Mi, 09:37 Uhr
05.06.2013
Geidel macht Schluss: Lust und Frust
Die Zeit ist reif. Mit diesen Worten hängt nach rund zehn Jahren Mathias Geidel seinen Hut an den Nagel als Abteilungsleiter Boxen beim Nordhäuser Sportverein. Die Kollegen der Abteilungsleitung hat Geidel über seine Entscheidung bereits informiert...
Ich bin mir sicher, dass bei meinem Nachfolger die Abteilung in guten Händen ist, so Mathias Geidel. Lust und Frust seien für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen. Die Verärgerung über das skandalöse Verhalten des deutschen Boxverbands hat mit zu meiner Entscheidung geführt: Man hat uns den Vizemeister-Titel auf unlautere Art und Weise vorenthalten. Ich bin überzeugt, dass wir letztlich vor Gericht siegen werden. Trotzdem sitzt die Verärgerung zu tief. Wir haben den Fall jetzt in die Hände der Rechtsanwälte Sieboldt und Treydte gegeben. Mithilfe der Juristen wird sich das Recht durchsetzen. Trotzdem ist dieser Kampf zu kräfteraubend. Ein ähnliches Theater hatten wir schon in der vorletzten Saison, sagte Geidel.
Andererseits gehe er auch mit einem lachenden Auge: Wir sind als Thüringen-Ligist gestartet. Sind dann den Weg durch die Oberliga und die 2. Bundesliga gegangen. Durch unser gutes Teamspiel von Sportlern, Fans, Trainern,. Sponsoren und Abteilungsleitung haben wir letztlich den Nordhäuser Boxsport in die höchste Deutsche Liga, die 1. Bundesliga, geführt. Und dort zum Vizeleister. Darauf bin ich sehr stolz. Der Höhepunkt ist damit allerdings erreicht. Wir haben gezeigt, zu welcher Leistung man fähig ist, welche Kräfte man selbst in einer relativ überschaubaren Stadt wie Nordhausen bündeln kann, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat. Mehr geht fast nicht mehr. Hinzu kommen die diesjährigen Titel als `Mannschaft des Jahres´, als `Sportler´ und als `Trainer des Jahres´. Das war bisher einmalig. Wie haben wir uns darüber gefreut! Es ist also jetzt ein idealer Zeitpunkt, um Abschied zu nehmen und Platz zu machen für neue Leute. Ich denke, wir hinterlassen ein gut bestelltes Feld.
Im Verein werden jetzt die Gespräche für die Nachfolge von Mathias Geidel geführt. Es gibt nach nnz-Informationen bereits einen Kandidaten, doch Namen will der NSV noch nicht nennen.
Die Arbeit für das Boxen habe ihm, der selbst nie geboxt hat, große Freude bereitet. Vor allem, weil es so ein gutes Miteinander gab. Es war schön und befriedigend, wenn Nordhäuser Sponsoren gesagt haben: Jawoll, Ihr seid ein gutes Team, ich unterstütze Euch! Und dann die Begeisterung der Fans. Ich habe fast immer gebangt: `Hoffentlich kriegen wir die Halle wieder voll! Hoffentlich kommen genug Fans.´ Die Befürchtungen waren immer umsonst. Die Fans waren da, darüber hinaus viele sportbegeisterte Nordhäuserinnen und Nordhäuser. Und es war vielleicht diese besondere Nordhäuser Atmosphäre, die dazu geführt hat, dass wir bis heute zuhause unbezwungen geblieben sind.
Autor: redIch bin mir sicher, dass bei meinem Nachfolger die Abteilung in guten Händen ist, so Mathias Geidel. Lust und Frust seien für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen. Die Verärgerung über das skandalöse Verhalten des deutschen Boxverbands hat mit zu meiner Entscheidung geführt: Man hat uns den Vizemeister-Titel auf unlautere Art und Weise vorenthalten. Ich bin überzeugt, dass wir letztlich vor Gericht siegen werden. Trotzdem sitzt die Verärgerung zu tief. Wir haben den Fall jetzt in die Hände der Rechtsanwälte Sieboldt und Treydte gegeben. Mithilfe der Juristen wird sich das Recht durchsetzen. Trotzdem ist dieser Kampf zu kräfteraubend. Ein ähnliches Theater hatten wir schon in der vorletzten Saison, sagte Geidel.
Andererseits gehe er auch mit einem lachenden Auge: Wir sind als Thüringen-Ligist gestartet. Sind dann den Weg durch die Oberliga und die 2. Bundesliga gegangen. Durch unser gutes Teamspiel von Sportlern, Fans, Trainern,. Sponsoren und Abteilungsleitung haben wir letztlich den Nordhäuser Boxsport in die höchste Deutsche Liga, die 1. Bundesliga, geführt. Und dort zum Vizeleister. Darauf bin ich sehr stolz. Der Höhepunkt ist damit allerdings erreicht. Wir haben gezeigt, zu welcher Leistung man fähig ist, welche Kräfte man selbst in einer relativ überschaubaren Stadt wie Nordhausen bündeln kann, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat. Mehr geht fast nicht mehr. Hinzu kommen die diesjährigen Titel als `Mannschaft des Jahres´, als `Sportler´ und als `Trainer des Jahres´. Das war bisher einmalig. Wie haben wir uns darüber gefreut! Es ist also jetzt ein idealer Zeitpunkt, um Abschied zu nehmen und Platz zu machen für neue Leute. Ich denke, wir hinterlassen ein gut bestelltes Feld.
Im Verein werden jetzt die Gespräche für die Nachfolge von Mathias Geidel geführt. Es gibt nach nnz-Informationen bereits einen Kandidaten, doch Namen will der NSV noch nicht nennen.
Die Arbeit für das Boxen habe ihm, der selbst nie geboxt hat, große Freude bereitet. Vor allem, weil es so ein gutes Miteinander gab. Es war schön und befriedigend, wenn Nordhäuser Sponsoren gesagt haben: Jawoll, Ihr seid ein gutes Team, ich unterstütze Euch! Und dann die Begeisterung der Fans. Ich habe fast immer gebangt: `Hoffentlich kriegen wir die Halle wieder voll! Hoffentlich kommen genug Fans.´ Die Befürchtungen waren immer umsonst. Die Fans waren da, darüber hinaus viele sportbegeisterte Nordhäuserinnen und Nordhäuser. Und es war vielleicht diese besondere Nordhäuser Atmosphäre, die dazu geführt hat, dass wir bis heute zuhause unbezwungen geblieben sind.


