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Fr, 11:12 Uhr
02.04.2004

Zufrieden und unzufrieden

Nordhausen (nnz). Bei der Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" ist man einerseits zufrieden darüber, dass die Deutsche Bahn reagiert und die Züge wieder pünktlich in Northeim und Göttingen eintreffen. Doch es bleibt ein fahler Beigeschmack...


"Die Bahn mogelt sich um die wirkliche Lösung des Problems herum, die in der Beseitigung der Langsamfahrstelle zwischen Ellrich und Walkenried liegt. Statt sofort die nötigen Arbeiten in Angriff zu nehmen, wird durch Fahrplanänderung das Thema vertagt. Hoffentlich nicht allzu lange", kommentiert Michael Reinboth, Sprecher der Initiative, die neue Situation.

Bis auf das erste Zugpaar (5.05 Uhr ab Northeim bzw. 5.39 Uhr ab Nordhausen), welches sich, um dem Nordhäuser Zug den schnellen Übergang nach Halle zu ermöglichen, weiter in Ellrich trifft, begegnen sich ab 14. April stündlich alle Züge in Walkenried und verlassen den Bahnhof zeitgleich in beide Richtungen zur Minute 04. Für die Züge nach Northeim und Göttingen bedeutet dies praktisch keine Veränderungen. Lediglich Reisende, die in Ellrich zusteigen, müssen beachten, dass der Zug sofort nach Ankunft aus Nordhausen in Richtung Walkenried abfährt.

Züge nach Nordhausen bleiben von Northeim bis Walkenried nahezu unverändert in ihrem bisherigen Plan und erhalten ab Walkenried neue Fahrzeiten bis Nordhausen. Sie kommen dort 6 bis 10 Minuten später als heute an, erreichen aber weiterhin alle Anschlüsse nach Halle (Saale). "Die Fahrzeit ab Walkenried nach Nordhausen verkürzt sich etwas, aber die gesamte Strecke erreicht mit über 80 Minuten Reisezeit zwischen Northeim und Nordhausen fast wieder den Standard der Wendezeit" ist Reinboth hierüber wenig erbaut. "Unser Ziel ist es, wegen der Anbindung der Buslinie aus dem Oberharz die Zugkreuzungen immer in Walkenried zu haben, aber dennoch wieder 5 bis 10 Minuten schneller in Nordhausen zu sein. Dies ist nach Durchführung der Bauarbeiten zwischen Walkenried und Ellrich auch durchaus drin".

Verbesserte Busanschlüsse aus dem Oberharz
Zumindestens vorübergehend verbessern sich die Anschlüsse aus dem Oberharz nach Nordhausen. Die von Hohegeiß zur Minute 58 in Walkenried eintreffenden Busse (08.58 Uhr, 10.58 Uhr, 14.58 Uhr und 16.58 Uhr) bzw. der Bus von Wieda (12.58 Uhr) stellen nun Anschluss nicht nur nach Northeim und Göttingen, sondern auch nach Nordhausen her. Auch der Übergang von den Zügen aus Nordhausen zu den Bussen nach Bad Sachsa Stadtmitte am Bahnhof Bad Sachsa wird entspannt, da die in Richtung Northeim rollenden Züge den Bahnhof Bad Sachsa nun wieder wie geplant zur Minute 09 erreichen.

Dennoch: "Es wird allerhöchste Zeit für Bauarbeiten. Die Bahn muss ihre Zusagen gegenüber mehreren MdB, Landesministern und Landräten endlich einhalten und spätestens im Herbst den Abschnitt Walkenried - Ellrich in Ordnung bringen" fordert Michael Reinboth. "Höchste Eisenbahn" will weiter auf allen möglichen und sinnvollen Kanälen für die Bauarbeiten werben, damit der Südharz nicht ein weiteres Mal ins Hintertreffen gerät.
Autor: nnz

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