach den aktuellen Preisen umgeschaut. Für eine Familie mit zwei Kindern zwischen 6 und 11 plus die notwendigen zwei Eltern kostet der Spaß lockere 96 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Ab dem 19 März ist der neue der Preis für eine Fahrt zum Brocken von 21 auf 23 Euro, Hin- und Rückfahrt von 32 Euro auf 35 Euro gestiegen.

Das es für Leute, die auf dem Arbeitsamt oder Landratsamt und der freien Wirtschaft arbeiten kein Problem darstellen sollte, verstehe ich schon. Aber eine Verkäuferin, Friseuse oder auch eine arme Rentnerin, die ihren Enkel mal auf den Brocken einladen will, für die ist das jetzt schon kaum erschwinglich.

Sollte ich die Daten richtig verstanden haben, gibt es weniger Fahrgäste aber mehr Gewinn. Unsere Landrätin Birgit Keller hatte ja schon immer Bedenken gegen die HSB geäußert, das Nordhausen immer mehr als ins Hintertreffen gerät. Wir wollen der HSB zugute halten, dass die Preise bis Ilfeld nicht angehoben werden, aber was ist schon Ilfeld gegen den Brocken.

Mein Enkel würde lieber auf den Brocken fahren als in das beschauliche Ilfeld. Mal sehen wo ich sparen kann, um ihm diesen Wunsch zu ermöglichen. Wenn Reparaturwerkstatt der Loks in Wernigerode erweitert sei, dann wachse sicher auch das Interesse der Eisenbahnfans, so die HSB. Die gläserne Werkstatt war im vergangenen Jahr als Idee ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt, um mehr Eisenbahnfans in den Harz zu locken. Nach Wernigerode wohl, aber nicht nach Nordhausen.
Peter Blei, Nordhausen
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Goldene Aue
12.03.2014, 07:29 Uhr
Preiserhöhung ist meiner Meinung nach der falsche Weg
Ich möchte gern zu dem Beitrag von Herrn Blei einige Ergänzungen machen. Als es um die Neubesetzung der Aufsichtsratsposten der HSB ging war natürlich sofort Frau Keller mit der großen Keule dabei.

Es ging um die Drohgebährde, daß der Lkr. NDH aus dem Gesellschaftervertrag austritt, wenn der Bereich in NDH weiter so stiefmütterlich behandelt wird, die gläserne Werkstatt nach Wernigerode kommt.
Es sollte im LRA eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die Vorschläge macht, die Attraktivität im Südharzbereich der HSB zu erhöhen. Dann wurde Frau Keller in den Aufsichtsrat gewählt und es wurde sehr ruhig um das Thema HSB.

Und nun steht die nächste Runde der Preiserhöhungen bei den Harzer Schmalspurbahnen an und es ist in meinen Augen ein Irrglaube zu denken, daß Preiserhöhungen auf Dauer das Minus verringern.

Gerade wenn man für den Südharzbereich bis Eisfelder Talmühle, Sophienhof und auch Benneckenstein mehr Tourismus erreichen will, sollte man anstatt wieder Preiserhöhungen durchzuführen, über PREISSENKUNGEN nachdenken.

Preissenkungen oder speziell Fahrkarten für Wanderer (Fahrt bis Benneckenstein, Rückfahrt Eisfelder Talmühle) oder Kombikarten (Fahrkarten und ein Essen in einer Gaststätte inbegriffen) wären der bessere Weg.

Man sollte in meinen Augen auch darüber nachdenken, die Gruppenpreise in dem unteren Bereich zu reformieren. Gruppenpreise gibt es bei der HSB erst ab 10 Personen, in meinen Augen zu starr.
Viele positive Veränderungen sind möglich.
Das setzt natürlich voraus, daß man sich mehr mit dem Thema bei den Harzer Schmalspurbahnen und auch im LRA auseinandersetzt. Da ist eine Preiserhöhung der kurzsichtig gedachte einfachere Weg.
Paulinchen
12.03.2014, 09:01 Uhr
Das Zählen der Fahrgäste kann sich die HSB …
… demnächst ersparen. Oder besser gesagt, die Arbeitskraft, welche den Zählvorgang durchführt, komplett einsparen. Wie der/die Kommentator/in schon richtig schreibt, nicht das Gewicht der zwei Cent Preiserhöhung bringt den Gewinn, nein die Masse der Fahrgäste ist es!

Haben die Vorstände schon mal zusammen gerechnet, wenn eine Familie mit zwei Kindern den Brocken per Bahn besuchen will, was die berappen muss, nur um sagen zu können. „Wir waren oben!“ Hallo – das sind mit einer Bratwurst und einem Wasser 200,- Euro!!! So interessant ist der Hügel nun auch wieder nicht. Nicht alle Fahrgäste sind Landräte und müssen mit ihrem Geld nicht rechnen!! Seit 1991 fährt die Bahn wohl wieder auf den Brocken, wird wohl die längste Zeit bald gewesen sein.

Hier noch ein Tipp von mir, wie man die Besucher auch abzocken kann: Blitzer für die Wanderer zum Brocken aufstellen, wer zu schnell geht, der wird abkassiert.
Retupmoc
12.03.2014, 09:39 Uhr
Noch ne Idee
Grenzzaun wieder errichten und für den westlichen Teil des Brockens eine Maut einführen. Ich habe es schon mal gesagt: Abschaffen diese Bahn.
Glaskugel
12.03.2014, 10:53 Uhr
Ob hohe oder tiefe Preise
beides hat in der Vergangenheit nicht funktioniert. Es fehlt das touristische Gesamtkonzept im Harz und in Umgebung. Den kranken Mann Südharzer Tourismusverband will man jetzt mit dem toten Mann Tourismusverband Kyffhäuser verheiraten ( http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=145235 ). Das ist leider zu wenig. Wenn es nicht gelingt, der HSB auch ein wirtschaftliches Standbein zu sichern geht die Bahn früher oder später kaputt. Sie hängt ja schon am Tropf.

Was aber Computerchens Grenzzaun und Ost-West Geschichten mit der HSB zu tun haben, weiß wahrscheinlich nur er selbst. Wer innerhalb von Grenzen denkt, sieht überall Zäune. Die DDR hat die Strecke aus Mangel an Alternativen wirtschaftlich genutzt. Nur deshalb gab es diese Bahn 1990 noch!
Retupmoc
12.03.2014, 10:57 Uhr
Jaja Mafiosa,
Politisch korrekt muss man natürlich auch im Ostteil eine Maut fordern. Also dann doch insgesamt. Da sind doch die Harzer Schmalspurbahnen sogar einmal in der Vorreiterrolle. Ansonsten gebe ich Ihnen in allem , was Sie grad wieder kommentiert haben natürlich Recht. Sie müssen doch immer Recht haben. Passt schon.
Pe_rle
12.03.2014, 13:04 Uhr
Brockenbahn
der Bahn kommt wirklich nur zugute das es keinen großen Parkplatz auf dem Brocken gibt.
Straße ist da,woran liegt,s also
Ansonsten wäre die Märchenbahn schon lange Geschichte
Ich frag mich echt ,was in Wernigerode für Leute das sagen haben.
So wird das mit Tourismus aber nix
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