Zurück ins Amt - weitere Reaktionen
Am Montag wird Matthias Jendricke als Nordhuäser Bürgermeister wieder seinen Dienst aufnehmen. Nach der CDU hat die nnz auch die LINKE sowie die FDP befragt...
Barbara Schencke, die Fraktionsvorsitzende der LINKEn im Nordhäuser Stadtrat, konnte noch nicht mit ihren "Kollegen" sprechen, teilt aber als Stadträtin die Meinung der CDU-Fraktion. "Ich kann mir nur schwerlich eine gedeihliche Zusammenarbeit vorstellen, denn für mein Empfinden ist in der moralischen Verfehlung in Berlin - so will ich das mal ausdrücken - die Fürsorgepflicht des Bürgermeisters gegenüber einer Angestellten der Verwaltung verletzt worden". Schencke sagte gegenüber der nnz, dass Matthias Jendricke in dieser Position nicht mehr tragbar sei und eigentlich selbst zurücktreten sollte. "Ich bin mir nicht sicher, dass er weiterhin politisch die Bürger dieser Stadt vertreten und eine Verwaltung mit anführen kann", so Schencke.
Die Rückkehr von Matthias Jendricke in das Amt empfindet auch die FDP-Fraktion als sehr unglücklich, weil in den vergangenen sechs Monaten "sein Gesamtbenehmen sehr zu wünschen übrig gelassen hätte. Herr Jendricke soll sich bitteschön daran erinnern, dass er erst in einem dritten Wahlgang mit knapper Mehrheit in dieses Amt gewählt wurde. Auch hat er sein Versprechen im Umgang mit den Stadträten nach seiner Wahl in keinster Weise eingelöst", repetiert Fraktionsvorsitzender Martin Höfer. Im übrigen wird auch die FDP ihr weiteres politische Vorgehen im Stadtrat noch zu beraten haben.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Kommentare
micha_ndh
01.10.2013, 13:52 Uhr
Moral in NDH......
ich hätte nie geglaubt das es so viel davon gibt......zu der moralischen Verfehlung in Berlin gehören meines Wissens 2 Personen.
Da es sich ja anscheinend um einvernehmlichen was auch immer gehandelt hat stellt sich mir als Bürger der Stadt die Frage: Kann ich mir vorstellen bei der 2 beteiligten Person noch einen Antrag oder ähnliches abgeben, oder hält mich das Private vergehen von meinen Vorhaben ab.
Hier vermischt sich immer mehr die private Seite des Geschehens mit dem dienstlichen Aufgaben.
Das Boot sinkt und das Orchester spielt bis zum Schluss und keiner merk es......
Traurig für die Stadträte und Fraktionen, die Rettungsboote sind weg...jedenfalls war es bei der Titanic so.....
wissender
01.10.2013, 15:12 Uhr
keine Skrupel
muss der Mensch haben der nach dieser Aktion so mir nichts dir nichts zurück an seinen Arbeitsplatz geht als ob nichts geschehen wäre.
Ich denke ein Rücktritt würde hier noch einen Funken moralische Größe zeigen. Ich denke es gibt auch außerhalb von Nordhausen genügend Betätigungsfelder für Herrn Jendricke in vielen Kommentaren hier hoch gelobt für seine Kompetenz ... nur die Sozialkompetenz lässt arg zu wünschen übrig.
Herr Jendricke treten sie zurück!
verenitschka
01.10.2013, 17:17 Uhr
Schließe mich Micha an
Ich finde auch, daß dazu immer zwei gehören, da es nicht gewaltsam ausgeübt wurde. Herr Jendricke wurde von der Staatsanwaltschaft für unschuldig erklärt, warum hat man dann immer noch Mitleid mit dem angeblichen Opfer, anstatt diese Person zu fragen,warum sie ihn überhaupt angezeigt hat?
Herr Jendricke steht nun öffentlich am Pranger und muß einen schweren Imageverlust hinnehmen, während von ihr noch nicht einmal der Name genannt wird. Schließlich hat er ihr die ganze Misere zu verdanken. Moralisch hat er auch nicht mehr Schuld als sie, aber sie darf ihren Arbeitsplatz behalten, während von ihm der Rücktritt gefordert wird.
Wenn alle Politiker in noch höheren Ämtern aus solchen Gründen zurücktreten sollten, dann wären das mit Sicherheit einige.
Dora75
01.10.2013, 17:18 Uhr
micha-ndh
Ja micha-ndh ich sehe das genau so und nicht anders.
Retupmoc
01.10.2013, 17:18 Uhr
Doppelmoral
Zu einem Techtelmächtel gehören immer zwei Personen @ Wissender. Wenn wir der Staatsanwaltschaft glauben, war es so. Dann bitte, wenn Sie schon einen Rücktritt fordern - dann bitte sollten beide Personen gehen. Denn wenn die Liason nicht erzwungen war, haben beide Parteien ihren Anteil. Oder verstehe ich bei der Beziehung zwischen Mann und Frau etwas falsch?
emmerssen
01.10.2013, 17:50 Uhr
Nur verständlich
Das die Linke sich keine Zusammenarbeit mit Herrn Jendricke mehr vorstellen kann ist nur verständlich. Will man doch Parteigenossin Frau Haase gerne in seiner Position sehen!Auch die anderen Parteien hätten diesen Stuhl gerne.Herr Jendricke lassen Sie sich nicht von diesem Parteigezanke beeindrucken!
Seien Sie weiter ein kritischer Beobachter der Stadt Nordhausen. Solche Politiker sind unbequem, tun der Stadt aber gut. Mein Eindruck war die ganze Zeit schon, hier soll ein unbequemer Politiker absichtlich entfernt werden.Ich wünsche Ihnen für den Neustart am nächsten Montag alles Gute. Lassen Sie sich nicht klein kriegen!!!
Glaskugel
01.10.2013, 18:00 Uhr
Niemand hat ihn vermisst.
Seit einen halben Jahr ist dieser spezial Bürgermeister beurlaubt und bis letzte Woche gab es Niemanden, der ihn auf seinem Arbeitsplatz vermisst hat. Oder wo waren da die früh bis spät Dauerkommentare seiner paar Fans? So wichtig scheint seine Arbeit also nicht gwesen zu sein. Hoffentlich bekommt er jetzt seine verdienten Diszi's für seine Lustreisen auf Steuerzahlerkosten.
Es ist auch lustig, dass hier die Dauernörgler und Pauschaluntersteller, die jeden anderen Politiker als korrupt betiteln und niederschmieren sich in peinlichen Ergebenheitskommentaren für ihr großes "Vorbild" gegenseitig übertreffen. Wenn das keine Doppelmoral ist, was dann?
Leben
01.10.2013, 18:41 Uhr
Warum diese Feindschaft gegen Herrn Jendricke?
Es ist sehr traurig, dass immer wieder zu lesen ist, dass Kollegen des Bürgermeisters aus dem Rathaus nicht verstehen, dass Herr Jendricke freigesprochen wurde. Ich freue mich, dass unser Bürgermeister kämpft und sich nicht verkriecht. Verstehen kann ich gar nicht, dass Herr Dr. Zeh sich nicht vor Herrn Jendricke stellt. Denn das sollte ein guter Vorgesetzter tun.
Ich wünsche Herrn Jendricke alles Güte, möge er seinen Idealen treu bleiben!
Leben
01.10.2013, 18:59 Uhr
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Sebastian Drechsler
01.10.2013, 19:10 Uhr
Gelobt und gepriesen...
Gelobt und gepriesen sei die Einheitsfront im Nordhäuser Stadtrat. Sie möge stets den ersten Stein werfen, da sie ohne Sünde ist oder sich, so wie man sich das eben wünscht, den wichtigen Dingen der Stadt zuwenden.
Suse
01.10.2013, 19:22 Uhr
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Motte83
01.10.2013, 20:43 Uhr
Vorsicht
Bei den Äußerungen, dass schließlich zwei Personen dazugehören wäre ich vorsichtig. Das Statement der Staatsanwaltschaft ist doch sehr eindeutig:
Die Aussage der Anzeigenstellerin ist nicht anzuzweifeln. Wenn die Staatsanwaltschaft also nicht Zweifel, warum dann ein gewöhnlicher "Berufskommentator"?
Genauso gibt es nach Ermittlungsbericht auch keinen Beweis für eine Straftat. Sprich: es steht Aussage gegen Aussage. Herr Jendricke ist nicht verurteilt, da mangels Beweisen keine Anklage erhoben wird. Damit ist er auch nicht unschuldig, denn das kann nur ein Gericht feststellen.
Das einzige, was für mich hier als bewiesen gilt ist, dass Nordhausen ein halbes Jahr ohne zwei Beigeordnete ausgekommen ist. Da waren sich die Parteien ja uneinig, nun liegt ein ganz sachlicher Beweis vor. Die nächste endende Amtszeit ist die von Herrn Jendricke. Hoffentlich erinnern sich alle Fraktionen dann daran, dass es auch mit einem Beigeordneten geht. Da sparen wir bares Geld oder machen weniger Schulden.
Dora75
01.10.2013, 21:41 Uhr
Wen alle beide
Wen sollten alle beide gehen.Das währe gerecht.
micha_ndh
01.10.2013, 23:56 Uhr
Objektivität?
Liebe User, nach mehr als intensiven lesen eurer Beiträge kann ich mir der Meinung nicht erwehren es ist hier fast wie im Rathaus.....
nur wird da weniger an Meinung kund getan. Ich bin mit Sicherheit kein Freund von Herrn Jendricke und mag seine teils arrogant herüberkommende Art überhaupt nicht. Mittlerweile bin ich zu der Ansicht gekommen in diesem unseren Rathaus geht es gar nicht anders. In jedem Kindergarten gibt es auch Erzieher die nicht immer beliebt sind!
@ LisaH soweit uns bekannt ist war es eine Dienstreise zu einen "Kongress", sicher war da auch freie Zeit dabei aber eine Lustreise? Und wenn sie so Fragen....ich würde ehr eine Zweite Nordhäuser Beigeordnete nicht unbedingt vermissen, auch wenn sie scharf auf eine andere Stelle sein soll.....
Und noch mal, der Herr Jendricke braucht keinen Freispruch, es gab kein Verfahren! Die Einstellung erfolgte, weil sich die Anschuldigungen nicht bewiesen haben und ich denke die Staatsanwaltschaft war da mehr als genau. Ich will ja mal nicht glauben das die Akte Monate in der Ablage gelegen hat.......
Dann gute Nacht für Nordhausen, das meine ich nur auf Grund der Uhrzeit.
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Anmerk. der Red: Die Diskussion ist beendet
Klaro
02.10.2013, 10:18 Uhr
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